{"id":1822,"date":"2018-08-13T16:04:41","date_gmt":"2018-08-13T14:04:41","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/?p=1822"},"modified":"2022-09-30T14:37:22","modified_gmt":"2022-09-30T12:37:22","slug":"2-6-schallschutz-laermschutz-und-raumakustik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/2-6-schallschutz-laermschutz-und-raumakustik\/","title":{"rendered":"2.6\u2002Schallschutz, L\u00e4rmschutz und Raumakustik"},"content":{"rendered":"<p>Der Schutz vor L\u00e4rm hat beim Bauen einen grossen Stellenwert. Abh\u00e4ngig von der T\u00e4tigkeit hat der Mensch ein mehr oder weniger grosses Ruhebed\u00fcrfnis. Damit der Planer sich nicht auf \u00absubjektive Anforderungen\u00bb st\u00fctzen muss, regelt die Norm SIA 181:2020 \u00abSchallschutz im Hochbau\u00bb die Grundanforderungen an den Schallschutz am und im Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Durch folgende Massnahmen gilt es zu verhindern, dass die Nutzer ungeb\u00fchrlich durch L\u00e4rm bel\u00e4stigt werden und sich behaglich f\u00fchlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Schutz vor Innenl\u00e4rm<br \/>\n\u2022 Luftschall<br \/>\n\u2022 Tritt- bzw. K\u00f6rperschall<br \/>\n\u2022 Ger\u00e4usche haustechnischer Anlagen<\/li>\n<li>Schutz vor Aussenl\u00e4rm (Auto, Eisenbahn, Flugzeuge)<\/li>\n<li>Angemessene Raumakustik, je nach Nutzung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Betreffend den Luft- und Trittschallschutz zwischen unterschiedlichen Nutzungseinheiten und den Schutz vor Ger\u00e4uschen haustechnischer Anlagen unterscheidet die Norm SIA 181:2020:<\/p>\n<ul>\n<li>Mindestanforderungen, welche einen Schallschutz gew\u00e4hrleisten, der lediglich erhebliche St\u00f6rungen zu verhindern vermag und in jedem Fall einzuhalten ist.<\/li>\n<li>Erh\u00f6hte Anforderungen, die einen Schallschutz bieten, bei dem sich ein Grossteil der Menschen im Geb\u00e4ude behaglich f\u00fchlt. Das Erreichen der erh\u00f6hten Anforderungen ist aber nicht gleichbedeutend mit \u00abnichts h\u00f6ren\u00bb! Bei Doppel- und Reiheneinfamilienh\u00e4usern sowie bei neu gebautem Stockwerkeigentum gelten die erh\u00f6hten Anforderungen.<\/li>\n<li>Spezielle Anforderungen, die es bei besonderen Nutzungen oder bei besonderen Schallschutzanspr\u00fcchen festzulegen und zu vereinbaren gilt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Neben dem Grad der St\u00f6rung ist die L\u00e4rmempfindlichkeit des \u00abEmpfangsraums\u00bb relevant f\u00fcr die Festlegung der Schallschutzanforderungen (vgl. Bild 2.6.2).<\/p>\n<p>F\u00fcr den Schallschutz innerhalb einer Nutzungseinheit macht Norm SIA 181:2006 Empfehlungen. Es ist empfehlenswert, den zu erreichenden Schallschutz mittels einer Zielvereinbarung zwischen Bautr\u00e4ger und Planern\u00a0zu definieren.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-2-6-1\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap02_3634-3_Bautechnik_Bild_2-6-1.png\" alt=\"Relevante L\u00e4rm- bzw. Schallbelastungen, welche die Behaglichkeit in R\u00e4umen beeinflussen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.1:\u2002Relevante L\u00e4rm- bzw. Schallbelastungen, welche die Behaglichkeit in R\u00e4umen beeinflussen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4285\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.2.png\" alt=\"\" width=\"909\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.2-200x72.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.2-300x108.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.2-400x144.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.2-600x216.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.2-768x276.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.2-800x288.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.2.png 909w\" sizes=\"(max-width: 909px) 100vw, 909px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.2:\u2002Einstufung der L\u00e4rmempfindlichkeit<br \/>\n<span class=\"quelle-em\">(Quelle: Norm SIA 181:2020).<\/span><\/div>\n<h2>2.6.1 Schutz gegen Luftschall von innen<\/h2>\n<p>Typische Luftschallger\u00e4usche sind die menschliche Sprache und Ton\u00fcbertragungen aus TV und Musikanlage.<\/p>\n<h3>Anforderungen<\/h3>\n<p>Je h\u00f6her die nutzungsbedingte L\u00e4rmempfindlichkeit und je gr\u00f6sser der Grad der St\u00f6rung ist, desto h\u00f6her werden die an den Luftschallschutz zu stellenden Anforderungen (vgl. Bild 2.6.3). Der Anforderungswert D<sub>i<\/sub> definiert den zu erreichenden Luftschallschutz zwischen zwei R\u00e4umen. Je gr\u00f6sser D<sub>i<\/sub> ist, desto besser ist der Luftschallschutz. Die subjektive Beurteilung der Qualit\u00e4t des Luftschallschutzes h\u00e4ngt neben der erreichten Standard- Schallpegeldifferenz D<sub>i,tot<\/sub> (D<sub>i,tot<\/sub> am Bau gemessen muss gr\u00f6sser oder gleich D<sub>i<\/sub> sein) vom Grundger\u00e4usch im Raum ab (vgl. Bild 2.6.4).<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4288\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.3.png\" alt=\"\" width=\"902\" height=\"691\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.3-200x153.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.3-300x230.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.3-400x306.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.3-600x460.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.3-768x588.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.3-800x613.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.3.png 902w\" sizes=\"(max-width: 902px) 100vw, 902px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.3:\u2002Mindestanforderungen an den Schutz gegen Luftschall von innen <span class=\"quelle-em\">(Quelle: Norm SIA 181:2020).<\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap02_3634-3_Bautechnik_Table_11.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.4:\u2002Subjektive Empfindung des Luftschallschutzes zwischen R\u00e4umen in Abh\u00e4ngigkeit vom Grundger\u00e4usch. In einer ruhigen Umgebung sollte der Schallschutz zwischen R\u00e4umen besonders gut sein <span class=\"quelle-em\">(Quelle: Norm SIA 181:2006).<\/span><\/div>\n<h3>Massnahmen<\/h3>\n<p>Die zur Gew\u00e4hrleistung der Anforderungen erforderlichen Massnahmen sind abh\u00e4ngig von den Trennbauteilen (Decken, W\u00e4nde, T\u00fcren) und des zu erreichenden Schallschutzes. Von der Systematik her unterscheidet man (vgl. Bild 2.6.5):<\/p>\n<ul>\n<li>\u00abEinschalige Konstruktionen\u00bb, die nach dem \u00abMasseprinzip\u00bb einen Schallschutz bis gegen 60 dB bieten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>\u00abMehrschalige Konstruktionen\u00bb, die durch das \u00abMasse-Feder-Masse-Prinzip\u00bb einen h\u00f6heren Schallschutz bieten, als gleich schwere einschalige Konstruktionen.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-2-6-5\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap02_3634-3_Bautechnik_Bild_2-6-5.png\" alt=\"Systematik des Luftschalld\u00e4mmverm\u00f6gens von ein- und mehrschaligen Bauteilen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.5:\u2002Systematik des Luftschalld\u00e4mmverm\u00f6gens von ein- und mehrschaligen Bauteilen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Bild 2.6.6 zeigt m\u00f6gliche Konstruktionen, um einen geforderten Luft- und Trittschallschutz zu erreichen. Je h\u00f6her der zu gew\u00e4hrleistende Luftschallschutz ist, desto gr\u00f6sser werden auch die Anforderungen an die konstruktive Ausbildung der Bauteil\u00fcberg\u00e4nge: Schallnebenweg\u00fcbertragungen k\u00f6nnen zu einer erheblichen Reduktion des Schallschutzes f\u00fchren.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-2-6-6\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap02_3634-3_Bautechnik_Bild_2-6-6.png\" alt=\"M\u00f6gliche Konstruktionsvarianten, abh\u00e4ngig vom zu erreichenden Luft- und Trittschallschutz.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.6:\u2002M\u00f6gliche Konstruktionsvarianten, abh\u00e4ngig vom zu erreichenden Luft- und Trittschallschutz.<\/div>\n<h2>2.6.2 Schutz gegen Luftschall von aussen<\/h2>\n<p>Die L\u00e4rmschutz-Verordnung (LSV) definiert Belastungsgrenzwerte f\u00fcr den Tag- und Nachtzeitraum (Beurteilungspegel L<sub>r<\/sub>), abh\u00e4ngig von der Empfindlichkeitsstufe I bis IV der Bauzone. In einer fr\u00fchen Planungsphase gilt es zu kl\u00e4ren, ob die zul\u00e4ssigen Grenzwerte gem\u00e4ss LSV im offenen Fenster von l\u00e4rmempfindlichen R\u00e4umen eingehalten sind:<\/p>\n<ul>\n<li><b>Planungswert (PW)<\/b>Der PW dient der L\u00e4rmvorsorge und tr\u00e4gt planerisch zur Konfliktminderung bei. Der PW muss bei der Beurteilung von neuen Einzonungen und bei der Erstellung von neuen Anlagen eingehalten werden.<\/li>\n<li><b>Immissionsgrenzwert (IGW)<\/b>Der IGW widerspiegelt die Sch\u00e4dlichkeits- und L\u00e4stigkeitsgrenze. Beabsichtigt ein Bauherr, im bereits erschlossenen, l\u00e4rmbelasteten Gebiet ein neues Geb\u00e4ude zu erstellen, so hat er im Baubewilligungsverfahren die Einhaltung des IGW nachzuweisen.<\/li>\n<li><b>Alarmwert (AW)<\/b>Der AW ist das Kriterium f\u00fcr die Dringlichkeit einer Sanierung. Kann er bei \u00f6ffentlichen oder konzessionierten Anlagen nicht eingehalten werden, wird der Geb\u00e4udeeigent\u00fcmer verpflichtet, die Fenster gegen Schall zu d\u00e4mmen (i.d.R. zulasten des Anlagebesitzers).<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4291\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.7.png\" alt=\"\" width=\"907\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.7-200x78.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.7-300x116.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.7-400x155.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.7-600x233.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.7-768x298.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.7-800x310.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.7.png 907w\" sizes=\"(max-width: 907px) 100vw, 907px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.7:\u2002Mindestanforderungen an den Schutz gegen Luftschall von aussen (Quelle: Norm SIA 181:2020).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Die haupts\u00e4chlichen L\u00e4rmbelastungen betreffen den Strassenl\u00e4rm, den Eisenbahnl\u00e4rm und den Flugl\u00e4rm.<\/p>\n<h3>Anforderungen Geb\u00e4udeh\u00fclle<\/h3>\n<p>Abh\u00e4ngig vom Beurteilungspegel L<sub>r<\/sub>, bei Tag bzw. bei Nacht, werden unterschiedlich hohe Anforderungen an den Schutz vor Aussenl\u00e4rm bzw. an das Schalld\u00e4mmverm\u00f6gen der Fassade und evtl. auch des Daches (z.B. bei Flugl\u00e4rm) gestellt (vgl. Bild 2.6.7).<\/p>\n<p>Der Anforderungswert D<sub>e<\/sub> definiert den zu erreichenden Luftschallschutz zwischen dem Aussenraum und dem Innenraum. Meist sind es verschiedene Bauteile wie Fenster (Rahmen, Glas, Einbausituation), Aussenwand und Sturzkonstruktion, die zu einem resultierenden Schalld\u00e4mmverm\u00f6gen f\u00fchren bzw. zu einem Schallschutz D<sub>e,tot<\/sub> der am Bau gemessen gr\u00f6sser oder gleich D<sub>e<\/sub> sein muss.<\/p>\n<h3>Massnahmen<\/h3>\n<p>In der Baupraxis sind bei Massivbauweise meist die Fenster relevant (vgl. Kapitel 3.6) und es gilt, rechnerisch zu bestimmen, welchen Schallschutz die Fenster erreichen m\u00fcssen. Bei der Ausschreibung und der Bestellung (Werkvertrag) soll f\u00fcr die Fenster der Kennwert \u00abR&#8216;<sub>w<\/sub> + C<sub>tr<\/sub>\u00bb vereinbart werden. Dieser am Bau einzuhaltende Wert kann bei Bedarf messtechnisch ermittelt und so das Einhalten der Anforderung gepr\u00fcft werden. Bei mittlerer L\u00e4rmempfindlichkeit und kleiner bis m\u00e4ssiger L\u00e4rmbelastung kann die Mindestanforderung von D<sub>e<\/sub> \u2265 27 dB meist mit \u00fcblichen W\u00e4rmeschutzgl\u00e4sern (2-fach- und 3-fach-Isoliergl\u00e4ser) eingehalten werden, ausser der Fensteranteil ist sehr gross. Bei erh\u00f6hten Anforderungen (+ 3 dB) und erh\u00f6hter Aussenl\u00e4rmbelastung sind jedoch in der Regel Schallschutzgl\u00e4ser erforderlich. Zudem wird, neben den Fenstern, auch das Schalld\u00e4mmverm\u00f6gen von Leichtbaukonstruktionen (Aussenw\u00e4nde, D\u00e4cher) f\u00fcr den resultierenden Schallschutz relevant.<\/p>\n<p>Wenn die L\u00e4rmbelastung jedoch sehr klein oder gar kein Aussenl\u00e4rm zu erwarten ist, w\u00e4re auch bei Stockwerk-eigentum sowie Doppel- und Reiheneinfamilienh\u00e4usern zu kl\u00e4ren, ob die normativ geforderten, erh\u00f6hten Anforderungen sinnvoll sind!<\/p>\n<h2>2.6.3 Schutz gegen Trittschall<\/h2>\n<p>Trittschallger\u00e4usche werden beim Begehen von Decken, Treppen, Podesten, Balkonen und begehbaren Flachd\u00e4chern (Terrassen) erzeugt.<\/p>\n<h3>Anforderungen<\/h3>\n<p>Je h\u00f6her die nutzungsbedingte L\u00e4rmempfindlichkeit und je gr\u00f6sser der Grad der St\u00f6rung ist, desto h\u00f6her werden die an den Trittschallschutz zu stellenden Anforderungen (vgl. Bild 2.6.8). Der Anforderungswert L&#8216; definiert den zu erreichenden Trittschallschutz: Je kleiner L&#8216; ist, desto besser ist der Trittschallschutz. Wie der Trittschallschutz, abh\u00e4ngig vom erreichten Standard-Trittschallpegel, subjektiv beurteilt wird, geht aus Bild 2.6.9 hervor.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4294\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.8.png\" alt=\"\" width=\"905\" height=\"729\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.8-177x142.png 177w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.8-200x161.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.8-300x242.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.8-400x322.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.8-600x483.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.8-768x619.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.8-800x644.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.8.png 905w\" sizes=\"(max-width: 905px) 100vw, 905px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.8:\u2002Mindestanforderungen an den Schutz gegen Trittschall (Quelle: Norm SIA 181:2020).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap02_3634-3_Bautechnik_Table_14.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.9:\u2002Subjektive Empfindung des Trittschallschutzes zwischen R\u00e4umen in Abh\u00e4ngigkeit vom Grundger\u00e4usch. In einer ruhigen Umgebung sollte der Schallschutz zwischen R\u00e4umen besonders gut sein. Im Zusammenhang mit der subjektiven Empfindung des Trittschallschutzes ist neben der Art des Bodenbelages auch die Art des Begehens bzw. des Schuhwerks von Bedeutung. Diesbez\u00fcglich negative Auswirkungen zeigen sich \u00f6fters bei harten Gehbel\u00e4gen. Innerhalb einer Nutzungseinheit kann es beim Begehen harter Bodenbel\u00e4ge zu unangenehmen Dr\u00f6hneffekten kommen, welche infolge Eigenschwingungen der beteiligten Konstruktionselemente auftreten. Die zugeh\u00f6rige Ger\u00e4uschart wird als Geh- oder Raumschall bezeichnet (Quelle: Norm SIA 181:2006).<\/div>\n<h3>Massnahmen<\/h3>\n<p>Zur Gew\u00e4hrleistung des erforderlichen Trittschallschutzes sind je nach Bauteil differente Massnahmen erforderlich (vgl. Bild 2.6.10):<\/p>\n<h4>Geschossdecke<\/h4>\n<ul>\n<li>Trittschalld\u00e4mmende Boden\u00fcberkonstruktionen und\/oder trittschalld\u00e4mmende Bodenbel\u00e4ge.<\/li>\n<li>M\u00f6glichst hohes Fl\u00e4chengewicht, z.B. durch Beschwerung von Holztragkonstruktionen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Boden \u00fcber Erdreich<\/h4>\n<ul>\n<li>Wenn nur eine Trittschall\u00fcbertragung vertikal, von unten nach oben relevant ist, kann in der Regel auf trittschalld\u00e4mmende Massnahmen verzichtet werden (Pegelreduktion K<sub>i<\/sub> = 20 dB, vgl. Bild 2.6.10).<\/li>\n<li>Bei Trittschall\u00fcbertragung horizontal, z.B. in angrenzende Wohnungen, sind zur Gew\u00e4hrleistung der normativen Anforderungen Trittschallmassnahmen erforderlich (trittschallged\u00e4mmte Boden\u00fcberkonstruktion oder trittschalld\u00e4mmende Bodenbel\u00e4ge). In der Praxis sind jedoch, z.B. zwischen wenig begangenen Kellerr\u00e4umen (ohne Trittschallschutz) und angrenzenden Wohnr\u00e4umen, kaum Reklamationen \u00fcber st\u00f6rende Trittschall\u00fcbertragungen zu erwarten.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-2-6-10\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap02_3634-3_Bautechnik_Bild_2-6-10.png\" alt=\"Der bei Decken im Massivbau zu erreichende Trittschallschutz h\u00e4ngt neben dem Fl\u00e4chengewicht der rohen Decke von den Trittschallverbesserungsmassen der Boden\u00fcberkonstruktion und des Bodenbelages ab. Entscheidend sind auch die geometrischen Verh\u00e4ltnisse: Schall\u00fcbertragung vertikal von oben nach unten oder von unten nach oben oder horizontal, innerhalb eines Geschosses.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.10:\u2002Der bei Decken im Massivbau zu erreichende Trittschallschutz h\u00e4ngt neben dem Fl\u00e4chengewicht der rohen Decke von den Trittschallverbesserungsmassen der Boden\u00fcberkonstruktion und des Bodenbelages ab. Entscheidend sind auch die geometrischen Verh\u00e4ltnisse: Schall\u00fcbertragung vertikal von oben nach unten oder von unten nach oben oder horizontal, innerhalb eines Geschosses.<\/div>\n<h4>Balkon<\/h4>\n<ul>\n<li>Bei Balkonen sind die Anforderungen an den Trittschallschutz gegen\u00fcber der Geschossdecke um 10 dB vermindert.<\/li>\n<li>Bei thermisch vollst\u00e4ndig entkoppelten Konstruktionen kann auch von einem gen\u00fcgenden Trittschallschutz ausgegangen werden.<\/li>\n<li>\u00dcber einen Kragplattenanschluss entkoppelte Balkonplatten k\u00f6nnen, ohne zus\u00e4tzlichen Trittschallschutz, die Anforderungen nicht in jedem Fall einhalten.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Begehbares Flachdach (Terrasse)<\/h4>\n<ul>\n<li>Die Anforderungen an den Trittschallschutz sind bei Terrassen analog wie bei Geschossdecken.<\/li>\n<li>Bew\u00e4hrt haben sich Trittschalld\u00e4mmschichten \u00fcber der Abdichtung, als Kombination aus Schutz-, Dr\u00e4nage- und Trittschalld\u00e4mmschicht. Es sind diverse Produkte auf dem Markt, die ein Trittschallverbesserungsmass D<sub>LW<\/sub> von 18 bis 38 dB aufweisen.<\/li>\n<li>Bei Verlegung der Gehbel\u00e4ge auf Stelzlager k\u00f6nnen diese den Trittschallschutz gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<li>Denkbar ist auch eine Trittschalld\u00e4mmschicht zwischen Dampfbremse\/Bauzeitabdichtung und W\u00e4rmed\u00e4mmschicht.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Treppen und Podeste<\/h4>\n<ul>\n<li>Treppenl\u00e4ufe sind schalltechnisch getrennt aufzulagern. Es sind Treppenlager und Dorne auf dem Markt, die eine Trittschallverbesserung D<sub>LW<\/sub> von 18 bis 38 dB erreichen.<\/li>\n<li>Podeste k\u00f6nnen analog wie die Treppen ausgef\u00fchrt werden oder der Trittschallschutz kann wie bei den Geschossdecken mit einer trittschalld\u00e4mmenden Boden\u00fcberkonstruktion gew\u00e4hrleistet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>2.6.4 Schutz gegen Ger\u00e4usche haustechnischer Anlagen<\/h2>\n<p>Als Ger\u00e4usche haustechnischer Anlagen im Geb\u00e4ude gelten Funktionsger\u00e4usche, Benutzerger\u00e4usche und Ger\u00e4usche aus Industrie und Gewerbe im gleichen Geb\u00e4ude.<\/p>\n<h3>Anforderungen<\/h3>\n<p>Je nach Ger\u00e4uschart (Einzelger\u00e4usch, Dauerger\u00e4usch, Funktions- oder Benutzungsger\u00e4usch) und L\u00e4rmempfindlichkeit werden unterschiedliche Anforderungen an den Beurteilungspegel L<sub>H<\/sub> gestellt (vgl. Bild 2.6.11).<\/p>\n<h3>Massnahmen<\/h3>\n<p>Der entsprechende Fachplaner (Sanit\u00e4r, Heizung, L\u00fcftung) muss ein Konzept ausarbeiten, mit dem die Anforderungswerte eingehalten werden k\u00f6nnen. Er muss diesbez\u00fcglich die baulichen Randbedingungen ber\u00fccksichtigen. Falls der Fachplaner mit den vorgesehenen baulichen Massnahmen (Raumdispositionen, Leitungsf\u00fchrung, Vorwandinstallationen, Installationssch\u00e4chte usw.) durch seine Auswahl der Materialien (Rohrsysteme, Montageart, Befestigungs- und Trennelemente u.\u00c4.) die gestellten Anforderungen nicht erf\u00fcllen kann, muss er daf\u00fcr sorgen, dass die baulichen Randbedingungen entsprechend angepasst werden.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4297\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.11.png\" alt=\"\" width=\"1087\" height=\"824\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.11-200x152.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.11-300x227.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.11-400x303.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.11-600x455.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.11-768x582.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.11-800x606.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.11-1024x776.png 1024w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.11.png 1087w\" sizes=\"(max-width: 1087px) 100vw, 1087px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.11:\u2002Mindestanforderungen an Ger\u00e4usche haustechnischer Anlagen und fester Einrichtungen im Geb\u00e4ude<br \/>\n<span class=\"quelle-em\">(Quelle: Norm SIA 181:2020).<\/span><\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Zur Vermeidung von K\u00f6rperschall\u00fcbertragung sind diesbez\u00fcglich kritische Maschinen speziell zu lagern und auch die Leitungen, Kan\u00e4le o.\u00c4. sind k\u00f6rperschalld\u00e4mmend zu montieren bzw. vom Bauk\u00f6rper zu entkoppeln.Waschmaschinen und Tumbler in Wohnungen sollen speziell k\u00f6rperschalld\u00e4mmend aufgelagert werden.<\/p>\n<h2>2.6.5 Schallschutz innerhalb einer Nutzungseinheit<\/h2>\n<p>Innerhalb einer Nutzungseinheit (z. B. Wohnung oder B\u00fcro) ist der Schallschutz den Anforderungen des Bestellers entsprechend zu definieren und die Bauteile sind so auszulegen, dass der vereinbarte Schallschutz erreicht wird. Es ist zu empfehlen, den zu gew\u00e4hrleistenden Schallschutz mittels Zielvereinbarung verbindlich festzulegen. Norm SIA 181:2020 enth\u00e4lt keine Empfehlungen mehr f\u00fcr den Luft- und Trittschallschutz innerhalb einer Nutzungseinheit. Die Empfehlungen in Bild 2.6.12 st\u00fctzen sich deshalb auf die Norm SIA 181:2006.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4300\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.12.png\" alt=\"\" width=\"908\" height=\"760\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.12-200x167.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.12-300x251.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.12-400x335.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.12-600x502.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.12-768x643.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.12-800x670.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.12.png 908w\" sizes=\"(max-width: 908px) 100vw, 908px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.12:\u2002Empfehlungen f\u00fcr den Luft- und Trittschallschutz innerhalb einer Nutzungseinheit (Quelle: Norm SIA 181:2006).<\/div>\n<h2>2.6.6 Raumakustische Anforderungen<\/h2>\n<p>Die Raumakustik besch\u00e4ftigt sich mit der Akustik im Raum selbst. Dabei wird im Allgemeinen vorausgesetzt, dass der Raum gen\u00fcgend gegen eindringenden L\u00e4rm und St\u00f6rger\u00e4usche gesch\u00fctzt ist.<\/p>\n<h3>Raumkategorien<\/h3>\n<p>Abh\u00e4ngig von der Nutzung und den entsprechenden Anforderungen k\u00f6nnen folgende Raumkategorien unterschieden werden.<\/p>\n<ul>\n<li><i>Ergonomische Raumakustik:<\/i>Die Akustik von Arbeits- und Aufenthaltsr\u00e4umen soll so beschaffen sein, dass der Hauptzweck des Raums ungest\u00f6rt erf\u00fcllt werden kann. Dabei geht es darum, dass alle Frequenzbereiche gen\u00fcgend bed\u00e4mpft sind, um keine zu hohen, st\u00f6renden Schallpegel im Raum zu haben.Beispiele: B\u00fcro- und Wohnr\u00e4ume, Schulen, Musik\u00fcbungsr\u00e4ume, Restaurants etc.<\/li>\n<li><i>Funktionale Raumakustik:<\/i>Darbietungsr\u00e4ume haben den Hauptzweck, ein akustisches Ereignis zu \u00fcbertragen. Aus der \u00dcbertragungsfunktion ergibt sich prim\u00e4r m\u00f6glichst wenig Absorption, der Schall soll beim Empf\u00e4nger ankommen. Mittels Raumform und Reflektoren sowie gezielt eingesetzten Absorbern wird die \u00dcbertragung optimiert f\u00fcr m\u00f6glichst viele Empfangspositionen und zudem die Nachhallzeit zweckm\u00e4ssig gesteuert.Beispiele: Theater, Oper, Konzertsaal, Vortragsr\u00e4ume, Aula, Mehrzwecksaal etc.<\/li>\n<li><i>\u00c4sthetische Raumakustik:<\/i>F\u00fcr spezielle, nicht f\u00fcr l\u00e4ngeren Aufenthalt von Personen gedachte R\u00e4ume kann ein spezifischer, von Normen und Empfehlungen abweichender, Raumeindruck erzeugt werden. Beispielsweise kann durch eine erh\u00f6hte Nachhallzeit eine eindr\u00fcckliche Eingangshalle noch imposanter erscheinen oder eine bewusste akustische Raumabfolge von stark ged\u00e4mpften und halligen R\u00e4umen kann f\u00fcr die entsprechende Wahrnehmung sensibilisieren.<\/li>\n<li><i>Mischformen:<\/i>In Schulr\u00e4umen und gr\u00f6sseren Besprechungsr\u00e4umen muss trotz Beachtung der Ergonomie gen\u00fcgende Schall\u00fcbertragung gew\u00e4hrleistet sein (Mischform von ergonomischer und funktionaler Raumakustik); \u00e4hnlich verh\u00e4lt es sich bei Nutzung von Turnhallen als Mehrzwecksaal.Spezielle Anforderung gelten auch im Grossraumb\u00fcro: nicht zu bed\u00e4mpft, um gen\u00fcgend hohen St\u00f6rpegel zu erhalten, und gleichzeitig keine weite Ausbreitung von Sprache f\u00fcr gen\u00fcgend Privatsph\u00e4re sowie Limitierung der Schallausbreitung im Nahfeld. Eine optimale Raumakustik f\u00fcr das Grossraumb\u00fcro kann nicht mit dem Geb\u00e4ude alleine gel\u00f6st werden, es ist zwingend, die M\u00f6blierung und Ausstattung der R\u00e4ume zu ber\u00fccksichtigen und integral sorgf\u00e4ltig zu planen (siehe Kapitel zu ISO 3382-3).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Physikalische Modelle<\/h3>\n<p>F\u00fcr die Planung der Raumakustik werden unterschiedliche physikalische Modelle ber\u00fccksichtigt, welche je ihre Vorz\u00fcge, aber auch Grenzen haben.<\/p>\n<ul>\n<li><i>Geometrische Raumakustik:<\/i>Annahme einer geometrischen Ausbreitung des Schalls mit \u00abSchallstrahlen\u00bb und Reflexionen als Spiegelungen (Einfallswinkel = Ausfallswinkel).Einfache Beurteilungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr die Schallausbreitung einer Quelle, nicht geeignet f\u00fcr tiefe Frequenzen mit langer Wellenl\u00e4nge. Die Beugung von Schall um Hindernisse und diffuse Reflexion an Strukturen sind nicht ber\u00fccksichtigt.<\/li>\n<li><i>Wellentheoretische Raumakustik:<\/i>Betrachtung von Wellenl\u00e4ngen in Bezug zu Raumdimensionen (Raummoden, stehende Wellen). Bei halber Wellenl\u00e4nge (\u03bb\/2) und vielfachen davon bilden sich bei Anregung stehende Wellen zwischen parallelen Fl\u00e4chen eines Raums. Daher sind insbesondere bei kleineren R\u00e4umen niedrige ganzzahlige Verh\u00e4ltnisse der Raumdimensionen zu vermeiden.<\/li>\n<li><i>Statistische Raumakustik:<\/i>Betrachtung von Energie- und Schallpegel des vollst\u00e4ndig diffusen Schallfelds im zeitlichen Verlauf. Die statistische Raumakustik zeigt die Wirkung von Absorption auf die Nachhallzeit (abh\u00e4ngig von den\u00a0Frequenzbereichen). Ein wesentlicher Mangel der statistischen Raumakustik ist, dass sie keine Information zur \u00dcbertragungfunktion enth\u00e4lt, insbesondere zu fr\u00fchen Reflexionen, welche z.B. f\u00fcr die Sprachverst\u00e4ndlichkeit oder Klarheit einer Musikdarbietung relevant sind. Bei komplexeren Raumformen sind Prognosen zur Nachhallzeit schwierig.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Nachhallzeit<\/h3>\n<p>Die akustische Haupteigenschaft eines Raums ist seine Nachhallzeit T. Sie ist einerseits abh\u00e4ngig vom Raumvolumen und andererseits von den Eigenschaften seiner Raumbegrenzungsfl\u00e4chen bez\u00fcglich Schallabsorption. Je nach Situation sind auch Einrichtungen und Personen mit ihren absorbierenden Eigenschaften zu ber\u00fccksichtigen und bei grossen Raumvolumen zudem die Luftabsorption.<\/p>\n<p>Die Wirkung der Absorption wird je Teilfl\u00e4che und Material mit dem Schallabsorptionskoeffizienten \u03b1 angegeben, \u03b1 = 1 heisst vollst\u00e4ndige Absorption, \u03b1 = 0 keine Absorption, also vollst\u00e4ndige Reflexion; reale Werte werden immer zwischen diesen zwei Extremwerten liegen. F\u00fcr die im Raum vorhandene Gesamtabsorptionswirkung wird jeweils das Produkt aus realer Fl\u00e4che S und \u03b1 \u00fcber alle Teilf\u00e4chen aufsummiert und als \u00e4quivalente Schallabsorptionsfl\u00e4che A in die Berechnung der Nachhallzeit einbezogen.<\/p>\n<p>Der Schallabsorptionskoeffizient \u03b1 ist frequenzabh\u00e4ngig, daher ist auch die Nachhallzeit frequenzabh\u00e4ngig und wird meist f\u00fcr die Oktavb\u00e4nder von 125 Hz bis 4000 Hz angegeben.<\/p>\n<p>Die Nachhallzeit kann mit der Sabine&#8217;schen Formel berechnet werden:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap02_3634-3_Bautechnik_Formel_2-6-0.png\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr allgemeine und einfachere R\u00e4ume ist die Einhaltung der Nachhallzeit, welche der jeweiligen Nutzung entspricht, ausreichend und die Anordnung der Absorberfl\u00e4chen muss nicht speziell beachtet werden, solange diese dem Schallfeld gen\u00fcgend ausgesetzt sind und der Raum nicht zu gross ist. Grunds\u00e4tzlich ist jedoch die Schallabsorption auf m\u00f6glichst alle Raumfl\u00e4chen zu verteilen.<\/p>\n<p>Je spezifischer die akustischen Anforderungen, desto st\u00e4rker ist die Anordnung der Absorber zu ber\u00fccksichtigen, weil dann auch der Direktschall und fr\u00fche Reflexionen von Bedeutung sind.<\/p>\n<h3>Absorber<\/h3>\n<p>Die Absorptionswirkung kann mit unterschiedlichen physikalischen Prinzipien erreicht werden (vgl. Bild 2.6.13). Abbildung 2.6.14 zeigt das Schallabsorptionsverm\u00f6gen von verschiedenen Materialien, M\u00f6blierungen und Personen im Oktavband.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-2-6-12\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4303\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.13.png\" alt=\"\" width=\"439\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.13-200x147.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.13-300x221.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.13-400x294.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.13.png 439w\" sizes=\"(max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.13:\u2002Charakteristik des Schallabsorptionsverm\u00f6gens von unterschiedlichen Absorbern.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div id=\"bild-hle-2-6-12\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4306\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.14.png\" alt=\"\" width=\"910\" height=\"1177\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.14-200x259.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.14-232x300.png 232w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.14-400x517.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.14-600x776.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.14-768x993.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.14-792x1024.png 792w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.14-800x1035.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.14.png 910w\" sizes=\"(max-width: 910px) 100vw, 910px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.14:\u2002Schallabsorptionsverm\u00f6gen verschiedener Materialien im Oktavband (verschiedene Quellen).<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div id=\"bild-hle-2-6-12\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4309\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.15.png\" alt=\"\" width=\"903\" height=\"462\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.15-200x102.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.15-300x153.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.15-400x205.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.15-600x307.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.15-768x393.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.15-800x409.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.15.png 903w\" sizes=\"(max-width: 903px) 100vw, 903px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.15:\u2002Schallabsorptionsverm\u00f6gen von Personen und M\u00f6blierung (verschiedene Quellen).<\/div>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\"><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><i>Por\u00f6se Absorber:<br \/>\n<\/i>Beim Eindringen einer Schallwelle in ein offenporiges Material wird durch innere Reibung die Schallenergie vernichtet resp. in W\u00e4rme umgewandelt. Bei por\u00f6sen Absorbern ist deren Dicke oder Abh\u00e4ngeh\u00f6he von der schallharten Unterlage bestimmend f\u00fcr das Frequenzverhalten; oberhalb einer davon abh\u00e4ngigen Grenzfrequenz (entsprechend \u03bb\/4) wird der auftreffende Schall praktisch vollst\u00e4ndig absorbiert. Je dicker die por\u00f6se Schicht, desto tiefere Frequenzen werden absorbiert.<\/li>\n<li><i>Plattenabsorber:<br \/>\nE<\/i>in Plattenabsorber schliesst ein Luftvolumen ein und die Plattenabdeckung schwingt bei bestimmten Frequenzen mit. Das eingeschlossene Luftpolster und die Spannungs\u00e4nderungen in der Platte bewirken eine Schalld\u00e4mpfung. Beim Plattenabsorber ist das absorbierte Frequenzband von der Fl\u00e4chenmasse der Platte und der Distanz zum schallharten Untergrund abh\u00e4ngig. Sowohl schwerere Platten wie auch gr\u00f6ssere Distanzen f\u00fchren zu tieferen absorbierten Frequenzen und umgekehrt. Die absorbierende Wirkung kann mit Bed\u00e4mpfung des Hohlraums mit offen por\u00f6sem Material (z.B. Mineralfaserplatten) verst\u00e4rkt werden.<\/li>\n<li><i>Resonatoren (Helmholtzresonatoren):<br \/>\n<\/i>Helmholtzresonatoren werden ebenfalls durch ein definiertes Luftvolumen gebildet, dieses ist jedoch durch \u00d6ffnungen zum Raum erschlossen, eine Schallwelle kann daher Luft hinein und hinaus bewegen. Bei Frequenzen, die der Resonanzfrequenz des Systems entsprechen, wird durch die Reibung dieses Luftpakets eine D\u00e4mpfung erzielt. Bei Helmholtzresonatoren ist die Resonanzfrequenz abh\u00e4ngig vom Volumen des Hohlraums und der Gr\u00f6sse und Art der \u00d6ffnung. Je gr\u00f6sser das Volumen, je kleiner die \u00d6ffnung und je gr\u00f6sser die Halsl\u00e4nge, desto tiefere Frequenzen werden absorbiert.<\/li>\n<li><i>Lochplatten:<br \/>\n<\/i>Bei Lochplatten wirken kombiniert die erw\u00e4hnten Prinzipien. F\u00fcr das Frequenzverhalten im Tieftonbereich ist daher auch hier die Abh\u00e4ngeh\u00f6he relevant, Mineralfaserauflage oder Vlieshinterlagen erh\u00f6hen die Absorptionswirkung und auch die Lochung hat einen Einfluss auf die Absorption. Mit gr\u00f6sserem Lochungsabstand verringert sich die Absorptionswirkung bei hohen Frequenzen.<\/p>\n<div class=\"bildlegende-hle\"><\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Taupunktunterschreitung durch Absorber<\/h4>\n<p>Alle genannten Absorbertypen weisen einen W\u00e4rmedurchlasswiderstand auf und erh\u00f6hen damit den W\u00e4rmedurchgangswiderstand auf der inneren Konstruktionsseite. Bei Aussenbauteilen (Aussenw\u00e4nde, D\u00e4cher) ver\u00e4ndert sich dadurch das Temperaturprofil. Um Feuchtesch\u00e4den zu vermeiden, muss auf die Lage des Taupunkts innerhalb des Aussenbauteils geachtet werden; mittels W\u00e4rmebr\u00fcckenberechnung kann der Einfluss von Absorbern auf das Temperaturprofil aufgezeigt werden.<\/p>\n<p>Bei por\u00f6sen Absorbern ist es deshalb in der Regel nicht m\u00f6glich, den D\u00e4mmstoff gleichzeitig als Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung und zur Schallabsorption einzusetzen. Eine allenfalls notwendige Dampfbremse w\u00fcrde die Schallabsorptionswirkung stark reduzieren oder sogar verunm\u00f6glichen. Bei schlecht oder innen ged\u00e4mmten R\u00e4umen kann auch die Bekleidung einer innen liegenden, aber in die Aussenwand eingebundenen Decke (oder Wand) problematisch sein und es wird dann besser ein Randstreifen unbekleidet belassen.<\/p>\n<p>Die als Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung einsetzbaren D\u00e4mmstoffe k\u00f6nnen nicht absorbierend eingesetzt werden, weil sie im Widerspruch zur Absorberwirkung gerade keine Luft in die Schicht eindringen lassen d\u00fcrfen.<\/p>\n<h3>Diffusfeld \u2014 Direktschallfeld<\/h3>\n<p>F\u00fcr raumakustische Betrachtungen ist auch relevant, ob ein Empf\u00e4nger sich im Nahfeld einer Schallquelle, innerhalb des Hallradius, oder im Diffusfeld befindet. Im Nahfeld dominiert der Direktschall, ausserhalb des Hallradius hingegen der Diffusschall. Der Hallradius beschreibt den Ort, wo Diffus- und Direktschallanteile gleich gross sind.<\/p>\n<p>Absorber haben einen Einfluss auf die Nachhallzeit und den Schallpegel in einem Raum. Absorberfl\u00e4chen haben jedoch keinen Einfluss auf den Direktschall einer Quelle: ausserhalb des Hallradius angeordnete Absorber haben innerhalb desselben keinen Einfluss (ausser dass sie den Hallradius vergr\u00f6ssern), denn der Direktschall hatte noch keine M\u00f6glichkeit auf den Absorber zu treffen und dadurch absorbiert zu werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-2-6-16\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap02_3634-3_Bautechnik_Bild_2-6-16.png\" alt=\"Durch die Struktur einer reflektierenden Bekleidung kann das Reflexionsverhalten beeinflusst werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.16:\u2002Durch die Struktur einer reflektierenden Bekleidung kann das Reflexionsverhalten beeinflusst werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>F\u00fcr Pegelreduktion innerhalb des Hallradius, z.B. f\u00fcr Diskretion zwischen nahen Arbeitspl\u00e4tzen, sind lokale Massnahmen notwendig, in der Regel zwischen Sender und Empf\u00e4nger (Situation Grossraumb\u00fcro).<\/p>\n<h3>Reflektoren<\/h3>\n<p>Reflektoren k\u00f6nnen gem\u00e4ss der geometrischen Raumakustik als \u00abspiegelnde Fl\u00e4chen\u00bb gesehen werden, wenn folgende Regeln beachtet werden.<\/p>\n<ul>\n<li><i>Dimension:<\/i>Reflektoren wirken erst als solche, wenn sie deutlich gr\u00f6sser sind als die Wellenl\u00e4nge.<\/li>\n<li><i>Struktur:<\/i>Eine Struktur in der Dimension der Wellenl\u00e4nge bewirkt eine diffuse Reflexion (vgl. Bild 2.6.16); was nicht Absorption bedeutet, sondern dass einfallender Schall in alle Raumrichtungen reflektiert wird. Deutlich tiefere Frequenzen \u00absehen\u00bb die Struktur nicht und werden an der Grundfl\u00e4che reflektiert.<\/li>\n<li><i>Masse:<\/i>Die Fl\u00e4chenmasse des Reflektors muss gen\u00fcgend gross sein, um den Schall wirkungsvoll reflektieren zu k\u00f6nnen. F\u00fcr Sprache sollte sie mindestens 10 kg\/m<sup>2<\/sup> betragen; f\u00fcr Musik mindestens 40 kg\/m<sup>2<\/sup>.<\/li>\n<li><i>Flatterecho:<\/i>Zwischen zwei parallelen, reflektierenden Fl\u00e4chen kann sich ein Flatterecho bilden; Schall wird lange hin und her geworfen. Dies muss in R\u00e4umen, in welchen kommuniziert wird, durch absorbierende oder streuende Ausbildung einer der Fl\u00e4chen oder einem Neigewinkel von mindestens 5\u00b0 verhindert werden.<\/li>\n<li><i>Fokusbildung:<\/i>Bei konkaven Fl\u00e4chen ist auf ungewollte Fokusbildung zu achten. Beispielsweise sollten Gew\u00f6lbedecken den Brennpunkt deutlich oberhalb der Kopfebene haben.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Anforderungen<\/h3>\n<p>Gesetze und Normen k\u00f6nnen minimale Standards garantieren, sie gew\u00e4hrleisten jedoch noch keine gute Raumakustik. Sie beziehen sich prim\u00e4r auf die Nachhallzeit respektive die notwendige Absorptionsfl\u00e4che, also auf die statistische Raumakustik, und sie betreffen meist die ergonomische Raumakustik. F\u00fcr funktionale R\u00e4ume werden ebenfalls Nachhallzeitbereiche definiert, f\u00fcr die \u00dcbertragungsfunktion m\u00fcssen jedoch zus\u00e4tzliche Anforderungen erf\u00fcllt sein.<\/p>\n<h4>Gesetzliche Vorschriften bei Arbeitspl\u00e4tzen<\/h4>\n<p>Das Arbeitsgesetz (SR 833.11) und die zugeh\u00f6rige Arbeitsverordnung 3 (SR 822.113) legitimieren das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (SECO) zum Erlass von Richtlinien zu akustischen Anforderungen bei Arbeitspl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Relevant ist die SECO \u00abWegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz betr. Art. 22 (L\u00e4rm und Ersch\u00fctterungen)\u00bb.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich bel\u00e4stigenden L\u00e4rms sind einerseits maximal zul\u00e4ssige Pegel f\u00fcr unterschiedliche T\u00e4tigkeiten definiert (vgl. Bilder 2.6.17 und 2.6.18), andererseits sind f\u00fcr industrielle und gewerbliche Arbeitspl\u00e4tze drei raumakustische Kriterien festgelegt, von denen mindestens eines erf\u00fcllt werden muss:<\/p>\n<ul>\n<li>Mittlerer Schallabsorptionsgrad \u03b1<sub>s<\/sub> \u2265 0,25.<\/li>\n<li>Nachhallzeit T in Abh\u00e4ngigkeit des Raumvolumens eingehalten (vgl. Bild 2.6.19).<\/li>\n<li>Schalldruckpegelabnahme pro Distanzverdopplung: DL2 \u2265 4 dB.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap02_3634-3_Bautechnik_Table_23.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.17:\u2002T\u00e4tigkeitsbezogene Richtwerte (L\u00e4rmexpositionspegel).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4312\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.18.png\" alt=\"\" width=\"439\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.18-200x195.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.18-300x292.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.18-400x390.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.18.png 439w\" sizes=\"(max-width: 439px) 100vw, 439px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.18:\u2002Richtwerte f\u00fcr Hintergrundger\u00e4usche.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>F\u00fcr B\u00fcror\u00e4ume ist als Richtwert das Verh\u00e4ltnis von \u00e4quivalenter Schallabsorptionsfl\u00e4che zum Raumvolumen (A\/V) einzuhalten (vgl. Bild 2.6.20). Zur \u00e4quivalenten Schallabsorptionsfl\u00e4che geh\u00f6ren neben den Raumbegrenzungsfl\u00e4chen auch die M\u00f6blierung sowie die Luft-Absorption, nicht aber die Personen. Diese Bedingungen sind auch im SUVA-Merkblatt 86048 (2020) zusammengefasst und erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Betriebe m\u00fcssen basierend auf dem Unfallversicherungsgesetz (SR 832.20), Art. 82, zudem Vorschriften bez\u00fcglich geh\u00f6rgef\u00e4hrdenden L\u00e4rms einhalten. Weiterf\u00fchrende Hinweise k\u00f6nnen der SUVA-Publikation 44057, \u00abGeh\u00f6rgef\u00e4hrdender L\u00e4rm am Arbeitsplatz\u00bb entnommen werden.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4315\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.19.png\" alt=\"\" width=\"438\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.19-200x194.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.19-300x291.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.19-400x388.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.19.png 438w\" sizes=\"(max-width: 438px) 100vw, 438px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.19:\u2002Nachhallzeit-Richtwerte f\u00fcr industrielle und gewerbliche Arbeitspl\u00e4tze.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4318\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.20.png\" alt=\"\" width=\"444\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.20-200x104.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.20-300x156.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.20-400x208.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.20.png 444w\" sizes=\"(max-width: 444px) 100vw, 444px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.20:\u2002Raumakustik-Richtwerte f\u00fcr B\u00fcro und Laborr\u00e4ume.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<h4>Normen bez\u00fcglich die Raumakustik<\/h4>\n<h5>SIA 181 Schallschutz im Hochbau (2020)<\/h5>\n<p>Um die Anforderungen an den Schallschutz und die Raumakustik zu entflechten, sind in der Norm SIA 181:2020 keine Aussagen zur Raumakustik vorhanden. Es wird betreffend die Raumakustik auf die Norm SIA 181\/1 verwiesen, die noch nicht verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<h5>DIN 18041, H\u00f6rsamkeit in R\u00e4umen (2016)<\/h5>\n<p>Diese Norm gilt f\u00fcr R\u00e4ume mit einem Raumvolumen bis etwa 5&#8217;000 m3, f\u00fcr Sport- und Schwimmhallen bis 30&#8217;000 m<sup>3<\/sup>. Sie legt die raumakustischen Anforderungen, Empfehlungen und Planungsrichtlinien zur Sicherung der H\u00f6rsamkeit vorrangig f\u00fcr die Sprachkommunikation einschliesslich der dazu erforderlichen Massnahmen fest. In der DIN 18041:2016 werden zwei Anwendungen unterschieden:<\/p>\n<ul>\n<li>R\u00e4ume der Gruppe A, mit H\u00f6rsamkeit \u00fcber mittlere und gr\u00f6ssere Entfernungen, wie z. B. Unterrichtsr\u00e4ume in Schulen, Gruppenr\u00e4ume in Kindertageseinrichtungen, Konferenzr\u00e4ume, Gerichts- und Ratss\u00e4le, Seminarr\u00e4ume, H\u00f6rs\u00e4le, Tagungsr\u00e4ume, R\u00e4ume in Seniorentagesst\u00e4tten, Sport- und Schwimmhallen. Die H\u00f6rsamkeit \u00fcber mittlere und grosse Entfernungen wird durch eine f\u00fcr die Nutzung angepasste Nachhallzeit und Schalllenkung sichergestellt. Die H\u00f6rsamkeit \u00fcber geringere Entfernungen ist in R\u00e4umen der Gruppe A mit eingeschlossen.<br \/>\nAus Bild 2.6.21 gehen die zu erreichenden Nachhallzeiten f\u00fcr die verschiedenenNutzungsarten der Raumgruppe A, mit Toleranzbereich, hervor.<\/li>\n<li>R\u00e4ume der Gruppse B, mit H\u00f6rsamkeit \u00fcber geringe Entfernungen, wie z. B. Verkehrsfl\u00e4chen mit Aufenthaltsqualit\u00e4t, Speiser\u00e4ume, Kantinen, Spielflure und Umkleiden in Schulen und Kindertageseinrichtungen, Ausstellungsr\u00e4ume, Eingangshallen, Schalterhallen, B\u00fcros. Die H\u00f6rsamkeit \u00fcber geringe Entfernungen wird durch Schallabsorption und St\u00f6rger\u00e4uschminderung erreicht. Die H\u00f6rsamkeit \u00fcber gr\u00f6ssere Entfernungen ist in R\u00e4umen der Gruppe B stark eingeschr\u00e4nkt.<br \/>\nAus Bild 2.6.22 gehen die Anforderungen an das Verh\u00e4ltnis zwischen Schallabsorptionsfl\u00e4che A eines Raumes in m<sup>2<\/sup> und Raumvolumen V des Raumes in m3 hervor und davon abgeleitet die zu erreichenden Nachhallzeiten f\u00fcr die verschiedenen Nutzungsarten der Raumgruppe B.<\/li>\n<\/ul>\n<p>DIN 18041:2016 behandelt nicht die H\u00f6rsamkeit in R\u00e4umen mit speziellen Anforderungen, wie Theater, Konzerts\u00e4le, Kinos, Sakralr\u00e4ume, sowie in R\u00e4umen zur hochwertigen Aufnahme von Musik und Sprache (z. B. Studios, Regier\u00e4ume f\u00fcr Funk, Film, Fernsehen und Tontr\u00e4gerproduktionen). Die Anforderungen k\u00f6nnen aber f\u00fcr R\u00e4ume f\u00fcr allgemeine Musikdarbietungen, Mehrzweckr\u00e4ume sowie f\u00fcr R\u00e4ume mit gr\u00f6sserem Volumen bis etwa 30&#8217;000 m<sup>3<\/sup> sinngem\u00e4ss angewendet werden.<\/p>\n<h5>ISO 3382-3, Akustik \u2014 Messung von Parametern der Raumakustik \u2014 Teil 3: Grossraumb\u00fcros (2012)<\/h5>\n<p>Diese Norm zur Definition der Anforderungen an ein Grossraumb\u00fcro ist aktueller Standard, um gute raumakustische Bedingungen im Grossraumb\u00fcro zu erhalten und zu messen. Folgende Messparameter sind f\u00fcr die Beurteilung der Raumakustik relevant (vgl. Bild 2.6.23):<\/p>\n<ul>\n<li>Sprach\u00fcbertragungsindex STI (speech transmission index, DIN EN 60268-16) am n\u00e4chsten Arbeitsplatz: \u00dcbertragungsqualit\u00e4t der Sprache im Hinblick auf<br \/>\nderen Verst\u00e4ndlichkeit (physikalische Messgr\u00f6sse).<\/li>\n<li>Ablenkungsabstand r<sub>D<\/sub> [m]: Abstand mit STI = 0,5; weiter entfernt rasche Zunahme der Konzentrationsf\u00e4higkeit und Privatsph\u00e4re.<\/li>\n<li>Vertraulichkeitsabstand r<sub>P<\/sub> [m]: Abstand mit STI = 0,2; weiter entfernt Konzentrationsf\u00e4higkeit und Privatsph\u00e4re wie bei getrennten B\u00fcros.<\/li>\n<li>R\u00e4umliche Abklingrate der Sprache D<sub>2,S<\/sub> [dB]: Rate des r\u00e4umlichen Abklingens des A-bewerteten Schalldruckpegels (Sprache) je Abstandsverdopplung.<\/li>\n<li>A-bewerteter Schalldruckpegel der Sprache L<sub>p,A,S,4m<\/sub>: A-bewerteter Nenn-Schalldruckpegel der normalen Sprache im Abstand von 4 m von der Quelle.<\/li>\n<li>Mittlerer A-bewerteter Fremdger\u00e4uschpegel L<sub>p,A,B <\/sub>(Annahme f\u00fcr Planung und Simulation): Schalldruckpegel am Arbeitsplatz w\u00e4hrend der Arbeitszeit, ohne Personenanwesenheit, d.h. prim\u00e4r Ger\u00e4usche von haustechnischen Anlagen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Bedingungen f\u00fchren teilweise zu widerspr\u00fcchlichen Anforderungen in Bezug auf Anordnung von Absorbern und Trennelementen. Entsprechende Prognosen sind daher nur mit spezieller Raumakustiksoftware zu erstellen.<\/p>\n<p>Mit folgenden Massnahmen kann die Akustik im Grossraumb\u00fcro optimiert werden:<\/p>\n<ul>\n<li>R\u00e4umliche Trennung von lauten und ruhigen Arbeitspl\u00e4tzen.<\/li>\n<li>Sehr hohe Schallabsorption an der Decke (ohne Unterbr\u00fcche, insbesondere nicht \u00fcber den Arbeitsplatz-Trennelementen (Schallschirmen)).<\/li>\n<li>Gen\u00fcgend hohe Trennelemente als Schallschirm zwischen nahen Arbeitspl\u00e4tzen; h\u00f6her bei Steharbeitspl\u00e4tzen bzw. mit verstellbaren Arbeitspl\u00e4tzen \u00abmitfahrend\u00bb.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-2-6-20\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4321\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.21.png\" alt=\"\" width=\"903\" height=\"626\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.21-200x139.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.21-300x208.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.21-400x277.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.21-600x416.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.21-768x532.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.21-800x555.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.21.png 903w\" sizes=\"(max-width: 903px) 100vw, 903px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.21:\u2002Nachhallzeit-Sollwerte f\u00fcr Gruppe A (H\u00f6rsamkeit \u00fcber mittlere und gr\u00f6ssere Entfernungen), gem\u00e4ss DIN 18041:2016..<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4324\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.22.png\" alt=\"\" width=\"909\" height=\"449\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.22-200x99.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.22-300x148.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.22-400x198.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.22-600x296.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.22-768x379.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.22-800x395.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.22.png 909w\" sizes=\"(max-width: 909px) 100vw, 909px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.22:\u2002Nachhallzeit-Sollwerte f\u00fcr Gruppe B (H\u00f6rsamkeit \u00fcber geringere Entfernungen), gem\u00e4ss DIN 18041:2016.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4327\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.23.png\" alt=\"\" width=\"910\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.23-200x26.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.23-300x40.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.23-400x53.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.23-600x79.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.23-768x101.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.23-800x105.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/2.6.23.png 910w\" sizes=\"(max-width: 910px) 100vw, 910px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 2.6.23:\u2002Bedingungen f\u00fcr die Akustik in Grossraumb\u00fcros gem\u00e4ss ISO 3382-3 (Anhang A).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<ul>\n<li>Vermeidung von Schallreflexionen \u00fcber W\u00e4nde und Fensterfronten.<\/li>\n<li>Eventuell muss ein erh\u00f6hter Grundschallpegel erzeugt werden (akustisches Maskierungssystem). Ein solcher \u00abFremdger\u00e4uschpegel\u00bb darf gem\u00e4ss SECO\/SUVA aber maximal 45 dB betragen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weiterf\u00fchrende Angaben zur raumakustischen Optimierung f\u00fcr B\u00fcror\u00e4ume sind hier zu finden:<\/p>\n<ul>\n<li>ISO 17624, Akustik \u2013 Leitfaden f\u00fcr den Schallschutz in B\u00fcros und Arbeitsr\u00e4umen durch Schallschirme (2005). Beschreibung verschiedener Arten von d\u00fcnnen Raumteilern und Absch\u00e4tzung von deren Schallschirmwirkung. Berechnungsmodelle und Erfahrungswerte.<\/li>\n<li>VDI 2569 Schallschutz und akustische Gestaltung im\u00a0B\u00fcro (erscheint neu 2015), die aktualisierte Version bezieht sich auf ISO 3382-3 (2012).<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schutz vor L\u00e4rm hat beim Bauen einen grossen Stellenwert. Abh\u00e4ngig von der T\u00e4tigkeit hat der Mensch ein mehr oder weniger grosses Ruhebed\u00fcrfnis. Damit der Planer sich nicht auf \u00absubjektive Anforderungen\u00bb st\u00fctzen muss, regelt die Norm SIA 181:2020 \u00abSchallschutz im Hochbau\u00bb die Grundanforderungen an den Schallschutz am und im Geb\u00e4ude. Durch folgende Massnahmen gilt es [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1822","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anforderungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1822"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4828,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1822\/revisions\/4828"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}