{"id":1832,"date":"2018-08-13T16:05:57","date_gmt":"2018-08-13T14:05:57","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/?p=1832"},"modified":"2022-09-30T14:43:00","modified_gmt":"2022-09-30T12:43:00","slug":"3-1-geneigte-daecher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/3-1-geneigte-daecher\/","title":{"rendered":"3.1\u2002Geneigte D\u00e4cher"},"content":{"rendered":"<p>Basis dieser Hinweise zum geneigten Dach ist die Wegleitung zur Norm SIA 232\/1:2011, welche von den beiden Verb\u00e4nden \u00abGeb\u00e4udeh\u00fclle Schweiz\u00bb und \u00absuissetec\u00bb herausgegeben wird.<\/p>\n<h2>3.1.1 Definition<\/h2>\n<p>Als geneigte D\u00e4cher gelten solche, die Dachneigungen aufweisen, welche eine \u00fcberlappend verlegte oder gefalzte Deckung zulassen. Es kommen hierf\u00fcr verschiedene Dachformen infrage, einige werden in Bild 3.1.1 gezeigt.<\/p>\n<p>\u00dcberlappend oder gefalzt ausgef\u00fchrte Deckungen sind aber nicht zwingend. Geneigte D\u00e4cher k\u00f6nnen z.B. auch begr\u00fcnt werden. Sie sind dann aber, von der Funktion der Abdichtung her betrachtet, sinngem\u00e4ss wie eine Flachdachkonstruktion auszubilden (<a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/3-2%e2%80%82flachdaecher\/\">vgl. Kapitel 3.2 \u00abFlachd\u00e4cher\u00bb<\/a>).<\/p>\n<h2>3.1.2 Wahl des Konstruktionssystems<\/h2>\n<p>Die Dachform und die Dachneigung sind zentrale Randbedingungen, welche als Kriterien f\u00fcr die Konstruktionswahl zu beachten sind. Oft sind es baugesetzliche Rahmenbedingungen wie die Geb\u00e4udeh\u00f6he (z.B. Firsth\u00f6he), welche diesbez\u00fcglich mitentscheidend sind.<\/p>\n<p>Auch die konstruktiven Randbedingungen des Geb\u00e4udes bestimmen, wie der oberste Abschluss ausgef\u00fchrt wird: Bei Holzbauten wird es mit Sicherheit eine Holztragstruktur und bei Stahlbauten in der Regel eine Stahltragstruktur sein. Bei Massivbauten wird das Steildach meist auch mit Holztragteilen (Pfetten, Sparren, St\u00fctzen u.\u00c4.) konstruiert. Bei hoher Aussenl\u00e4rmbelastung<br \/>\n(z.B. Flugl\u00e4rm) kann aber z.B. auch eine schwere, geneigte Betonplatte sinnvoll sein.<\/p>\n<p>Ein wichtiges Konstruktionskriterium ist die Art der Bel\u00fcftung (vgl. Bild 3.1.2). Die meisten D\u00e4cher werden nur einfach bel\u00fcftet. Es sind aber auch zweifach bel\u00fcftete D\u00e4cher durchaus noch \u00fcblich, wobei deren Anteil aus Gr\u00fcnden des immer besser werdenden W\u00e4rmeschutzes nur noch sehr klein ist. Geneigte D\u00e4cher ohne Bel\u00fcftung sind nur mit geeigneten Deckungen und speziellen Anforderungen\/Nachweisen bez\u00fcglich Feuchteverhalten m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Der W\u00e4rmed\u00e4mmstandard und somit die erforderliche Dicke der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht wirken sich ebenfalls auf die konstruktive Ausbildung aus. W\u00e4rmed\u00e4mmschichten k\u00f6nnen zwischen dem Tragwerk (z.B. Holzbau) und\/oder \u00fcber sowie unter demselben verlegt werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-1\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4401\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.1.1.png\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"1149\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.1.1-115x300.png 115w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.1.1-200x522.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.1.1-392x1024.png 392w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.1.1-400x1045.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.1.1.png 440w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.1:\u2002Dachformen f\u00fcr geneigte D\u00e4cher.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Ein zentraler Faktor f\u00fcr die Dachkonstruktion ist das zwingend erforderliche Unterdach. Je nach Geb\u00e4ude-standort, Dachneigung und Deckung gen\u00fcgt ein Unterdach f\u00fcr normale Beanspruchung oder es muss ein solches f\u00fcr erh\u00f6hte oder ausserordentliche Beanspruchung gew\u00e4hlt werden. Bei permanentem Wasseranfall muss sogar eine spezielle Abdichtung, im Sinne einer Flachdachabdichtung gem\u00e4ss Norm SIA 271, ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Wenn immer m\u00f6glich soll ein geneigtes Dach so konzipiert werden, dass:<\/p>\n<ul>\n<li>ein diffusionsoffenes Unterdach m\u00f6glich ist und keine \u00abdampfdichte\u00bb Flachdachabdichtung ausgef\u00fchrt werden muss und<\/li>\n<li>die Deckung unterl\u00fcftet werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-1-2\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-2.png\" alt=\"Systemaufbauten f\u00fcr geneigte D\u00e4cher: bei differenten Bauweisen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.2:\u2002Systemaufbauten f\u00fcr geneigte D\u00e4cher: bei differenten Bauweisen (Holzbau, Metallbau, Massivbau) und bei differenter Bel\u00fcftung.<\/div>\n<h2>3.1.3 Unterkonstruktion<\/h2>\n<p>Unter dem Begriff \u00abUnterkonstruktion\u00bb werden alle Schichten und Bauteile der Dachkonstruktion subsumiert, die sich unter der Deckung befinden und nicht das Tragwerk des Daches bzw. des Geb\u00e4udes bilden. Abgesehen von der Deckung und der Tragkonstruktion (z.B. Sparren, Pfetten u.\u00c4.) bilden somit alle anderen Schichten die Unterkonstruktion von geneigten D\u00e4chern.<\/p>\n<p>Die \u00fcbliche Konstruktionssystematik unterscheidet die zwei in Bild 3.1.3 dargestellten F\u00e4lle:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Tragwerk befindet sich innerhalb der Unterkonstruktion.<\/li>\n<li>Das Tragwerk befindet sich unterhalb der Unterkonstruktion.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die \u00dcbertragung der Dachlasten wie Eigenlast, Schneelasten, Winddruck und -sog durch die Schichten der Unterkonstruktion in das Tragwerk des Daches bzw. des Geb\u00e4udes muss gew\u00e4hrleistet sein.<\/p>\n<p>Es ist in der Regel sinnvoll, wenn der Holzbauingenieur die an die statisch wirksame Unterkonstruktion zu stellenden Randbedingungen festlegt und dann hierf\u00fcr auch die planerische Verantwortung \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Bau- und Nutzungszeit ist der Feuchteschutz sicherzustellen. Neben der Deckung, die nicht zur Unterkonstruktion geh\u00f6rt, sind es vor allem das Unterdach (Auffeuchtung von aussen) und die Dampfbremse\/Luftdichtung (Feuchteeintrag von innen, durch Konvektion und Wasserdampfdiffusion), die diesbez\u00fcglich relevant sind.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Bauzeit m\u00fcssen Schichten der Unterkonstruktion eventuell als Bauzeitabdichtung dienen (z.B. Unterdach, Dampfbremse\/Luftdichtung oder Trennlagen). Sie m\u00fcssen hierf\u00fcr ausreichend dicht gegen frei abfliessendes Wasser sein und sturmsicher ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-3\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-3.png\" alt=\"Schichten der Unterkonstruktion.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.3:\u2002Schichten der Unterkonstruktion.<\/div>\n<h2>3.1.4 Verlegeunterlage f\u00fcr Luftdichtung und Dampfbremse<\/h2>\n<p>Wenn die Unterkonstruktion \u00fcber der Tragkonstruktion aufgebaut wird, ist in der Regel \u00fcber dem Tragwerk eine plane Verlegeunterlage erforderlich, \u00fcber der die Luftdichtung\/Dampfbremse verlegt wird.<\/p>\n<p>Die Wahl der Verlegeunterlage h\u00e4ngt von vielf\u00e4ltigen Kriterien ab:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn die Verlegeunterlage die sichtbare Decke bildet, ist sie Teil des architektonischen Konzepts, was sich massgeblich auf die Materialwahl auswirkt.<\/li>\n<li>Die Verlegeunterlage bildet als raumabschliessendes Element auch die W\u00e4rmespeichermasse. Je besser die W\u00e4rmespeicherf\u00e4higkeit dieser Schicht ist, desto besser werden die raumklimatischen Bedingungen im Sommer (geringere \u00dcberhitzung).<\/li>\n<li>Die Verlegeunterlage kann wesentlich f\u00fcr den Schutz vor Aussenl\u00e4rm sein. Zusammen mit der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht und der Deckung bildet sie ein System, das \u00e4hnlich einem \u00abMasse-Feder-Masse-System\u00bb funktioniert. In l\u00e4rmbelasteten Gebieten (z.B. Flugl\u00e4rm) kann es sinnvoll sein, eine Verlegeunterlage mit m\u00f6glichst hohem Fl\u00e4chengewicht zu haben. Es k\u00f6nnen z.B. auch Betonplatten oder an Ort gegossene Betondecken zum Einsatz kommen oder die Verlegeunterlage aus Holzwerkstoffplatten wird mit Schwerfolien, Gipsfaserplatten o.\u2009\u00c4. beschwert.<\/li>\n<li>In speziellen F\u00e4llen kann es auch erforderlich sein, dass die Verlegeunterlage schallabsorbierend ausgef\u00fchrt wird. In der Regel wird dann die Verlegeunterlage mehrschichtig ausgef\u00fchrt (z.B. offene Holzschalung mit Akustikhinterlage und geschlossenfl\u00e4chiger Holzwerkstoffplatte zur Aufnahme der Luftdichtung) oder es wird unter die Verlegeunterlage eine Akustikdecke abgeh\u00e4ngt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Verlegeunterlage kann z.B. aus folgenden Materialien bestehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Holzwerkstoff (Holzschalung, Mehrschichtplatten),<\/li>\n<li>Stahlbeton (Ortbeton oder Betonelemente),<\/li>\n<li>Leichtbeton (z.B. Gasbetonplatten) und<\/li>\n<li>Profilblech.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Verlegeunterlage muss so konzipiert sein, dass eine dichte Ausf\u00fchrung der Luftdichtung erm\u00f6glicht wird \u2013 dies sowohl in der Fl\u00e4che als auch bei den Anschl\u00fcssen. Hierf\u00fcr muss die Verlegeunterlage evtl. mit einer offenen Fuge bzw. in zwei Etappen ausgef\u00fchrt werden, damit die Luftdichtung l\u00fcckenlos an ein angrenzendes Bauteil angeschlossen werden kann (vgl. Bild 3.1.4).<\/p>\n<h2>3.1.5 Luftdichtung und Dampfbremse<\/h2>\n<h3>Luftdichtung<\/h3>\n<p>Unter der Luftdichtung versteht man eine warmseitig der W\u00e4rmed\u00e4mmung verlaufende, luftdichte Schicht. Die Luftdichtheit muss bei w\u00e4rmeged\u00e4mmten D\u00e4chern zwingend gew\u00e4hrleistet sein (vgl. auch Kapitel 2.5 \u00abLuftdichtheit\u00bb).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung der Luftdichtheit braucht es nicht zwingend eine separate Schicht wie z.B. eine Dampfbremse. Mit raum- bzw. warmseitig luftdichten Verlegeunterlagen, Bekleidungen oder Beplankungen kann die Luftdichtheit auch erreicht werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-4\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-4.png\" alt=\"Die Verlegeunterlage muss auch ein luftdichtes Anschliessen der Luftdichtung an angrenzende Bauteile erm\u00f6glichen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.4:\u2002Die Verlegeunterlage muss auch ein luftdichtes Anschliessen der Luftdichtung an angrenzende Bauteile erm\u00f6glichen.<\/div>\n<h3>Dampfbremse<\/h3>\n<p>Die Dampfbremse hat die Aufgabe, die Wasserdampfdiffusion durch das Dach zu verringern und Kondensatausscheidungen so weit als m\u00f6glich zu vermeiden. Je gr\u00f6sser die diffusions\u00e4quivalente Luftschichtdicke s<sub>d<\/sub> und je gr\u00f6sser die Diffusionswiderstandszahl m sind, umso weniger Wasserdampf diffundiert durch die Baukonstruktion hindurch. Auch die Funktion der Dampfbremse kann eine raumseitige Verlegeunterlage oder Bekleidung \u00fcbernehmen \u2013 dies insbesondere dann, wenn die Konstruktion nach aussen hin diffusionsoffen konzipiert wird (diffusionsoffene Unterd\u00e4cher). Die Notwendigkeit einer Dampfbremse und deren Diffusionswiderstand ist gem\u00e4ss Norm SIA 180:2014 zu \u00fcberpr\u00fcfen. Je nach Konstruktionssystem eignet sich hierf\u00fcr aber das \u00abGlaserverfahren\u00bb nicht. Insbesondere bei aussen dampfdichten D\u00e4chern sind die Feuchtetransporte unter Ber\u00fccksichtigung der dynamischen Effekte zu beurteilen, z.B. mit WUFI (vgl. Kapitel 2.4 \u00abFeuchteschutz\u00bb).<\/p>\n<h3>Luftdichtung und Dampfbremse als eine Schicht<\/h3>\n<p>Oft \u00fcbernimmt eine raum- bzw. warmseitige Verlegeunterlage, Beplankung oder Luftdichtung\/Dampfbremse beide Funktionen:<\/p>\n<ul>\n<li>Gew\u00e4hrleistung der Luftdichtheit und<\/li>\n<li>Gew\u00e4hrleistung der dampfdiffusionstechnischen Funktionst\u00fcchtigkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Anforderung an Luftdichtung und Dampfbremse<\/h3>\n<p>Grunds\u00e4tzlich muss die Luftdichtung und\/oder die Dampfbremse aus luftdichten Materialien bestehen und das Ausbilden von luftdichten St\u00f6ssen und Anschl\u00fcssen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Die diffusions\u00e4quivalente Luftschichtdicke s<sub>d<\/sub> oder die Diffusionswiderstandszahl m der verwendeten Dampfbremse m\u00fcssen bekannt sein. Bei gegen aussen diffusionsoffenen Konstruktionen muss der Diffusionswiderstand nicht allzu gross sein; ein s<sub>d<\/sub>-Wert von 2 bis 5\u2009m ist in der Regel ausreichend (Faustregel: Diffusionswiderstand um Faktor 10 h\u00f6her als derjenige des diffusionsoffenen Unterdachs).<\/p>\n<p>Bei aussen dampfdichten D\u00e4chern, insbesondere bei \u00abspezieller Abdichtung\u00bb (Flachdachabdichtung mit grossem s<sub>d<\/sub>-Wert) ist die Reaktion mit einer ebenso dampfdichten Dampfbremse jedoch nicht geeignet; in der Regel kann die Funktionst\u00fcchtigkeit eher mit diffusionsvariablen bzw. feuchteadaptiven Dampfbremsen oder Dampfbremsen mit s<sub>d<\/sub>-Wert von &lt; 10\u2009m erreicht werden. Solche Konstruktionen sind im Detail zu planen und mit dynamischer Beurteilung der Auf- und Defeuchtungsprozesse nachzuweisen (z.B. mit WUFI). Bei der Beurteilung soll eine gen\u00fcgende Sicherheit miteinbezogen werden.<\/p>\n<h3>Verlegung \u00fcber dem Tragwerk<\/h3>\n<p>Bei Verlegung von oben her, auf eine Verlegeunterlage, stellen die luftdichten Anschl\u00fcsse im Trauf- und Ortbereich die h\u00f6chsten Anforderungen.<\/p>\n<p>Die \u00fcber dem Tragwerk verlegte Luftdichtung\/Dampfbremse muss teilweise w\u00e4hrend der Bauphase auch als Bauzeitabdichtung dienen. Sie ist dann so zu dimensionieren, dass sie den Anforderungen bez\u00fcglich UV-Einstrahlung und Wasserdichtheit gen\u00fcgt. Die Bauzeitabdichtung muss zudem mechanisch fixiert und gegen Windeinwirkung gesichert werden. Nach dem Entfernen der mechanischen Befestigungen sind die \u00abL\u00f6cher\u00bb in der Luftdichtung\/Dampfbremse abzudichten, bevor die W\u00e4rmed\u00e4mmschicht verlegt wird.<\/p>\n<h3>Verlegung unter dem Tragwerk<\/h3>\n<p>Bei Verlegung von unten, \u00fcber Kopf, sind die Anschl\u00fcsse an angrenzende W\u00e4nde meist einfach zu bewerkstelligen; spezielle Anforderungen stellen hier Anschl\u00fcsse an Pfetten, Pfosten, Zangen u.\u00c4. (vgl. Bild 3.1.5). Die An- und Abschl\u00fcsse sind evtl. zus\u00e4tzlich zur Verklebung mechanisch zu fixieren und bei Durchdringungen von Befestigungsmitteln sind bei hohen raumklimatischen Belastungen \u00abNageldichtungen\u00bb o.\u2009\u00c4. zu verwenden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-5\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-5a.png\" alt=\"Die Luftdichtung l\u00e4sst sich mit Klebemassen einwandfrei an verputzte Mauerwerke anschliessen\" \/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-5b.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.5:\u2002Die Luftdichtung l\u00e4sst sich mit Klebemassen einwandfrei an verputzte Mauerwerke anschliessen (Abbildung links). Auch bei Anschl\u00fcssen an durchdringende Holztragstrukturen wie Pfosten, Balken und Zangen ist ein sauberer und luftdichter Anschluss handwerklich m\u00f6glich (Abbildung rechts).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Hohlr\u00e4ume zwischen Luftdichtung\/Dampfbremse und W\u00e4rmed\u00e4mmung, die eine Konvektion erm\u00f6glichen, sind nicht zul\u00e4ssig. Ein Unterstr\u00f6men der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht mit kalter Aussenluft f\u00fchrt einerseits zu erh\u00f6hten W\u00e4rmeverlusten. Andererseits sind, als Folge der Ausk\u00fchlung, Kondensatausscheidungen warmseitig der Luftdichtung\/Dampfbremse nicht auszuschliessen (Oberfl\u00e4chentemperaturen kleiner als Taupunkttemperatur der warmen Raumluft).<\/p>\n<p>Warmseitige Lufthohlr\u00e4ume, z.B. bei einer leicht durchh\u00e4ngenden, \u00fcber Kopf verlegten Luftdichtung, sind ausf\u00fchrungstechnisch kaum zu vermeiden und sie f\u00fchren in der Regel kaum je zu Problemen.<\/p>\n<h3>Materialwahl<\/h3>\n<p>Folgende Plattenmaterialien gelten als luftdicht:<\/p>\n<ul>\n<li>Gipsfaserplatten und Gipskartonplatten,<\/li>\n<li>Holzwerkstoffplatten und<\/li>\n<li>Faserzementplatten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit diesen Plattenmaterialien l\u00e4sst sich in der Fl\u00e4che eine luftdichte Schicht herstellen. Spezielle Massnahmen sind im Bereich von St\u00f6ssen, Anschl\u00fcssen und Durchdringungen zu planen (Verklebungen, Klebeb\u00e4nder).<\/p>\n<p>Folgende Plattenmaterialien gelten \u00fcblicherweise als nicht luftdicht:<\/p>\n<ul>\n<li>Mineralwolleplatten,<\/li>\n<li>por\u00f6se Weichfaserplatten,<\/li>\n<li>Holzwolle-Leichtbauplatten,<\/li>\n<li>Trapezbleche im Bereich der St\u00f6sse\/\u00dcberlappungen,<\/li>\n<li>Nut-und-Kamm-Schalungen und<\/li>\n<li>Platten als optische raumseitige Bekleidung,<br \/>\nwie z.B. Akustikdecken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Platten k\u00f6nnen mit Klammern, Schrauben oder N\u00e4geln in den Untergrund (z.B. die Tragstruktur) befestigt werden. Die Perforation dieser Verbindungsmittel beeintr\u00e4chtigt die Luftdichtheitsschicht nicht.<\/p>\n<p>Luftdichte Bahnen bestehen zum Beispiel aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Kunststoffwerkstoffen,<\/li>\n<li>Bitumen- oder Polymerbitumen und<\/li>\n<li>Papierwerkstoffen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Luftdichte Bahnen k\u00f6nnen mit Klammern oder doppelseitigen Klebeb\u00e4ndern auf dem Untergrund befestigt werden. Bei erh\u00f6hten Anforderungen an die Luftdichtheit (z.B. Schwimmb\u00e4der, MINERGIE-P-Bauten) ist eine Abklebung von Verbindungsmitteln zu empfehlen. Die Perforation der Luftdichtheitsbahnen durch Schrauben oder N\u00e4gel, zum Fixieren der innenseitigen Unterkonstruktion, beeintr\u00e4chtigt die Luftdichtheit in der Regel nicht.<\/p>\n<h3>Fugen- und Stossabdichtung<\/h3>\n<p>Als Dichtmaterialien k\u00f6nnen z.B. folgende verwendet werden:<\/p>\n<ul>\n<li>einseitig oder doppelseitig klebende Klebeb\u00e4nder auf Acrylatbasis,<\/li>\n<li>Butylb\u00e4nder,<\/li>\n<li>vorkomprimierte Dichtb\u00e4nder und<\/li>\n<li>Klebemassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Stossausbildung von Bahnen in der Fl\u00e4che findet in der Regel durch eine \u00dcberlappung von mind. 40\u2009mm statt.<\/p>\n<p>Wird die W\u00e4rmed\u00e4mmung mit hoher Rohdichte ins Gefach eingeblasen (z.B. Zellulosed\u00e4mmung), muss die luftdichte Ebene aus Bahnmaterialien mit einem Lattenrost oder einer inneren Bekleidung gesichert werden, damit keine Zugbelastung auf die Klebeverbindung auftritt. F\u00fcr das Aufbringen von Klebeb\u00e4ndern und Klebemassen sind im Allgemeinen folgende Untergrundeigenschaften sicherzustellen:<\/p>\n<ul>\n<li>tragf\u00e4hig,<\/li>\n<li>trocken,<\/li>\n<li>geschlossen und ausreichend eben sowie<\/li>\n<li>staub- und fettfrei.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Ausbildung von An- und Abschl\u00fcssen<\/h3>\n<p>Die Qualit\u00e4t der Luftdichtheit steht und f\u00e4llt mit der Ausbildung der An- und Abschl\u00fcsse. Vorteilhaft sind solche Luftdichtheitskonzepte, die zu m\u00f6glichst wenigen An- und Abschl\u00fcssen f\u00fchren, z.B. durch die Vordachausf\u00fchrung mit Stichern anstelle von Sparren, welche die luftdichte Schicht durchdringen.<\/p>\n<h4>Ausf\u00fchrung \u00fcber dem Tragwerk<\/h4>\n<p>Bei der Steildachausf\u00fchrung \u00fcber den Sparren und einer Verlegeunterlage kann die Luftdichtung\/Dampfbremse von oben einfach und sicher verlegt werden. Zu beachten sind bei dieser Variante die vielen Durchdringungen der Sparrenk\u00f6pfe. Um die aufwendig auszuf\u00fchrenden Sparrendurchdringungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Vordachbereiche im Stichersystem auszuf\u00fchren (vgl. Bild 3.1.6). So bleibt in diesem Bereich nur noch das luftdichte Abkleben der Luftdichtung auf das Mauerwerk, mind. 100\u2009mm unterhalb der Pfette.<\/p>\n<h4>Ausf\u00fchrung unter dem Tragwerk<\/h4>\n<p>Bei der Sparrenvolld\u00e4mmung wird die Dampfbremse\/Luftdichtung innen \u00fcber Kopf montiert und ebenfalls mind. 100\u2009mm unter der Pfette warmseitig auf die luftdichte Aussenwand abgeklebt (vgl. Bild 3.1.7). Die St\u00f6sse werden auf den Sparren angeordnet und k\u00f6nnen so direkt mit dem Lattenrost mechanisch fixiert werden. Bei Mittel- und Firstpfetten sind vorg\u00e4ngig Luftdichtb\u00e4nder zu verlegen, damit die Luftdichtheit ohne Durchdringungen gew\u00e4hrleistet werden kann (vgl. Bild 3.1.8).<\/p>\n<h4>Dachfl\u00e4chenfenster<\/h4>\n<p>Bei Dachfl\u00e4chenfenstern ist der Luftdichtheit hohe Aufmerksamkeit zu schenken. Die Dampfbremse\/Luftdichtung ist luftdicht an den Rahmen des Dachfl\u00e4chenfensters anzuschliessen (vgl. Bild 3.1.9). Dachfl\u00e4chenfenster sind auch mit werkseitig vorgefertigten Anschl\u00fcssen der Dampfbremse erh\u00e4ltlich; dadurch kann die Luftdichtheit optimal gew\u00e4hrleistet werden.<\/p>\n<h4>Durchdringende Bauteile<\/h4>\n<div id=\"bild-hle-3-1-6\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-6.png\" alt=\"Auch bei qualitativ guter Ausf\u00fchrung ist insbesondere bei luftdichten Anschl\u00fcssen an durchdringende\u00a0Vollholzquerschnitte der langfristige Erfolg infrage gestellt\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.6:\u2002Auch bei qualitativ guter Ausf\u00fchrung ist insbesondere bei luftdichten Anschl\u00fcssen an durchdringende\u00a0Vollholzquerschnitte der langfristige Erfolg infrage gestellt (linke Traufseite). Wenn das Vordach mit Stichern ausgef\u00fchrt wird, kann die Luftdichtung mind. 100\u2009mm unter der Pfette an die luftdichte Aussenwand angeschlossen werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-7\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-7.png\" alt=\"Der luftdichte Anschluss hat auf die luftdichte Aussenwand zu erfolgen, z.B. ein verputztes Mauerwerk oder eine Betonaussenwand. Bei einer Aussenwand in Holzbauweise werden die beiden Luftdichtheitsschichten direkt miteinander luftdicht verklebt.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.7:\u2002Der luftdichte Anschluss hat auf die luftdichte Aussenwand zu erfolgen, z.B. ein verputztes Mauerwerk oder eine Betonaussenwand. Bei einer Aussenwand in Holzbauweise werden die beiden Luftdichtheitsschichten direkt miteinander luftdicht verklebt.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-8\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-8.png\" alt=\"Bei Firstpfetten ist vorg\u00e4ngig ein Luftdichtband zu verlegen, das dann luftdicht mit der \u00fcber Kopf verlegten Luftdichtung verklebt wird.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.8:\u2002Bei Firstpfetten ist vorg\u00e4ngig ein Luftdichtband zu verlegen, das dann luftdicht mit der \u00fcber Kopf verlegten Luftdichtung verklebt wird.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-9\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-9.png\" alt=\"Bei Dachfl\u00e4chenfenstern mit vorkonfektionierten Anschl\u00fcssen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.9:\u2002Bei Dachfl\u00e4chenfenstern mit vorkonfektionierten Anschl\u00fcssen (Unterdach, W\u00e4rmed\u00e4mmung und Luftdichtung) ist es beim Einbau komfortabel, durch Verklebung der beiden Luftdichtungen (Dachfl\u00e4chenfenster\/Dach) die Luftdichtheit zu gew\u00e4hrleisten.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Alle die Dampfbremse durchdringenden Teile sind warmseitig luftdicht abzukleben (vgl. Bild 3.1.10). Bei Kaminen sind zus\u00e4tzlich die Anforderungen betreffend den Brandschutz zu beachten.<\/p>\n<h3>Installationen<\/h3>\n<p>Elektrorohre und andere Installationen m\u00fcssen raum- bzw. warmseitig der Luftdichtung angeordnet werden. Bei Durchdringungen muss die Luftdichtung mit geeigneten Massnahmen sichergestellt werden (z.B. luftdichter Anschluss an Leerrohr und, wenn die Elektrozuleitung\u00a0in den Kaltbereich gef\u00fchrt wird, auch ein luftdichter \u00abVerschluss\u00bb innerhalb des Leerrohrs). Bei zwischen oder unter dem Tragwerk w\u00e4rmeged\u00e4mmten D\u00e4chern sind f\u00fcr die Installationen warmseitig der Luftdichtung Installationsr\u00e4ume vorzusehen. Dazu hat sich bei \u00fcber Kopf, unter den Sparren, verlegter Luftdichtung eine Schiftlattung bew\u00e4hrt, welche die Luftdichtung mechanisch fixiert und den Installationshohlraum bildet. Von der Forderung nach solchen Installationsr\u00e4umen wird im vorfabrizierten Elementbau abgewichen, ohne dass dadurch Probleme auftreten. Durch entsprechende Abklebungen, unter optimalen Bedingungen im Werk, l\u00e4sst sich die Luftdichtheit auch dann gew\u00e4hrleisten, wenn sich das Elektroleerrohr \u00fcber der Elementbeplankung (luftdichte Schicht) befindet (vgl. Bild 3.1.11).<\/p>\n<h3>Feuchteschutz bei Vord\u00e4chern<\/h3>\n<p>Bei verputzter Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung (VAWD) wie auch bei vorgeh\u00e4ngten hinterl\u00fcfteten Fassadensystemen (VHF) muss die Luftzirkulation hinter der W\u00e4rmed\u00e4mmung zwingend verhindert werden. Weil die W\u00e4rmed\u00e4mmung bei VAWD oft nicht vollfl\u00e4chig im Rand-Streifenverfahren aufgeklebt ist, entstehen hinter der W\u00e4rmed\u00e4mmung Kan\u00e4le. Dadurch kann Baufeuchte aus der Mauerwerks- oder Betonwand infolge Konvektion in den Kan\u00e4len bis in den Vordachbereich aufsteigen. In der kalten Jahreszeit wird durch gekippte Fenster, bei denen warme Raumluft nach aussen dringt, der genannte Effekt zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt, da diese Luft ebenso durch diese Kan\u00e4le in die Vordachkonstruktion aufsteigen kann. Dies f\u00fchrt zur Kondensatausscheidung im Bereich der Dachuntersicht und langfristig zu F\u00e4ulnissch\u00e4den im Vordachbereich.<\/p>\n<p>Um dies zu verhindern m\u00fcssen:<\/p>\n<ul>\n<li>VAWD gem\u00e4ss den Systemherstellern angebracht\/verklebt werden.<\/li>\n<li>Die Bauteilanschl\u00fcsse warmseitig luftdicht ausgef\u00fchrt werden. Das heisst, dass die Luftdichtung bzw. die Dampfbremse im Warmbereich luftdicht abgeklebt werden muss.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um auszuschliessen, dass bei VAWD im Vordachbereich Kondensat ausgeschieden wird, ist bei Anschl\u00fcssen an Vord\u00e4chern (Trauf- und Ortbereiche) die oberste Platte mittels durchgehender Streifen- oder vollfl\u00e4chiger Verklebung auszuf\u00fchren (vgl. Bild 3.1.12).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-10\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-10.png\" alt=\"Luftdichter Anschluss an Durchdringung mit einseitig klebendem Klebeband.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.10:\u2002Luftdichter Anschluss an Durchdringung mit einseitig klebendem Klebeband.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-11\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Bautechnik_S146_3-1-11.png\" alt=\"Im vorfabrizierten Hohlkasten k\u00f6nnen warmseitig, zwischen Beplankung und W\u00e4rmed\u00e4mmung, Elektrorohre gef\u00fchrt und z.B. Lampenstellen angeschlossen werden, ohne dass hierf\u00fcr ein spezieller Installationshohlraum vorhanden sein muss. Durchdringungen lassen sich im Werk qualitativ hochwertig luftdicht abkleben.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.11:\u2002Im vorfabrizierten Hohlkasten k\u00f6nnen warmseitig, zwischen Beplankung und W\u00e4rmed\u00e4mmung, Elektrorohre gef\u00fchrt und z.B. Lampenstellen angeschlossen werden, ohne dass hierf\u00fcr ein spezieller Installationshohlraum vorhanden sein muss. Durchdringungen lassen sich im Werk qualitativ hochwertig luftdicht abkleben.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-12\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-12.png\" alt=\"Durch den luftdichten Abschluss \u00fcber der Mauerkrone\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.12:\u2002Durch den luftdichten Abschluss \u00fcber der Mauerkrone (immer noch warmseitig!) kann eine Auffeuchtung vermieden werden (Baurestfeuchtigkeit Rohbau).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Bei vorgeh\u00e4ngten hinterl\u00fcfteten Fassadensystemen gilt\u00a0es, zur Vermeidung von Auffeuchtung durch Luftstr\u00f6mung hinter der W\u00e4rmed\u00e4mmung, Folgendes zu beachten:<\/p>\n<ul>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmplatten aus Polystyrolhartschaum (EPS) mit D\u00e4mmstoffhalter befestigen, An- und Abschl\u00fcsse mit D\u00e4mmstoffkleber abdichten.<\/li>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmungen aus Mineralfaserplatten mit D\u00e4mmstoffhaltern befestigen, optional kann ein Windpapier verwendet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>3.1.6 W\u00e4rmed\u00e4mmung<\/h2>\n<p>Bei geneigten D\u00e4chern werden organische und anorganische W\u00e4rmed\u00e4mmstoffe eingesetzt, wobei die Eignung des W\u00e4rmed\u00e4mmstoffes wesentlich vom Konstruktionsprinzip bzw. der Verlegeart abh\u00e4ngt:<\/p>\n<ul>\n<li>Mineralwolleplatten k\u00f6nnen bei allen Konstruktionssystemen verwendet werden, sie lassen sich auch gut zwischen Holzquerschnitten einpassen.<\/li>\n<li>Schaumkunststoffplatten wie EPS o.\u2009\u00c4. sind nur bei homogener Verlegung \u00fcber dem Tragwerk geeignet. An Holzquerschnitten lassen sich solche W\u00e4rmed\u00e4mmstoffe zu wenig genau anschliessen, sie sind deshalb f\u00fcr solche Anwendungen ungeeignet.<\/li>\n<li>Hohlr\u00e4ume zwischen Holzquerschnitten bzw. zwischen zwei Beplankungen k\u00f6nnen auch mit Zellulose o.\u2009\u00c4. ausgeblasen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der Wahl der W\u00e4rmed\u00e4mmung gilt es zu unterscheiden, ob Anforderungen an die Druckfestigkeit zu stellen sind (z.B. Verlegung \u00fcber dem Tragwerk) oder ob an dieselbe keine Anforderungen zu stellen sind (z.B. Verlegung zwischen dem Tragwerk). Die W\u00e4rmed\u00e4mmungen unter Unterdachbahnen muss aus verlegetechnischen Gr\u00fcnden trittfest sein und eine gen\u00fcgende Druckfestigkeit aufweisen.<\/p>\n<p>Die W\u00e4rmed\u00e4mmung ist trocken einzubauen. Hartschaum- und Mineralwolleplatten d\u00fcrfen einen Feuchtegehalt von max. 0,5 Vol.-% oder 500 g\/m<sup>2<\/sup>, Holzweichfaserplatten d\u00fcrfen einen Feuchtegehalt von max. 16 Masse-% aufweisen. Nass eingebaute W\u00e4rmed\u00e4mmung kann bei Holzkonstruktionen Sch\u00e4den verursachen. Daher ist es erforderlich, die W\u00e4rmed\u00e4mmung w\u00e4hrend der Bauphase so zu sch\u00fctzen, dass diese trocken bleibt.<\/p>\n<h3>Holzwerkstoffe in der D\u00e4mmung\/Einfl\u00fcsse auf W\u00e4rmeschutz<\/h3>\n<p>Holz und Holzwerkstoffe, die im Bereich der W\u00e4rmed\u00e4mmung eingebaut werden und nicht an einen Durchl\u00fcftungsraum angrenzen, d\u00fcrfen zum Zeitpunkt des Einbaus maximal 16\u2009% Holzfeuchte aufweisen.<\/p>\n<p>Der W\u00e4rmeschutz (U-Wert) wird im Wesentlichen durch folgende Faktoren beeinflusst:<\/p>\n<ul>\n<li>W\u00e4rmedurchlasswiderstand der einzelnen Bauteilschichten, insbesondere der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht, abh\u00e4ngig von deren Dicke und W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit.<\/li>\n<li>Einfluss von Inhomogenit\u00e4ten in Form von Holzquerschnitten innerhalb der W\u00e4rmed\u00e4mmung (vgl. Bild 3.1.13).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bild 3.1.16 zeigt f\u00fcr verschiedene Konstruktionssysteme die in etwa erforderliche Dicke der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht, um U-Werte von 0,25 bis 0,1 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K zu erreichen.<\/p>\n<h3>W\u00e4rmed\u00e4mmung homogen verlegt<\/h3>\n<p>Bei einer homogenen Verlegung wird die W\u00e4rmed\u00e4mmung ganzfl\u00e4chig, ohne Holzeinlagen, verlegt (vgl. Bild 3.1.14). Auf den W\u00e4rmeschutz wirken sich bei solchen Konstruktionen Befestigungsmittel wie Distanzschrauben aus, welche die W\u00e4rmed\u00e4mmung durchdringen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-13\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-13.png\" alt=\"Diagramme Inhomogenit\u00e4t W\u00e4rmed\u00e4mmung\/Holz und resultierende W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit dieser inhomogenen Schicht, abh\u00e4ngig von Holzanteil und \u00dcberd\u00e4mmung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.13:\u2002Diagramme Inhomogenit\u00e4t W\u00e4rmed\u00e4mmung\/Holz und resultierende W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit dieser inhomogenen Schicht, abh\u00e4ngig von Holzanteil und \u00dcberd\u00e4mmung.<\/div>\n<h3>W\u00e4rmed\u00e4mmung inhomogen verlegt<\/h3>\n<p>Bei einer inhomogenen Verlegung wird die W\u00e4rmed\u00e4mmung zwischen andere, in der Regel besser w\u00e4rmeleitende Materialien verlegt; beim geneigten Dach sind es meist Holzquerschnitte (vgl. Bild 3.1.14). Je gr\u00f6sser der Holzanteil ist, desto gravierender wirkt sich dieser W\u00e4rmebr\u00fcckeneinfluss auf den U-Wert des geneigten Daches aus (vgl. Bild 3.1.13). Beim Dach mit kreuzweise aufeinander befestigten und ausged\u00e4mmten Holzlatten ist zu empfehlen, die H\u00f6he der einzelnen Latten nicht \u00fcber 80\u2009mm zu w\u00e4hlen (vgl. Bild 3.1.15). Durch zwei- bzw. mehrlagige Lattenroste ist die insgesamt erforderliche Dicke der W\u00e4rmed\u00e4mmung zu erreichen. Die ganze Schublast und die Wind- und Soglasten werden \u00fcber die kreuzweise Verlegung abgeleitet. Dieses System eignet sich auch f\u00fcr steile D\u00e4cher sowie in Lagen \u00fcber 1200\u2009m\u2009\u00fc.M.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-14\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-14.png\" alt=\"Homogen bzw. inhomogen verlegte W\u00e4rmed\u00e4mmung beim geneigten Dach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.14:\u2002Homogen bzw. inhomogen verlegte W\u00e4rmed\u00e4mmung beim geneigten Dach.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-15\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-15.png\" alt=\"Mit einer mehrlagig zwischen Holzlatten verlegten W\u00e4rmed\u00e4mmung k\u00f6nnen Lageverschiebungen optimal ausgeschlossen werden. Es empfiehlt sich, eine Dicke der Lattung\/W\u00e4rmed\u00e4mmung von 80\u2009mm nicht zu \u00fcberschreiten.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.15:\u2002Mit einer mehrlagig zwischen Holzlatten verlegten W\u00e4rmed\u00e4mmung k\u00f6nnen Lageverschiebungen optimal ausgeschlossen werden. Es empfiehlt sich, eine Dicke der Lattung\/W\u00e4rmed\u00e4mmung von 80\u2009mm nicht zu \u00fcberschreiten.<\/div>\n<h3>W\u00e4rmed\u00e4mmung l\u00fcckenlos verlegen<\/h3>\n<p>Innerhalb der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht d\u00fcrfen keine Hohlr\u00e4ume vorhanden sein, welche eine unkontrollierte Konvektion zulassen; insbesondere ist das Hinterstr\u00f6men der W\u00e4rmed\u00e4mmung mit kalter Aussenluft zu verhindern. Es ist darauf zu achten, dass alle Schichten der W\u00e4rmed\u00e4mmung vollfl\u00e4chig l\u00fcckenlos verlegt werden (vgl. Bild 3.1.17). Bei Verlegung der W\u00e4rmed\u00e4mmung zwischen einer Holzkonstruktion kann eine l\u00fcckenlose Verlegung optimal mit leicht komprimierbaren und anpassbaren Mineralfaserplatten oder durch das Einblasen einer Zellulosed\u00e4mmung in einen Konstruktionshohlraum erreicht werden.<\/p>\n<h3>L\u00fcckenlose Verlegung im \u00dcbergang zur Wand<\/h3>\n<p>Bei Zwischensparrend\u00e4mmungen ist dem \u00dcbergang vom Dach zur Aussenwand besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Bei diesem Detail ist nicht nur die Luftdichtheit wichtig, sondern auch die satt anliegende W\u00e4rmed\u00e4mmung. Damit klar abgegrenzt ist, wer f\u00fcr welche W\u00e4rmed\u00e4mmung verantwortlich ist, empfiehlt sich der Einbau eines Sparrenfachbretts. Derjenige, welcher das Dach zwischen den Sparren d\u00e4mmt, ist f\u00fcr die l\u00fcckenlose W\u00e4rmed\u00e4mmung auch \u00fcber der Fusspfette und bis an das Sparrenfachbrett verantwortlich. Derjenige, welcher die Aussenwand w\u00e4rmed\u00e4mmt, macht dies vollfl\u00e4chig auch \u00fcber dem Sparrenfachbrett bis hin zur Unterdachplatte (vgl. Bild 3.1.18).<\/p>\n<h3>Empfehlung f\u00fcr W\u00e4rmed\u00e4mmung in Vordachbereichen<\/h3>\n<p>Vord\u00e4cher sollten in der Regel ebenfalls w\u00e4rmeged\u00e4mmt werden. Weil die Fl\u00e4chenanteile meist gering sind, \u00fcberwiegen die Vorteile den Nachteil eines leicht h\u00f6heren Aufwandes. Das Unterdach kann z.B. ohne Absatz fl\u00e4chig ausgef\u00fchrt werden, wenn die W\u00e4rmed\u00e4mmung durchgehend verlegt wird (vgl. Bild 3.1.19). Die warme Luft, die an der Wand nach oben str\u00f6mt, kann den Schnee im Vordachbereich kaum zum Schmelzen bringen, womit die Gefahr von Vereisung und R\u00fcckschwellwasser reduziert werden kann.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-16\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-16.png\" alt=\"In etwa erforderliche Dicke der W\u00e4rmed\u00e4mmung, f\u00fcr U-Werte von 0,1 bis 0,25 W\/m2\u00b7K, abh\u00e4ngig vom Konstruktionssystem, der W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit der W\u00e4rmed\u00e4mmung und vom Holzanteil\" width=\"1049\" height=\"1294\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.16:\u2002In etwa erforderliche Dicke der W\u00e4rmed\u00e4mmung, f\u00fcr U-Werte von 0,1 bis 0,25 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K, abh\u00e4ngig vom Konstruktionssystem, der W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit der W\u00e4rmed\u00e4mmung und vom Holzanteil (Inhomogenit\u00e4t als W\u00e4rmebr\u00fccke).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-17\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-17.png\" alt=\"Beispiele f\u00fcr mangelhafte und fachgerechte Ausf\u00fchrung der W\u00e4rmed\u00e4mmung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.17:\u2002Beispiele f\u00fcr mangelhafte und fachgerechte Ausf\u00fchrung der W\u00e4rmed\u00e4mmung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-18\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-18.png\" alt=\"L\u00fcckenlose W\u00e4rmed\u00e4mmung auch im \u00dcbergang zur Aussenwand, dank klarer Festlegung von Verantwortlichkeiten.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.18:\u2002L\u00fcckenlose W\u00e4rmed\u00e4mmung auch im \u00dcbergang zur Aussenwand, dank klarer Festlegung von Verantwortlichkeiten.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-19\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-19.png\" alt=\"Aus feuchtetechnischen \u00dcberlegungen ist auch im Vordachbereich eine W\u00e4rmed\u00e4mmung empfehlenswert, obwohl sie w\u00e4rmetechnisch und energetisch keinen Einfluss hat.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.19:\u2002Aus feuchtetechnischen \u00dcberlegungen ist auch im Vordachbereich eine W\u00e4rmed\u00e4mmung empfehlenswert, obwohl sie w\u00e4rmetechnisch und energetisch keinen Einfluss hat.<\/div>\n<h3>Eingeblasene W\u00e4rmed\u00e4mmung<\/h3>\n<p>Die W\u00e4rmed\u00e4mmung ist hohlraumfrei in jede einzelne Elementkammer einzublasen. Durch die Einblasmenge kann die Rohdichte (z.B. 30 bis 60 kg\/m<sup>3<\/sup> bei Zellulosefasern) und damit auch die W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit beeinflusst werden. Spezielle Beachtung muss dem Ausd\u00e4mmen der Hohlr\u00e4ume in Anschlussbereichen und bei Durchdringungen (Kamine, Dunstrohre, Dachfenster u.\u00c4.) beigemessen werden; nur durch ein fachgerechtes Ausblasen k\u00f6nnen W\u00e4rmebr\u00fccken vermieden werden. Bei komplizierten Dachgeometrien empfiehlt sich eine \u00dcberpr\u00fcfung mittels Thermografie.<\/p>\n<h2>3.1.7 Unterdach und spezielle Abdichtung<\/h2>\n<p>Bei w\u00e4rmeged\u00e4mmten D\u00e4chern ist ein Unterdach oberhalb Tragwerk und W\u00e4rmed\u00e4mmung erforderlich.<\/p>\n<p>Das Unterdach ist eine von der Deckung getrennte Schicht, in Form von Bahnen oder Platten, zur Ableitung von Wasser. Es wird unterschieden zwischen:<\/p>\n<ul>\n<li>Unterdach f\u00fcr normale Beanspruchung, z.B. Unterdachbahnen mit \u00fcberlappten oder winddicht verklebten St\u00f6ssen sowie Unterdachplatten geschuppt oder verfalzt gestossen (vgl. Bild 3.1.20).<\/li>\n<li>Unterdach f\u00fcr erh\u00f6hte Beanspruchung, z.B. Unterdachbahnen oder Unterdachplatten mit wasserdicht verklebten St\u00f6ssen oder Fugen (vgl. Bild 3.1.21).<\/li>\n<li>Unterdach f\u00fcr ausserordentliche Beanspruchung, mit homogen verschweissten Unterdachbahnen (vgl. Bild 3.1.22).<\/li>\n<li>Spezielle Abdichtung, zur Sicherstellung des erforderlichen Schutzes bei permanentem Wasseranfall.<br \/>\nSolche Abdichtungen entsprechen den Flachdachabdichtungen gem\u00e4ss Norm SIA 271 (vgl. Bilder 3.1.24 bis 3.1.28).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein einfach bel\u00fcftetes Dach mit der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht zwischen der Tragkonstruktion (Sparrenvolld\u00e4mmung) erfordert f\u00fcr eine korrekte Verlegung des Unterdaches eine gen\u00fcgend feuchtepuffernde, trittfeste Verlegeunterlage \u00fcber der Tragkonstruktion. Dies kann eine Holzfaserplatte, eine Holzschalung oder eine mindestens 40\u2009mm dicke, trittfeste W\u00e4rmed\u00e4mmung sein.<\/p>\n<h3>Wahl des normkonformen Unterdaches<\/h3>\n<p>Das f\u00fcr ein funktionst\u00fcchtiges Dach erforderliche Unterdach h\u00e4ngt prim\u00e4r von folgenden Kriterien ab:<\/p>\n<ul>\n<li>Klimatische Bedingungen am Geb\u00e4udestandort (vgl. Bezugsh\u00f6he h<sub>0<\/sub> aus Norm SIA 261).<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-1-20\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-20.png\" alt=\"Sanierung eines geneigten Daches bei normaler Beanspruchung, mit geschupptem Unterdach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.20:\u2002Sanierung eines geneigten Daches bei normaler Beanspruchung, mit geschupptem Unterdach.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-21\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-21.png\" alt=\"Unterdach mit getapter Kunststoffdichtungsbahn f\u00fcr normale und erh\u00f6hte Beanspruchung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.21:\u2002Unterdach mit getapter Kunststoffdichtungsbahn f\u00fcr normale und erh\u00f6hte Beanspruchung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-22\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_63.png\" alt=\"In schneereichen Lagen mit erh\u00f6hter Gefahr bez\u00fcglich R\u00fcckschwellwasser und Eisbildung kann das Unterdach im Traufbereich mit einem verst\u00e4rkten Unterdach\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.22:\u2002In schneereichen Lagen mit erh\u00f6hter Gefahr bez\u00fcglich R\u00fcckschwellwasser und Eisbildung kann das Unterdach im Traufbereich mit einem verst\u00e4rkten Unterdach (z.B. Flachdachbahn) ausgef\u00fchrt werden (1). Die Durchdringungen der Konterlattenbefestigung werden mit Nageldichtungsb\u00e4ndern abgedichtet (2).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-23\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-23.png\" alt=\"Mindestneigung in Abh\u00e4ngigkeit von Deckung und Unterdach\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.23:\u2002Mindestneigung in Abh\u00e4ngigkeit von Deckung und Unterdach (Basis: Anhang D zu Norm SIA 232\/1, Tab. 15).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<ul>\n<li>Spezielle klimatische Bedingungen und ortsabh\u00e4ngige Belastungen, als Erfahrungsschatz der ortsans\u00e4ssigen Fachleute.<\/li>\n<li>Dachneigung und Materialwahl f\u00fcr die Deckung als planerischer Spielraum: Je besser der Schutz durch die Deckung, desto geringer werden die Anforderungen an das Unterdach.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Unterdach f\u00fcr normale Beanspruchung ist zul\u00e4ssig bis zu einer Bezugsh\u00f6he h<sub>0<\/sub> von 800 m; dies unter der Voraussetzung, dass die Deckung in Abh\u00e4ngigkeit von der Dachneigung ein solches Unterdach zul\u00e4sst (vgl. Bild 3.1.23). Bei einer Bezugsh\u00f6he h<sub>0<\/sub> \u00fcber 800\u2009m ist mindestens ein Unterdach f\u00fcr ausserordentliche Beanspruchung zu w\u00e4hlen. Die Angaben zum Unterdach beziehen sich gem\u00e4ss Norm SIA 232\/1 auf eine Sparrenl\u00e4nge bis 8,0 m, ohne Angaben von Konsequenzen bei l\u00e4ngeren Sparren. Es ist zu empfehlen, bei Sparrenl\u00e4ngen von \u00fcber 8,0 m, Unterd\u00e4cher f\u00fcr die n\u00e4chsth\u00f6here Beanspruchung zu w\u00e4hlen, bis hin zur ausserordentlichen Beanspruchung.<\/p>\n<p>Spezielle Abdichtungen sind prim\u00e4r dann zu w\u00e4hlen, wenn eine f\u00fcr die Deckung erforderliche Dachneigung unterschritten wird. Aus wirtschaftlicher \u00dcberlegung ist es in der Regel sinnvoll, die Dachneigung und die Deckung so zu w\u00e4hlen, dass auf die kostenintensive und bauphysikalisch eher ung\u00fcnstige spezielle Abdichtung (hoher Dampfdiffusionswiderstand auf Kaltseite) verzichtet werden kann.<\/p>\n<h3>Spezielle Abdichtung<\/h3>\n<p>Ist auf dem Unterdach mit permanentem Wasseranfall infolge ungen\u00fcgender Dichtheit der Deckung, starkem Windeinfluss o.\u2009\u00c4. zu rechnen, muss eine spezielle Abdichtung (Flachdachabdichtung mit Dichtungsbahn gem\u00e4ss Norm SIA 271) erstellt werden.<\/p>\n<p>Diese Flachdachabdichtung ist \u00fcber einer Verlegeunterlage auszuf\u00fchren. An- und Abschl\u00fcsse, Befestigungen und Durchdringungen m\u00fcssen bei permanentem Wasseranfall, dem zu erwartenden Wasserdruck entsprechend, dicht sein. Die Entw\u00e4sserung hat direkt in die Rinne oder auf ein angrenzendes Dach zu erfolgen.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr spezielle Abdichtungen geeigneten Abdichtungsmaterialien sind viel dampfdichter als die in der Regel diffusionsoffenen Unterdachbahnen. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf die bauphysikalische Funktionsf\u00e4higkeit des Konstruktionsaufbaus sind zu ber\u00fccksichtigen. Befindet sich die Tragkonstruktion nicht warmseitig der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht und ist die \u00fcber einer Verlegeschicht aufgebrachte spezielle Abdichtung nicht unterl\u00fcftet, muss die feuchtetechnische Funktionst\u00fcchtigkeit speziell nachgewiesen werden (vgl. Kapitel 2.4 \u00abFeuchteschutz\u00bb).<\/p>\n<p>Je nach Bauaufgabe und Randbedingungen stehen verschiedene Konstruktionsvarianten zur Diskussion (vgl. Bilder 3.1.26 bis 3.1.28), die sich betreffend den Erstellungsaufwand, die Schichth\u00f6hen und die bauphysikalische Funktionsf\u00e4higkeit wesentlich voneinander unterscheiden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-24\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-24.png\" alt=\"Die gelochte Metallbekleidung dient beim Anbau der Mensa in Wettingen auch beim Dach als Deckung und erfordert ein Unterdach, das als \u00abspezielle Abdichtung\u00bb auszuf\u00fchren ist\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.24:\u2002Die gelochte Metallbekleidung dient beim Anbau der Mensa in Wettingen auch beim Dach als Deckung und erfordert ein Unterdach, das als \u00abspezielle Abdichtung\u00bb auszuf\u00fchren ist (Foto: Dominique Marc Wehrli).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-25\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_68.png\" alt=\"Flach geneigtes Dach mit spezieller Abdichtung und \u00fcber Nageldichtungsb\u00e4ndern verlegtem Aluprofil als Dachlattung f\u00fcr die Deckung mit Biberschwanz-Ziegeln. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.25:\u2002Flach geneigtes Dach mit spezieller Abdichtung und \u00fcber Nageldichtungsb\u00e4ndern verlegtem Aluprofil als Dachlattung f\u00fcr die Deckung mit Biberschwanz-Ziegeln.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-26\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-26.png\" alt=\"Spezielle Abdichtung bei geneigtem Dach mit warmseitig der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht liegender Tragkonstruktion.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.26:\u2002Spezielle Abdichtung bei geneigtem Dach mit warmseitig der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht liegender Tragkonstruktion.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-27\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-27.png\" alt=\"Spezielle Abdichtung bei geneigtem Dach mit W\u00e4rmed\u00e4mmschicht zwischen der Tragkonstruktion, einfach bel\u00fcftet.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.27:\u2002Spezielle Abdichtung bei geneigtem Dach mit W\u00e4rmed\u00e4mmschicht zwischen der Tragkonstruktion, einfach bel\u00fcftet.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-28\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-28.png\" alt=\"Spezielle Abdichtung bei geneigtem Dach mit W\u00e4rmed\u00e4mmschicht zwischen\/\u00fcber der Tragkonstruktion, zweifach bel\u00fcftet.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.28:\u2002Spezielle Abdichtung bei geneigtem Dach mit W\u00e4rmed\u00e4mmschicht zwischen\/\u00fcber der Tragkonstruktion, zweifach bel\u00fcftet.<\/div>\n<h2>3.1.8 Durchl\u00fcftung<\/h2>\n<p>Bei geneigten D\u00e4chern werden drei verschiedene Durchl\u00fcftungkonzepte unterschieden:<\/p>\n<ul>\n<li>Einfach bel\u00fcftetes Dach mit Durchl\u00fcftung zwischen Unterdach und Deckung. Dieses Konzept wird aktuell mehrheitlich angewendet, weil dieses System auch in w\u00e4rmetechnischer Hinsicht vorteilhaft ist und diffusionsoffene Unterd\u00e4cher zur Verf\u00fcgung stehen.<\/li>\n<li>Zweifach bel\u00fcftetes Dach mit Durchl\u00fcftung zwischen Unterdach und Deckung sowie zwischen W\u00e4rmed\u00e4mmung und Unterdach. Die zweifache Bel\u00fcftung ist vor allem noch bei bestehenden D\u00e4chern mit geschuppten Unterd\u00e4chern anzutreffen. Bei neuen D\u00e4chern wird aus verschiedenen \u00dcberlegungen (z.B. W\u00e4rmeschutz und schwierig zu gew\u00e4hrleistende Durchl\u00fcftung) meist auf die Unterl\u00fcftung des Unterdaches verzichtet.<\/li>\n<li>Nicht bel\u00fcftete D\u00e4cher mit speziellen Anforderungen an das Feuchteverhalten. Die Funktionst\u00fcchtigkeit ist objektspezifisch zu pr\u00fcfen (rechnerischer Nachweis, Verantwortung durch Projektierende). Das unbel\u00fcftete Dach wird nachfolgend nicht speziell behandelt.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Durchl\u00fcftung zwischen Unterdach und Deckung<\/h3>\n<p>Die Angaben zur Durchl\u00fcftung zwischen Unterdach und Deckung gelten f\u00fcr das einfach und das zweifach bel\u00fcftete Dach. Abh\u00e4ngig von der Sparrenl\u00e4nge, der Dachneigung und der Bezugsh\u00f6he h<sub>0<\/sub> sind die in Bild 3.1.29 aufgef\u00fchrten minimalen H\u00f6hen einzuhalten (in der Regel H\u00f6he der Konterlattung). Bei w\u00e4rmeged\u00e4mmten D\u00e4chern ist zu empfehlen, eine H\u00f6he des Durchl\u00fcftungsraums von 60\u2009mm nicht zu unterschreiten.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-29\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-29.png\" alt=\"Minimaler Durchl\u00fcftungsraum zwischen Unterdach und Deckung, abh\u00e4ngig von Dachneigung, Bezugsh\u00f6he h0 und Sparrenl\u00e4nge\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.29:\u2002Minimaler Durchl\u00fcftungsraum zwischen Unterdach und Deckung, abh\u00e4ngig von Dachneigung, Bezugsh\u00f6he h<sub>0<\/sub> und Sparrenl\u00e4nge (gem\u00e4ss Norm SIA 232\/1). Bei w\u00e4rmeged\u00e4mmten D\u00e4chern ist zu empfehlen, eine H\u00f6he des Durchl\u00fcftungsraums von 60\u2009mm nicht zu unterschreiten.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<h4>Querschnittsverminderungen<\/h4>\n<p>Eine \u00f6rtlich begrenzte Reduktion der H\u00f6he oder Breite des Durchl\u00fcftungsraums, z.B. bei Durchdringungen, Pfetten u.\u00c4., ist bis maximal 50\u2009% des erforderlichen Querschnitts zul\u00e4ssig. Bei Unterbrechung des Durchl\u00fcftungsraums in Str\u00f6mungsrichtung, z.B. bei Lukarnen und Dachfl\u00e4chenfenstern (vgl. Bild 3.1.31) sowie bei Graten und Kehlen (vgl. Bild 3.1.32), ist die erforderliche Bel\u00fcftung mit konstruktiven Massnahmen, wie z.B. Querl\u00fcftung, sicherzustellen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-30\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-30.png\" alt=\"Die Aussagen betreffend die Durchl\u00fcftung zwischen Unterdach und Deckung gelten sowohl f\u00fcr das einfach wie das zweifach bel\u00fcftete Dach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.30:\u2002Die Aussagen betreffend die Durchl\u00fcftung zwischen Unterdach und Deckung gelten sowohl f\u00fcr das einfach wie das zweifach bel\u00fcftete Dach.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-31\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-31.png\" alt=\"Wenn die Durchl\u00fcftung durch Dachfl\u00e4chenfenster, Kamine o.\u2009\u00c4. unterbrochen wird, kann bis zu einer Breite von max. 2\u2009m auch ohne lokale Zu- und Abluft\u00f6ffnungen die Durchl\u00fcftung mit \u00abzur\u00fcckgeschnittenen\u00bb Konterlatten \u00abvon Traufe zu First\u00bb gew\u00e4hrleistet werden. Bei Behinderung der Durchl\u00fcftung \u00fcber mehr als 2\u2009m Breite kann nicht auf lokale Zu- und Abluft\u00f6ffnungen verzichtet werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.31:\u2002Wenn die Durchl\u00fcftung durch Dachfl\u00e4chenfenster, Kamine o.\u2009\u00c4. unterbrochen wird, kann bis zu einer Breite von max. 2\u2009m auch ohne lokale Zu- und Abluft\u00f6ffnungen die Durchl\u00fcftung mit \u00abzur\u00fcckgeschnittenen\u00bb Konterlatten \u00abvon Traufe zu First\u00bb gew\u00e4hrleistet werden. Bei Behinderung der Durchl\u00fcftung \u00fcber mehr als 2\u2009m Breite kann nicht auf lokale Zu- und Abluft\u00f6ffnungen verzichtet werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-32\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-32.png\" alt=\"Bei Kehlen kann die Konterlatte zur\u00fcckgeschnitten oder st\u00fcckweise verlegt und so die Durchl\u00fcftung gew\u00e4hrleistet werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.32:\u2002Bei Kehlen kann die Konterlatte zur\u00fcckgeschnitten oder st\u00fcckweise verlegt und so die Durchl\u00fcftung gew\u00e4hrleistet werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<h4>Zu- und Abluft\u00f6ffnungen<\/h4>\n<p>Zu- und Abluft\u00f6ffnungen von Durchl\u00fcftungsr\u00e4umen m\u00fcssen freie Querschnitte aufweisen, die mind. die H\u00e4lfte des erforderlichen Durchl\u00fcftungsquerschnitts aufweisen. Das Eindringen von Kleintieren wie M\u00e4usen ist durch geeignete Massnahmen wie Lochbleche zu verhindern.<br \/>\nJe nach Zuluftf\u00fchrung im Traufbereich kann das Unterdach in die Rinne entw\u00e4ssert werden oder die Entw\u00e4sserung erfolgt \u00fcber das Vordach (vgl. Bild 3.1.33).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-33\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-33.png\" alt=\"Unterschiedliche Varianten f\u00fcr die Zuluftf\u00fchrung im Traufbereich, mit Entw\u00e4sserung des Unterdachs in die Rinne bzw. \u00fcber das Vordach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.33:\u2002Unterschiedliche Varianten f\u00fcr die Zuluftf\u00fchrung im Traufbereich, mit Entw\u00e4sserung des Unterdachs in die Rinne bzw. \u00fcber das Vordach.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Die Abluft\u00f6ffnungen im Firstbereich werden in der Praxis oft entgegen den normativen Anforderungen ausgef\u00fchrt, wobei folgende Varianten zu unterscheiden sind:<\/p>\n<ul>\n<li>In der Fl\u00e4che luftdurchl\u00e4ssige Deckungen k\u00f6nnen bei der Anordnung und Dimensionierung von Abluft\u00f6ffnungen ber\u00fccksichtigt werden. Der Verzicht auf spezielle Fortluft\u00f6ffnungen im Firstbereich f\u00fchrt, bei luftdurchl\u00e4ssiger Deckung, kaum je zu Folgeproblemen.<\/li>\n<li>Bei luftdichter Deckung, integrierten Solaranlagen und bei grosser Sparrenl\u00e4nge sind spezielle Entl\u00fcftungskonstruktionen wie L\u00fcfterfirstaufsatz, L\u00fcftungsziegel u.\u00c4. erforderlich (vgl. Bild 3.1.34).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Durchl\u00fcftung zwischen W\u00e4rmed\u00e4mmung und Unterdach<\/h3>\n<p>Die minimal erforderliche H\u00f6he des Durchl\u00fcftungsraums h\u00e4ngt von der Sparrenl\u00e4nge und der Dachneigung ab (vgl.\u00a0Bild 3.1.35). Objektspezifisch kann es sinnvoll sein, die H\u00f6hen der Durchl\u00fcftungsr\u00e4ume gr\u00f6sser zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<h4>Querschnittsverminderungen<\/h4>\n<p>Eine \u00f6rtlich begrenzte Reduktion der H\u00f6he oder Breite des Durchl\u00fcftungsraums, z.B. bei Durchdringungen, Pfetten u.\u00c4., ist bis maximal 50\u2009% des erforderlichen Querschnitts zul\u00e4ssig. Wenn der Durchl\u00fcftungsraum durch eine sich durchbiegende Unterdachplatte verringert wird, darf die Durchbiegung max. <sup>1<\/sup>\u2044<sub>3<\/sub> der H\u00f6he des Durchl\u00fcftungsraums betragen (vgl. Bild 3.1.36). Das Unterdach darf beim zweifach bel\u00fcfteten Dach nie auf der W\u00e4rmed\u00e4mmung aufliegen!<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-34\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-34.png\" alt=\"Von der Deckung abh\u00e4ngige Varianten f\u00fcr die Abluftf\u00fchrung im Firstbereich.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.34:\u2002Von der Deckung abh\u00e4ngige Varianten f\u00fcr die Abluftf\u00fchrung im Firstbereich.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-35\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-35.png\" alt=\"Minimaler Durchl\u00fcftungsraum zwischen Unterdach und W\u00e4rmed\u00e4mmung, abh\u00e4ngig von Dachneigung und\u00a0Sparrenl\u00e4nge gem\u00e4ss Norm SIA 232\/1.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.35:\u2002Minimaler Durchl\u00fcftungsraum zwischen Unterdach und W\u00e4rmed\u00e4mmung, abh\u00e4ngig von Dachneigung und\u00a0Sparrenl\u00e4nge gem\u00e4ss Norm SIA 232\/1.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-36\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-36.png\" alt=\"Bei einer sich durchbiegenden Unterdachplatte darf die Durchbiegung max. 1\u20443 der H\u00f6he des Durchl\u00fcftungsraums betragen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.36:\u2002Bei einer sich durchbiegenden Unterdachplatte darf die Durchbiegung max. 1\u20443 der H\u00f6he des Durchl\u00fcftungsraums betragen.<\/div>\n<h4>Unterbrechung der Durchl\u00fcftung<\/h4>\n<p>Bei Unterbrechung des Durchl\u00fcftungsraums in Str\u00f6mungsrichtung, z.B. bei Lukarnen und Dachfl\u00e4chenfenstern sowie bei Graten und Kehlen, ist die erforderliche Bel\u00fcftung mit konstruktiven Massnahmen sicherzustellen. Weil das oft schwierig und aufwendig ist, wird bei solchen D\u00e4chern meist auf eine Unterl\u00fcftung des Unterdaches verzichtet und ein einfach bel\u00fcftetes Dach bevorzugt.<\/p>\n<h4>Zu- und Abluft\u00f6ffnungen<\/h4>\n<p>F\u00fcr die Zu- und Abluft\u00f6ffnungen des Durchl\u00fcftungsraums zwischen W\u00e4rmed\u00e4mmung und Unterdach gelten dieselben Anforderungen wie beim Durchl\u00fcftungsraum zwischen Unterdach und Deckung. Weil aber nun zwei Konstruktionsebenen be- und entl\u00fcftet werden m\u00fcssen, resultieren etwas andere Detaill\u00f6sungen (vgl. Bilder 3.1.37 und 3.1.38).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-37\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-37.png\" alt=\"Detailausbildung im Traufbereich bei zweifach bel\u00fcftetem Dach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.37:\u2002Detailausbildung im Traufbereich bei zweifach bel\u00fcftetem Dach.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-38\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-38.png\" alt=\"Abluftf\u00fchrung im Firstbereich bei zweifach bel\u00fcftetem Dach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.38:\u2002Abluftf\u00fchrung im Firstbereich bei zweifach bel\u00fcftetem Dach.<\/div>\n<h2>3.1.9 Verlegeunterlage f\u00fcr Deckung<\/h2>\n<h3>Verlegeunterlage f\u00fcr nicht metallische Deckung und selbsttragende Metalldeckung<\/h3>\n<p>Als Verlegeunterlagen f\u00fcr nicht metallische Deckungen (Tondachziegel, Betondachziegel, Faserzement- und Naturschieferprodukte) werden horizontale Dachlatten und vertikale Konterlatten verwendet. Die Verlegeunterlage \u00fcbertr\u00e4gt die Lasten der Dachkonstruktion (Gewicht Deckmaterial, Schneelast) auf die Tragkonstruktion bzw. Unterkonstruktion.<\/p>\n<p>Haupts\u00e4chlich werden Latten aus Fichtenholz eingesetzt. Die Holzlatten d\u00fcrfen eine maximale Holzfeuchtigkeit von 20 Masseprozent aufweisen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-39\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-39.png\" alt=\"Latten aus Fichtenholz \u00fcber der Konterlattung bilden die Verlegeunterlage f\u00fcr die Deckung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.39:\u2002Latten aus Fichtenholz \u00fcber der Konterlattung bilden die Verlegeunterlage f\u00fcr die Deckung.<\/div>\n<h3>Verlegeunterlage f\u00fcr nicht selbsttragende Metalldeckung<\/h3>\n<p>Als Verlegeunterlage f\u00fcr Metalldeckungen werden in der Regel Schalungen und Lattungen aus Fichte oder Tanne verwendet. Die Dicke der Holzschalung muss mind. 27\u2009mm und die Breite soll 80\u2009mm bis max. 120\u2009mm betragen. Bei gekr\u00fcmmten Dachfl\u00e4chen k\u00f6nnen schmalere Bretter oder Bohlen erforderlich sein. Bis zur Verlegung der Deckung muss die Holzschalung provisorisch gesch\u00fctzt werden, z.B. mit einer Bauzeitabdichtung. Es kann hierf\u00fcr auch eine Trennlage eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Aus verschiedenen Gr\u00fcnden, z.B. wegen der Statik, werden auch Verlegeunterlagen aus Holzwerkstoffplatten eingesetzt. Bevorzugt werden Holzwerkstoffplatten aus Nadelholz wie Fichte oder Tanne. Die Dicke muss mind. 27\u2009mm betragen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-40\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-40.png\" alt=\"Geschlossene oder offene Schalung als Verlegeunterlage f\u00fcr nicht selbsttragende Metalldeckung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.40:\u2002Geschlossene oder offene Schalung als Verlegeunterlage f\u00fcr nicht selbsttragende Metalldeckung.<\/div>\n<h2>3.1.10 Deckung<\/h2>\n<h3>Deckung mit nicht metallischen Materialien<\/h3>\n<p>Die Deckung sch\u00fctzt die Dachkonstruktion vor Witterungseinfl\u00fcssen. Sie leitet das Meteorwasser ab und \u00fcbertr\u00e4gt die Schnee- und Windlasten \u00fcber die Dach- und Konterlattung in das Tragwerk. Die Wahl des Deckmaterials richtet sich nach technischen wie auch gestalterischen Gesichtspunkten. Die geografische Lage (Bezugsh\u00f6he h<sub>0<\/sub>) und die Dachneigung spielen bei der Wahl der Deckung eine wesentliche Rolle. Die Minimalneigungen f\u00fcr die verschiedenen Deckungsmaterialien sind abh\u00e4ngig von der Konstruktion des Unterdaches, der Sparrenl\u00e4nge und den klimatischen Verh\u00e4ltnissen (vgl. Bild 3.1.23).<\/p>\n<h3>Metalldeckung<\/h3>\n<p>Metalldeckungen aus D\u00fcnnblech k\u00f6nnen ab einer Dachneigung von 3 Grad bei jeder Dachform angewendet werden. An- und Abschl\u00fcsse k\u00f6nnen mit dem Material der Deckung realisiert werden, wodurch architektonisch interessante L\u00f6sungen m\u00f6glich sind. Die Metalldeckung muss abh\u00e4ngig vom Dachsystem, der Dachneigung, der Unterkonstruktion und der Verlegeart projektiert werden. Das Unterdach ist, abh\u00e4ngig von der Deckungsart, der Dachneigung und den klimatischen Bedingungen, der Beanspruchung entsprechend, zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_81.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.41:\u2002\u00dcbersicht \u00fcber die gebr\u00e4uchlichsten, nicht metallischen Deckungsmaterialien.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Zu beachten ist, dass die in den Normen vorgegebenen Werte (z.B. Gef\u00e4lle, Materialeigenschaften usw.) immer als Mindestanforderungen bei systemgerechtem Aufbau gelten. Zus\u00e4tzliche Sicherheiten k\u00f6nnen sinnvoll oder objektspezifisch notwendig sein, wie z.B. gr\u00f6sseres Gef\u00e4lle, kleinere Achsmasse oder dickere Bleche.<\/p>\n<p>Es steht eine Vielzahl m\u00f6glicher Metalldeckungen zur Verf\u00fcgung, wobei folgende Typologie unterschieden wird:<\/p>\n<ul>\n<li>Nicht selbsttragende Systeme und<\/li>\n<li>Selbsttragende Systeme.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Nicht selbsttragende Systeme<\/h4>\n<p>Bei diesen Systemen werden die auftretenden Krafteinwirkungen in die Unterkonstruktion \u00fcbertragen und von dieser aufgenommen. Die Metalldeckung \u00fcbernimmt einzig den Schutz gegen \u00e4ussere Witterungseinfl\u00fcsse. Als Verlegeunterlage wird in der Regel eine vollfl\u00e4chige Holzschalung verwendet.<\/p>\n<h4>Selbsttragende Systeme<\/h4>\n<p>Durch spezielle Abkantungen, Profilierungen oder Verformung sowie durch geeignete Blechqualit\u00e4t und -dicke k\u00f6nnen diese Systeme alle \u00e4usseren Krafteinwirkungen (z.B. Winddruck und -sog, Lasten durch Schnee und Begehung) schadenfrei aufnehmen. Als Verlegeunterlage wird in der Regel eine Holzlattung verwendet.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-1-42\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-42.png\" alt=\"\u00dcbersicht \u00fcber die gebr\u00e4uchlichsten nicht selbsttragenden Metalldeckungen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.42:\u2002\u00dcbersicht \u00fcber die gebr\u00e4uchlichsten nicht selbsttragenden Metalldeckungen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-1-43\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-1-43.png\" alt=\"\u00dcbersicht \u00fcber die gebr\u00e4uchlichsten selbsttragenden Metalldeckungen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.1.43:\u2002\u00dcbersicht \u00fcber die gebr\u00e4uchlichsten selbsttragenden Metalldeckungen.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Basis dieser Hinweise zum geneigten Dach ist die Wegleitung zur Norm SIA 232\/1:2011, welche von den beiden Verb\u00e4nden \u00abGeb\u00e4udeh\u00fclle Schweiz\u00bb und \u00absuissetec\u00bb herausgegeben wird. 3.1.1 Definition Als geneigte D\u00e4cher gelten solche, die Dachneigungen aufweisen, welche eine \u00fcberlappend verlegte oder gefalzte Deckung zulassen. 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