{"id":3690,"date":"2018-08-06T11:01:44","date_gmt":"2018-08-06T09:01:44","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/?p=3690"},"modified":"2019-08-13T13:22:33","modified_gmt":"2019-08-13T11:22:33","slug":"7-4-schallausbreitung-im-gebaeude","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/7-4-schallausbreitung-im-gebaeude\/","title":{"rendered":"7.4 Schallausbreitung im Geb\u00e4ude"},"content":{"rendered":"<div id=\"bild-hle-7-29\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-29.png\" alt=\"L\u00e4rmquellen\u00a0\u2013 Massnahmen\u00a0\u2013 Kennwerte\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.29:\u2002L\u00e4rmquellen\u00a0\u2013 Massnahmen\u00a0\u2013 Kennwerte<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Wirkungsvoller Schallschutz bedeutet, im Freien erzeugte Ger\u00e4usche gegen\u00fcber dem Geb\u00e4udeinnern abzuschirmen <i>(Schallausbreitung im Freien), <\/i>in grossen R\u00e4umen\/S\u00e4len ein geeignetes \u00ab\u200aakustisches\u200a\u00bb Klima aufzubauen <i>(Raumakustik)<\/i> und in R\u00e4umen entstehende Ger\u00e4usche mit stark verminderter Lautst\u00e4rke in Nebenr\u00e4ume eindringen zu lassen sowie L\u00e4rmemissionen von innen (z.\u2009B. Industriel\u00e4rm, Diskotheken) nach aussen zu verhindern <i>(Bauakustik).<\/i> Um eine bestehende, zu laut empfundene L\u00e4rmbelastung einzud\u00e4mmen, k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich zwei physikalische Effekte der Wellenausbreitung ausgen\u00fctzt werden:<\/p>\n<ul>\n<li><i>L\u00e4rmd\u00e4mmung durch Reflexion<\/i> (Schalld\u00e4mmung)<\/li>\n<li><i>L\u00e4rmd\u00e4mpfung durch Absorption<\/i> (Schallabsorption)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Begriffe Schalld\u00e4mmung und Schallabsorption sind klar voneinander zu trennen. Im ersten Fall wird die Schallenergie nicht in eine andere Energieform \u00fcberf\u00fchrt, sondern durch Reflexion wird deren Ausbreitungsrichtung ver\u00e4ndert. Bei der D\u00e4mpfung wird Schallenergie im Wesentlichen in W\u00e4rme umgewandelt (Dissipation). Eine Wand kann demnach z.\u2009B. gut schalld\u00e4mmend sein, gleichzeitig aber eine geringe Schallabsorption besitzen (vgl. Abb. 7.30).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-30\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-30.png\" alt=\"Schall\u00fcbertragungsvorg\u00e4nge an einem Trennelement und akustische Kenngr\u00f6ssen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.30:\u2002Schall\u00fcbertragungsvorg\u00e4nge an einem Trennelement und akustische Kenngr\u00f6ssen<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">a) zur Erfassung des akustischen Klimas im Senderaum \u2192 Raumakustik\/Schallabsorption<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">b) zur Erfassung des Schallschutzes gegen\u00fcber dem Empfangsraum \u2192 Bauakustik\/Schalltransmission<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Um gezielt Abhilfemassnahmen gegen zu starke L\u00e4rmbel\u00e4stigungen treffen zu k\u00f6nnen, ist es notwendig, bei jeder St\u00f6rung zun\u00e4chst zu kl\u00e4ren, ob K\u00f6rperschall- oder Luftschallanregung vorliegt, d.\u2009h., ob die Schallquelle eine Wand\/Decke unmittelbar oder indirekt \u00fcber einen Luftraum hinweg anregt. Die K\u00f6rperschallanregung ist im Gegensatz zur Luftschallanregung meistens \u00f6rtlich begrenzt. Es ergeben sich folgende <i>vier Grundprinzipien<\/i> f\u00fcr Schallschutz-Massnahmen im Bauwesen:<\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><i>Luftschalld\u00e4mmung<\/i>: Der Schall wird durch schwere und dichte Baustoffe und\/oder mehrschalige Baukonstruktionen daran gehindert, sich von einem Raum in den anderen auszubreiten (\u2192\u00a0Reflexion\u00a0der\u00a0Luftschallwellen).<\/li>\n<li><i>Luftschalld\u00e4mpfung<\/i> (Schallabsorption): Mit besonderen \u00abSchallschluckmaterialien\u00bb oder \u00abMitschwingern\u00bb wird versucht, Schallenergie in W\u00e4rme zu \u00fcberf\u00fchren.<\/li>\n<li><i>K\u00f6rperschalld\u00e4mmung<\/i>: Unterbrechung der Schallausbreitung in festen K\u00f6rpern, z.\u2009B. durch Zwischenschalten von Luftschichten oder elastischen Baustoffen.<\/li>\n<li><i>K\u00f6rperschalld\u00e4mpfung<\/i>: Minderung der Schallausbreitung und der Wiederabstrahlung, z.\u2009B. durch Sandf\u00fcllung (\u2192\u00a0Umwandlung\u00a0der\u00a0Schallenergie\u00a0in\u00a0W\u00e4rme).<\/li>\n<\/ol>\n<h2>7.4.1 Raumakustik<\/h2>\n<p>Das akustische Klima eines Raumes wird entscheidend durch das <i>Reflexions- bzw. Absorptionsverhalten seiner Begrenzungsfl\u00e4chen<\/i> gepr\u00e4gt, denn im Gegensatz zur Schallausbreitung im Freien kommt es in geschlossenen R\u00e4umen zu Reflexionserscheinungen an den Raumbegrenzungen, die sich mit dem direkten Schall \u00fcberlagern.<\/p>\n<p>Das Schallfeld im Raum kann nur ann\u00e4herungsweise betrachtet werden, z.\u2009B. analog zur Optik, mit den Verfahren der geometrischen Akustik. Eine noch st\u00e4rkere Vereinfachung geht davon aus, dass das Schallfeld diffus ist. Dann sind nur noch das Raumvolumen und die Oberfl\u00e4che mit deren Absorptionseigenschaften wesentlich.<\/p>\n<p>Die gesamte <i>\u00e4quivalente Schallabsorptionsfl\u00e4che A<\/i><sub>s,\u00a0eq<\/sub> eines Raumes ist als Summe der Produkte (Fl\u00e4chen <i>A<\/i><sub><i>j<\/i><\/sub> \u00b7 Absorptionsgrad <i>\u03b1<\/i><sub>S\u2009<\/sub><sub><i>j<\/i><\/sub>) definiert:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.21)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_22.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory101_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p><i>A<\/i><sub>s, eq<\/sub> beschreibt somit das Schallschluckverm\u00f6gen eines Raumes (inkl. St\u00fchle, Vorh\u00e4nge, Personen etc.) und kann als eine fiktive Ersatzfl\u00e4che betrachtet werden, die vollst\u00e4ndig absorbiert.<\/p>\n<p>Bei der Schallausbreitung in <i>geschlossenen R\u00e4umen<\/i> lassen sich zwei Einflussbereiche unterscheiden: <i>Direktschall<\/i> und <i>Diffusschall<\/i>. Im ersten dominiert die Direktschallausbreitung, die sich durch zwei Gesetzm\u00e4ssigkeiten auszeichnet: Im sog. Nahfeld einer Quelle (<i>r<\/i>\u2009&lt;\u202f2<i>\u03bb<\/i>) nimmt der Pegel mit mehr als 6\u202fdB\/Abstandsverdoppelung ab, im Freifeld (<i>r<\/i> &gt;\u202f2<i>\u03bb<\/i>) betr\u00e4gt die entsprechende Abnahme genau 6\u202fdB. Das Freifeld geht in einer bestimmten Entfernung von der Quelle, dem sog. <i>Hallradius<\/i>, in das Diffusfeld bzw. Hallfeld \u00fcber, in dem sich Direktschall und der von den Begrenzungsfl\u00e4chen reflektierte Schall \u00fcberlagern.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-31\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-31.png\" alt=\"Schallpegelabnahme bei einer punktf\u00f6rmigen Schallquelle in einem abgeschlossenen Raum: \u00dcberlagerung von Direktschall ab Quelle mit Reflexionsschall ab Begrenzungsfl\u00e4chen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.31:\u2002Schallpegelabnahme bei einer punktf\u00f6rmigen Schallquelle in einem abgeschlossenen Raum: \u00dcberlagerung von Direktschall ab Quelle mit Reflexionsschall ab Begrenzungsfl\u00e4chen<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Beim Einschalten einer Schallquelle steigt die Schallenergiedichte in einem Raum nicht proportional zur Erregung in der Quelle an, sondern es pegelt sich allm\u00e4hlich ein station\u00e4rer Zustand zwischen Schallausstrahlung und Schallabsorption ein <i>(\u2192 Anhall)<\/i>. Wird die Schallquelle ausgeschaltet, so verschwindet der Schallpegel nicht pl\u00f6tzlich; der Schall klingt vielmehr infolge der Laufzeit vielfacher Reflexionen allm\u00e4hlich ab <i>(\u2192 Nachhall)<\/i>.<\/p>\n<p>Dieser Vorgang l\u00e4sst sich physikalisch mit dem Laden\/Entladen eines Kondensators oder dem Aufheizen\/Ausk\u00fchlen eines W\u00e4rmespeichers vergleichen. Zeichnet man nun den <i>zeitlichen Verlauf<\/i> des <i>Schalldruckpegels<\/i> eines abklingenden Ger\u00e4usches auf, so zeigt sich eine abfallende Gerade, wenn die Absorption etwa gleichm\u00e4ssig im Raum verteilt ist.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-32\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-32.png\" alt=\"Schalldruckverlauf in einem geschlossenen Raum: Einschalten der Schallquelle\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.32:\u2002Schalldruckverlauf in einem geschlossenen Raum: Einschalten der Schallquelle (Zufuhr von Schalleistung, Laden des \u00ab\u200aSchallenergiespeichers\u200a\u00bb)\u00a0\u2013 Erreichen eines station\u00e4ren Schallpegels (Gleichgewicht zwischen Zufuhr und Absorption von Schallleistung)\u00a0\u2013 Ausschalten der Schallquelle (Entladen des \u00ab\u200aSchallenergiespeichers\u200a\u00bb, Verluste an den Begrenzungsoberfl\u00e4chen)<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-33\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-33.png\" alt=\"Verlauf des Schalldruckpegels\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.33:\u2002Verlauf des Schalldruckpegels (log. Darstellung des Schalldruckes): Anhall\u00a0\u2013 Nachhall<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Die <i>Nachhallzeit\u00a0T<\/i><sub>s<\/sub><i> <\/i>(=\u202ff (<i>f<\/i>, <i>V<\/i>, <i>A<\/i><sub>s, eq<\/sub>)) ist diejenige Zeit in <i>s<\/i>, in welcher der Schallpegel nach Abschalten der Schallemission um 60\u202fdB abklingt (\u2259 Reduktion der Schallintensit\u00e4t auf den 10<sup>\u20136<\/sup>\u2009ten Teil!).<\/p>\n<p>Der Zusammenhang zwischen der so definierten Nachhallzeit <i>T<\/i><sub>s<\/sub>, der gesamten \u00e4quivalenten Schallabsorptionsfl\u00e4che <i>A<\/i><sub>s, eq<\/sub> und dem Raumvolumen wurde erstmals von <i>Sabine e<\/i>xperimentell erfasst:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.22)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_23.png\" \/><\/p>\n<p>Wird der zus\u00e4tzliche D\u00e4mpfungseinfluss des Raumluftvolumens ebenfalls ber\u00fccksichtigt (z.\u2009B. bei sehr grossen S\u00e4len mit langen Schallwegen), so l\u00e4sst sich obige Formel wie folgt erweitern:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.23)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_24.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory102_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<p>Der Term 4\u2009\u2219\u2009<i>\u00b5<\/i>\u2009\u2219\u2009<i>V<\/i> steht f\u00fcr die Absorption der Luft. Die <i>Luftd\u00e4mpfung<\/i> f\u00fchrt zu einer Verk\u00fcrzung der Nachhallzeit, die vor allem bei h\u00f6heren Frequenzen sp\u00fcrbar wird. Details siehe <span class=\"tooltips\" title=\"\u2013 K. Eggerschwiler: Raum- und Bauakustik, Vorlesung ETHZ, Z\u00fcrich (2007)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.25]<\/span><\/span>.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-34\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-34.png\" alt=\"Sollwerte der Nachhallzeit Ts, soll gem\u00e4ss DIN 18041\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.34:\u2002Sollwerte der Nachhallzeit <i>T<\/i><sub>s, soll<\/sub> gem\u00e4ss DIN 18041 (Unterricht: Klassenzimmer, Seminarraum, H\u00f6rsaal. Sprache: Gerichts- und Ratssaal, Gemeindesaal)<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-35\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-35.png\" alt=\"Anzustrebender Bereich der Nachhallzeit Ts,Ts, soll gem\u00e4ss DIN 18041. Die Sollnachhallzeit Ts, soll ist aus der Abbildung 7.34 abh\u00e4ngig vom Raumvolumen abzulesen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.35:\u2002Anzustrebender Bereich der Nachhallzeit <i>T<\/i><sub>s<\/sub>,<i>T<\/i><sub>s, soll<\/sub> gem\u00e4ss DIN 18041. Die Sollnachhallzeit<i> T<\/i><sub>s, soll<\/sub><i> <\/i>ist aus der Abbildung 7.34 abh\u00e4ngig vom Raumvolumen abzulesen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Durch Vergr\u00f6sserung bzw. Verkleinerung der Schallabsorption im Raum l\u00e4sst sich die Nachhallzeit auf eine der Nutzung angepasste Dauer einstellen.<\/p>\n<p>Eine Ver\u00e4nderung der Nachhallzeit (<i>T<\/i><sub>s<span style=\"vertical-align: -20%;\">1<\/span><\/sub> \u2192 <i>T<\/i><sub>s<span style=\"vertical-align: -20%;\">2<\/span><\/sub>) beeinflusst aber auch den mittleren Schallpegel im Raum (<i>L<\/i><sub>1<\/sub> \u2192 <i>L<\/i><sub>2<\/sub>):<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.24)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_25.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory57_autoexport.png\" \/><\/div>\n<p>Eine in Bezug auf die Raumnutzung <i>optimal abgestimmte Nachhallzeit <\/i>ist eine wichtige raumakustische Voraussetzung f\u00fcr <i>gute Sprachverst\u00e4ndlichkeit<\/i> bzw. angenehmes musikalisches <i>Klangbild<\/i>. In R\u00e4umen, in denen speziell eine gute Sprechakustik gefordert wird, ist in erster Linie die Frage der Verst\u00e4ndlichkeit massgebend: Bei grosser Nachhallzeit hallen die einzelnen Silben zu lang und \u00fcberdecken teilweise die folgenden; ist die Nachhallzeit zu kurz, so sinkt die Lautst\u00e4rke stark, was die Verst\u00e4ndlichkeit ebenfalls reduziert.<\/p>\n<p>Die <i>raumakustische Gestaltung <\/i>beginnt bei Raumform und Raumvolumen. Optimale Raumvolumen lassen sich aus Tabelle 7.9 ablesen.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory58_autoexport.png\" \/><\/div>\n<p>Die Raumform ist so zu gestalten, dass je nach Zweck die Schallreflexionen sinnvoll genutzt werden k\u00f6nnen sowie Echos und Flatterechos vermieden werden. Bei der <i>Sprachnutzung<\/i> sind Reflexionen so zu planen, dass sie fr\u00fch nach dem Direktschall beim Empf\u00e4nger eintreffen und auf diese Weise die Klarheit erh\u00f6hen. Bei der <i>Musiknutzung<\/i> sind fr\u00fche und sp\u00e4te Reflexionen in ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zu setzten. Besonders wichtig sind fr\u00fche <i>seitliche Reflexionen<\/i>, welche bis 80 ms nach dem Direktschall eintreffen. Sie erm\u00f6glichen ein r\u00e4umliches Empfinden der Musik. Unter Umst\u00e4nden ist die Prim\u00e4rstruktur des Raumes durch Schallreflektoren zu erg\u00e4nzen. Vor allem bei Musikr\u00e4umen sind strukturierte Raumoberfl\u00e4chen oder zus\u00e4tzliche Diffusoren wichtig, welche den Schall streuen.<\/p>\n<p>Mit der Wahl der Materialien der Raumoberfl\u00e4chen stellt sich schliesslich die Nachhallzeit ein. Bei R\u00e4umen f\u00fcr Musik ist in aller Regel keine zus\u00e4tzliche Fl\u00e4che mit Schallabsorbern notwendig. Das Publikum selber schluckt Schall, und mit der Wahl des richtigen Raumvolumens stellt sich praktisch von alleine die richtige Nachhallzeit ein. Allerdings m\u00fcssen zur Planung solcher R\u00e4ume <i>viele weitere \u00dcberlegungen <\/i>gemacht werden. Der Einsatz von physikalischen Modellen und\/oder Computersimulationen ist heute \u00fcblich.<\/p>\n<p>Bei R\u00e4umen f\u00fcr Sprache sind in der Regel <i>Fl\u00e4chen mit Schallabsorbern <\/i>notwendig. Dies gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr R\u00e4ume, in denen der L\u00e4rmpegel gering gehalten werden soll, wie z.\u2009B. Restaurant, Foyer etc. Eine Reihe von Absorberprinzipien ist in Abbildung 7.36 dargestellt.<\/p>\n<p>Die Wirkung eines por\u00f6sen Absorbers ist am effizientesten, wenn f\u00fcr eine bestimmte Wellenl\u00e4nge das zugeh\u00f6rige Schnellemaximum in die Schicht hineinzuliegen kommt. Ideal ist eine Schichtdicke <i>d<\/i> von 1\/4 der Wellenl\u00e4nge <i>\u03bb<\/i>. Neben por\u00f6sen Absorbern wie Mineralwolle, Filz, Holzfaserstoffe, Bimsbeton etc. besitzen die auf dem \u00ab\u200aMasse-Feder-Schwingungssystem\u200a\u00bb beruhenden Resonanzabsorber in der N\u00e4he ihrer Resonanzfrequenz eine ausgepr\u00e4gte Schallabsorption. Eine praktisch bedeutsame Form sind Platten mit Luftabstand vor einer Wand\/Decke, z.\u2009B. Sperrholz-, Gipskartonplatten, wobei zur Erh\u00f6hung der Absorption Fasermatten im Hohlraum untergebracht werden. Eine grosse Schallschluckung tritt nur schmalbandig im Bereich der Resonanzfrequenzen auf. Oft lassen sich beide Absorptionseffekte kombinieren, indem diesem tieffrequenten Resonanzmaximum das breite, h\u00f6herfrequente Absorptionsband eines por\u00f6sen Schallabsorbers mit Wandabstand \u00fcberlagert wird.<\/p>\n<p>Um die akustischen Eigenschaften von schallabsorbierenden Produkten und entsprechende Anforderungen bei routinem\u00e4ssigen Anwendungen in \u00fcblichen R\u00e4umen wie B\u00fcros, Restaurants usw. einfacher handhaben zu k\u00f6nnen, werden die frequenzabh\u00e4ngigen Schallabsorptionsgrade <i>\u03b1<\/i><sub>S<\/sub>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) mit Hilfe einer Bewertungskurve in eine <i>Einzahlangabe <\/i>(<i>\u2192 bewerteter Schallabsorptionsgrad \u03b1<\/i><sub>w<\/sub>)<i> <\/i>umgeformt. Detailinformationen hierzu sind in der DIN 18041 <span class=\"tooltips\" title=\"H\u00f6rsamkeit in kleinen und mittelgrossen R\u00e4umen, DIN 18041, Berlin (Mai 2004)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.39]<\/span><\/span> enthalten.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-36\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-36.png\" alt=\"Qualitative Darstellung des Frequenzverlaufes der Absorption verschiedener Raumbegrenzungsoberfl\u00e4chen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.36:\u2002Qualitative Darstellung des Frequenzverlaufes der Absorption verschiedener Raumbegrenzungsoberfl\u00e4chen<\/div>\n<h2>7.4.2 Bauakustik<\/h2>\n<h3>Luftschall\u00fcbertragung<\/h3>\n<p>Prinzipiell ist zu unterscheiden, ob direkte \u00dcbertragung durch die Trennwand\/Decke und\/oder indirekte \u00dcbertragung \u00fcber Nebenwege vorliegen. Sind <i>P<\/i><sub>1<\/sub> und <i>P<\/i><sub>2<\/sub> die Schalleistungen zu beiden Seiten eines Bauelementes, so wird das Verh\u00e4ltnis<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.25)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_26.png\" \/><\/p>\n<p>als <i>Schalld\u00e4mmass\u00a0R<\/i> bezeichnet (vgl. auch Definition in Abb. 7.30). Mit Hilfe der Schallpegel <i>L<\/i><sub>1<\/sub> und <i>L<\/i><sub>2<\/sub> des Sende- bzw. Empfangsraumes l\u00e4sst sich das Schalld\u00e4mmmass wie folgt ausdr\u00fccken:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.26)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_27.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory103_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<div id=\"bild-hle-7-37\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-37.png\" alt=\"\u00dcbertragungswege beim Luftschall\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.37:\u2002\u00dcbertragungswege beim Luftschall<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Um ein Trennelement vollst\u00e4ndig beschreiben zu k\u00f6nnen, muss der frequenzabh\u00e4ngige Verlauf der Schalld\u00e4mmkurve\u00a0<i>R<\/i> =\u202f<i>R<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) experimentell bestimmt werden. Man unterscheidet:<\/p>\n<ul>\n<li><i>R<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>): im Labor gemessen, der Schall geht ausschliesslich durch das zu pr\u00fcfende Wandelement (ohne Nebenwege!).<\/li>\n<li><i>R<\/i>\u200a<i>&#8218;<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>): \u00ab\u200aBauschalld\u00e4mmmass\u200a\u00bb unter Ber\u00fccksichtigung zus\u00e4tzlicher Schall\u00fcbertragung an Flanken- und andern Nebenwegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine derartige, f\u00fcr die Praxis recht unhandliche Beschreibung der Luftschalld\u00e4mmqualit\u00e4t eines Bauelementes (16 Messwerte bei Terzbandpegelmessungen) kann durch <i>Bewertung <\/i>der gemessenen Schalld\u00e4mmkurve <i>R<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) bzw. <i>R<\/i>\u200a<i>&#8218;<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) mit einer <i>standardisierten Bezugskurve N<\/i><sub>1<\/sub>(\u2009<i>f\u2009<\/i>)<i> <\/i>auf eine charakteristische Zahl, das bewertete <i>Schalld\u00e4mmmass R<\/i><sub>w<\/sub><i> <\/i>bzw<i>. <\/i>das bewertete <i>Bau-Schalld\u00e4mmmass R&#8216;<\/i><sub>w<\/sub> reduziert werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-38\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-38.png\" alt=\"Bestimmung des bewerteten Schalld\u00e4mmmasses R'w anhand der Schalld\u00e4mmkurve R(\u2009f\u2009) einer B\u00fcro-Trennwand\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.38:\u2002Bestimmung des bewerteten Schalld\u00e4mmmasses <i>R&#8216;<\/i><sub>w<\/sub> anhand der Schalld\u00e4mmkurve <i>R<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) einer B\u00fcro-Trennwand (Terzbandmessung im Labor, mit bau\u00fcblichen Nebenwegen)<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p><i>Die Luftschalld\u00e4mmung eines Trennelementes ist um so besser, je gr\u00f6sser der Index R&#8216;<\/i><sub>w<\/sub>\u2009<i>.<\/i><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory35_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<p>Verschiedene L\u00e4rmarten haben eine unterschiedliche spektrale Zusammensetzung. Deshalb wird zum <i>Bau-Schalld\u00e4mmmass<\/i> ein <i>Spektrum-Anpassungswert<\/i> angegeben.<\/p>\n<ul>\n<li>Innenl\u00e4rm: <i>C<\/i> (Luftschall) und <i>C<\/i><sub>i<\/sub> (Trittschall)<\/li>\n<li>Aussenl\u00e4rm: <i>C<\/i><sub>tr<\/sub><\/li>\n<\/ul>\n<p>W\u00e4hrend alte Normen eher bauteilbezogene Kennwerte im Sinne der Materialpr\u00fcfung definierten, werden heute in neueren Normenwerken \u00ab\u200aintegrale\u200a\u00bb Anforderungen f\u00fcr die tats\u00e4chlich zu realisierende Luftschalld\u00e4mmung unter Ber\u00fccksichtigung der Schallschutzbed\u00fcrfnisse der Bewohner und der Nutzung gestellt (siehe auch Abschnitt 7.4.3).<\/p>\n<p><i>Einschalige Konstruktionen<\/i><\/p>\n<p>Prinzipiell l\u00e4sst sich der Verlauf der Schalld\u00e4mmkurve <i>R<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) einer Einfachwand in vier charakteristische Abschnitte unterteilen:<\/p>\n<p>I) <i>Plattenschwingungen:<\/i> sehr tiefe Frequenzen (meistens <i>f<\/i> &lt;\u2009100\u202fHz), Biegeeigenschwingungen der Wand (aufgefasst als freischwingende, freiliegende Platte).<\/p>\n<p>II) <i>Massegesetz:<\/i> Eigenschwingungen der Wand folgen sehr rasch aufeinander: System einzelner Massen; die Masse pro Fl\u00e4cheneinheit (sog. Fl\u00e4chengewicht) spielt eine entscheidende Rolle \u2192 eine Verdoppelung des Fl\u00e4chengewichtes <i>m&#8216;<\/i> verbessert die Schalld\u00e4mmung um 6\u202fdB (Berger\u200a\u2019sches Massegesetz); gleichzeitig nimmt in diesem Bereich das Schalld\u00e4mmmass <i>R<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) bei Verdoppelung der Frequenz um 6\u202fdB zu (6\u202fdB\/Oktave).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-39\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-39.png\" alt=\"Qualitativer Verlauf der Schalld\u00e4mmung eines einschaligen Trennelementes als Funktion der Frequenz\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.39:\u2002Qualitativer Verlauf der Schalld\u00e4mmung eines <i>einschaligen<\/i> Trennelementes als Funktion der Frequenz<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>III) <i>Koinzidenzeffekte:<\/i> (Spuranpassungseffekt), Biegesteifigkeit spielt eine wichtige Rolle, eine Art \u00abr\u00e4umliche Resonanz\u00bb, Einbruch wenig oberhalb der Grenzfrequenz <i>f<\/i><sub>c<\/sub> (Koinzidenzfrequenz) durch Spuranpassung zwischen Biegewellen des Bauteils und auftreffender Schallwelle (vgl. <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/7-2-schall-an-mediengrenze-wechselwirkungen\/\">Abschnitt 7.2.2<\/a>).<\/p>\n<p>IV) <i>Massegesetz:<\/i> Schalld\u00e4mmung oberhalb der Grenzfrequenz (ab ca. <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/weq_07_4.png\" \/>) n\u00e4hert sich wieder dem Massegesetz.<\/p>\n<p>Die Schalld\u00e4mmung einschaliger W\u00e4nde ist um so besser, je gr\u00f6sser deren Fl\u00e4chengewicht ist. Die Tiefe des Koinzidenzeinbruches ist um so kleiner, je h\u00f6her die innere D\u00e4mpfung des Wandmaterials, und um so gr\u00f6sser, je flacher der Schalleinfall ist (<i>\u03b3<\/i> gross). Der Einfluss dieses Einbruchs l\u00e4sst sich verhindern, wenn durch geeignete Wahl des Baumaterials und\/oder der Wanddicke daf\u00fcr gesorgt werden kann, dass die Grenzfrequenz an den Rand des bauakustischen Frequenzbereiches verschoben wird (vgl. Abb. 7.40).<\/p>\n<p>Aufgrund der Grenzfrequenz lassen sich Baustoffplatten wie folgt unterteilen (vgl. Abb. 7.41):<\/p>\n<ul>\n<li><i>biegesteife Schalen<\/i> mit Grenzfrequenzen unterhalb von 50\u202fHz bis 100\u202fHz (z.\u2009B. dickes Mauerwerk oder Beton), D\u00e4mmwirkung wird durch die Wandsteifigkeit beg\u00fcnstigt.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-40\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-40.png\" alt=\"Einfluss der Dicke auf den Verlauf des Schalld\u00e4mmmasses R(\u2009f\u2009) und die Lage des Koinzidenzeinbruches\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.40:\u2002Einfluss der Dicke auf den Verlauf des Schalld\u00e4mmmasses <i>R<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) und die Lage des Koinzidenzeinbruches (<i>f<\/i><sub>c<\/sub>) am Beispiel von Porenbetonplatten (<i>E<\/i> =\u202f1,35 \u00b7 10<sup>9 <\/sup>N\/m<sup>2<\/sup>, <i>\u03c1<\/i> =\u202f700\u202fkg\/m<sup>3<\/sup>, <i>f<\/i><sub>c<\/sub> \u00b7 <i>d<\/i> \u2248 4500\u202fHz \u00b7 cm) <span class=\"tooltips\" title=\"J. Fricke et al.: Schall und Schallschutz\u00a0\u2013 Grundlagen und Anwendungen, Physik-Verlag, Weinheim (1983)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.7]<\/span><\/span><\/div>\n<ul>\n<li><i>biegeweiche Schalen<\/i> mit Grenzfrequenzen oberhalb 2500\u202fHz bis 3000\u202fHz (z.\u2009B. Bleche, Holzbauplatten, Glas), D\u00e4mmwirkung prim\u00e4r aufgrund Massegesetz.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-41\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-41.png\" alt=\"Koinzidenzfrequenzen von Baustoffplatten\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.41:\u2002Koinzidenzfrequenzen von Baustoffplatten<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Liegen die massgeblichen Frequenzen in einem \u00dcbergangsbereich zwischen einigen 100\u202fHz und 2000\u202fHz bis 3000\u202fHz, so ist mit einer Verschlechterung der D\u00e4mmwirkung gegen\u00fcber dem reinen Massegesetz zu rechnen. Untersuchungen von Cremer <span class=\"tooltips\" title=\"L. Cremer: Theorie der Schalld\u00e4mmung d\u00fcnner W\u00e4nde bei schr\u00e4gem Schalleinfall, Akustische Zeitschrift 7, 81 (1942)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.10]<\/span><\/span> und G\u00f6sele <span class=\"tooltips\" title=\"K. G\u00f6sele: Luftschalld\u00e4mmung von einschaligen Trennw\u00e4nden und Decken, Acoustica 20, 334 (1968)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.23]<\/span><\/span> haben gezeigt, dass das Schalld\u00e4mmmass nicht nur vom Fl\u00e4chengewicht, sondern auch von der Koinzidenzfrequenz <i>f<\/i><sub>c<\/sub> (als Folge der sog. Spuranpassung, vgl. Abschnitt 7.2.2) abh\u00e4ngt. Die Ber\u00fccksichtigung dieses Resonanzeffektes f\u00fchrt dazu, dass der Verlauf des bewerteten Schalld\u00e4mmmasses als Funktion der fl\u00e4chenbezogenen Masse im Bereich von ca. 5 bis 50\u202fkg\/m<sup>2<\/sup>\u00a0\u2013 je nach Baustoff\u00a0\u2013 ein Plateau aufweist, indem die Schalld\u00e4mmung nicht mehr oder nur schwach ansteigt.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-42\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-42.png\" alt=\"Bewertetes Schalld\u00e4mmmass R'w\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.42:\u2002Bewertetes Schalld\u00e4mmmass <i>R&#8216;<\/i><sub>w<\/sub> (dB) in Abh\u00e4ngigkeit von der fl\u00e4chenbezogenen Masse <i>m<\/i>&#8218; (kg\/m<sup>2<\/sup>) f\u00fcr einschalige Bauteile aus verschiedenen Baustoffen <span class=\"litref\">[<span class=\"tooltips\" title=\"K. G\u00f6sele, W. Sch\u00fcle: Schall\u00a0\u2013 W\u00e4rme\u00a0\u2013 Feuchte, Bauverlag, Wiesbaden (1989)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">7.2<\/span><\/span>, <span class=\"tooltips\" title=\"Schallschutz im Hochbau, Norm SIA 181, Schweiz. Ing. &amp; Arch.verein (SIA), Z\u00fcrich (2006)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">7.29<\/span><\/span>]<\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p><i>Zweischalige Bauteile<\/i><\/p>\n<p>Bei einschaligen W\u00e4nden l\u00e4sst sich eine gute Schalld\u00e4mmung nur mit einem hohen Fl\u00e4chengewicht erreichen. Entsprechend hohe Gewichte k\u00f6nnen vermieden werden, wenn Doppelw\u00e4nde anstelle von Einfachw\u00e4nden eingebaut werden.<\/p>\n<p>Der Verlauf der Schalld\u00e4mmkurve <i>R<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) zweischaliger W\u00e4nde zeigt vier charakteristische Bereiche (vgl. Abb. 7.43):<\/p>\n<ul>\n<li>I) <i>Massegesetz:<\/i> tiefe Frequenzen, Massegesetz wie f\u00fcr eine gleich schwere Einfachwand; Wandschalen schwingen miteinander im Takt \u2192 keine Verbesserung in diesem Bereich gegen\u00fcber Einfachwand.<\/li>\n<li>II) <i>Doppelschalenresonanz:<\/i> Masse-Feder-Masse- Schwingungssystem mit Resonanz (vgl. Abschnitt 7.2.2), D\u00e4mmung im Vergleich zu Einfachwand sogar schlechter, beide Wandschalen schwingen im \u00ab\u200aGegentakt\u200a\u00bb.<\/li>\n<li>III) <i>Mittlere Frequenzen:<\/i> bedeutende Verbesserung gegen\u00fcber Einfachwand mit gleichem Fl\u00e4chengewicht, theoretischer Anstieg ca. 18\u202fdB\/Oktave.<\/li>\n<li>IV) <i>Dickenresonanzen:<\/i> Einbr\u00fcche durch Ausbildung stehender Wellen im Zwischenraum (Schalenabstand <i>d<\/i> =\u202fVielfaches von <i>\u03bb<\/i>\/2).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit zweischaligen Bauelementen lassen sich somit bessere Schalld\u00e4mmwerte erreichen als mit gleich schweren, einschaligen Wandkonstruktionen. Neben der fl\u00e4chenbezogenen Gesamtmasse beider Schalen wird die Luftschalld\u00e4mmung entscheidend bestimmt durch:<\/p>\n<ul>\n<li>Biegefestigkeit der d\u00fcnneren Schale<\/li>\n<li>D\u00e4mmmaterial zwischen den Schalen<\/li>\n<li>Schalenabstand<\/li>\n<li>Verbindungen zwischen den Schalen, Randbefestigungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um eine optimale Schalld\u00e4mmung bei zweischaligen Bauelementen zu erreichen, sind deshalb einige Grundregeln zur konstruktiven Ausbildung gem\u00e4ss Abbildung 7.44 zu beachten.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-43\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-43.png\" alt=\"Qualitativer Verlauf der Schalld\u00e4mmung eines zweischaligen Trennelementes als Funktion der Frequenz\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.43:\u2002Qualitativer Verlauf der Schalld\u00e4mmung eines <i>zweischaligen <\/i>Trennelementes als Funktion der Frequenz<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p><i>Rechnerische Absch\u00e4tzung der Luftschalld\u00e4mmung<\/i><\/p>\n<p>Bei <i>einschaligen Bauteilen <\/i>(Beton, Mauerwerk, Gipsplatten, Glasscheiben) l\u00e4sst sich das bewertete Schalld\u00e4mmmass <i>R<\/i>&#8218;<sub>w<\/sub><sup>(1)<\/sup> aus dem Fl\u00e4chengewicht <i>m&#8216;<\/i> nach der \u00ab\u200aG\u00f6sele\u200a\u00bb-Kurve (siehe Abb. 7.42) bestimmen. Bei d\u00fcnnen Blechen folgt die Luftschalld\u00e4mmung eher dem theoretischen Massegesetz, solange <i>f<\/i> &lt;\u202f<i>f<\/i><sub>c<\/sub> (Berger\u200a\u2019sches Gesetz f\u00fcr biegeweiche Platten, vgl. Abb. 7.42).<\/p>\n<p>Das bewertete Bau-Schalld\u00e4mmmass <i>R<\/i>&#8218;<sub>w<\/sub><sup>(2) <\/sup><i>zweischaliger Konstruktionen <\/i>kann in erster N\u00e4herung ebenfalls relativ einfach unter Verwendung der Massenabh\u00e4ngigkeit der Luftschalld\u00e4mmung abgesch\u00e4tzt werden, solange die konstruktiven Richtlinien gem\u00e4ss Abbildung 7.44 ber\u00fccksichtigt bleiben:<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-44\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-44.png\" alt=\"Konstruktive Richtlinien f\u00fcr eine schalltechnisch optimale Ausbildung zweischaliger Wandkonstruktionen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.44:\u2002Konstruktive Richtlinien f\u00fcr eine schalltechnisch optimale Ausbildung <i>zweischaliger<\/i> Wandkonstruktionen <span class=\"tooltips\" title=\"J. Blaich: Luftschalld\u00e4mmung von zweischaligen Bauteilen, Schweiz. Ing. &amp; Arch. 97 (12), 197 (1979)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.3]<\/span><\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.27)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_28.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory104_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Gegen\u00fcber einer einschaligen Wand gleichen Fl\u00e4chengewichtes verbessert der Str\u00f6mungswiderstand der Trennschicht des zweischaligen Aufbaus die D\u00e4mmung im Allgemeinen um ca. 1 bis 1,5\u202fdB je cm Schalenabstand; bei sauberer, konsequenter Trennung sogar um bis zu 2\u202fdB\/cm (gilt nur f\u00fcr nicht zu schwere Wandkonstruktionen).<\/p>\n<p><i>Nebenweg\u00fcbertragung <span class=\"litref\">[<span class=\"tooltips\" title=\"H. Gubler und G. Stupp: Die Flanken\u00fcbertragung, Schweiz. Ing. &amp; Arch. 17, 281 (1994)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">7.15<\/span><\/span>, <span class=\"tooltips\" title=\"\u2013 K. Eggerschwiler: Raum- und Bauakustik, Vorlesung ETHZ, Z\u00fcrich (2007)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">7.25<\/span><\/span>]<\/span> <\/i><\/p>\n<p>Am Bau wird der Schall nicht nur durch den eigentlichen Trennbauteil, sondern\u00a0\u2013 je nach Bauteilanschluss\u00a0\u2013 in einem u.\u2009U. nicht zu untersch\u00e4tzenden Mass auch \u00fcber <i>flankierende Elemente <\/i>wie W\u00e4nde, Decken, B\u00f6den \u00fcbertragen. Es zeigt sich in der Praxis, dass sehr oft gute Schalld\u00e4mmeigenschaften eines Trennbauteils durch ungeeignete Konstruktion der flankierenden Elemente bzw. der Randanschl\u00fcsse zunichte gemacht werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-45\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-45.png\" alt=\"Korrekturterm f\u00fcr die Verbesserung des bewerteten Schalld\u00e4mmmasses zweischaliger Konstruktionen in Abh\u00e4ngigkeit der Art der Trennung und der gegenseitigen Befestigung der Schalen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.45:\u2002Korrekturterm f\u00fcr die Verbesserung des bewerteten Schalld\u00e4mmmasses zweischaliger Konstruktionen in Abh\u00e4ngigkeit der Art der Trennung und der gegenseitigen Befestigung der Schalen <span class=\"tooltips\" title=\"A. Hungerb\u00fchler: Technische Notiz\u00a0\u2013 W\u00e4rme- und Schalld\u00e4mmung, ISOVER AG, Lausanne (1987)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.12]<\/span><\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-46\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-46.png\" alt=\"Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.46:\u2002Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung <span class=\"tooltips\" title=\"H. Gubler und G. Stupp: Die Flanken\u00fcbertragung, Schweiz. Ing. &amp; Arch. 17, 281 (1994)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.15]<\/span><\/span>:<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">\u2013 zweischalige Trennbauteile mit <i>durchlaufender Decke<\/i><\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-47\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-47.png\" alt=\"Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.47:\u2002Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung <span class=\"tooltips\" title=\"H. Gubler und G. Stupp: Die Flanken\u00fcbertragung, Schweiz. Ing. &amp; Arch. 17, 281 (1994)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.15]<\/span><\/span>:<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">\u2013 zweischalige Trennbauteile mit <i>getrennter Decke<\/i><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Bis in die letzten Jahre wurde die Schalld\u00e4mmung in Pr\u00fcfst\u00e4nden gemessen, die Flanken\u00fcbertragungen zuliessen (\u2192 Messung mit den \u00ab\u200abau\u00fcblichen Nebenwegen\u200a\u00bb <i>R<\/i>\u200a<i>&#8218;<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>) bzw. <i>R<\/i>\u200a<i>&#8218;<\/i><sub>w\u2009<\/sub>, genannt \u00ab\u200aBauschalld\u00e4mmmass\u200a\u00bb). Fortschritte in der Messtechnik und bessere Kenntnisse der Mechanismen der Schall\u00fcbertragung im Flankenbereich erm\u00f6glichen <i>heute<\/i> einerseits <i>quasi nebenwegfreie Messungen<\/i> der Schall\u00fcbertragung <i>im Labor<\/i> und andererseits <i>Rechenmethoden zur quantitativen Absch\u00e4tzung der Nebenwegeffekte<\/i>. Analog den W\u00e4rmeverlusten der Geb\u00e4udeh\u00fclle, die sich aus den Regelquerschnittverlusten und den zus\u00e4tzlichen Verlusten infolge Anschlussstellen (W\u00e4rmebr\u00fccken!) zusammensetzen, sind heute erste Ans\u00e4tze vorhanden, die es erlauben, die Schall\u00fcbertragung in analoger Weise (\u00ab\u200aRegelquerschnitttransmission\u200a\u00bb und \u00ab\u200aFlanken\u00fcbertragung\u200a\u00bb) zu erfassen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-48\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-48.png\" alt=\"Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.48:\u2002Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung <span class=\"tooltips\" title=\"H. Gubler und G. Stupp: Die Flanken\u00fcbertragung, Schweiz. Ing. &amp; Arch. 17, 281 (1994)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.15]<\/span><\/span>:<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">\u2013 Einfluss von <i>Decken- und\/oder Wandverkleidungen<\/i><\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-49\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-49.png\" alt=\"Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.49:\u2002Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung <span class=\"tooltips\" title=\"H. Gubler und G. Stupp: Die Flanken\u00fcbertragung, Schweiz. Ing. &amp; Arch. 17, 281 (1994)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.15]<\/span><\/span>:<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">\u2013 vertikale \u00dcbertragung durch <i>Innenw\u00e4nde<\/i><\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-50\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-50.png\" alt=\"Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.50:\u2002Verbesserung bzw. Verschlechterung der Luftschalld\u00e4mmung am Bau infolge flankierender Bauteile und Stossstellen\u00fcbertragung <span class=\"tooltips\" title=\"H. Gubler und G. Stupp: Die Flanken\u00fcbertragung, Schweiz. Ing. &amp; Arch. 17, 281 (1994)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.15]<\/span><\/span>:<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">\u2013 vertikale \u00dcbertragung durch <i>Aussenw\u00e4nde<\/i><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Bei der Schall\u00fcbertragung zwischen zwei aneinanderstossenden R\u00e4umen lassen sich <i>vier Grundtypen von \u00dcbertragungswegen <\/i>unterscheiden:<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-51\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-51.png\" alt=\"M\u00f6gliche Schallwege bei Luftschall\u00fcbertragung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.51:\u2002M\u00f6gliche Schallwege bei Luftschall\u00fcbertragung<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Dd: Direkt auf den Trennbauteil treffende Energie wird direkt abgestrahlt<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Df: Direkt auf den Trennbauteil fallende Energie wird flankierend abgestrahlt<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Fd: Auf den flankierenden Bauteil treffende Energie wird direkt (vom Trennbauteil) abgestrahlt<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Ff: Auf den flankierenden Teil fallende Energie wird flankierend abgestrahlt<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Vereinfachend wird angenommen, dass nur Wege mit einer einzigen Stossstelle ber\u00fccksichtigt werden (d.\u2009h. R\u00fcckwand sowohl sende- als auch empfangsseits ausgeschaltet; Wege wie: flankierend auf die Seitenwand auftreffend und \u00fcber den Boden abgestrahlt entfallen).<\/p>\n<p>Somit sind folgende Wege zu ber\u00fccksichtigen (total 13 Wege): Boden: Fd, Ff, Df; Wand rechts: Fd, Ff, Df; Decke: Fd, Ff, Df; Wand links: Fd, Ff, Df und Direktdurchgang Dd.<\/p>\n<p>Ein einzelner Weg wird somit durch drei Gr\u00f6ssen charakterisiert, die letzten Endes ein Verh\u00e4ltnis von quellen- zu empfangsseitiger Leistung ausdr\u00fccken:<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-52\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-52.png\" alt=\"Typologie der Schall\u00fcbertragung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.52:\u2002Typologie der Schall\u00fcbertragung<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>An den \u00dcberg\u00e4ngen Luft\u00a0\u2013 Bauteil sind dies Gr\u00f6ssen von der Art Schalld\u00e4mmmass <i>R<\/i>. Bei \u00ab\u200ainternen\u200a\u00bb \u00dcberg\u00e4ngen, wo Bauteile zusammengekoppelt werden, handelt es sich um Stossstellend\u00e4mmungen, die durch sog. \u00ab\u200aStossstellen-Pegeldifferenzen <i>K<\/i>\u200a\u00bb beschrieben werden k\u00f6nnen. Die D\u00e4mmung an derartigen Unstetigkeitsstellen wird einerseits durch Verluste infolge Reflexion, Streuung und Absorption und andererseits durch das Masseverh\u00e4ltnis der aneinanderstossenden Bauteile bestimmt. Eine leichte Wand kann z.\u2009B. eine schwere praktisch nicht zu Schwingungen anregen, umgekehrt jedoch schon. Es sind +-, <i>L<\/i>&#8211; und <i>T<\/i>-f\u00f6rmige Stossstellen zu unterscheiden, wobei +- und <i>T<\/i>-f\u00f6rmige Anschl\u00fcsse gerade oder im Winkel durchlaufen werden k\u00f6nnen, was unterschiedliche Verluste zur Folge hat.<\/p>\n<p><i>Grundkonzept zur Absch\u00e4tzung von R&#8217;w<\/i><\/p>\n<ul>\n<li><i>Schalld\u00e4mmmass R<\/i><sub>w<\/sub><i>:<\/i> Als Ausgangsbasis dient die nebenwegfreie Schalld\u00e4mmung des Trennbauteils, berechnet als einschalige, biegesteife Wand gem\u00e4ss:<\/li>\n<\/ul>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.28)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_29.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory105_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<ul>\n<li><i>Schalld\u00e4mmmass flankierender Bauteile R<\/i><sub>F<\/sub> bzw. <i>R<\/i><sub>f<\/sub>\u200a: F\u00fcr die flankierenden Bauteile sind nach M\u00f6glichkeit entsprechende Messwerte zu ben\u00fctzen. Sind solche nicht greifbar, so wird die N\u00e4herung verwendet:<\/li>\n<\/ul>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.29)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_30.png\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><i>Vorsatzschalen-Korrektur <\/i>\u0394<i>R:<\/i> Eine Vorsatzschale\u00a0\u2013 sowohl beim Trennbauteil wie beim flankierenden Bauteil\u00a0\u2013 kann das <i>R<\/i><sub>w<\/sub> verbessern oder verschlechtern, je nach der Resonanzfrequenz <i>f<\/i><sub>r<\/sub> des Systems (vgl. Abschnitt 7.4.2, Luftschall\u00fcbertragung, zweischalige Bauteile). Die Verbesserung von <i>R<\/i><sub>w<\/sub> eines einschaligen Bauteils durch Anbringen einer Vorsatzschale kann folgender Tabelle entnommen werden:<\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory36_anchored_autoexport.png\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><i>Stossstellen-Pegeldifferenz\u00a0K<\/i> (\u00ab\u200aVerzweigungsd\u00e4mmung\u200a\u00bb): Sie setzt sich aus zwei Anteilen zusammen:<\/li>\n<\/ul>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.30)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_31.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory106_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<div id=\"bild-hle-7-53\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-53.png\" alt=\"Verzweigungsd\u00e4mmung f\u00fcr verschiedene Stossstellentypen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.53:\u2002Verzweigungsd\u00e4mmung f\u00fcr verschiedene Stossstellentypen<\/div>\n<h3><\/h3>\n<ul>\n<li><i>Fl\u00e4chenverh\u00e4ltniskorrektur C:<\/i> Das Verh\u00e4ltnis der schallabstrahlenden Oberfl\u00e4chen im Empfangsraum ist wie folgt zu ber\u00fccksichtigen:<\/li>\n<\/ul>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.31)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_32.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory107_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Mit diesen Hilfsgr\u00f6ssen berechnet sich das Schalld\u00e4mmmass entsprechend dem Typ des \u00dcbertragungsweges zu:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.32)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_33.png\" \/><\/p>\n<p><span style=\"border-top: 1px solid black;\"><i>R<\/i><sub>W<\/sub><\/span> ist der Mittelwert der bewerteten Schalld\u00e4mmmasse der am \u00dcbertragungsweg beteiligten Baukonstruktionen. Bei zweiseitig angebrachten Vorsatzkonstruktionen am Trennbauteil wird f\u00fcr die Vorsatzschale mit der schlechteren Vorsatzschalen-Korrektur \u0394<i>R<\/i> nur noch der halbe Wert angenommen. Analoges gilt bei jedem Flanken\u00fcbertragungsweg. Falls die Fl\u00e4che des Trennbauteils auf der Sendeseite ungleich jener auf der Empfangsseite ist, soll der ung\u00fcnstigere Fall im Ergebnis ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Das <i>gesamte (Bau-)Schalld\u00e4mmmass R&#8216;<\/i><sub>w<\/sub> berechnet sich als \u00ab\u200aenergetische\u200a\u00bb Summe der Leistungsanteile aller 13 \u00dcbertragungswege:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.33)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_34.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory108_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p><i>Luftschalld\u00e4mmung bei Fenstern<\/i><\/p>\n<p>Wegen des zunehmenden Verkehrsl\u00e4rms und der steigenden akustischen Behaglichkeitsanspr\u00fcche kommt den Fenstern bei der Schalld\u00e4mmung von Geb\u00e4uden gegen Aussenl\u00e4rm eine zentrale Bedeutung zu. Aufgrund des im Vergleich zu massiven Aussenw\u00e4nden geringen Fl\u00e4chengewichtes erfolgt die \u00dcbertragung von Aussenl\u00e4rm zu einem grossen Teil \u00fcber die Fenster. Die Schalld\u00e4mmung von Fenstern wird weitgehend durch den <i>Glasaufbau<\/i> einerseits und die <i>Rahmenkonstruktion<\/i> andererseits bestimmt.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-54\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-54.png\" alt=\"Einfluss des Scheibenabstandes auf die Schalld\u00e4mmung bei gleichbleibendem Fl\u00e4chengewicht der Verglasung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.54:\u2002Einfluss des Scheibenabstandes auf die Schalld\u00e4mmung bei gleichbleibendem Fl\u00e4chengewicht der Verglasung <span class=\"tooltips\" title=\"K. G\u00f6sele, W. Sch\u00fcle: Schall\u00a0\u2013 W\u00e4rme\u00a0\u2013 Feuchte, Bauverlag, Wiesbaden (1989)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.2]<\/span><\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Einer m\u00f6glichen Verbesserung der Schalld\u00e4mmung durch Vergr\u00f6sserung des Fl\u00e4chengewichtes der Gl\u00e4ser stehen als Folge st\u00e4rkerer Glasdicken Negativeffekte wie gr\u00f6ssere Biegesteifigkeit und tiefere Grenzfrequenzen gegen\u00fcber. Asymmetrische Doppelverglasungen ergeben aufgrund ihrer Resonanzfrequenz erst ab 12\u202fmm Scheibenabstand bessere Schalld\u00e4mmwerte als gleich schwere Einfachgl\u00e4ser.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-55\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-55.png\" alt=\"Bewertetes Schalld\u00e4mmmass Rw von Doppelscheiben in Funktion von Glasdicke und Scheibenabstand\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.55:\u2002Bewertetes Schalld\u00e4mmmass <i>R<\/i><sub>w<\/sub> von Doppelscheiben in Funktion von Glasdicke und Scheibenabstand <span class=\"tooltips\" title=\"K. G\u00f6sele, W. Sch\u00fcle: Schall\u00a0\u2013 W\u00e4rme\u00a0\u2013 Feuchte, Bauverlag, Wiesbaden (1989)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.2]<\/span><\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-56\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-56.png\" alt=\"Einfluss der Fugendichtigkeit des Fensterrahmens auf die Schalld\u00e4mmung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.56:\u2002Einfluss der Fugendichtigkeit des Fensterrahmens auf die Schalld\u00e4mmung <span class=\"tooltips\" title=\"R. Sp\u00f6rri: Luftschalld\u00e4mmung von Fenstern, EgoKiefer AG, Altst\u00e4tten (1990)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.27]<\/span><\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Zu grosse Glasabst\u00e4nde sind aber auch unerw\u00fcnscht, da ab ca. 20\u201325\u202fmm Abstand die Temperatur- und die damit verbundenen Druckschwankungen des eingeschlossenen Gases zu \u00fcberm\u00e4ssigen Belastungen des Glasrandverbundes f\u00fchren k\u00f6nnen. Verbundgl\u00e4ser mit Giessharz- bzw. Folienzwischenlagen reduzieren die Biegesteifigkeit der Schalen und damit auch die St\u00e4rke entsprechender Koinzidenzeinbr\u00fcche (z.\u2009B. 3\u202fmm Floatglas\/1,2\u202fmm Alkali-Silikat\/3\u202fmm Floatglas: <i>R<\/i><sub>w<\/sub> (<i>C<\/i>, <i>C<\/i><sub>tr<\/sub>) =\u202f35 (\u20131;\u00a0\u20134)\u202fdB; max. Abweichung 5\u202fdB bei 400\u202fHz <span class=\"tooltips\" title=\"Verbundglasscheibe SWISSFLAM lite, Vetrotech AG, Walchwil, Messungen EMPA, D\u00fcbendorf (1996)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.26]<\/span><\/span>). Der Ersatz von Luft im Zwischenraum durch ein Schwergas erh\u00f6ht zwar die Schalld\u00e4mmung, kann sich aber u.\u2009U. negativ auf die W\u00e4rmed\u00e4mmung auswirken. Beim Fensterrahmen spielt neben Fl\u00e4chengewicht und Biegesteifigkeit die Dichtigkeit eine entscheidende Rolle.<\/p>\n<p><i>Zusammengesetzte Wandfl\u00e4chen<\/i><\/p>\n<p>Ist eine Wand aus <i>zwei Teilfl\u00e4chen S<\/i><sub>1<\/sub> und <i>S<\/i><sub>2 <\/sub>mit den entsprechenden Schalld\u00e4mmwerten <i>R<\/i><sub>w,1 <\/sub>(<i>C<\/i>; <i>C<\/i><sub>tr<\/sub>)<sub>1<\/sub> bzw. <i>R<\/i><sub>w,2 <\/sub>(<i>C<\/i>; <i>C<\/i><sub>tr<\/sub>)<sub>2<\/sub> zusammengesetzt und ist <i>R<\/i><sub>w,1 <\/sub>\u2265 <i>R<\/i><sub>w,2<\/sub>, so berechnet sich das totale Schalld\u00e4mmass <i>R<\/i><sub>w,res <\/sub>der gesamten Wandfl\u00e4che zu:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.34)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_35.png\" \/><\/p>\n<p>Allgemein l\u00e4sst sich die resultierende Schalld\u00e4mmung <i>R<\/i><sub>w,res <\/sub>bzw. <i>R&#8216;<\/i><sub>w,res <\/sub>eines Mehrkomponentensystems wie folgt errechnen:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.35)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_36.png\" \/><\/p>\n<h3>Tritt-\/K\u00f6rperschall\u00fcbertragung<\/h3>\n<p>K\u00f6rperschall ist an sich nicht h\u00f6rbar, wird jedoch h\u00f6rbar, wenn er durch Abstrahlung an Oberfl\u00e4chen in Luftschall verwandelt wird, z.\u2009B. beim Trittschall. Die Weiterleitung des Schalles ist also m\u00f6glichst zu verhindern, zumal sich der Schall in festen K\u00f6rpern nur mit geringen Verlusten fortpflanzt (vgl. Tab. 7.4). Der wichtigste Weg f\u00fcr die Trittschall\u00fcbertragung ist in jedem Fall der direkte Weg durch die Trenndecke, andere Wege k\u00f6nnen aber je nach Decken- und Wandkonstruktion ebenfalls von Bedeutung sein. Speziell Diagonal\u00fcbertragungen k\u00f6nnen gleiche Gr\u00f6ssenordnungen aufweisen wie Vertikal\u00fcbertragungen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-57\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-57.png\" alt=\"Schall\u00fcbertragungswege bei Trittschallanregung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.57:\u2002Schall\u00fcbertragungswege bei Trittschallanregung<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Um die trittschalld\u00e4mmenden Eigenschaften von Decken nach einem einheitlichen Prinzip kennzeichnen zu k\u00f6nnen, musste man sich zun\u00e4chst auf eine genau definierte Trittschallquelle einigen. Diese Anregung der Decke erfolgt \u00fcber ein <i>normalisiertes Hammerwerk<\/i>. Im Empfangsraum wird der mittlere Schallpegel gemessen. Damit die Messungen, die in Empfangsr\u00e4umen mit unterschiedlichen Absorptionseigenschaften durchgef\u00fchrt werden, miteinander verglichen werden k\u00f6nnen, wird in Normverh\u00e4ltnisse umgerechnet. Der <i>Normtrittschallpegel L<\/i><sub>n <\/sub>ist wie folgt definiert:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.36)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_37.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory110_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<p>\u00c4hnlich wie bei der Luftschallisolation besteht auch hier das Bed\u00fcrfnis, die G\u00fcte der Trittschallisolation einer Decke mittels einer einzigen Zahl auszudr\u00fccken. Die gemessene, frequenzabh\u00e4ngige Normtrittschallpegelkurve <i>L<\/i><sub>n<\/sub>(\u2009<i>f<\/i>\u2009) wird mit einer \u00ab\u200aSollkurve\u200a\u00bb bewertet <i>(\u2192 bewerteter Normtrittschallpegel L&#8216;<\/i><sub>n,w<\/sub><i>).<\/i><\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-58\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-58.png\" alt=\"Bestimmung des bewerteten Schalld\u00e4mmasses L'n,w anhand der Schalld\u00e4mmkurve L'n(f) einer Betondecke mit schwimmendem Unterlagsboden\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.58:\u2002Bestimmung des bewerteten Schalld\u00e4mmasses <i>L&#8216;<\/i><sub>n,w<\/sub> anhand der Schalld\u00e4mmkurve <i>L<\/i>&#8218;<sub>n<\/sub>(f) einer Betondecke mit schwimmendem Unterlagsboden (Terzbandmessung im Labor)<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\"><i>C<\/i><sub>i<\/sub> Spektrum-Anpassungswert<br \/>\nf\u00fcr den Frequenzbereich 100\u20132500 HzdB<\/div>\n<p><i>Im Gegensatz zum bewerteten Bau-Schalld\u00e4mmmass R&#8216;<\/i><sub>w<\/sub><i> ist die Trittschallisolation um so besser, je kleiner der bewertete Norm-Trittschallpegel L&#8216;<\/i><sub>n,w<\/sub><i>-Wert <\/i>ist<i>. <\/i>Dieser Wert ist kein D\u00e4mmwert (\u00abSchallpegeldifferenz\u00bb), sondern ein Mass f\u00fcr das resultierende St\u00f6rger\u00e4usch bei Anregung durch ein Normhammerwerk.<\/p>\n<p>Mit weichen Gehbel\u00e4gen und schwimmenden Unterlagsb\u00f6den lassen sich gute Trittschallisolationen erzielen (vgl. Abb. 7.59).<\/p>\n<p><i>Das Trittschallverbesserungsmass <\/i>\u0394<i>L<\/i><sub>w<\/sub> ist ein Einzahlkennwert, der die Verbesserung des Trittschallschutzes an einer massiven Normdecke aufgrund einer Deckenauflage beschreibt (vgl. Abb. 7.60).<\/p>\n<p>Besonders wichtig erscheint es, auf die Verschlechterung der Trittschalld\u00e4mmung hinzuweisen, die bei Vorhandensein von <i>K\u00f6rperschallbr\u00fccken<\/i> zwischen Massivdecke und Zement\u00fcberzug entsteht. Solche Schallbr\u00fccken, die vor allem an Wandanschl\u00fcssen und bei Deckendurchf\u00fchrungen von Sanit\u00e4rleitungen festzustellen sind, k\u00f6nnen die Wirkung eines schwimmenden Unterlagsbodens v\u00f6llig zunichte machen (vgl. Abb. 7.61).<\/p>\n<p><i>Rechnerische Absch\u00e4tzung der Trittschalld\u00e4mmung bei Deckenaufbauten mit Stahlbetonrohdecken<\/i><\/p>\n<p>Die Trittschalld\u00e4mmung einer Decke l\u00e4sst sich einfach, wenn auch nicht allzu genau, absch\u00e4tzen <span class=\"tooltips\" title=\"K. G\u00f6sele, W. Sch\u00fcle: Schall\u00a0\u2013 W\u00e4rme\u00a0\u2013 Feuchte, Bauverlag, Wiesbaden (1989)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.2]<\/span><\/span>. Der bewertete Normtrittschallpegel <i>L<\/i><sub>n,w <\/sub>sinkt bei einschaligen (homogenen) Decken um ca. 10\u202fdB bei Verdoppelung der Plattendicke. F\u00fcr eine einschalige Stahlbeton-Rohdecke gilt:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.37)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_38.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory111_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<div id=\"bild-hle-7-59\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-60.png\" alt=\"Verbesserung der Trittschalld\u00e4mmung von Betondecken durch:\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.59:\u2002Verbesserung der Trittschalld\u00e4mmung von Betondecken durch:<\/div>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"bildlegende-hle\">schwimmende Unterlagsb\u00f6den (oben) und<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"bildlegende-hle\">gehweiche Bodenbel\u00e4ge (unten)<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-60\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-61.png\" alt=\"Verbesserung der Trittschalld\u00e4mmung durch schwimmenden Unterlagsboden und Gehbelag: Definition Verbesserung des Trittschallschutzes \u0394L(\u2009f\u2009) und Trittschallverbesserungsmass \u0394Lw eines Bodenbelages\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.60:\u2002Verbesserung der Trittschalld\u00e4mmung durch schwimmenden Unterlagsboden und Gehbelag: Definition Verbesserung des Trittschallschutzes \u0394<i>L<\/i>(\u2009<i>f\u2009<\/i>)<br \/>\nund Trittschallverbesserungsmass \u0394<i>L<\/i><sub>w <\/sub>eines Bodenbelages<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-61\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-62.png\" alt=\"Einfluss einer Schallbr\u00fccke zwischen schwimmendem Unterlagsboden und Innenwand auf die resultierende Trittschalld\u00e4mmung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.61:\u2002Einfluss einer Schallbr\u00fccke zwischen schwimmendem Unterlagsboden und Innenwand auf die resultierende Trittschalld\u00e4mmung <span class=\"tooltips\" title=\"K. G\u00f6sele, W. Sch\u00fcle: Schall\u00a0\u2013 W\u00e4rme\u00a0\u2013 Feuchte, Bauverlag, Wiesbaden (1989)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.2]<\/span><\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>F\u00fcr die Trittschalld\u00e4mmung der fertigen Decke mit schwimmendem Unterlagsboden und\/oder Gehbelag gilt:<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-62\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-63.png\" alt=\"Trittschalld\u00e4mmung der fertigen Decke mit schwimmendem Unterlagsboden\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.62:\u2002Trittschalld\u00e4mmung der fertigen Decke mit schwimmendem Unterlagsboden<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Ein frei schwimmender Unterlagsboden schwingt nach dem Feder-Masse-Prinzip mit einer Resonanzfrequenz von:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.38)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_39.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory112_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Oberhalb einer Frequenz <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/weq_07_7.png\" \/> nimmt die Trittschalld\u00e4mmung zu (vgl. dazu <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/7-2-schall-an-mediengrenze-wechselwirkungen\/\">Abschnitt 7.2.2<\/a>, Resonanzeffekte \u2192 Zweimassenresonanz).<\/p>\n<p>F\u00fcr eine erste grobe Beurteilung der <i>indirekten Trittschall\u00fcbertragungen<\/i> kann die Ausbreitungsd\u00e4mpfung durch die in Abbildung 7.63 aufgef\u00fchrten Korrekturwerte ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-63\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-64.png\" alt=\"Korrekturwerte f\u00fcr eine erste, globale Ber\u00fccksichtigung der Ausbreitungsd\u00e4mpfung bei Trittschall\u00fcbertragung, bezogen auf einen Massivbau mit durchlaufenden Decken; Trennw\u00e4nde\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.63:\u2002Korrekturwerte f\u00fcr eine erste, globale Ber\u00fccksichtigung der Ausbreitungsd\u00e4mpfung bei Trittschall\u00fcbertragung, bezogen auf einen Massivbau mit durchlaufenden Decken; Trennw\u00e4nde (nicht allzu d\u00fcnn) kraftschl\u00fcssig auf Decken <span class=\"litref\">[<span class=\"tooltips\" title=\"J. Glanzmann et al.: Protection contre le bruit dans le b\u00e2timent, Element 30, Industrie Suisse de la Terre Cuite, Faktor Verlag, Z\u00fcrich (2013)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">7.24<\/span><\/span>, <span class=\"tooltips\" title=\"Schallschutz im Hochbau, Norm DIN 4109 inkl. Beibl\u00e4tter 1 &amp; 2, Deutsches Inst. f\u00fcr Normung e.\u2009V., Beuth, Berlin (1989)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">7.30<\/span><\/span>]<\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Analog der Erfassung der Nebenwege bei der Luftschall\u00fcbertragung wird in der Norm zur Berechnung der Trittschalld\u00e4mmung zwischen R\u00e4umen <span class=\"tooltips\" title=\"Bauakustik \u2013 Berechnung der akustischen Eigenschaften von Geb\u00e4uden aus den Bauteileigenschaften \u2013 Teil 2: Trittschalld\u00e4mmung zwischen R\u00e4umen. EN 12354-2 (2000), CEN, Br\u00fcssel (2000) \"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.31]<\/span><\/span> versucht, die Einfl\u00fcsse von Flanken\u00fcbertragungen quantitativ zu erfassen.<\/p>\n<p>Bei <i>Holzbalkendecken<\/i> l\u00e4sst sich das Trittschalld\u00e4mmverm\u00f6gen quantitativ nur schwerlich voraussagen <span class=\"tooltips\" title=\"J. Kolb und G. Stupp: Schalld\u00e4mmung von Geschossdecken aus Holz, Impulsprogramm Holz, SIA\/LIGNUM, EDMZ, Bern (1990)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.28]<\/span><\/span>. Die Voraussetzungen zur Verbesserung von Luft- und\/oder Trittschalld\u00e4mmung durch eine \u00dcberkonstruktion sind infolge der geringen Masse und Steifigkeit im Vergleich zur Massivdecke ung\u00fcnstiger. Zudem ist die statische Belastbarkeit der Decke durch eine entsprechende Deckenauflage eingeschr\u00e4nkt. Trittschallverbesserungsmasse, die an Massivdecken ermittelt wurden, lassen sich nicht auf Holzbalkendecken \u00fcbertragen.<\/p>\n<h2>7.4.3 Schallschutz im Wohnungsbau<\/h2>\n<p>Guter Schallschutz im Hochbau ist einerseits ein wohnhygienisches Erfordernis, andererseits ein modernes Komfortkriterium. Der Schallschutz im Wohnungsbau will die Bewohner sowohl vor st\u00f6rendem Aussenl\u00e4rm sch\u00fctzen wie auch L\u00e4rmst\u00f6rungen durch hausinterne Nachbarschaftsger\u00e4usche verhindern. Daher sind objektive, aussagekr\u00e4ftige G\u00fctekriterien, die den vom Bewohner erlebten Schallschutz erfassen, unabdingbar. Es lassen sich damit im Planungsstadium die bauakustischen Ziele formulieren und ihre Erf\u00fcllung am fertigen Objekt \u00fcberpr\u00fcfen. Die Vielzahl verschiedener nationaler Normen auf diesem Gebiet ist allerdings ein Indiz daf\u00fcr, dass z.\u2009T. recht unterschiedliche Betrachtungsweisen bestehen.<\/p>\n<h3>Objektive Erfassung des Schallschutzes: Zwei verschiedene Ziele <span class=\"tooltips\" title=\"\u2013 R. Hofmann: Schallschutz im Wohnungsbau, Schweiz. Ing. &amp; Arch. 10, 220 (1987) und \"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.13]<\/span><\/span><\/h3>\n<p>Die zahlenm\u00e4ssige Erfassung des baulichen Schallschutzes l\u00e4sst sich unter zwei Blickwinkeln betrachten. Der Bewohner interessiert sich haupts\u00e4chlich f\u00fcr das von ihm nicht weiter beeinflussbare Gesamtresultat, das seine akustische Wohnqualit\u00e4t umschreibt: Wie gross ist im Raum\u00a0B der St\u00f6rpegel, wenn im Raum\u00a0A Ger\u00e4usche erzeugt werden? Der Architekt dagegen muss die akustischen Materialeigenschaften kennen, um unter Optimierung der r\u00e4umlichen Anordnung einen Schallschutz bestimmter G\u00fcte zu erhalten. Bei der ersten Fragestellung h\u00e4ngt die Antwort wohl von der Materialwahl und der Ausf\u00fchrung ab, zugleich aber von der Gr\u00f6sse der Trennfl\u00e4che zwischen\u00a0A und B, von der relativen Lage der R\u00e4ume zueinander sowie von Ausstattung und Volumen des Empfangsraumes. Das Ergebnis gilt somit f\u00fcr den Einzelfall. Im zweiten Fall dagegen zielt man allgemein auf eine Charakterisierung eines Baumaterials, einer Konstruktionsart oder eines Bauteils, unabh\u00e4ngig von der individuellen Geometrie. Diese unterschiedlichen Zielsetzungen verlangen offenbar verschiedene Beurteilungsgr\u00f6ssen.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt der messtechnischen Erfassung ist in jedem Fall der station\u00e4re Schallpegel <i>L<\/i><sub>2<\/sub> im Empfangsraum, zeitlich und r\u00e4umlich gemittelt und in Abh\u00e4ngigkeit der Frequenz, heute vorzugsweise in Frequenzb\u00e4ndern von 1\/3-Oktavbreite, erfasst. Bei einer bestimmten Energie\u00fcbertragung durch Trennfl\u00e4chen und Nebenwege h\u00e4ngt der station\u00e4re Pegel noch von der Schallabsorption im Empfangsraum ab, die sich durch die \u00e4quivalente Absorptionsfl\u00e4che\u00a0<i>A<\/i><sub>s, eq<\/sub> ausdr\u00fccken l\u00e4sst. Diesen Einfluss trachtet man durch Normierung auf eine feste, international genormte Absorptionsfl\u00e4che\u00a0<i>A<\/i><sub>0<\/sub> zu beseitigen. Mit <i>A<\/i><sub>0<\/sub> =\u202f10\u202fm<sup>2<\/sup> entspricht dies einigermassen den Verh\u00e4ltnissen in Wohnr\u00e4umen. Dieser Bezug auf eine vorgegebene Absorptionsfl\u00e4che wird in der Bauakustik aus historischen Gr\u00fcnden als \u00ab\u200aNormierung\u200a\u00bb schlechthin bezeichnet, was zu begrifflichen Schwierigkeiten f\u00fchrt, sobald weitere Normierungsm\u00f6glichkeiten ausgesch\u00f6pft werden. Die Absorptionsfl\u00e4che\u00a0<i>A<\/i><sub>s, eq<\/sub> muss bestimmt werden, in der Regel mit Hilfe der Sabine\u00a0\u2019schen Formel auf dem Umweg \u00fcber die Messung der Nachhallzeit <i>T<\/i><sub>s<\/sub>. Gerade in bewohnten R\u00e4umen ist jedoch die Voraussetzung eines diffusen Schallfeldes oft nicht erf\u00fcllt und die Sabine-Formel nicht streng g\u00fcltig (siehe dazu Abschnitt 7.4.1). Realistischer ist deshalb eine Normierung auf eine Nachhallzeit <i>T<\/i><sub>0<\/sub> die aufgrund der Erfahrung gleich <i>0,5 s <\/i>gesetzt wird, da sehr viele m\u00f6blierte Wohnr\u00e4ume eine Nachhallzeit dieser Gr\u00f6ssenordnung aufweisen. Eine auf diese Weise normierte Pegelgr\u00f6sse wird formelm\u00e4ssig mit dem Subskript \u00abnT\u00bb gekennzeichnet, in der DIN-Normung als \u00abnachhallzeitreduzierter\u00bb Pegel bezeichnet und in der englischen Fassung der ISO-Norm 140 (1978) \u00abstandardized level\u00bb genannt. Dass es sich bei der \u00ab\u200aStandardisierung\u200a\u00bb lediglich um eine weitere spezielle Normierung\u00a0\u2013 auf <i>T<\/i><sub>0<\/sub>\u00a0\u2013 handelt, geht aus dem Subskript \u00abnT\u00bb deutlich hervor.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-64\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07-65.png\" alt=\"Von den frequenzabh\u00e4ngigen Messwerten zu den Einzahlkennwerten: zwei Prinzipien der Normierung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Abbildung\u202f7.64:\u2002Von den frequenzabh\u00e4ngigen Messwerten zu den Einzahlkennwerten: zwei Prinzipien der Normierung<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Es versteht sich, dass die Zielgr\u00f6sse unabh\u00e4ngig von der St\u00e4rke des Schalls an der Quelle sein soll. Man erreicht dies beim <i>Luftschall<\/i> durch gleichzeitige Messung des Pegels im Senderaum (<i>L<\/i><sub>1<\/sub>) und Berechnen der Differenz\u00a0<i>D<\/i> =\u202f<i>L<\/i><sub>1<\/sub>\u00a0\u2013 <i>L<\/i><sub>2\u2009<\/sub>, beim <i>Trittschall<\/i> durch Verwenden eines normierten Hammerwerks, das den K\u00f6rperschall anregt. Die Standard-Schallpegeldifferenz <i>D<\/i><sub>nT<\/sub> und der Standard-Trittschallpegel <i>L<\/i><sub>nT<\/sub> sind somit die frequenzabh\u00e4ngigen Gr\u00f6ssen zur Charakterisierung des Schallschutzes zwischen zwei spezifischen R\u00e4umen in einem bestimmten Geb\u00e4ude. Sie enthalten bewusst die Gr\u00f6sse der Trennfl\u00e4che und den Einfluss der Nebenweg\u00fcbertragung als Merkmale der individuellen Situation, w\u00e4hrend die Ausstattung infolge des Bezugs auf <i>T<\/i><sub>0<\/sub> (\u2192 Standardisierung) keine Rolle mehr spielt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kennzeichnung der Materialeigenschaften will man sich jedoch auch von den geometrischen Gegebenheiten der Situation befreien. Dazu ben\u00fctzt man einen Luftschall-Pr\u00fcfstand, dessen Konstruktion eine vernachl\u00e4ssigbare Flanken\u00fcbertragung garantiert, und reduziert in einem zus\u00e4tzlichen Normierungsschritt die Messwerte von der realen Trennfl\u00e4che\u00a0<i>S<\/i> auf eine Normtrennfl\u00e4che (<i>S<\/i><sub>0<\/sub> =\u202f10\u202fm<sup>2<\/sup>). Die Anforderungen an den Pr\u00fcfstand sind so gestaltet, dass das Schallfeld im Empfangsraum in guter N\u00e4herung diffus ist: die Normierung geschieht hier somit richtigerweise auf konstante Absorptionsfl\u00e4che, und nicht auf Nachhallzeit. Zusammengefasst lassen sich beide Normierungsschritte durch die Beziehung<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.39)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_40.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory113_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<p>ausdr\u00fccken, wobei als Nebenbedingung <i>A<\/i><sub>0<\/sub>\/<i>S<\/i><sub>0<\/sub> =\u202f1 angenommen wird. Den derart fl\u00e4chenbezogenen Pegel nennt man, den Nomenklaturregeln folgend, das \u00ab\u200aSchalld\u00e4mmmass\u200a\u00bb <i>R<\/i>. Beim Trittschall entf\u00e4llt dieser zweite Normierungsschritt. Es gilt:<\/p>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.40)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_41.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory114_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Zu einer zusammenfassenden Einzahl-Angabe\u00a0\u2013 sowohl f\u00fcr Luftschall wie auch f\u00fcr Trittschall\u00a0\u2013 gelangt man schliesslich mit einem Rechenverfahren, das als \u00ab\u200aFrequenzbewertung\u200a\u00bb bezeichnet wird und im Endeffekt auf eine geeignet gewichtete Summe aller Anteile aus den 16 Terzb\u00e4ndern hinausl\u00e4uft (vgl. Abb. 7.38 und 7.58, Abschnitt 7.4.2). Die Einzelheiten sind in ISO 717 <span class=\"tooltips\" title=\"Akustik\u00a0\u2013 Bewertung der Schalld\u00e4mmung in Geb\u00e4uden und von Bauteilen, ISO Standard 717, Genf (1982)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.16]<\/span><\/span> spezifiziert und in die meisten nationalen Normen eingebaut. Die resultierenden einfachen Zahlen werden \u00ab\u200abewertete\u200a\u00bb Gr\u00f6ssen genannt und durch den zus\u00e4tzlichen Subskript w (engl. \u00ab\u200aweighted\u200a\u00bb) gekennzeichnet.<\/p>\n<p>Die tats\u00e4chlich zu realisierende <i>Luftschalld\u00e4mmung<\/i> wird in der SIA-Norm 181 <span class=\"tooltips\" title=\"Schallschutz im Hochbau, Norm SIA 181, Schweiz. Ing. &amp; Arch.verein (SIA), Z\u00fcrich (2006)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.29]<\/span><\/span> anhand der Gr\u00f6sse <i>D<\/i><sub>nT,w <\/sub>beurteilt. Sie wird in Anlehnung an ISO 717 als <i>bewertete Standard-Schallpegeldifferenz <\/i>bezeichnet. Zur Kennzeichnung der entsprechenden Eigenschaften von Bauteilen dient das <i>bewertete Schalld\u00e4mmmass R<\/i><sub>w<\/sub><i>. <\/i>F\u00fcr R\u00e4ume mit einem Volumen <i>V <\/i>&gt; 200 m<sup>3<\/sup> m\u00fcssen die Werte durch eine Volumenkorrektur <i>C<\/i><sub>V<\/sub> gem\u00e4ss SIA-Norm 181 <span class=\"tooltips\" title=\"Schallschutz im Hochbau, Norm SIA 181, Schweiz. Ing. &amp; Arch.verein (SIA), Z\u00fcrich (2006)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.29]<\/span><\/span> angepasst werden (Werte von <i>C<\/i><sub>V<\/sub> siehe <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/9-22-trittschallverbesserung\/\">Anhang 9.22<\/a>).<\/p>\n<h3><\/h3>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.41)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_42.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory115_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Beim <i>Trittschall<\/i> wird der <i>bewertete Standard-Trittschallpegel L<\/i><sub>nT,w<\/sub> zur Beurteilung der Trittschall\u00fcbertragung im Bau verwendet. Die entsprechende Bauteilkenngr\u00f6sse wird als <i>bewerteter Normtrittschallpegel L<\/i><sub>n,w<\/sub>\u00a0bezeichnet.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<div style=\"text-align: right; width: 444px;\">(7.42)<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/eq_07_43.png\" \/><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2018\/07\/07_Chap_FrameStory116_anchored_autoexport.png\" \/><\/div>\n<h3>Ber\u00fccksichtigung charakteristischer St\u00f6rger\u00e4usche: Spektrumanpassungswerte <span class=\"litref\">[<a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/7-5-literatur-schallschutz\/\"><span class=\"tooltips\" title=\"G. Stupp: Neuerungen in der Bauakustik, Schweiz. Ing. &amp; Arch. 17, 279 (1994)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">7.14<\/span><\/span>, 7.40<\/a>]<\/span><\/h3>\n<p>Bei der Beurteilung von Trennbauteilen durch Einzahlkennwerte (<i>R<\/i><sub>w<\/sub> bzw. <i>L<\/i><sub>n,w<\/sub>) werden durch Vergleich mit Bewertungskurven grunds\u00e4tzlich die frequenzabh\u00e4ngige Empfindlichkeit des menschlichen Geh\u00f6rs sowie der durch physikalische Eigenschaften der Baustoffe\/Bauteile bedingte Verlauf der Schalld\u00e4mmung ber\u00fccksichtigt. Spezifische L\u00e4rmeinwirkungen wie Strassen- und Flugl\u00e4rm, Trampelger\u00e4usche usw. mit ihren charakteristischen Frequenzg\u00e4ngen bleiben unber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Die ISO- und CEN-Normen tragen diesem Umstand Rechnung durch<\/p>\n<ul>\n<li>eine Empfehlung zur <i>Erweiterung des bauakustischen Messbereiches <\/i>auf Frequenzen von 50 bis 5&#8217;000\u202fHz (Luftschall) bzw. 50 bis 3&#8217;150\u202fHz (Trittschall) und durch<\/li>\n<li>die Einf\u00fchrung von sog. <i>Spektrumanpassungswerten<\/i><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Einzahlkennwerte zur Beschreibung der Schalld\u00e4mmqualit\u00e4t von Bauteilen werden somit in einer erweiterten Form wie folgt angegeben:<\/p>\n<ul>\n<li><i>R<\/i><sub>w<\/sub>(<i>C<\/i>, <i>C<\/i><sub>tr<\/sub>) in dB bzw.<\/li>\n<li><i>L<\/i><sub>n,w<\/sub>(<i>C<\/i><sub>i<\/sub>) in dB.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Bereich <i>Luftschall<\/i> <span class=\"tooltips\" title=\"Akustik\u00a0\u2013 Bewertung der Schalld\u00e4mmung in Geb\u00e4uden und von Bauteilen\u00a0\u2013 Teil 1: Luftschalld\u00e4mmung EN\/80 717\u200a-\u200a1: 1996 + AM1:2006, Br\u00fcssel (November 2006)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.32]<\/span><\/span> beschreibt der <i>Anpassungswert C<\/i> ausgehend von einer L\u00e4rmeinwirkung mit einem Spektrum gleichm\u00e4ssiger Frequenzverteilung (A-bewertetes rosa Rauschen) die Eignung des Trennbauteils bei St\u00f6rungen mit ausgeglichenen Spektren wie z.\u2009B. Wohnl\u00e4rm, Eisenbahnl\u00e4rm (mittlere\/hohe Geschwindigkeit), Autobahnl\u00e4rm (v &gt;\u202f80\u202fkm\u2009\u00b7\u2009h<sup>\u20131<\/sup>). Die <i>Gr\u00f6sse C<\/i><sub>tr<\/sub> versucht auf der Basis eines St\u00f6rspektrums mit gr\u00f6sseren Tieftonanteilen (A-bewerteter st\u00e4dtischer Strassenverkehrsl\u00e4rm) eher St\u00f6rungen wie u.\u2009a. Strassenverkehr mit hohem Lastwagenanteil, Schienenverkehr geringer Geschwindigkeit, Flug- oder Discol\u00e4rm zu erfassen. Die Zahlenwerte f\u00fcr\u00a0<i>C<\/i> und <i>C<\/i><sub>tr<\/sub> sind negativ im Bereich von etwa 0 bis\u00a0\u201310\u202fdB.<\/p>\n<p>Im Bereich <i>Trittschall<\/i> <span class=\"tooltips\" title=\"Akustik\u00a0\u2013 Bewertung der Schalld\u00e4mmung in Geb\u00e4uden und von Bauteilen\u00a0\u2013 Teil 2: Trittschalld\u00e4mmung EN\/80 717\u200a-\u200a2: 1996 + AM1:2006, Br\u00fcssel (November 2006)\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[7.33]<\/span><\/span> korrigiert der <i>Anpassungswert C<\/i><sub>i <\/sub>den bewerteten Trittschallpegel speziell im Hinblick auf tieffrequente St\u00f6rungen, wie sie z.\u2009B. bei Holzbalken- und Betonrohdecken auftreten k\u00f6nnen. Die Korrekturgr\u00f6sse ist so definiert, dass f\u00fcr Massivdecken mit gen\u00fcgender Trittschalld\u00e4mmung (Gehbel\u00e4ge und\/oder schwimmender Unterlagsboden) ein Wert von etwa 0\u202fdB resultiert. Holzbalkendecken zeigen leicht positive Werte, wogegen Betondecken mit ungen\u00fcgender\/fehlender Trittschalld\u00e4mmung negative Werte von bis zu\u00a0\u201315\u202fdB ergeben.<\/p>\n<p>Die <i>resultierende Schalld\u00e4mmung eines Trennbauteils<\/i> bzw. zwischen verschiedenen Nutzungszonen ergibt sich jeweils als Summe aus Einzahlkennwert bzw. Einzahlanforderung und entsprechendem Spektrumanpassungswert. Mit den so \u00ab\u200aerweiterten\u200a\u00bb Kennwerten l\u00e4sst sich dem effektiven, subjektiven H\u00f6rempfinden verbessert Rechnung tragen, ohne die bestehenden, standardisierten Labormess- und Bewertungsverfahren zur Bestimmung von Einzahlkennwerten ab\u00e4ndern zu m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abbildung\u202f7.29:\u2002L\u00e4rmquellen\u00a0\u2013 Massnahmen\u00a0\u2013 Kennwerte Wirkungsvoller Schallschutz bedeutet, im Freien erzeugte Ger\u00e4usche gegen\u00fcber dem Geb\u00e4udeinnern abzuschirmen (Schallausbreitung im Freien), in grossen R\u00e4umen\/S\u00e4len ein geeignetes \u00ab\u200aakustisches\u200a\u00bb Klima aufzubauen (Raumakustik) und in R\u00e4umen entstehende Ger\u00e4usche mit stark verminderter Lautst\u00e4rke in Nebenr\u00e4ume eindringen zu lassen sowie L\u00e4rmemissionen von innen (z.\u2009B. Industriel\u00e4rm, Diskotheken) nach aussen zu verhindern (Bauakustik). Um eine bestehende,  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-3690","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-schallschutz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3690","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3690"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3690\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6846,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3690\/revisions\/6846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3690"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3690"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bauphysik\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3690"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}