{"id":1840,"date":"2018-08-13T15:13:09","date_gmt":"2018-08-13T13:13:09","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/?p=1840"},"modified":"2022-09-30T14:50:45","modified_gmt":"2022-09-30T12:50:45","slug":"3-5-aussenwaende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/3-5-aussenwaende\/","title":{"rendered":"3.5\u2002Aussenw\u00e4nde"},"content":{"rendered":"<p>Aussenw\u00e4nde pr\u00e4gen das \u00e4ussere architektonische Erscheinungsbild eines Geb\u00e4udes durch die Materialisierung (Textur, Farbe), das \u00d6ffnungsverhalten und die Ausbildung der Bauteil\u00fcberg\u00e4nge (Sockel, \u00d6ffnung, Dach).Zusammen mit der Decke bzw. dem Dach und dem Boden bilden und definieren die W\u00e4nde, als vertikale Bauteile, den architektonischen Raum. Als Raumbildner umh\u00fcllen und sch\u00fctzen sie diesen gegen Einfl\u00fcsse wie:<\/p>\n<ul>\n<li>Temperaturdifferenzen (W\u00e4rmeschutz),<\/li>\n<li>Feuchtigkeit (Regen, Schlagregen, Dampfdiffusion, Luftleck-Kondensat),<\/li>\n<li>Schall (Luftschall und Aussenl\u00e4rm) und<\/li>\n<li>Feuer (Brandschutz).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Neben all diesen Trenn- und Schutzfunktionen kann die Wand, als wesentlicher Teil des Tragwerks eines Geb\u00e4udes, Lasten und Kr\u00e4fte \u00fcbernehmen und stabilisierend (Erdbebensicherheit) wirken.<\/p>\n<p>Die Vielf\u00e4ltigkeit der Anforderungen hat \u00fcber Jahrhunderte hinweg zu den verschiedenartigsten Wandtypen gef\u00fchrt. Der spezifischen Lage und Funktion entsprechend werden zwei haupts\u00e4chliche Wandkategorien unterschieden:<\/p>\n<ul>\n<li>Aussenwand gegen das Aussenklima und<\/li>\n<li>Aussenw\u00e4nde im Erdreich, mit unterschiedlicher Feuchtebelastung (nicht dr\u00fcckendes Wasser\/dr\u00fcckendes Wasser bzw. Grundwasserbelastung).<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-5-1\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_162a.png\" alt=\"Aussenw\u00e4nde sind mit ihrer Materialisierung wesentlich f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen architektonischen Auspr\u00e4gungen eines Geb\u00e4udes.\" \/><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_162b.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.1:\u2002Aussenw\u00e4nde sind mit ihrer Materialisierung wesentlich f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen architektonischen Auspr\u00e4gungen eines Geb\u00e4udes.<\/div>\n<h2>3.5.1 Aussenwandsysteme<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Ausf\u00fchrung von Aussenw\u00e4nden gibt es in der Schweiz keine spezifischen Empfehlungen oder Normen f\u00fcr dieses Bauteil; dies im Gegensatz zu den geneigten D\u00e4chern (Norm SIA 232\/1) und den Flachd\u00e4chern (Norm SIA 271). Verbindliche Bauteilanforderungen finden wir lediglich in tragwerks- und w\u00e4rme- und schalltechnischen Richtlinien. F\u00fcr einzelne Schichten der Aussenwand bestehen hingegen Normen, so z.B. die Norm SIA 243 f\u00fcr die verputzte Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung und die Norm SIA 232\/2 f\u00fcr die hinterl\u00fcftete Bekleidung von Aussenw\u00e4nden.<\/p>\n<p>Abgesehen von den verschiedensten Baustoffen, welche f\u00fcr Aussenwandkonstruktionen Anwendung finden, k\u00f6nnen wir folgende prinzipielle Wandtypen bei den tragenden Aussenw\u00e4nden unterscheiden:<\/p>\n<h3>Homogene (einschichtige, einschalige) Wand<\/h3>\n<p>S\u00e4mtliche Funktionen (Tragen, Sch\u00fctzen, D\u00e4mmen) werden durch den einen Wandbaustoff \u00fcbernommen. Grunds\u00e4tzlich kommen por\u00f6se oder porosierte Baustoffe zur Anwendung wie: Leichtbeton, Gasbeton, Backstein, Zementstein usw. In der Regel m\u00fcssen solche Aussenw\u00e4nde verputzt werden.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-1n.png\" \/><\/p>\n<h3>Heterogene (mehrschichtige, mehrschalige) Wand<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-1o.png\" \/><\/h3>\n<p>Die Hauptfunktionen werden durch die verschiedenen Schichten oder Schalen \u00fcbernommen. Durch unterschiedliche Anordnung dieser Bauteilschichten ergibt sich eine Vielzahl von Wandtypen. Hier ist die Material-vielfalt auch entsprechend gross.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1.1em;\">Tragschicht:<\/span> Beton, Mauerwerk (Backstein, Kalksandstein, Zementstein), Holz, Stahl.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1.1em;\">W\u00e4rmed\u00e4mmschicht:<\/span> Mineralfaserstoffe (Stein-, Glaswolle), Schaumkunststoffe, Schaumglas, Kork, Cellulosefaser und Hochleistungsw\u00e4rmed\u00e4mmstoffe wie Aerogelplatten.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1.1em;\">Schutzschicht:<\/span> Verputze (mineralische, kunststoffverg\u00fctete oder -gebundene), Fassadenbekleidungen aus Metall (Falzsysteme, klein- und grossformatige Blechplatten, profilierte Blechplatten, Paneelsysteme, Lochbleche und Streckmetalle), aus Faserzement (klein- und grossformatige Platten, St\u00fclpdeckung, profilierte Platten), aus Holz (geschlossene und offene Schalungen, grossformatige Platten, Holzschindeln) oder aus Naturschiefer, Naturstein, Schichtstoffplatten HPL, Verbundplatten, Photovoltaik-Panels, Glasplatten, Terracotta,\u00a0Glasfaserbetonplatten, Textilbekleidungen u.\u00c4.<\/p>\n<h2>3.5.2 Aussenwand gegen Aussenklima<\/h2>\n<p>Die Wahl der Aussenwandkonstruktion ist ein wichtiger Materialisierungsentscheid, bereits im Entwurf und in der Ausf\u00fchrungsplanung. Dem Konstrukteur stehen eine Reihe von verschiedenen Wandtypen und eine reichhaltige, fast un\u00fcberschaubare Palette von bew\u00e4hrten Materialien f\u00fcr den Wandaufbau zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Wahl des geeigneten Wandaufbaus und dessen Materialisierung ergibt sich einerseits aus dem Projektkonzept (Bau- und Tragstruktur, ersichtlich aus Grundrissen, Schnitten, Fassaden); andererseits aus der Beziehung zu den angrenzenden Bauteilen, deren strukturellem und materiellem Aufbau. Die Wahl eines Wandtyps ist insofern eingeschr\u00e4nkt, als die Geb\u00e4udeh\u00fclle als Ganzes ein System darstellt, die verschiedenen Bauteiltypen (Dach, Wand, Fenster, Sockel) aufeinander abzustimmen und deren Schnittstellen zu planen sind.<\/p>\n<p>Die vorg\u00e4ngig vorgeschlagene Typologisierung nach homogenen und heterogenen Aussenwandsystemen (Tragen, W\u00e4rmed\u00e4mmen, Sch\u00fctzen bzw. nach Lage der W\u00e4rmed\u00e4mmung) erm\u00f6glicht, die Vielfalt von branchen\u00fcblichen Aussenwandkonstruktionen zu \u00fcberblicken und neue Systementwicklungen einzuordnen.<\/p>\n<h3>Homogene Aussenwandsysteme<\/h3>\n<p>Der tragende und d\u00e4mmende Querschnitt einer homogenen Aussenwand besteht durchgehend aus demselben, m\u00f6glichst feinporigen Material, z.B. Backstein oder Gasbeton. Trotz einer hohen Porosit\u00e4t (gute W\u00e4rmed\u00e4mmeigenschaft) weisen solche Wandsysteme grosse Wanddicken von bis zu 50 cm auf, um damit im besten Fall U-Werte im Bereich von 0,14 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K zu erreichen (vgl. Bild 3.5.2). Durch zus\u00e4tzliche D\u00e4mmstoffeinlagen wird versucht, die W\u00e4rmed\u00e4mmf\u00e4higkeit homogener Aussenwandsysteme zu verbessern; der Querschnitt ist dann eher als quasi homogen zu bezeichnen. Der W\u00e4rmeschutz kann auch mit einem W\u00e4rmed\u00e4mmputz oder mit einer zus\u00e4tzlichen Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung (verputzt oder mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung) verbessert werden. In der<br \/>\nRegel ist es dann aber effizienter, auf eine konsequent heterogene Aussenwandkonstruktion zu wechseln. Die Anbieter solcher Aussenwandsysteme schreiben meist w\u00e4rmed\u00e4mmende Leichtbaum\u00f6rtel vor, um W\u00e4rmebr\u00fcckeneffekte bei den Lager- und Stossfugen zu reduzieren. Beidseitig werden solche homogenen Einstein- oder Verbandmauerwerke durch geeignete Verputzschichten gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Besondere Aufmerksamkeit ist der Lasteinleitungen und dem \u00d6ffnungsverhalten der Fassade zu schenken. Wenn z.B. wegen grosser Fensterfronten aus statischen \u00dcberlegungen Betonwandscheiben erforderlich werden, mutiert die homogene Aussenwand zu einer heterogenen Mischbauweise, mit schwierig zu l\u00f6senden Details.<\/p>\n<h3>Heterogene Aussenwandsysteme in Massivbauweise<\/h3>\n<p>Der mehrschichtige oder mehrschalige Aufbau bei Aussenwandkonstruktionen erm\u00f6glicht die Optimierung der Leistung (Tragen, W\u00e4rmed\u00e4mmen, Sch\u00fctzen) jeder einzelnen Schicht.<\/p>\n<p>Die heterogenen Aussenwandkonstruktionen in Massivbauweise k\u00f6nnen nach der Lage der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht (aussen- oder innenseitig der Tragebene) typologisiert werden (vgl. Bild 3.5.3).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-5-2\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-2.png\" alt=\"Ohne zus\u00e4tzliche \u00dcberd\u00e4mmung kann mit Einsteinmauerwerken ein W\u00e4rmeschutz bis U &lt; 0,15 W\/m2\u00b7K erreicht werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.2:\u2002Ohne zus\u00e4tzliche \u00dcberd\u00e4mmung kann mit Einsteinmauerwerken ein W\u00e4rmeschutz bis U &lt; 0,15 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K erreicht werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-5-3\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-3.png\" alt=\"Aussenwandtypologie nach Lage der W\u00e4rmed\u00e4mmung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.3:\u2002Aussenwandtypologie nach Lage der W\u00e4rmed\u00e4mmung.<\/div>\n<h3>W\u00e4rmed\u00e4mmschicht aussen \u2014 Tragschicht innen<\/h3>\n<p>Bei der Aussenwand mit W\u00e4rmed\u00e4mmschicht auf der Aussenseite sch\u00fctzt diese die Tragschicht vor grossen Temperaturschwankungen und diese Konstruktionen sind in der Regel bauphysikalisch unproblematisch (Dampfdiffusion, W\u00e4rmebr\u00fccken, W\u00e4rmespeicherverm\u00f6gen). Folgende Systeme werden nachstehend unterschieden:<\/p>\n<ul>\n<li>Zweischalenmauerwerk,<\/li>\n<li>Verputzte Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung und<\/li>\n<li>Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung mit hinterl\u00fcfteterBekleidung.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Zweischalenmauerwerk<\/h4>\n<p>Das Zweischalenmauerwerk (vgl. Bild 3.5.4) besteht aus:<\/p>\n<ul>\n<li>einem inneren, tragenden Mauerwerk,<\/li>\n<li>einem \u00e4usseren, sch\u00fctzenden Mauerwerk und<\/li>\n<li>einer dazwischenliegenden W\u00e4rmed\u00e4mmschicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die M\u00f6glichkeit des l\u00fcckenlosen Verlegens einer gut gesch\u00fctzten W\u00e4rmed\u00e4mmschicht f\u00fchrt zu einer weitgehend w\u00e4rmebr\u00fcckenfreien Aussenwandkonstruktion.Der Einfluss der Zweischalenanker ist gering und er kann vernachl\u00e4ssigt werden. Neben der im Folgenden beschriebenen Konstruktion mit Backsteinen sind alternativ auch andere Mauerwerke, wie z.B. Kalksandsteine, m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Das innere, tragende Backsteinmauerwerk wird in der Praxis 125 mm bis 175 mm dick gew\u00e4hlt, je nach statischen Anforderungen. Es kann eventuell auch eine Stahlbetonschale erforderlich sein (Tragsicherheit).<\/p>\n<p>Der maximale Schalenabstand betr\u00e4gt mit Standard-Zweischalenankern etwa 290 mm; eine dickere W\u00e4rmed\u00e4mmschicht als 280 mm (verputztes Mauerwerk) bzw. 260 mm (Sichtmauerwerk) ist somit bautechnisch nur erschwert m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die W\u00e4rmed\u00e4mmschicht wird in Form von Platten eingebracht. Sie wird vorteilhafterweise mechanisch auf die Tragschale befestigt. Bei Aussenschalen aus Sichtmauerwerken ist zwischen der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht und dem \u00e4usseren Mauerwerk ein Abstand (Lufthohlraum) von 2 bis 3 cm einzuhalten, um eindringendes Wasser von der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht fernzuhalten.<\/p>\n<p>Das \u00e4ussere Backsteinmauerwerk wird vorteilhaft nachtr\u00e4glich hochgemauert, nachdem die Ausf\u00fchrung der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht \u00fcberpr\u00fcft wurde.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-5-4\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-4.png\" alt=\"Zweischalenmauerwerk verputzt oder Sichtmauerwerk.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.4:\u2002Zweischalenmauerwerk verputzt oder Sichtmauerwerk.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Je nach klimatischen Verh\u00e4ltnissen und W\u00e4rmed\u00e4mmstoff ist evtl. eine Dampfbremse erforderlich, die z.B. bereits auf der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht aufkaschiert ist.<\/p>\n<p>Die der Bewitterung ausgesetzte, \u00e4ussere Schale unterliegt, je nach Orientierung der Wandfl\u00e4che, extrem unterschiedlichen Einfl\u00fcssen (Wind, Regen, Temperaturschwankungen). Die Anordnung von Bewegungsfugen (Dilatationen), der relativ grosse Abstand der beiden Mauerwerksschalen und die Ausbildung komplexerer Bauteil\u00fcberg\u00e4nge (Dachrand, Fenster, Balkone, Erker, Sockel usw.) f\u00fchren zu einer in Planung und Ausf\u00fchrung aufwendigen Konstruktion. In Anbetracht der Aufwendigkeit des Zweischalenmauerwerks dr\u00e4ngt sich f\u00fcr die Aussenschale eine sichtbare Ausf\u00fchrung auf.<\/p>\n<p>Das Anschlagen der Fenster hat auf die innere, tragende Schale zu erfolgen.<\/p>\n<h4>Verputzte Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung (VAWD)<\/h4>\n<p>Bei dieser Aussenwandkonstruktion wird die W\u00e4rmed\u00e4mmung auf einen tragf\u00e4higen Untergrund aufgeklebt und evtl. zus\u00e4tzlich mechanisch befestigt. Bei Massivbauten kann der Untergrund z.B. aus Stahlbeton, Backstein (vgl. Bild 3.5.5), Kalksandstein o.\u00c4. bestehen. Verputzte Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmungen lassen sich aber auch bei Holzbauten, z.B. beim Holzrahmenbau auf eine \u00e4ussere Beplankung aus Holzwerkstoffplatten oder auf eine tragende Massivholzwand aufbringen.<\/p>\n<p>Die Planung und Ausf\u00fchrung hat unter Ber\u00fccksichtigung der Norm SIA 243:2008 \u00abVerputzte Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung\u00bb und den Systemvorschriften entsprechend zu erfolgen, um Bausch\u00e4den zu vermeiden.<\/p>\n<p>Die Luftdichtheit kann mit der verputzten Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung nicht erbracht werden, vorausgesetzt wird deshalb ein luftdichter Untergrund bzw. eine luftdichte Wand (Stahlbeton oder Mauerwerk verputzt).<\/p>\n<p>Ein Hinterstr\u00f6men der W\u00e4rmed\u00e4mmplatten mit Luft ist nicht zul\u00e4ssig. Um auszuschliessen, dass die \u00abruhende, warm-feuchte Luft\u00bb zwischen Untergrund und W\u00e4rmed\u00e4mmung bis in den kalten Vordachbereich gelangt und dort zu Kondensatausscheidung f\u00fchrt (mit entsprechenden Folgesch\u00e4den an Holzbauteilen), ist die oberste Platte mittels durchgehender Streifen- oder vollfl\u00e4chiger Verklebung auszuf\u00fchren (vgl. Bild 3.1.12).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-5-5\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-5.png\" alt=\"Verputzte Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung auf Backsteinwand. Auf eine mechanische Befestigung der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht kann in der Regel verzichtet werden; bei den Dickenangaben zur Erreichung der U-Werte sind f\u00fcr allf\u00e4llige Befestigung keine W\u00e4rmebr\u00fcckenverluste ber\u00fccksichtigt.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.5:\u2002Verputzte Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung auf Backsteinwand. Auf eine mechanische Befestigung der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht kann in der Regel verzichtet werden; bei den Dickenangaben zur Erreichung der U-Werte sind f\u00fcr allf\u00e4llige Befestigung keine W\u00e4rmebr\u00fcckenverluste ber\u00fccksichtigt.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Mit Wetterschutzmassnahmen wie Vord\u00e4cher, Fensterb\u00e4nken, Abdeckungen u.\u00c4. k\u00f6nnen sch\u00e4dliche Feuchtebelastungen und die Gefahr von Algenbildung vermindert und die Nutzungszeit der VAWD verl\u00e4ngert werden. Auch im Sockelbereich ist den erh\u00f6hten Beanspruchungen durch geeignete Materialisierung (z.B. XPS- statt EPS-Platten) und Schutzmassnahmen Rechnung zu tragen.<\/p>\n<h4>Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung mit hinterl\u00fcfteter<br \/>\nBekleidung<\/h4>\n<p>Dieses Aussenwandsystem ist bauphysikalisch unproblematisch und weist eine hohe Bauschadensicherheit auf. Der planerische, ausf\u00fchrungstechnische und damit auch der finanzielle Aufwand ist haupts\u00e4chlich von der Wahl des Bekleidungsmaterials abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Norm SIA 232\/2:2011 definiert die bei hinterl\u00fcfteten Bekleidungen zu ber\u00fccksichtigenden Regeln der Baukunde und mit der Wegleitung der Verb\u00e4nde (Geb\u00e4udeh\u00fclle Schweiz, suissetec, Schweizerischer Fachverband f\u00fcr hinterl\u00fcftete Fassaden) steht ein praxisbezogenes Fachbuch f\u00fcr die Planung und Ausf\u00fchrung zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die hinterl\u00fcftete Bekleidung bildet die Fassade und sie ist f\u00fcr die Architektur des Geb\u00e4udes entscheidend. Es ist deshalb legitim, dass die Fassadenbekleidung fr\u00fch im Projekt (vor)gegeben und als unverr\u00fcckbare Randbedingung zu ber\u00fccksichtigen ist. Folgende Entscheide betreffend die Bekleidung haben einen wesentlichen Einfluss auf die konstruktive Ausbildung der Aussenwand (vgl. auch Bild 3.5.6).<\/p>\n<h5>Gewicht der Bekleidung<\/h5>\n<ul>\n<li>Die Lasten m\u00fcssen \u00fcber die Unterkonstruktion in den Verankerungsgrund \u00fcbertragen werden.<\/li>\n<li>Je h\u00f6her das Fl\u00e4chengewicht, desto mehr Anker mit entsprechenden statischen Eigenschaften sind erforderlich mit Auswirkungen auf den W\u00e4rmefluss \u00fcber die Unterkonstruktion (vgl. Bild 3.5.8).<\/li>\n<\/ul>\n<h5>Geschlossene oder offene Bekleidung<\/h5>\n<ul>\n<li>Bei einer geschlossenen Bekleidung ist ein minimaler Abstand zur dahinter liegenden Schicht (in der Regel die W\u00e4rmed\u00e4mmschicht) von mind. 20\u2009mm einzuhalten (Hinterl\u00fcftungsraum) und auf eine Fassadenbahn kann meist verzichtet werden oder es reicht eine Fassadenbahn f\u00fcr normale Beanspruchung.<\/li>\n<li>Bei einer offenen Bekleidung ist in der Regel eine Fassadenbahn erforderlich, die bei grossem \u00d6ffnungsanteil erh\u00f6hten Anforderungen gen\u00fcgen muss. Der Abstand zwischen Bekleidung und Fassadenbahn muss\u00a0mind. 40\u2009mm betragen. Damit eine Fassadenbahn korrekt verlegt werden kann, ist eine mehrteilige Unterkonstruktion zu w\u00e4hlen.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-5-6\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-6.png\" alt=\"Schichten bei Aussenw\u00e4nden mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung, mit gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeiten hinsichtlich Konstruktions- und Materialwahl.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.6:\u2002Schichten bei Aussenw\u00e4nden mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung, mit gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeiten hinsichtlich Konstruktions- und Materialwahl.<\/div>\n<h5>Anforderung an Planheit<\/h5>\n<ul>\n<li>Erh\u00f6hte Anforderungen an die Planheit bedingen einerseits das Einhalten der normalen oder von erh\u00f6hten (speziell festzulegenden) Masstoleranzen beim Verankerungsgrund (z.B. Baumeisterarbeit).<\/li>\n<li>Andererseits sind mehrteilige Unterkonstruktionen zu w\u00e4hlen, mit denen Unebenheiten ausgeglichen werden k\u00f6nnen (Mehraufwand).<\/li>\n<\/ul>\n<h5>Aktivsolare Energiegewinne<\/h5>\n<ul>\n<li>Bei Geb\u00e4udestandards wie MINERGIE-A oder Plusenergie-Geb\u00e4uden gilt es, m\u00f6glichst hohe solare Gewinne zu erzielen.<\/li>\n<li>Neben den D\u00e4chern stehen dazu auch besonnte Fassadenfl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung.<\/li>\n<\/ul>\n<h5>W\u00e4rmeschutz<\/h5>\n<ul>\n<li>Die teilweise sehr hohen Anforderungen an den W\u00e4rmeschutz k\u00f6nnen mit Metallunterkonstruktionen oft nicht mehr eingehalten werden wegen der lokalen W\u00e4rmebr\u00fccken, die je nach zu erreichendem U-Wert auch mit Thermostopp noch zu hoch sein k\u00f6nnen (vgl. Bild 3.5.8).<\/li>\n<li>Mit Holzunterkonstruktionen, Distanzschrauben oder w\u00e4rmebr\u00fcckenfreien Unterkonstruktionen, die nur zu moderaten W\u00e4rmebr\u00fcckenverlusten neigen, kann h\u00f6chsten W\u00e4rmeschutzanforderungen, bis hin zu Aussenw\u00e4nden mit U-Werten um 0,1 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K, Rechnung getragen werden.<\/li>\n<li>Wesentlich auf den W\u00e4rmeschutz wirken sich die folgenden Faktoren aus:\n<ul>\n<li>Dicke und W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht,<\/li>\n<li>W\u00e4rmebr\u00fcckenverluste durch Unterkonstruktion<\/li>\n<li>Thermischer Widerstand des Verankerungsgrundes, mit Auswirkung auf den W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust der Unterkonstruktion.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h5>Luftdichtheit<\/h5>\n<ul>\n<li>Grunds\u00e4tzlich muss die Aussenwand mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung luftdicht sein.<\/li>\n<li>Bei einem Verankerungsgrund aus einseitig verputztem Mauerwerk oder Stahlbeton ist die Luftdichtheit in der Fl\u00e4che gen\u00fcgend gew\u00e4hrleistet und es gilt, die Anschl\u00fcsse (z.\u2009B. Fenstereinbau) und die Durchdringungen luftdicht auszubilden.<\/li>\n<li>Wenn der Verankerungsgrund selber nicht gen\u00fcgend luftdicht ist, wie z.\u2009B. bei der Holz- oder der Metallbauweise, ist entweder eine separate Luftdichtung einzubauen oder es sind, bei luftdichten Beplankungen, die St\u00f6sse und Fugen abzudichten.<\/li>\n<\/ul>\n<h5>Brandschutz<\/h5>\n<ul>\n<li>Bei speziellen Anforderungen an den Brandschutz (Hochhaus, brennbare W\u00e4rmed\u00e4mmung, brennbare Fassadenbekleidung) sind hohe Anforderungen an s\u00e4mtliche Schichten zu beachten:\n<ul>\n<li>nicht brennbare Bekleidung,<\/li>\n<li>Brandabschottungen je Geschoss,<\/li>\n<li>nicht brennbare W\u00e4rmed\u00e4mmung.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h5>Feuchteschutz<\/h5>\n<ul>\n<li>Die teilweise feuchteempfindlichen Bauteilschichten (W\u00e4rmed\u00e4mmung, Unterkonstruktion, Bekleidung) sind vor Auffeuchtung zu sch\u00fctzen.<\/li>\n<li>Spezielle Beachtung ist der Sockelausbildung zu schenken (vgl. Bild 3.5.7).<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-5-7\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-7.png\" alt=\"Mit feuchteempfindlichen W\u00e4rmed\u00e4mmschichten muss gen\u00fcgend Abstand zum Terrain gehalten werden. Im Sockelbereich werden deshalb feuchteunempfindliche W\u00e4rmed\u00e4mmstoffe\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.7:\u2002Mit feuchteempfindlichen W\u00e4rmed\u00e4mmschichten muss gen\u00fcgend Abstand zum Terrain gehalten werden. Im Sockelbereich werden deshalb feuchteunempfindliche W\u00e4rmed\u00e4mmstoffe (z.\u2009B. extrudierte Polystyrolhartschaumplatten) oder spezielle Sockelelemente eingesetzt.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-5-8\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-8.png\" alt=\"Beispiele f\u00fcr die in etwa zu erwartende prozentuale Erh\u00f6hung des U-Wertes durch verschiedene Unterkonstruktionssysteme, abh\u00e4ngig von der Unterkonstruktion und der Dicke der W\u00e4rmed\u00e4mmung, bei Verankerungsgrund aus Stahlbeton. Differenzen von weniger als 3\u2009% zwischen dem U-Wert ohne und mit W\u00e4rmebr\u00fcckeneinfluss, wie dies z.\u2009B. bei W\u00e4rmed\u00e4mmkonsolen der Fall ist, m\u00fcssen gem\u00e4ss SN EN 6946 nicht ber\u00fccksichtigt werden. Bei Distanzschrauben resultiert, je nach System und Dicke der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht, eine Erh\u00f6hung des W\u00e4rmeabflusses um etwa 3 bis 15\u2009%. Bei Holzunterkonstruktionen ist der W\u00e4rmebr\u00fcckeneinfluss abh\u00e4ngig vom Holzanteil\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.8:\u2002Beispiele f\u00fcr die in etwa zu erwartende prozentuale Erh\u00f6hung des U-Wertes durch verschiedene Unterkonstruktionssysteme, abh\u00e4ngig von der Unterkonstruktion und der Dicke der W\u00e4rmed\u00e4mmung, bei Verankerungsgrund aus Stahlbeton. Differenzen von weniger als 3\u2009% zwischen dem U-Wert ohne und mit W\u00e4rmebr\u00fcckeneinfluss, wie dies z.\u2009B. bei W\u00e4rmed\u00e4mmkonsolen der Fall ist, m\u00fcssen gem\u00e4ss SN EN 6946 nicht ber\u00fccksichtigt werden. Bei Distanzschrauben resultiert, je nach System und Dicke der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht, eine Erh\u00f6hung des W\u00e4rmeabflusses um etwa 3 bis 15\u2009%. Bei Holzunterkonstruktionen ist der W\u00e4rmebr\u00fcckeneinfluss abh\u00e4ngig vom Holzanteil (6\u2009% ber\u00fccksichtigt) und er nimmt infolge \u00dcberd\u00e4mmung der Holzquerschnitte mit zunehmender W\u00e4rmed\u00e4mmschichtdicke ab; er betr\u00e4gt etwa 9 bis 11\u2009%. Bei Alu-Unterkonstruktionen betr\u00e4gt der W\u00e4rmebr\u00fcckeneinfluss mindestens 20\u2009% und er kann bis fast zu einer Verdoppelung des W\u00e4rmedurchgangs f\u00fchren. Mit stockwerk\u00fcbergreifenden Alu-Unterkonstruktionen k\u00f6nnen jedoch erheblich kleinere W\u00e4rmebr\u00fcckenverluste erreicht werden als bei \u00abnormalen\u00bb Alu-Unterkonstruktionen. Grunds\u00e4tzlich sind die effektiven W\u00e4rmebr\u00fcckenverluste zur Ermittlung der korrekten W\u00e4rmeverluste (U-Werte) objektspezifisch zu beurteilen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-5-9\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-9.png\" alt=\"Systemaufbauten f\u00fcr Aussenw\u00e4nde mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung, bei differenter Bauweise\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.9:\u2002Systemaufbauten f\u00fcr Aussenw\u00e4nde mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung, bei differenter Bauweise (Massivbau , Holzbau, Metallbau).<\/div>\n<h3>W\u00e4rmed\u00e4mmschicht innen \u2014 Tragschicht aussen<\/h3>\n<p>Die Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung wird fast ausschliesslich bei Sichtbetonbauten angewendet und gilt bauphysikalisch eher als problematisch.<\/p>\n<p>Die W\u00e4rmed\u00e4mmschicht wird auf der Innenseite entweder verputzt, bekleidet oder durch eine Vormauerung gesch\u00fctzt (vgl. Bild 3.5.10). In der Regel befindet sich mit der etwa 25 cm dicken Betonwand die dampfdichteste Schicht auf der Kaltseite, mit entsprechenden Risiken betreffend die Auffeuchtung (Diffusions- und Konvektionskondensat). Der Dampfdiffusionsnachweis ist bei solchen Systemen in jedem Fall zu erbringen und die Gew\u00e4hrleistung der warmseitigen Luftdichtheit ist elementar.<\/p>\n<p>Das Speicherverm\u00f6gen der tragenden Aussenwand ist f\u00fcr den Innenraum nicht nutzbar.<\/p>\n<p>W\u00e4rmebr\u00fccken sind meist unvermeidbar, durch thermisch-hygrische Optimierung (W\u00e4rmebr\u00fcckenberechnung) gilt es, den Feuchteschutz zu gew\u00e4hrleisten (Oberfl\u00e4chentemperatur, Schimmelpilzbildung) und den W\u00e4rmebr\u00fcckeneinfluss so klein als m\u00f6glich zu halten. Als Massnahmen stehen z.B. folgende zur Diskussion:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Betondecke durchdringt die Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung, Detailoptimierung mit Randzonenw\u00e4rmed\u00e4mmschichten an der Decke und durch eine dicker zu w\u00e4hlende W\u00e4rme- und Trittschalld\u00e4mmschicht in der Boden\u00fcberkonstruktion.<\/li>\n<li>Betondecke liegt weitgehend auf Innenw\u00e4nden und St\u00fctzen entlang der Aussenwand auf, die aussen (zwischen St\u00fctze und Betonwand) gen\u00fcgend \u00fcberd\u00e4mmt sind.<\/li>\n<li>Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung, welche die gesamten raumbildenden Bauteile l\u00fcckenlos erfasst, durch vollfl\u00e4chige W\u00e4rmed\u00e4mmung an Aussenw\u00e4nden, Boden und Decke bzw. Dach; ideal z.B. bei \u00ab1-Raum-Geb\u00e4uden\u00bb.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-5-10\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-10.png\" alt=\"Konstruktionsbeispiele f\u00fcr innen w\u00e4rmeged\u00e4mmte Sichtbeton-Aussenw\u00e4nde.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.10:\u2002Konstruktionsbeispiele f\u00fcr innen w\u00e4rmeged\u00e4mmte Sichtbeton-Aussenw\u00e4nde.<\/div>\n<h3>Leichtbaukonstruktionen<\/h3>\n<p>Als Leichtbaukonstruktionen werden Aussenw\u00e4nde bezeichnet, die im Vergleich zum Massivbau eine geringere Masse und somit eine geringere W\u00e4rmespeicherf\u00e4higkeit aufweisen. F\u00fcr hochged\u00e4mmte Konstruktionen hat sich die Holzbauweise mit verschiedenen Systemen bew\u00e4hrt (vgl. Bild 3.5.11). Der Stahlbau hingegen wird, abgesehen von Industriebauten, kaum angewendet.<\/p>\n<h4>Holzbau<\/h4>\n<p>Der Holzbau generell und damit auch die Aussenw\u00e4nde werden industriell, unter optimalen Bedingungen, vorgefertigt und kommen meist inklusive Fenster, als grossformatige Elemente, auf die Baustelle (siehe auch Kapitel 8.2 \u00abWohn &#8211; und Gesch\u00e4ftshaus Renggli, Sursee\u00bb). Die Aussenwandelemente sind bei reinen Holzbauten in der Regel tragend; bei Hybridbauweise jedoch nicht tragend (ausfachende, hochged\u00e4mmte Wandelemente zwischen Betondecken).<\/p>\n<p>Abgesehen von wenigen Ausnahmen handelt es sich um inhomogene Konstruktionen mit Anordnung der W\u00e4rmed\u00e4mmung zwischen der Tragstruktur (Holzrahmen) oder zwischen Holzlatten. Durch einen m\u00f6glichst geringen Holzanteil innerhalb der W\u00e4rmed\u00e4mmebene gilt es, eine m\u00f6glichst gute W\u00e4rmed\u00e4mmwirkung zu erzielen.<\/p>\n<p>Die erforderliche Luftdichtheit wird entweder durch warmseitig luftdichte, grossformatige Beplankungen, mit abgeklebten St\u00f6ssen erreicht oder durch den Einbau einer separaten Luftdichtung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die raumseitigen Oberfl\u00e4chen stehen viele Varianten zur Verf\u00fcgung, von Gipskarton- oder Gipsfaserplatten, die fugenlos verputzt werden, \u00fcber Holzbekleidungen, bis zum sichtbaren Tragelement beim Massivholzbau.<\/p>\n<p>Obwohl teilweise die Aussenwand mittels Putztr\u00e4gerplatte oder verputzter Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung eine \u00abmassive Wand\u00bb vorspielen kann, gilt wohl als unbestritten, dass eine hinterl\u00fcftete Fassadenbekleidung, mit vielf\u00e4ltigen Materialisierungsm\u00f6glichkeiten, der Holzbauweise gerechter wird.<\/p>\n<h4>Stahlbau<\/h4>\n<p>Bei Aussenw\u00e4nden mit Tragstruktur aus Stahlprofilen (vgl. Bild 3.5.12) bilden meist Wandkassetten die raumseitige Wandoberfl\u00e4che. F\u00fcr einen gen\u00fcgenden W\u00e4rmeschutz werden diese nicht nur ausged\u00e4mmt (die Kassettenstege w\u00fcrden zu hohen W\u00e4rmebr\u00fcckenverlusten f\u00fchren), sondern auch noch \u00fcberd\u00e4mmt. Die Luftdichtheit wird durch Dichtb\u00e4nder zwischen den Metallkassetten erreicht.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-5-11\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-11.png\" alt=\"Konstruktionsbeispiele f\u00fcr Holzbau-Aussenw\u00e4nde.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.11:\u2002Konstruktionsbeispiele f\u00fcr Holzbau-Aussenw\u00e4nde.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Als Fassadenbekleidung eignen sich alle g\u00e4ngigen Materialien, wobei eher grossformatige, profilierte Platten aus Metall oder Faserzement zur Anwendung gelangen.<\/p>\n<p>Als Alternative zu den Metallkassetten ist auch eine Ausfachung der Stahltragstruktur, z.B. mit Kalksandsteinmauerwerk m\u00f6glich. Der Fassadenaufbau erfolgt dann sinngem\u00e4ss wie bei der Massivbauweise, vorteilhaft mit hinterl\u00fcfteter Fassadenbekleidung.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-5-12\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-12.png\" alt=\"Konstruktionsbeispiele f\u00fcr Stahlbau-Aussenw\u00e4nde.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.12:\u2002Konstruktionsbeispiele f\u00fcr Stahlbau-Aussenw\u00e4nde.<\/div>\n<h2>3.5.3 Aussenwand im Erdreich<\/h2>\n<p>Als tragendes Material wird im Erdreich mehrheitlich Stahlbeton eingesetzt, der erdreichseitig mittels Feuchtigkeitsschutz-Anstrich oder -Spachtelung gesch\u00fctzt wird. Durch den Einbau von Sickerpackungen, Sickerplatten und Sickerleitungen (unter der Arbeitsfuge Bodenplatte\/Aussenwand) ist wenn m\u00f6glich eine funktionst\u00fcchtige \u00e4ussere Entw\u00e4sserung zu gew\u00e4hrleisten, damit das Entstehen von dr\u00fcckendem Wasser vermieden werden kann (Ableitkonzept).<\/p>\n<p>Bei beheizten Untergeschossr\u00e4umen (Raumlufttemperaturen \u2265 +10 \u00b0C) ist auch bei Aussenw\u00e4nden im Erdreich eine W\u00e4rmed\u00e4mmschicht erforderlich. Es m\u00fcssen gem\u00e4ss Norm SIA 180 U-Werte zwischen 0,40 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K bis 0,6 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K eingehalten werden (Bauschadenfreiheit und Behaglichkeit, je nach Tiefe der Wand im Erdreich). Aus\u00a0energetischer Sicht sind gem\u00e4ss MuKEn U-Werte im Bereich von 0,17 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K bis 0,28 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K einzuhalten (insbesondere abh\u00e4ngig von der Tiefe der Wand im Erdreich),\u00a0sinnvoll ist ein W\u00e4rmeschutz mit U<sub>WG<\/sub> = U \u00b7 b<sub>WG<\/sub> (Einfluss Erdreich, vgl. Bild 3.5.13) um 0,15 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K.<\/p>\n<p>Je nach Aussenwandsystem gegen Aussenklima (\u00fcber Terrain) und Konzeption der Untergeschosse (vollst\u00e4ndig oder nur teilweise beheizt) ist unter den folgenden drei Systemen die am besten geeignete Aussenwandkonstruktion zu evaluieren.<\/p>\n<h4>Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung<\/h4>\n<p>Auch bei Aussenw\u00e4nden im Erdreich gilt betreffend die Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung grunds\u00e4tzlich dasselbe wie bei der Aussenwand \u00fcber Terrain. Die W\u00e4rmed\u00e4mmschicht befindet sich auf der bauphysikalisch ung\u00fcnstigen Seite. Bei Deckenauflagern (Sockelanschluss) und Innenw\u00e4nden sind w\u00e4rmetechnische Schwachstellen unvermeidbar (vgl. Bild 3.5.14). Dieses System hat allenfalls dann seine Berechtigung, wenn nur einzelne R\u00e4ume beheizt und w\u00e4rmeged\u00e4mmt werden oder wenn ein Raum nur sporadisch beheizt wird.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-5-13\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/httpdocs\/wp-content\/uploads\/Web_Bild_3-5-13.png\" alt=\"Die U-Werte UWG0 werden um den Faktor bWG reduziert. Der Einfluss des Erdreichs h\u00e4ngt von der W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit des Erdreichs\" width=\"953\" height=\"635\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.13:\u2002Die U-Werte U<sub>WG0<\/sub> werden um den Faktor b<sub>WG<\/sub> reduziert. Der Einfluss des Erdreichs h\u00e4ngt von der W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit des Erdreichs (\u00fcblicherweise wird l<sub>G<\/sub> = 2,0 W\/m\u00b7K ber\u00fccksichtigt) und der Tiefe z ab.<\/div>\n<h4>Zweischalenmauerwerk<\/h4>\n<p>Auch unter Terrain l\u00e4sst sich das Zweischalenmauerwerk weiterf\u00fchren, wobei die \u00e4ussere Schale meist in Stahlbeton ausgebildet wird. Die W\u00e4rmed\u00e4mmschicht l\u00e4sst sich dadurch auch im Sockelbereich (\u00dcbergang Aussenwand gegen Aussenklima\/Aussenwand gegen Erdreich) l\u00fcckenlos verlegen (vgl. Bild 3.5.15).<\/p>\n<h4>Aussen- bzw. sogenannte Perimeterd\u00e4mmung<\/h4>\n<p>Analog zum Flachdach im Umkehrdachsystem lassen sich auch Aussenw\u00e4nde im Erdreich, mit feuchteunempfindlichen Schaumkunststoffen (Polystyrolhartschaum extrudiert) oder mit Schaumglas, auf der Aussenseite w\u00e4rmed\u00e4mmen. Mit dem System der Perimeterd\u00e4mmung kann eine Aussend\u00e4mmung \u00fcber Terrain (verputzt oder mit hinterl\u00fcfteter Fassadenbekleidung) l\u00fcckenlos weitergef\u00fchrt werden (vgl. Bild 3.5.16).<\/p>\n<h2>3.5.4 Aussenwand im Grundwasser<\/h2>\n<p>Siehe auch Kapitel 3.4.6 \u00abBodenkonstruktionen bei nicht dr\u00fcckendem Wasser (Erdreich) und dr\u00fcckendem Wasser (Grundwasser)\u00bb.<\/p>\n<h3>Systeme f\u00fcr Grundwasserabdichtungen<\/h3>\n<p>Grundwasserabdichtungen werden bei plastisch\/elastischer Abdichtung in der Regel mit Doppelwannenkonstruktionen ausgef\u00fchrt, wobei die \u00e4ussere Wanne Isolationstr\u00e4ger ist. Diese Systeme k\u00f6nnen sowohl bei offener (angeb\u00f6schter Aushub) als auch bei geschlossener Baugrube (Schlitzwand o.\u00c4.) angewendet werden. Bei offener Baugrube kann die Wandkonstruktion auch einschalig ausgebildet werden, mit der Wannenkonstruktion als Isolationstr\u00e4ger. Bei Grundwasserabdichtungen mit Sperrbeton ist der Konstruktionsbeton selber dicht und bei M\u00f6rtel bzw. starren Verputzen dient der Konstruktionsbeton als Tr\u00e4ger. Bei Aussenw\u00e4nden wird wasserdichter M\u00f6rtel innen (geschlossene oder offene Baugrube) oder aussen (offene Baugrube) aufgebracht.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-5-14\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-14.png\" alt=\"W\u00e4rmetechnische Schwachstellen durch Systemwechsel\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.14:\u2002W\u00e4rmetechnische Schwachstellen durch Systemwechsel (Zweischalenmauerwerk \u00c6 Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-5-15\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-15.png\" alt=\"Zweischalenmauerwerk durchgehend\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.15:\u2002Zweischalenmauerwerk durchgehend (bei beheizten UG-R\u00e4umen, w\u00e4rmebr\u00fcckenfreie L\u00f6sung).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-5-16\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-5-16.png\" alt=\"Perimeterd\u00e4mmung im Erdreich, als Fortsetzung einer Aussend\u00e4mmung verputzt\/mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.16:\u2002Perimeterd\u00e4mmung im Erdreich, als Fortsetzung einer Aussend\u00e4mmung verputzt\/mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung.<\/div>\n<h4>Geschlossene Baugrube und Sperrbeton oder wasserdichter M\u00f6rtel (vgl. Bild 3.5.17)<\/h4>\n<p>Bei nicht w\u00e4rmeged\u00e4mmten Konstruktionen kann das wasserdicht ausgef\u00fchrte Hauptbauwerk die Funktion der Grundwasserabdichtung \u00fcbernehmen (Sperrbeton\/innere Beschichtung mit wasserdichtem M\u00f6rtel). Solche Systeme bleiben augenscheinlich kontrollierbar und k\u00f6nnen mittels Injektionen und Beschichtungen nachgebessert werden.<\/p>\n<h4>Offene Baugrube und Sperrbeton oder wasserdichte M\u00f6rtel (vgl. Bild 3.5.17)<\/h4>\n<p>Die Abdichtung erfolgt in der Ebene des tragenden Bauteils, der Betonwand. Der Stahlbeton erh\u00e4lt durch den Zusatz von Dichtungsmitteln eine erh\u00f6hte Wasserdichtigkeit oder die Wasserdichtigkeit wird durch das Aufbringen von wasserdichtem M\u00f6rtel erreicht.<\/p>\n<p>Die Zug\u00e4nglichkeit der evtl. nachzudichtenden Aussenw\u00e4nde, sei es mittels Injektionen oder Zusatzbeschichtungen, muss in der Planung ber\u00fccksichtigt werden (Innenausbau). Im Idealfall wird eine innere, evtl. w\u00e4rmeged\u00e4mmte Geb\u00e4udeh\u00fclle durch einen Kontrollgang bzw. einen bel\u00fcfteten Hohlraum von der \u00e4usseren wasserdichten Geb\u00e4udeh\u00fclle abgetrennt.<\/p>\n<h4>Geschlossene Baugrube und \u00abInnenabdichtung\u00bb (vgl. Bild 3.5.18 und 3.5.21)<\/h4>\n<p>Die Abdichtung wird zwischen der geschlossenen Baugrube und dem \u00abanbetonierten\u00bb Hauptbauwerk eingebracht, das Bauwerk bildet mit der Schlitzwand eine Einheit. Die mittels Dichtungsbahnen erstellte Grundwasserabdichtung soll nach M\u00f6glichkeit so ausgef\u00fchrt werden, dass sie nachtr\u00e4glich gepr\u00fcft und evtl. durch Injektionen o.\u00c4. nachgedichtet werden kann.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-5-17\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_155.png\" alt=\"Aussenwand mit Grundwasserbelastung bei geschlossener oder offener Baugrube, Abdichtung mit wasserdichtem M\u00f6rtel.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.17:\u2002Aussenwand mit Grundwasserbelastung bei geschlossener oder offener Baugrube, Abdichtung mit wasserdichtem M\u00f6rtel.<\/div>\n<h4>Offene Baugrube und \u00abInnenabdichtung\u00bb (vgl. Bild 3.5.19)<\/h4>\n<p>Die Abdichtung ist zwischen einer \u00e4usseren Betonwanne, die Teil des Geb\u00e4udetragsystems ist, und dem Hauptbauwerk eingebaut. Auch bei diesem, durch hohe Erstellungskosten gepr\u00e4gten System ist zu gew\u00e4hrleisten, dass die Abdichtung nachtr\u00e4glich kontrolliert und nachgedichtet werden kann.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-5-18\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_152.png\" alt=\"Geschlossene Baugrube mit verschiedenen Abdichtungsm\u00f6glichkeiten bei w\u00e4rmeged\u00e4mmter Aussenwand.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.18:\u2002Geschlossene Baugrube mit verschiedenen Abdichtungsm\u00f6glichkeiten bei w\u00e4rmeged\u00e4mmter Aussenwand.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-5-19\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_156.png\" alt=\"Offene Baugrube mit verschiedenen Abdichtungsm\u00f6glichkeiten bei w\u00e4rmeged\u00e4mmter Aussenwand.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.19:\u2002Offene Baugrube mit verschiedenen Abdichtungsm\u00f6glichkeiten bei w\u00e4rmeged\u00e4mmter Aussenwand.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-5-20\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_153.png\" alt=\"Aussenwand mit Grundwasserbelastung bei offener Baugrube, Abdichtung mit Folien-Tondichtungsbahn.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.20:\u2002Aussenwand mit Grundwasserbelastung bei offener Baugrube, Abdichtung mit Folien-Tondichtungsbahn.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-5-21\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_154.png\" alt=\"Aussenwand mit Grundwasserbelastung bei geschlossener Baugrube, Abdichtung mit Folien-Tondichtungsbahn.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.5.21:\u2002Aussenwand mit Grundwasserbelastung bei geschlossener Baugrube, Abdichtung mit Folien-Tondichtungsbahn.<\/div>\n<h4>Offene Baugrube und Aussenabdichtung (vgl. Bild 3.5.19 und 3.5.20)<\/h4>\n<p>Die Abdichtung wird an der Aussenfl\u00e4che des Bauwerks angebracht. Die Aussenabdichtung hat direkte Ber\u00fchrung mit der Hinterf\u00fcllung, ist dadurch den Gefahren von m\u00f6glichen Setzungen ausgesetzt und dementsprechend zu sch\u00fctzen. Es ist mit Vorteil ein System zu w\u00e4hlen, das im Falle einer Undichtheit nachgebessert werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aussenw\u00e4nde pr\u00e4gen das \u00e4ussere architektonische Erscheinungsbild eines Geb\u00e4udes durch die Materialisierung (Textur, Farbe), das \u00d6ffnungsverhalten und die Ausbildung der Bauteil\u00fcberg\u00e4nge (Sockel, \u00d6ffnung, Dach).Zusammen mit der Decke bzw. dem Dach und dem Boden bilden und definieren die W\u00e4nde, als vertikale Bauteile, den architektonischen Raum. Als Raumbildner umh\u00fcllen und sch\u00fctzen sie diesen gegen Einfl\u00fcsse wie: Temperaturdifferenzen (W\u00e4rmeschutz), [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-1840","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-baukonstruktion-beim-neubau"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1840"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2317,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1840\/revisions\/2317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}