{"id":1842,"date":"2018-08-13T16:06:25","date_gmt":"2018-08-13T14:06:25","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/?p=1842"},"modified":"2022-10-10T11:47:44","modified_gmt":"2022-10-10T09:47:44","slug":"3-6-fenster-verglasung-sonnen-wetter-und-blendschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/3-6-fenster-verglasung-sonnen-wetter-und-blendschutz\/","title":{"rendered":"3.6\u2002Fenster \u2014 Verglasung \u2014 Sonnen-, Wetter- und Blendschutz"},"content":{"rendered":"<h2>3.6.1 Fenster<\/h2>\n<p>Die Aussage, dass Fenster die Augen eines Geb\u00e4udes sind, hat auch heute noch ihre G\u00fcltigkeit. Die Anforderungen an die Fenster sind hoch und stellen die Fensterbauer oft vor praktisch unl\u00f6sbare Aufgabenstellungen. Fenster sollen K\u00e4lte, W\u00e4rme, Wind, Wasser, L\u00e4rm und unerw\u00fcnschte G\u00e4ste abhalten. Es m\u00fcssen kleine und ganz grosse Fenster auf Kundenmass gefertigt werden. Die Konstruktion darf nicht sichtbar sein. Design, Material- und Farbgebung (nach RAL, NCS, Kundenmuster) und Kopplungen von Elementen werden bei jedem Objekt neu festgelegt. Die Robustheit und die Produktsicherheit m\u00fcssen gew\u00e4hrleistet sein. W\u00e4hrend fr\u00fcher die Kondensatbildung in der kalten Jahreszeit diskussionslos akzeptiert wurde, ist sie heute ein absolutes Tabu. Weitere Anspr\u00fcche wie Transparenz, \u00d6ffenbarkeit und Reinigungsfreundlichkeit werden vorausgesetzt. Der Kunde erwartet ein praktisch wartungsfreies Fenster \u00fcber eine lange Gebrauchsdauer (\u00fcber 50 Jahre) und damit einen hohen Investitionsschutz.<\/p>\n<p>In diesem Kapitel wird das Fenster (Fensterrahmen) als\u00a0ganzes Element beschrieben. Es steht der Wohn-, Verwaltungs- und Gewerbebau im Fokus. Aufgrund der Bedeutung in der Praxis beschr\u00e4nken wir uns auf das Einfachfenster; auf Verbund- und Kastenfenster, sowie\u00a0Dachfl\u00e4chenfenster wird nicht weiter eingegangen.<\/p>\n<p>Die Verglasung wird im Kapitel 3.6.2 und der Sonnen-, Wetter- und Blendschutz im Kapitel 3.6.3 n\u00e4her betrachtet.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-1\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-1.png\" alt=\"Fenster, die Augen eines Geb\u00e4udes. Schulgemeinde Oberrieden. Einsatz von Renovationsfenstern.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.1: \u2002Fenster, die Augen eines Geb\u00e4udes. Schulgemeinde Oberrieden. Einsatz von Renovationsfenstern.<\/div>\n<h3>3.6.1.1 Geltende Normen und Regelwerke<\/h3>\n<p>Die Anforderungen an Fenster und deren Gebrauchstauglichkeit sind massgeblich in den folgenden Normen festgelegt:<\/p>\n<ul>\n<li>SIA 331 Fenster und Fenstert\u00fcren<\/li>\n<li>SIA 180 W\u00e4rmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Geb\u00e4uden<\/li>\n<li>SIA 181 Schallschutz im Hochbau<\/li>\n<li>EN 14351-1 Fenster und T\u00fcren \u2013 Produktnorm, Leistungseigenschaften<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die \u00dcbereinstimmung der Fenster mit den Anforderungen der europ\u00e4ischen Norm EN 14351-1 ist vom Fensterbauer durch eine Erstpr\u00fcfung und durch eine werkseigene Produktionskontrolle (WPK) nachzuweisen. F\u00fcr jedes Produkt, das auf den Markt kommt, ist eine entsprechende Konformit\u00e4tserkl\u00e4rung zu erstellen und auf Wunsch den Kunden auszuh\u00e4ndigen.<\/p>\n<h3>3.6.1.2 Anforderungen und konstruktive<br \/>\nL\u00f6sungen<\/h3>\n<h3>Wind und Wasser<\/h3>\n<p>Schlagregendichtigkeit und eine angemessene Luftdurchl\u00e4ssigkeit sind die Grundeigenschaften eines Fensters. Folgende Normen sind massgebend:<\/p>\n<ul>\n<li>SIA 261 Einwirkungen auf Tragwerke<\/li>\n<li>SN EN 12208 Klassifizierung der Schlagregendichtigkeit<\/li>\n<li>SN EN 12207 Klassifizierung der Luftdurchl\u00e4ssigkeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Architekt bzw. Planer ermittelt aufgrund seines geplanten Geb\u00e4udes (Geb\u00e4udeh\u00f6he) und deren Lage\/Gel\u00e4ndekategorie die Anforderungen an die Fenster und legt diese seiner Ausschreibung zugrunde. In der Praxis k\u00f6nnen mit der maximalen Anforderung an die Luftdurchl\u00e4ssigkeit der Klasse 4 und der Schlagregendichtigkeit der Klasse 9A praktisch s\u00e4mtliche Objekte dauerhaft ihre Funktion wahrnehmen. Es gilt zu beachten, dass es in der Schweiz Regionen gibt (z.B. Chur), die regelm\u00e4ssig mit ausserordentlichen Wettersituationen (z.B. F\u00f6hnlage) konfrontiert sind und deshalb spezielle Anforderungen an die Dichtheit zu stellen sind.<\/p>\n<p>Eine leistungsf\u00e4hige Fensterkonstruktion weist folgende Merkmale auf (vgl. Bild 3.6.2):<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-2\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_180.png\" alt=\"Merkmale einer leistungsf\u00e4higen Fensterkonstruktion.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.2:\u2002Merkmale einer leistungsf\u00e4higen Fensterkonstruktion.<\/div>\n<ul>\n<li>Die Abtropfnase zwischen Fl\u00fcgel und Rahmen stellt sicher, dass bei Schlagregen eingedrungenes Wasser auf direktem Weg in die Wasserkammer gelangen und durch die Entw\u00e4sserungs\u00f6ffnung nach aussen abfliessen kann. Damit dieser Prozess auch bei Staudruck funktioniert, ist eine Druckausgleichszone erforderlich.<\/li>\n<li>Die rundumlaufende und in einer Ebene liegende Mitteldichtung (Prim\u00e4rdichtung) ist die eigentliche Trennung zwischen innen und aussen. Sie bildet die Grundvoraussetzung daf\u00fcr, dass mehrfl\u00fcgelige Fenster dauerhaft luft- und wasserdicht bleiben.<\/li>\n<li>Die innenliegende \u00dcberschlagsdichtung schliesst den Beschlagsfalz raumseitig ab und verhindert, dass Raumfeuchte eindringen, kondensieren oder im ung\u00fcnstigsten Fall gefrieren kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Moderne Fenster sind ausserordentlich dicht und helfen so, Energie zu sparen (Transmissions- und L\u00fcftungsw\u00e4rmeverluste) und den L\u00e4rm abzuhalten. Bei Geb\u00e4uden mit mechanischer Bel\u00fcftung (z.B. MINERGIE) wird der Luft- und Feuchtehaushalt gew\u00e4hrleistet. Fehlt eine L\u00fcftung, muss der Luftwechsel durch den Benutzer sichergestellt werden (Fensterl\u00fcftung), damit die Luftqualit\u00e4t erhalten bleibt, \u00fcbersch\u00fcssige Feuchtigkeit abgef\u00fchrt wird und es nicht zu Feuchtesch\u00e4den (Schimmelpilzbildung) kommen kann.<\/p>\n<h3>W\u00e4rmeschutz und Energieeffizienz<\/h3>\n<p>F\u00fcr den Bereich W\u00e4rmeschutz und Energieeffizienz sind folgende Normen und Regelwerke massgebend:<\/p>\n<ul>\n<li>SIA 180 W\u00e4rmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Geb\u00e4uden<\/li>\n<li>EN ISO 10077-1 W\u00e4rmetechnisches Verhalten von Fenstern, T\u00fcren und Abschl\u00fcssen<\/li>\n<li>MINERGIE-Modul Fenster<\/li>\n<li>Energieetikette f\u00fcr Fenster Schweiz<\/li>\n<\/ul>\n<h4>W\u00e4rmedurchgangskoeffizient Fenster<\/h4>\n<p>Der Fenster-U-Wert U<sub>w<\/sub> kann durch Messung oder Berechnung ermittelt werden, im Gegensatz zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gilt in der Schweiz ein zweifl\u00fcgliges Fenster (Mauer\u00f6ffnung B x H = 1,55 m x 1,15 m) als\u00a0Referenzgr\u00f6sse. Die Fl\u00e4chen der Verglasung A<sub>g<\/sub>, des Rahmens A<sub>f<\/sub> und deren W\u00e4rmedurchgangskoeffizienten U<sub>g<\/sub> bzw. U<sub>f<\/sub> haben den gr\u00f6ssten Anteil am W\u00e4rmeverlust. Der Glasrandverbund erh\u00f6ht den W\u00e4rmedurchgang mit dem l\u00e4ngenbezogenen W\u00e4rmedurchgangskoeffizienten \u03c8<sub>g<\/sub>.<\/p>\n<h4>W\u00e4rmedurchgangskoeffizient Verglasung<\/h4>\n<p>Der Glas-U-Wert U<sub>g<\/sub> h\u00e4ngt von den Anzahl Scheiben oder Folien, von den Glasabst\u00e4nden, von der Glasbeschichtung (Emissivit\u00e4t) und der Edelgasf\u00fcllung (Argon, Krypton oder deren Gemisch) ab (vgl. Kapitel 3.6.2 \u00abVerglasung\u00bb). Heute liegt der Anteil von 3-fach-Isolierglas in der Schweiz bei \u00fcber 90 %. 2-fach Isolierglas kommt noch im Denkmalschutz oder in unbeheizten R\u00e4umlichkeiten zum Einsatz.<\/p>\n<p>Der revolution\u00e4re Durchbruch im Bereich der Vakuumverglasungen ist bis heute noch nicht gelungen. Es sind nur Kleinformate herstellbar. Die dauerhafte Abdichtung des Vakuums, die sichtbaren Distanzpunkte und Ventile halten Bauherren davon ab, diese Technologie bereits heute einzusetzen.<\/p>\n<h4>W\u00e4rmedurchgangskoeffizient Rahmen<\/h4>\n<p>Der Rahmen-U-Wert U<sub>f<\/sub> wird durch die Rahmendicken, die Anzahl Kammern (Lufthohlr\u00e4ume) und den Einbau von W\u00e4rmed\u00e4mmschichten beeinflusst. Die dominierenden Rahmenmaterialien sind Holz, Holz-Aluminium, Kunststoff (PVC) und Aluminium. Beim Kunststoffrahmen wirken sich die aus statischen Gr\u00fcnden erforderlichen Stahlverst\u00e4rkungen negativ auf den U<sub>f<\/sub>-Wert aus. Das Weglassen oder Substituieren des Stahls, z.B. durch faserverst\u00e4rkte Kunststoffprofile (GFK) war bisher nicht zielf\u00fchrend.<\/p>\n<h4>L\u00e4ngenbezogener W\u00e4rmedurchgangskoeffizient<\/h4>\n<p>Der W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust \u03a8<sub>g <\/sub> \u00fcber den Glasrandverbund wirkt sich massgebend auf den Fenster-U-Wert U<sub>w<\/sub> aus. Durch den Wechsel von gut w\u00e4rmeleitenden Glasabstandhaltern aus Aluminium auf Edelstahl und heute mehrheitlich Kunststoff (\u00abwarme Kante\u00bb) konnte der W\u00e4rmeverlust beim Fenster um bis 20 % reduziert werden. Durch die neue Materialisierung hat sich im Glasrandbereich die Oberfl\u00e4chentemperatur wesentlich erh\u00f6ht und die l\u00e4stigen Kondensatstreifen treten nur noch selten in Erscheinung.<\/p>\n<h4>W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust beim Fenstereinbau<\/h4>\n<p>Durch den geeigneten Einbauort der Fenster in der Fassade kann der W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust \u03a8<sub>E<\/sub> entscheidend beeinflusst werden (vgl. Bilder 4.2.4 und 4.2.11 im Kapitel 4.2 \u00abVermeiden von W\u00e4rmebr\u00fccken\u00bb).<\/p>\n<h4>Gesetzliche Vorgaben MuKEn<\/h4>\n<p>Die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich, kurz MuKEn genannt, legen den einzuhaltenden Mindestw\u00e4rmeschutz fest. Gem\u00e4ss MuKEn08 sind U<sub>w<\/sub>-Werte von \u2264 1,3 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K (mit erneuerbarer Energie) bzw. von U<sub>w<\/sub> \u2264 1,0 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K (ohne erneuerbarer Energie) einzuhalten.<\/p>\n<h4>MINERGIE-Modul-Fenster<\/h4>\n<p>Ein nach MINERGIE zertifiziertes Fenster garantiert nebst der Energieeinsparung einen hohen thermischen Komfort. Es gibt separate Anforderungen f\u00fcr Fenster (vgl. Bild 3.6.4), Dachfl\u00e4chenfenster und Hebeschiebet\u00fcren.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Table_21.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.3:\u2002Richtwerte U<sub>f<\/sub> bzw. U<sub>w<\/sub> in Abh\u00e4ngigkeit der verschiedenen Rahmenmaterialien (2-fl\u00fcgliges Normfenster nach SIA 331, Mauer\u00f6ffnung B x H = 1,55 x 1,15 m; 3-fach-Isolierverglasung mit U<sub>g<\/sub> =\u00a00,4 bis 0,8 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K, Glasabstandhalter mit \u03c8<sub>g<\/sub> = 0,035 W\/m\u00b7K).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div><\/div>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4513\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.4.png\" alt=\"\" width=\"438\" height=\"598\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.4-200x273.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.4-220x300.png 220w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.4-400x546.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.4.png 438w\" sizes=\"(max-width: 438px) 100vw, 438px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.4:\u2002Die Anforderungen f\u00fcr die beiden Module Fenster MINERGIE und MINERGIE-P im Vergleich.<\/div>\n<h4>Energieeffizienz \u2013 Energieetikette f\u00fcr Fenster<\/h4>\n<p>Das Bundesamt f\u00fcr Energie und die beiden Tr\u00e4gerverb\u00e4nde SZFF und FFF haben die Energieetikette lanciert. Mit dieser soll der Konsument m\u00f6glichst einfach erkennen k\u00f6nnen, welche Fenster am energieeffizientesten sind. Die energetische Beurteilung basiert auf dem \u00fcber die Heizperiode beim Normfenster bilanzierten Transmissionsw\u00e4rmeverlust und den solaren Gewinnen und wird als energie\u00e4quivalenter U-Wert U<sub>w,eq<\/sub> dargestellt. Es zeigt sich, dass bei optimaler Wahl eines Fensters und der richtigen Wahl der Verglasung (hoher g-Wert = hohe Energiegewinne), \u00fcber die Heizperiode betrachtet, Energie gewonnen werden kann (U<sub>w,eq<\/sub> \u2264 0 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K). Diese Fenster erhalten die Klassifizierung A.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-5\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-5.png\" alt=\"Energieetikette Schweiz.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.5:\u2002Energieetikette Schweiz.<\/div>\n<h4>Effizienz dank Lichtoptimierung<\/h4>\n<p>In der Schweiz werden die Fenster (im Gegensatz zu anderen L\u00e4ndern in Europa) von innen, auf Anschlag montiert und durch die Aussenwand bzw. W\u00e4rmed\u00e4mmschichten zus\u00e4tzlich \u00fcberd\u00e4mmt. Das ist der Hauptgrund, dass sich \u00abPassivhaus-Fenster\u00bb (Sandwichprofile mit breiten Rahmenpartien) in der Schweiz nie durchsetzen konnten.<\/p>\n<p>Die Isoliergl\u00e4ser (U<sub>g<\/sub>) d\u00e4mmen heute besser als die Fensterrahmen (U<sub>f<\/sub>). Darum sollte darauf geachtet werden, dass Fenster mit m\u00f6glichst schlanken Rahmenprofilen (A<sub>f<\/sub>) eingesetzt werden und so die Fl\u00e4che des Isolierglases (A<sub>g<\/sub>) maximiert wird. Dieser Effekt kann im Neubau durch den Einsatz von Integral-Fenster (Fl\u00fcgelrahmen schiebt sich hinter den Rahmen) erreicht werden.<\/p>\n<p>Eine weitere Optimierung bringt der Einsatz von Isoliergl\u00e4sern mit hohen g-Werten und der Montage der Fenster m\u00f6glichst weit aussen, womit die Verschattung (Leibung als \u00abSeitenblende\u00bb und Sturz als \u00ab\u00dcberhang\u00bb) reduziert werden kann.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-6\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-6.png\" alt=\"Bauanschluss seitlich im Vergleich Standard- und Integral-System. Diese Optimierung erh\u00f6ht den Glasanteil Ag von 82 % auf 85 % auf das Normfenster bezogen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.6:\u2002Bauanschluss seitlich im Vergleich Standard- und Integral-System. Diese Optimierung erh\u00f6ht den Glasanteil Ag von 82 % auf 85 % auf das Normfenster bezogen.<\/div>\n<h4>Behaglichkeit<\/h4>\n<p>Der Trend zu grossen, verglasten Fl\u00e4chen h\u00e4lt an. Vor allem bei hohen Verglasungen (\u00fcber 2 m) muss darauf geachtet werden, dass der W\u00e4rmeschutz (U<sub>w<\/sub>&#8211; bzw. U<sub>g<\/sub>-Werte) bestm\u00f6glich gew\u00e4hlt wird. Ansonsten kann sich aufgrund der tieferen Oberfl\u00e4chentemperaturen ein Kaltluftabfall bilden, was zu Behaglichkeits- und Komforteinbussen f\u00fchrt (<a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/2-1%e2%80%82behaglichkeit\/\">vgl. Kapitel 2.1.1 \u00abThermische Behaglichkeit\u00bb<\/a>). Ebenso ist darauf zu achten, dass die Fugendurchl\u00e4ssigkeit der Fenster und des Bauanschlusses ausreichend sind, um Zugluft zu vermeiden. Dies kann mittels Blower-Door-Messung kontrolliert werden; bei MINERGIE-Bauten ist diese Messung zwingend.<\/p>\n<p>Wesentlich f\u00fcr die Behaglichkeit ist der W\u00e4rmeschutz im Sommer, mit dem Ziel, \u00dcberhitzung zu vermeiden (<a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/2-3%e2%80%82waermeschutz-im-sommer\/\">vgl. Kapitel 2.3 \u00abW\u00e4rmeschutz im Sommer\u00bb<\/a>). Am wirkungsvollsten f\u00fcr den W\u00e4rmeschutz im Sommer ist ein aussenliegender, beweglicher Sonnenschutz (vgl. Kapitel 3.6.3 \u00abSonnen-, Wetter- und Blendschutz\u00bb).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-7\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-7.png\" alt=\"Durch optimale Abstimmung von Vordach, S\u00e4ulenreihe und g-Wert des Isolierglases konnte bei diesem Ausstellungsgeb\u00e4ude der Talsee AG, Hochdorf, auf eine Beschattung verzichtet werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.7:\u2002Durch optimale Abstimmung von Vordach, S\u00e4ulenreihe und g-Wert des Isolierglases konnte bei diesem Ausstellungsgeb\u00e4ude der Talsee AG, Hochdorf, auf eine Beschattung verzichtet werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Durch dynamische Simulation k\u00f6nnen die Auswirkungen objektspezifischerL\u00f6sungen hinsichtlich Behaglichkeit und Energieaufwand (z.B. K\u00fchlung) beurteilt und vom \u00abRegelfall\u00bb abweichende Massnahmen, wie ein Verzicht auf Beschattung, allenfalls legitimiert werden (vgl. Bild 3.6.7).<\/p>\n<h3>Schallschutz<\/h3>\n<p>Folgende Normen sind relevant:<\/p>\n<ul>\n<li>SIA 181 Schallschutz im Hochbau<\/li>\n<li>L\u00e4rmschutz-Verordnung (LSV)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Fensterbau spielt der Luftschall seit Jahren eine wichtige Rolle und hat durch die verdichtete Bauweise einen noch h\u00f6heren Stellenwert erhalten. Die Verbesserungen im Bereich der Luftschalld\u00e4mmung von Fenstern und Fassaden haben einen tieferen Grundger\u00e4uschpegel innerhalb der R\u00e4ume zur Folge. Damit steigt die Sensibilit\u00e4t auf Ger\u00e4usche, welche aus den benachbarten Wohneinheiten eindringen. Aus diesem Grund hat beim Fensterbau auch die \u00dcbertragung von K\u00f6rperschall an Bedeutung gewonnen.<\/p>\n<h4>Luftschall<\/h4>\n<p>Die einzuhaltenden Anforderungen an den Schallschutz h\u00e4ngen von der L\u00e4rmbelastung auf die jeweilige Fassade bzw. auf ein Fenster ab (Beurteilungspegel L<sub>r<\/sub>, bei Tag bzw. bei Nacht).<\/p>\n<p>Der Anforderungswert D<sub>e<\/sub> definiert den zu erreichenden Luftschallschutz zwischen dem Aussenraum und dem Innenraum. Neben dem Fenster (Rahmen, Glas, Einbausituation) haben meist noch andere Bauteile (z.B. Aussenwand und Sturzkonstruktion) Einfluss auf den\u00a0resultierenden Schallschutz D<sub>e,tot<\/sub>, der am Bau gemessen gr\u00f6sser oder gleich dem Anforderungswert D<sub>e<\/sub> sein muss.<\/p>\n<p>Bei der Ausschreibung und der Bestellung (Werkvertrag) soll f\u00fcr die Fenster der Kennwert \u00abR&#8216;<sub>w<\/sub> + C<sub>tr<\/sub>\u00bb vereinbart werden. Dieser am Bau einzuhaltende Wert kann bei Bedarf messtechnisch ermittelt und so das Einhalten der Anforderung gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Es ist Aufgabe des Unternehmers, die optimale Kombination von Fenster und Isolierglas zu w\u00e4hlen, um unter Ber\u00fccksichtigung von Differenzen zwischen Labor- und Bauwerten (vgl. Bild 3.6.8) den gestellten Anforderungen zu gen\u00fcgen.<\/p>\n<h4>Einflussgr\u00f6ssen beim Luftschallschutz<\/h4>\n<p>Die Grundkonstruktion (Mittel- und \u00dcberschlagsdichtung), die gute Luftdichtheit und ein optimaler Bauanschluss eines Fensters sind Grundvoraussetzungen f\u00fcr eine gute Schalld\u00e4mmung. Die Masse (Fl\u00e4chengewicht) von Rahmen, Fl\u00fcgel und Isolierglas sind f\u00fcr die Schalld\u00e4mmung entscheidend: Je mehr Masse, desto besser. Durch einen asymmetrischen Glasaufbau (z.B. 8 mm aussen, 5\u00a0mm innen) kann die Eigenresonanz des Systems g\u00fcnstig beeinflusst werden.<\/p>\n<p>Eine weitere Verbesserung bringt der Einsatz von speziellen Schalld\u00e4mmfolien (Phone-Folien). Der Einfluss von Format und Gr\u00f6sse muss ber\u00fccksichtig werden, da sich die Werte gr\u00f6sserer Gl\u00e4ser verschlechtern. Bei hohen Schallschutzanforderungen soll zwischen Fl\u00fcgel und Isolierglas mit einer Falzgrundversiegelung abgedichtet werden. Der Einsatz von Schwergas SF6 ist aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden verboten.<\/p>\n<p>Bei Einfachfenstern kann ein Schalld\u00e4mmverm\u00f6gen von R<sub>w<\/sub> bis max. 45 dB (Laborwert) noch wirtschaftlich erreicht werden. F\u00fcr h\u00f6here Schalld\u00e4mmwerte muss auf Verbund- oder Kastenfenster ausgewichen werden.<\/p>\n<h4>K\u00f6rperschall<\/h4>\n<p>Die Bedeutung der \u00dcbertragung von K\u00f6rperschall nimmt im Fensterbau stetig zu. Die Bedienger\u00e4usche von Fenster-, T\u00fcren und Hebe-Schiebet\u00fcren werden gem\u00e4ss Norm SIA 181:2006 als \u00abGer\u00e4usche fester Einrichtungen in Geb\u00e4uden\u00bb beurteilt:<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Table_22.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.8:\u2002Messreihe mit Holz-Metall-Fenstern und 3-fach-Isolierglas an der EMPA D\u00fcbendorf. Normfenstergr\u00f6sse nach SIA 331, 2-fl\u00fcglig Mauerlicht B x H = 1,55 m x 1,15 m = 1,78 m<sup>2<\/sup>.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4517\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.9.png\" alt=\"\" width=\"907\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.9-200x48.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.9-300x72.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.9-400x96.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.9-600x144.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.9-768x185.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.9-800x192.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.9.png 907w\" sizes=\"(max-width: 907px) 100vw, 907px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.9:\u2002\u00dcbersicht \u00fcber die Sicherheitsstufen beim Fenster.<\/div>\n<ul>\n<li>Die Benutzung von Fenstern und T\u00fcren wird normalerweise als Einzelger\u00e4usch (Benutzungsger\u00e4usch) eingestuft.<\/li>\n<li>Die Anforderung ergibt sich aus der L\u00e4rmempfindlichkeit f\u00fcr den jeweiligen Raum.<\/li>\n<li>F\u00fcr Stockwerk- und Wohneigentum gelten automatisch die erh\u00f6hten Anforderungen (-3 dB).<\/li>\n<li>Bei der Pr\u00fcfung von Parallelschiebe- (PS), Parallelschiebekipp- (PSK) und Hebe-Schiebet\u00fcrelementen (HT) werden die Elemente mehrmals nacheinander ge\u00f6ffnet und wieder geschlossen. Dabei wird das Roll- sowie das Schliessger\u00e4usch separat beurteilt.<\/li>\n<li>Dreh- und Drehkippfenster ohne weichelastische Dichtung werden mit dem EMPA-Pendelfallhammer gepr\u00fcft.<\/li>\n<li>F\u00fcr Dreh- und Drehkippfenster mit weichelastischer Dichtung existiert keine Normpr\u00fcfung.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Einbruchschutz<\/h3>\n<p>Folgende Norm ist relevant:<\/p>\n<ul>\n<li>SN EN 1627 T\u00fcren, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschl\u00fcsse \u2013 Einbruchhemmung \u2013 Anforderungen und Klassifizierung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nach Norm SN EN 1627 ist ein einbruchhemmendes Fenster ein vollst\u00e4ndiges, funktionsf\u00e4higes Element, das im eingebauten und versperrten oder versperrten und verriegelten Zustand die Funktion hat, dem gewaltsamen Zutritt durch den Einsatz von k\u00f6rperlicher Gewalt und unter Zuhilfenahme von vorher festgelegten Werkzeugen Widerstand zu leisten. Darunter fallen mehr oder weniger alle g\u00e4ngigen Fenster\u00f6ffnungsarten. Die Anforderungen sind aufgrund der Nutzungsvereinbarungen eines Objekts festzulegen.<\/p>\n<p>In der Norm sind sechs Widerstandsklassen RC (resistance class) definiert. In der Praxis spielen die RC-Klassen RC1 und RC2 mengenm\u00e4ssig die entscheidende Rolle und sie k\u00f6nnen bei zweifl\u00fcgligen Fenstern realisiert werden. Es macht Sinn, Fenster im Erdgeschoss oder bei leicht zug\u00e4nglichen Balkonen einbruchhemmend auszur\u00fcsten. Die Einbruchspezialisten stellen fest, dass vorwiegend die Fenster aufgebrochen werden und nicht (wie im Kriminalfilm h\u00e4ufig gezeigt) mit dem Diamanten die Scheiben aufgeschnitten oder per Faustschlag zertr\u00fcmmert werden. Bei 3-fach-Isolierglas m\u00fcsste dazu auch enorme Kraft aufgewendet werden.<\/p>\n<h4>Sicherheitsmassnahmen<\/h4>\n<p>Damit Fenster sicher werden, m\u00fcssen folgende Punkte beachtet werden (vgl. Bild 3.6.9):<\/p>\n<ul>\n<li>Fenstergriff abschliessen, damit die Fensterbeschl\u00e4ge nicht mittels Werkzeug verschoben werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Einsatz eines Sicherheitsbeschlages mit Sicherheitspilzzapfen und Sicherheits-Schliessteilen, damit der Fl\u00fcgel nicht aus dem Rahmen gehebelt werden kann.<\/li>\n<li>Verwendung von Isolierglas mit Verbundsicherheitsglas (VSG), das nur schwerlich eingeschlagen werden kann.<\/li>\n<li>Isolierglas mittels Falzgrundversiegelung einkleben.<\/li>\n<li>Bei der Montage der Rahmen auf die Montageabst\u00e4nde achten und die Befestigungspunkte druckfest hinterf\u00fcllen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein weiterer Schritt w\u00e4re, die Fenster via \u00d6ffnungs- oder Verschluss\u00fcberwachung an ein Alarmsystem anzubinden. Nach Sch\u00e4tzungen der Fensterhersteller werden in der Praxis die Grundsicherheit zu 75 %, die Klasse RC1 zu 20 % und die Klasse RC2 zu 5 % verkauft, mit zunehmender Tendenz, RC2 erreichen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h3>3.6.1.3 Fensterkonstruktion<\/h3>\n<h3>Fenstermarkt Schweiz<\/h3>\n<p>Im Fenstermarkt Schweiz hat es in den letzten Jahren eine massive Verschiebung in Richtung Holz-Aluminium- und hochwertige Kunststofffenster gegeben. Einerseits k\u00f6nnen mit diesen Systemen Kundenbed\u00fcrfnisse (z.B. unterhaltsarm) besser abgedeckt werden, andererseits wurden diese Fenstersysteme systematisch weiterentwickelt und auf die Marktbed\u00fcrfnisse ausgerichtet.<\/p>\n<p>Die Treiber f\u00fcr die Weiterentwicklung der Fenstersysteme der letzten Jahre waren:<\/p>\n<ul>\n<li>Energie sparen und Komfort,<\/li>\n<li>Grossfl\u00e4chige, \u00f6ffenbare Fenster,<\/li>\n<li>Domografie- und behindertengerechte Schwellen,<\/li>\n<li>Wirtschaftlichkeit und<\/li>\n<li>Produktsicherheitsgesetz.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-6-10\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-10.png\" alt=\"Fenstermarkt Schweiz 2014\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.10:\u2002Fenstermarkt Schweiz 2014 (Quelle: W\u00fcest &amp; Partner).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-11\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-11.png\" alt=\"Holzfenster mit Aluminium-Wetterschenkel und Nassverglasung. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.11:\u2002Holzfenster mit Aluminium-Wetterschenkel und Nassverglasung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-12\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-12.png\" alt=\"Holz-Aluminium-Fenster in zwei Varianten.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.12:\u2002Holz-Aluminium-Fenster in zwei Varianten.<\/div>\n<h3>Holzfenster<span style=\"font-weight: normal\"> (vgl. Bild 3.6.11)<\/span><\/h3>\n<p>Das Holzfenster wurde in den letzten Jahren praktisch nicht mehr weiterentwickelt und z\u00e4hlt bez\u00fcglich Bedeutung am Markt als grosser Verlierer. Seine St\u00e4rken liegen in der Nachhaltigkeit aufgrund des Rohstoffes Holz. Der grosse Nachteil hingegen ist der Unterhaltsaufwand.<\/p>\n<p>Das Holzfenster findet heute noch Anwendung im Bereich Denkmal- und Heimatschutz und dort, wo der Witterungsschutz durch zus\u00e4tzliche Massnahmen sichergestellt ist (Chalet-Bau mit grossem Vordach, Doppelhautfassaden).<\/p>\n<h3>Holz-Aluminium-Fenster<span style=\"font-weight: normal\"> (vgl. Bild 3.6.12)<\/span><\/h3>\n<p>Folgendes Dokument gibt Auskunft \u00fcber die Klassifizierung von Holz-Aluminium-Fenstern:<\/p>\n<ul>\n<li>Richtlinie Nr. SZFF 52.03\/FFF 04.06<\/li>\n<li>Holz-Metall-Fenster<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Holz-Aluminium-Fenster hat seinen Ursprung in der Schweiz. Seine Entwicklung geht zur\u00fcck in die 60<sup>er<\/sup>&#8211; Jahre. Das prim\u00e4re Ziel ist seine uneingeschr\u00e4nkte Dauerhaftigkeit. Beim klassischen Konstruktionsansatz werden die Funktionen wie folgt verteilt:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Teil aus Holz \u00fcbernimmt haupts\u00e4chlich die Statik und die W\u00e4rmed\u00e4mmung.<\/li>\n<li>Das Isolierglas sorgt f\u00fcr Transparenz und spielt gleichzeitig im Bereich Statik eine wichtige Rolle. Es gibt Hersteller, die zur Aussteifung des Fl\u00fcgelprofils eine Holz-Glasverklebung nutzen.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-6-13\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-13.png\" alt=\"Fenstereinbau, F\u00fchrung der Storen und Glasabsturzsicherung optimiert. Wohngeb\u00e4ude Wettsteinpark, Luzern. Holz-Aluminium-Lochfenster.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.13:\u2002Fenstereinbau, F\u00fchrung der Storen und Glasabsturzsicherung optimiert. Wohngeb\u00e4ude Wettsteinpark, Luzern. Holz-Aluminium-Lochfenster.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<ul>\n<li>Das Aluminium ist f\u00fcr den Witterungsschutz und die Wasserf\u00fchrung innerhalb der Konstruktion zust\u00e4ndig. Dieser Schutz wird durch komplette Abdeckung (dichte Eckwinkel) und eine umlaufende Wasserkammer im Rahmen maximal sichergestellt. Der Fl\u00fcgel ist komplett abgedeckt (dichte Eckwinkel) und die Wasserf\u00fchrung (inkl. Wasserabtropfnase) wird durch die Aluminiumschale gew\u00e4hrleistet.<\/li>\n<li>Die \u00abVerbundkonstruktion\u00bb aus Holz und Aluminium weist unterschiedliche W\u00e4rmeausdehnungen auf. Die Aluminiumschale muss deshalb gleitend mit der Holzkonstruktion verbunden werden, damit keine Spannungen entstehen und Sch\u00e4den sowie Knack- und Knallger\u00e4usche vermieden werden.<\/li>\n<li>Holz ist feuchteempfindlich. Durch die Hinterl\u00fcftung und die punktuelle Auflage der Aluminiumschale wird dies ber\u00fccksichtigt.<\/li>\n<li>Das Ziel ist ein maximaler Schutzgrad der Grundkonstruktion (Fensterrahmen mit Unterteilungen) sowie deren Zusammenbauten (Fensterb\u00e4nder, Fassaden usw.) f\u00fcr eine maximale Dauerhaftigkeit.<\/li>\n<li>Durch die konsequente Trennung von Aluminium und Holz ist der Kunde absolut frei in der Farbwahl. Aluminium kann in hellen oder ganz dunklen Farben pulverbeschichtet oder anodisiert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Kunststofffenster<span style=\"font-weight: normal\"> (vgl. Bild 3.6.14)<\/span><\/h3>\n<p>Kunststofffenster werden in der Schweiz seit Ende der 60<sup>er<\/sup>-Jahre eingesetzt. Aufgrund der h\u00f6heren Anforderungen im Bereich W\u00e4rmed\u00e4mmung wurden die Querschnitte und die Anzahl der Luftkammern innerhalb der Profile erh\u00f6ht (bis zu 8 Kammern).<\/p>\n<p>PVC hat gute W\u00e4rmed\u00e4mmeigenschaften, aber leider auch einen sehr hohen Ausdehnungskoeffizienten (etwa 1 mm\/m bei 10 Kelvin Temperaturdifferenz).<\/p>\n<p>Der Stahlkern hat einerseits die Aufgabe, das Profil auszusteifen und den sicheren Halt des Fensters im Mauerwerk zu gew\u00e4hrleisten. Andererseits stellt der Stahl sicher, dass das PVC-Profil bei Temperaturschwankungen formstabil bleibt. Fensterfl\u00fcgel werden teilweise auch durch das Einkleben des Isolierglases stabil. Im Rahmenbereich wird der Stahl auch durch besser d\u00e4mmende GFK-Profile ersetzt.<\/p>\n<p>PVC kann nicht dauerhaft beschichtet werden. Damit auch die Hersteller von PVC-Fenstern den Trend nach Farbe mitmachen k\u00f6nnen, werden die Profile entweder mit Folien beschichtet oder zus\u00e4tzlich von aussen mit Aluminium-Profilen beplankt. Es wird gesch\u00e4tzt, dass bereits \u00fcber 40 % der PVC-Fenster als Kunststoff-Aluminium-Fenster ausgeliefert werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-14\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-14.png\" alt=\"Kunststofffenster ohne und mit Aluminium-Bekleidung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.14:\u2002Kunststofffenster ohne und mit Aluminium-Bekleidung.<\/div>\n<h3>Aluminiumfenster<span style=\"font-weight: normal\"> (vgl. Bild 3.6.15)<\/span><\/h3>\n<p>Damit Aluminiumfenster den heutigen Anforderungen an die W\u00e4rmed\u00e4mmung gen\u00fcgen, werden die innere und die \u00e4ussere Schale eines Profils durch einen Isolator thermisch getrennt. Damit Spitzenwerte erreicht werden, sind die Luftkammern zus\u00e4tzlich mit Isolationsmaterialien ausgestattet. Es werden auch Teile des Profils verspiegelt zur Optimierung der Emissivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der Einsatz von Aluminiumfenstern ist vorwiegend im Objektbau. Es k\u00f6nnen mit solchen Systemen grosse Fenster gebaut werden. Anmerkung: Fenster aus Stahl spielen im Wohnungsbau eher eine untergeordnete Rolle. Ihre Vorz\u00fcge kommen vor allem im Bereich Brandschutz und bei denkmalgesch\u00fctzten Objekten zum Tragen.<\/p>\n<h3>3.6.1.4 Fensterkonstruktion<\/h3>\n<h3>\u00d6ffnungsarten\/Dimensionen<\/h3>\n<p>Die h\u00e4ufigsten Fenster- bzw. \u00d6ffnungsarten sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Dreh-Fenster.<\/li>\n<li>Dreh-Kipp-Fenster.<\/li>\n<li>Parallel-Schiebe- oder Parallel-Schiebe-Kipp-Fenster.<\/li>\n<li>Festverglasung (von innen oder von aussen verglast).<\/li>\n<li>Schiebe- oder Hebeschiebet\u00fcren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Fenster, sein Beschlag und die Montage am Bauk\u00f6rper bilden zusammen ein System. Damit das Fenster seine Funktionen \u00d6ffnen und Schliessen \u00fcber Jahre hinweg m\u00f6glichst unterhaltsarm ausf\u00fchren kann, m\u00fcssen die Komponenten aufeinander abgestimmt sein. Der Beschlaghersteller gibt f\u00fcr den Einbau und die Nutzung seiner Beschl\u00e4ge pr\u00e4zise Vorgaben. Diese k\u00f6nnen f\u00fcr Holz-, Holz-Aluminium- oder Kunststofffenster voneinander abweichen. Fensterbeschl\u00e4ge werden einer Dauerfunktionspr\u00fcfung nach DIN EN 12400 unterzogen:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4520\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.x.png\" alt=\"\" width=\"435\" height=\"102\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.x-200x47.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.x-300x70.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.x-400x94.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.x.png 435w\" sizes=\"(max-width: 435px) 100vw, 435px\" \/><\/p>\n<ul>\n<li>Die Klasse 2 w\u00fcrde einer Nutzungszeit von ca. 27 Jahren entsprechen bei einem Zyklus pro Tag (1 x kippen und 1 x drehen).<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzlich wird eine vertikale Last von 800 N am ge\u00f6ffneten Fl\u00fcgel nach DIN EN 1192 aufgebracht, zur Pr\u00fcfung der Widerstandsf\u00e4higkeit gegen vertikale Lasten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da heute oft gr\u00f6ssere Fenster gebaut werden, als die Standardbeschlaghersteller entwickelt haben, m\u00fcssen die Fensterbauer eigene Beschl\u00e4ge entwickeln und testen lassen; Bild 3.6.16 zeigt beispielhaft die in etwa zul\u00e4ssigen Maximalgewichte abh\u00e4ngig von der \u00d6ffnungsart.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-15\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-15.png\" alt=\"Aluminiumfenster thermisch getrennt.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.15: Aluminiumfenster thermisch getrennt.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-16\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.16.png\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"205\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.16:\u2002Beispiele von maximal zul\u00e4ssigen Gewichten in Abh\u00e4ngigkeit der \u00d6ffnungsart. Das Fl\u00fcgelgewicht wird aufgrund der Aussenabmessungen und der Gesamtglasst\u00e4rke berechnet. 1mm Glas entspricht 2,5kg\/m<sup>2<\/sup>.<\/div>\n<h3>Dreh-, Kipp- und Dreh-Kippfenster<\/h3>\n<p>In der Schweiz hat ein Fenster im Durchschnitt zwei Fl\u00fcgel. Davon sind rund 25 % Dreh-Kipp- und 75 % Dreh-Fenster. Bez\u00fcglich des Gewichts der Fl\u00fcgel (3-fach-Isolierverglasung) und seinen Dimensionen st\u00f6sst man heute regelm\u00e4ssig an Grenzen des technisch Machbaren. Besonders liegende Formate, d.h. Fl\u00fcgel, die breiter als h\u00f6her sind, belasten die Beschl\u00e4ge ausserordentlich. Hier bietet sich die M\u00f6glichkeit, besonders tragf\u00e4hige Beschl\u00e4ge (Mehrpreise) einzusetzen und\/oder die \u00d6ffnungsh\u00e4ufigkeit einzuschr\u00e4nken (nur noch f\u00fcr Reinigungszwecke). Eine weitere Alternative bieten Parallel-Schiebe- oder Parallel-Schiebe-Kipp-Fenster.<\/p>\n<h3>Schiebe-\/Hebeschiebet\u00fcren<span style=\"font-weight: normal\"> (vgl. Bilder 3.6.17\/18)<\/span><\/h3>\n<p>Die Schiebe- bzw. Hebeschiebet\u00fcre ist das Trendprodukt der letzten Jahre schlechthin. Sie l\u00e4sst grosse Glasfl\u00e4chen zu, kann weit ge\u00f6ffnet werden, der Durchgang ist schwellenlos ausf\u00fchrbar und die grossen Gewichte k\u00f6nnen von Hand oder per Motorisierung einfach bewegt werden. Die maximalen Fl\u00fcgelbreiten und Fl\u00fcgelh\u00f6hen liegen bei 3,335 m x 3,325 m.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-17\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.17.png\" alt=\"\" width=\"442\" height=\"360\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.17: \u2002Hebeschiebet\u00fcre absolut barrierefrei.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-18\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-18.png\" alt=\"Hebeschiebet\u00fcre in Holz-Aluminium mit Flachdachanschluss. Einfamilienhaus, Hitzkirch.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.18:\u2002Hebeschiebet\u00fcre in Holz-Aluminium mit Flachdachanschluss. Einfamilienhaus, Hitzkirch.<\/div>\n<h3>Rahmenlose Fenster<span style=\"font-weight: normal\"> (vgl. Bild 3.6.19)<\/span><\/h3>\n<p>Im sehr hochwertigen Wohnungs- und Villenbau und repr\u00e4sentativen Objektbau kommen sehr filigrane \u00abrahmenlose\u00bb Fenster zur Anwendung. Dank des lichtoptimierten Einbaus und den geringen Ansichtsbreiten kann ein Maximum an Transparenz erreicht werden. Da oft grosse verschiebbare Glasfl\u00e4chen und Bodenb\u00fcndigkeit gew\u00fcnscht werden, kommt meistens die Ausf\u00fchrung als Schiebefenster zur Anwendung. Ein grosses Augenmerk wird in diesem Bereich auf das Roll- und Dichtungssystem gelegt. Damit eine m\u00f6glichst hohe Luftdichtheit erzielt wird, kommen auch luftunterst\u00fctzte Dichtungssysteme zum Einsatz.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-19\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-19.png\" alt=\"\u00abRahmenloses\u00bb Schiebefenster.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.19: \u2002\u00abRahmenloses\u00bb Schiebefenster.<\/div>\n<h3>Bauanschluss<\/h3>\n<p>Folgende Normen und Richtlinien sind relevant:<\/p>\n<ul>\n<li>SIA 271 Abdichten von Hochbauten<\/li>\n<li>SIA 274 Abdichtung von Fugen in Bauten<\/li>\n<li>SIA 500 Hindernisfreie Bauten<\/li>\n<li>Merkblatt Technische Kommission Flachdach<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die heutige Bauweise lotet die Grenzen aus, davon bleiben die Bauanschl\u00fcsse auch nicht verschont. In der Planung muss diesem Umstand grosses Augenmerk geschenkt werden. Folgende Punkte m\u00fcssen dabei unbedingt beachtet werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Planer, Bauleitung und Handwerker stimmen sich rechtzeitig ab, um den vielf\u00e4ltigen Anforderungen gerecht zu werden (W\u00e4rmebr\u00fccken beim Einbau, Luftdichtheit, Schlagregen- und Wasserdichtigkeit, Schall- bzw. L\u00e4rmschutz).<\/li>\n<li>Hindernisfreies Bauen\/Rollstuhlg\u00e4ngigkeit ber\u00fccksichtigen (Zug\u00e4nge zu Flachdach, Terrassen und Balkone), unter Ber\u00fccksichtigung von Schwellenh\u00f6hen und allenfalls erforderlichen, direkt entw\u00e4sserten Rinnen.<\/li>\n<li>Abst\u00e4nde der Montagebefestigungen einhalten.<\/li>\n<li>Abdichtung innen bzw. warmseitig dampfdichter ausf\u00fchren (Dampfbremse\/Luftdichtung) als die \u00e4usseren Abdichtungen (schlagregen- und winddicht), damit der Feuchteschutz (Wasserdampfdiffusion) gew\u00e4hrleistet ist.<\/li>\n<li>\u00dcberpr\u00fcfen der Anschl\u00fcsse hinsichtlich der Luftdichtheit, z.B. mittels Blower-Door-Messung.<\/li>\n<li>Gem\u00e4ss Norm SIA 271:2021 muss bei Anschlussh\u00f6hen \u2264 60 mm die Rahmenverbreiterung oder der Fensterrahmen aus unverrottbaren Materialien (z.B. Polyurethan Hartschaumplatten) bestehen. Die Abdichtung (Fl\u00fcssigkunststoff) wird idealerweise 25 mm \u00fcber die Nutzschicht (Plattenbelag) gef\u00fchrt. Es wird nun zwischen geschlossener Nutzschicht (Splitt, Rundkies usw.) und offener Nutzschicht (Tragsysteme, Stelzlager) unterschieden. Je nach Anschlussh\u00f6he und Ausf\u00fchrung unterscheidet sich die Vorgehensweise bei Holz und Holz-Aluminium-Fenstern in Bezug auf das untere Rahmenmaterial.<\/li>\n<li>Der Planer hat bei geschlossenen Nutzschichten in den meisten F\u00e4llen eine direkt entw\u00e4sserte Sicherheitsrinne einzuplanen (vgl. Bild 3.6.20).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3.6.1.5 Fassade<\/h3>\n<h3>Fassadensysteme<\/h3>\n<p>Folgende Normen sind relevant:<\/p>\n<ul>\n<li>SIA 329 Vorhangfassaden<\/li>\n<li>SN EN 13830 Vorhangfassaden \u2013 Produktnorm<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fassaden sind im Gegensatz zum Fenster stockwerk\u00fcbergreifend und bilden so auch ohne opake Bauteile (Aussenw\u00e4nde) die Geb\u00e4udeh\u00fclle. Gem\u00e4ss Definition besteht die Vorhangfassade in der Regel aus vertikalen und horizontalen, miteinander verbundenen, im Bauk\u00f6rper verankerten und mit Ausfachungen ausgestatteten Bauteilen. Der Glasanteil ist oft dominierend. Zu diesem Gesamtsystem geh\u00f6rt auch der Sonnenschutz. Als Baustoffe kommen Aluminium, Stahl, Holz und Glas zur Anwendung.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-20\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4529\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.20.png\" alt=\"\" width=\"446\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.20-200x180.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.20-300x270.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.20-400x361.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.20.png 446w\" sizes=\"(max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.20: \u2002Fensteranschluss rollstuhlg\u00e4ngig mit aktiver Entw\u00e4sserung (Querschnitt gem\u00e4ss Norm SIA 271 mindestens 2&#8217;000 mm<sup>2<\/sup>).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-21\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4532\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.21.png\" alt=\"\" width=\"442\" height=\"418\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.21-200x189.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.21-300x284.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.21-400x378.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.21.png 442w\" sizes=\"(max-width: 442px) 100vw, 442px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.21: \u2002Festverglasung (von aussen verglast) mit offener Nutzschicht.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Im Vergleich zur massiven Lochfenster-Fassade bieten leichte Fassadenkonstruktionen vor allem bessere Belichtungsm\u00f6glichkeiten und einen gr\u00f6sseren Sichtbezug von innen nach aussen und umgekehrt. Es wird unterschieden zwischen ein- und mehrschaligen Fassaden. Einschalige Fassaden sind Pfosten-Riegel- und Elementfassaden. Mehrschalige Fassaden werden meist als hinterl\u00fcftetete Doppelhautfassade ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<h4>Pfosten-Riegel-Fassade<\/h4>\n<p>Pfosten-Riegel-Fassaden sind geschosshohe, feingliedrige Sprossenkonstruktionen aus vertikalen Pfosten und horizontalen Riegeln. Das System kann auf der Baustelle, aus Einzelteilen, aufgebaut und anschliessend verglast werden. Effizienter ist der Aufbau mit im Werk vorgefertigten Elementen. Der grosse Vorteil liegt in den schlanken Ansichtsbreiten von z.B. nur 50 oder 60 mm, die ein filigranes Fassadenbild erm\u00f6glichen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-22\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-22.png\" alt=\"Pfosten-Riegel-Fassade in Holz-Aluminium. Kaufm\u00e4nnisches Berufsbildungszentrum, Zug. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.22: \u2002Pfosten-Riegel-Fassade in Holz-Aluminium. Kaufm\u00e4nnisches Berufsbildungszentrum, Zug.<\/div>\n<h4>Elementfassade<\/h4>\n<p>Elementfassaden bestehen aus werkseitig vorgefertigten, mindestens geschosshohen Einzelelementen, die auf die Baustelle geliefert werden. Ein Element kann mehrere Bestandteile wie Fenster, opake Br\u00fcstungen usw. enthalten. Der hohe Vorfertigungsgrad erlaubt einen schnellen Bauablauf und ist sehr gut geeignet f\u00fcr grossfl\u00e4chige, einheitlich gestaltete Fassaden. Elementfassaden kommen oft beim Bau von Hochh\u00e4usern zum Einsatz, teilweise kann sogar auf das Bauger\u00fcst verzichtet werden.<\/p>\n<h4>Doppelhautfassade<\/h4>\n<div id=\"bild-hle-3-6-23\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-23.png\" alt=\"Elementfassade mit vorgeh\u00e4ngter, fixer Beschattung. Im Obstgarten, Kronenberger AG, Emmen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.23: \u2002Elementfassade mit vorgeh\u00e4ngter, fixer Beschattung. Im Obstgarten, Kronenberger AG, Emmen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-24\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-24.png\" alt=\"Innenansicht der Elemente.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.24: \u2002Innenansicht der Elemente.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Bei der mehrschaligen oder Doppelhautfassade werden die verschiedenen Funktionen aufgeteilt. In der Regel sch\u00fctzt die \u00e4ussere Fassade vor den Umwelteinwirkungen. Die innere Fassade schliesst den Innenraum ab und \u00fcbernimmt die W\u00e4rmed\u00e4mmung. Vorteilhaft sind die h\u00f6here Leistungsf\u00e4higkeit im Bereich W\u00e4rme- und Schallschutz und die M\u00f6glichkeit der freien Wahl der Beschattungsanlage, weil diese nicht den direkten Witterungsverh\u00e4ltnissen ausgesetzt ist.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-25\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-25.png\" alt=\"Doppelhautfassade bestehend aus einer Schuppenverglasung\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.25:\u2002Doppelhautfassade bestehend aus einer Schuppenverglasung (aussen) und einer Pfosten-Riegel-Konstruktion (innen). Kaufm\u00e4nnisches Bildungszentrum, Zug.<\/div>\n<h4>Closed Cavity Fassade<\/h4>\n<p>Die Closed Cavity Fassade (CCF) ist eine Weiterentwicklung der Doppelhautfassade mit dem Ziel, die aufwendige Reinigung der Scheibenzwischenr\u00e4ume zu eliminieren. F\u00fchrende Fassadenbauer haben deshalb ein System entwickelt, bei welchem der Zwischenraum der beiden Fassaden vollst\u00e4ndig gekapselt und mit konditionierter, gereinigter Trockenluft durchsp\u00fclt wird.<\/p>\n<h3>3.6.1.6 Ausblick<\/h3>\n<p>Fenster und Fassaden haben in der Schweiz einen sehr hohen Entwicklungsstand und sind qualitativ ausgezeichnet. In der Zukunft kann noch ein Mehrnutzen durch die intelligente Verkn\u00fcpfung der Systeme (Beschattung, L\u00fcftung, Heizung usw.) erreicht werden. Das Komfortbed\u00fcrfnis der Nutzer wird steigen. Motorisierte Fenster und gesteuerte Beschattungsanlagen werden an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-26\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_204.png\" alt=\"Systemaufbau einer CCF mit visualisierter Innenansicht\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.26: \u2002Systemaufbau einer CCF mit visualisierter Innenansicht (Etagenverteilleitung mit Fassadenzuluft, Raffstore ausserhalb der 3-fach-IV, Antrieb \u00fcber Winkelgetriebe mit aussenliegendem Motor).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Durch die verdichtete Bauweise und dem Trend zu mehr Transparenz werden Funktionen der Fenster wie beispielsweise Brandschutz, Sichtschutz und Absturzsicherung an Wichtigkeit dazugewinnen. Man erhofft sich grosse Potenziale in der Weiterentwicklung in den Bereichen Vakuumglas, verdunkelbare, elektrochrome Gl\u00e4ser oder Liquid Crystal Windows (LCW).<\/p>\n<h2>3.6.2 Verglasung<\/h2>\n<p>Die Informationen und Abbildungen st\u00fctzen sich mehrheitlich auf die Publikation \u00abGlas und Praxis\u00bb von Glas Troesch, die weitergehende Informationen zu Isoliergl\u00e4sern bietet.<\/p>\n<h3>3.6.2.1 Glasentwicklung erm\u00f6glicht thermisch effiziente Geb\u00e4ude<\/h3>\n<p>Dank extremen Entwicklungsschritten bei den Gl\u00e4sern (vgl. Bild 3.6.27) f\u00fchren die Fenster, \u00fcber die Heizperiode bilanziert, nicht mehr zu Energieverlusten, sondern zu Energiegewinnen. Das Fenster ist somit in energetischer Hinsicht den opaken Bauteilen \u00fcberlegen. Den hohen w\u00e4rmetechnisch\/energetischen Anspr\u00fcchen und den Anforderungen an die Behaglichkeit kann in der Regel nur noch mit 3-fach-Isoliergl\u00e4sern entsprochen werden (vgl. Bild 3.6.28).<\/p>\n<h3>3.6.2.2 Relevante Begriffe und Kennwerte von Isoliergl\u00e4sern<\/h3>\n<p>Unter anderen sind bei Gl\u00e4sern folgende Begriffe und Kennwerte von Bedeutung.<\/p>\n<h3>Floatglas<\/h3>\n<p>Floatglas ist die am h\u00e4ufigsten verwendete Glasart. Es k\u00f6nnen Gl\u00e4ser in den Dicken von 2 bis 19 mm, bis zu Tafgelgr\u00f6ssen von 3,21 m x 6,0 m hergestellt werden.<\/p>\n<h3>U-Wert U<sub>g<\/sub><\/h3>\n<p>F\u00fcr Isoliergl\u00e4ser stellt der U<sub>g<\/sub>-Wert (nach Pr\u00fcfnorm SN EN 674) die wohl wichtigste Kenngr\u00f6sse f\u00fcr den W\u00e4rmefluss \u00fcber den ungest\u00f6rten Bereich (ohne Einfluss des Glasrandbereichs) dar. Die angegebenen Werte basieren auf einem F\u00fcllgrad des Edelgases von 90 %, womit davon ausgegangen werden kann, dass dieser U-Wert im Mittel \u00fcber die gesamte Nutzungszeit des Isolierglases erhalten bleibt.<\/p>\n<h3>Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert)<\/h3>\n<p>Als Gesamtenergiedurchlassgrad bezeichent man die Summe aus Strahlungstransmission und sekund\u00e4rer W\u00e4rmeabgabe nach innen. Der g-Wert gibt an, wie viel der aussen auftreffenden Sonnenenergie letztendlich ins Rauminnere gelangt.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-27\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-27.png\" alt=\"Seit 1950 hat sich das W\u00e4rmed\u00e4mmverm\u00f6gen der Gl\u00e4ser massiv verbessert. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.27:\u2002Seit 1950 hat sich das W\u00e4rmed\u00e4mmverm\u00f6gen der Gl\u00e4ser massiv verbessert.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-28\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_11.png\" alt=\"Bei dieser Wohn\u00fcberbauung k\u00f6nnen die W\u00e4rmeschutzanforderungen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.28:\u2002Bei dieser Wohn\u00fcberbauung k\u00f6nnen die W\u00e4rmeschutzanforderungen (MuKEn) nur mit guten 3-fach-Isoliergl\u00e4sern erreicht werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4535\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.29.png\" alt=\"\" width=\"909\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.29-200x87.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.29-300x130.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.29-400x173.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.29-600x260.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.29-768x333.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.29-800x347.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.29.png 909w\" sizes=\"(max-width: 909px) 100vw, 909px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.29:\u2002Kennwerte der heute f\u00fcr Isoliergl\u00e4ser mehrheitlich verwendeten Floatgl\u00e4ser oder extraweissen Floatgl\u00e4ser (mit\u00a0Zusatzkosten, f\u00fcr hohe g-Werte).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4538\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.30.png\" alt=\"\" width=\"907\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.30-200x69.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.30-300x104.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.30-400x139.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.30-600x208.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.30-768x267.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.30-800x278.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.30.png 907w\" sizes=\"(max-width: 907px) 100vw, 907px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.30:\u2002Der U-Wert wird massgebend durch W\u00e4rmeschutzbeschichtungen mit geringer Emissivit\u00e4t (Kennwerte mit e = 1 %), den Einsatz von Edelgasen (Kennwerte mit 90 % F\u00fcllgrad) und den Abstand zwischen den Scheiben (SZR) beeinflusst.<\/div>\n<h3>Lichttransmissionsgrad LT<\/h3>\n<p>Der Lichttransmissionsgrad einer Verglasung bezeichnet den prozentualen Anteil der Sonnenstrahlung im Bereich des sichtbaren Lichts (380 bis 780 nm), der von aussen nach innen \u00fcbertragen wird.<\/p>\n<h3>Selektivit\u00e4tskennzahl<\/h3>\n<p>Als Selektivit\u00e4tskennzahl bezeichnet man das Verh\u00e4ltnis zwischen Lichttransmissionsgrad LT und Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert). Die Selektivit\u00e4tskennzahl ist insbesondere bei Sonnenschutzverglasungen von grosser Bedeutung. Eine hohe Selektivit\u00e4tskennzahl (&gt; 1,5) bedeutet guten Sonnenschutz bei maximal viel Tageslicht<\/p>\n<h3>Bewertetes Schalld\u00e4mmmass R<sub>w<\/sub><\/h3>\n<p>Mass zur Kennzeichnung der Luftschalld\u00e4mmung (Labormessung).<\/p>\n<h3>Bewertetes Bauschalld\u00e4mmmass R&#8216;<sub>w<\/sub><\/h3>\n<p>Luftschalld\u00e4mmung unter Ber\u00fccksichtigung von bau\u00fcblichen Nebenweg\u00fcbertragungen (Baumessung).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-31\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-31.png\" alt=\"Anforderungen an Isoliergl\u00e4ser und Massnahmen, mit denen die Qualit\u00e4t der Gl\u00e4ser beeinflusst wird.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.31:\u2002Anforderungen an Isoliergl\u00e4ser und Massnahmen, mit denen die Qualit\u00e4t der Gl\u00e4ser beeinflusst wird.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-32\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4541\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.32.png\" alt=\"\" width=\"906\" height=\"595\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.32-200x131.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.32-300x197.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.32-400x263.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.32-600x394.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.32-768x504.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.32-800x525.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.32.png 906w\" sizes=\"(max-width: 906px) 100vw, 906px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.32:\u2002Durch den Wechsel von Aluminium-Abstandhaltern zu Edelstahl- oder Kunststoff-Abstandhaltern konnten die Oberfl\u00e4chentemperaturen entlang der Fensterrahmen massiv erh\u00f6ht und der W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust reduziert werden (Psi-Werte in Abh\u00e4ngigkeit von Abstandhaltertyp und Fensterrahmen [Quelle: ift Rosenheim]).<\/div>\n<h3>Spektrum-Anpassungswert C und C<sub>tr<\/sub><\/h3>\n<p>Korrekturwert f\u00fcr erh\u00f6hte Schall\u00fcbertragung bei speziellen Frequenzen:<\/p>\n<ul>\n<li>C f\u00fcr L\u00e4rm mit breitem Frequenzspektrum (Eisenbahn oder Industriel\u00e4rm und Innenl\u00e4rm)<\/li>\n<li>C<sub>tr<\/sub> (tr = trafic) ist der Anpassungswert f\u00fcr Strassen- und Flugl\u00e4rm (Schalld\u00e4mmeinbr\u00fcche bei tiefen Frequenzen).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3.6.2.3 Anforderungen an Isoliergl\u00e4ser und wie diese gew\u00e4hrleistet werden<\/h3>\n<p>Je nach Bauaufgabe werden unterschiedliche Anforderungen an die Gl\u00e4ser gestellt (vgl. Bild 3.6.31). Als Basis ist in der Regel immer ein m\u00f6glichst kleiner U<sub>g<\/sub>-Wert gefordert, was zu folgenden Optimierungs\u00fcberlegungen f\u00fchrt:<\/p>\n<ul>\n<li>Wechsel von 2-fach- auf 3-fach-Isoliergl\u00e4ser.<\/li>\n<li>Einsatz von W\u00e4rmeschutzbeschichtungen mit geringer Emissivit\u00e4t.<\/li>\n<li>Abh\u00e4ngig vom Edelgas optimierter Glasabstand bzw. dem Scheibenabstand (SZR).<\/li>\n<li>M\u00f6glichst kleiner W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust bei den Glasr\u00e4ndern, durch Abstandhalter aus Kunststoff (warme Kante, vgl. Bild 3.6.32).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Grunds\u00e4tzlich weisen alle Bauten passivsolare Gewinne auf. Bei hohen Anforderungen an die Energieeffizienz wird der passivsolare Gewinn durch m\u00f6glichst hohe g-Werte optimiert, dies z.B. durch den Einsatz von extraweissem Floatglas. Was w\u00e4hrend der Heizperiode erw\u00fcnscht ist, kann aber im Sommerhalbjahr zu \u00dcberhitzungsproblemen f\u00fchren. Zur Gew\u00e4hrleistung der Behaglichkeit im Sommer bieten die Gl\u00e4ser folgende M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Reduktion der passivsolaren Gewinne durch kleine g-Werte. Solche Sonnenschutzgl\u00e4ser weisen dann aber permanent einen kleineren Gewinn durch Sonneneinstrahlung auf.<\/li>\n<li>Eine Alternative bieten variable Sonnenschutzvorrichtungen innerhalb der Isoliergl\u00e4ser (vgl. Bild 3.6.34).<\/li>\n<li>In der Regel ist jedoch bei Bauten mit hohem Glasanteil immer ein aussen liegender, windfester Sonnenschutz erforderlich (vgl. Kapitel 2.3 \u00abW\u00e4rmeschutz im Sommer\u00bb).<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-6-33\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_16.png\" alt=\"Der Komfort im Fensterbereich kann mit dem Wechsel von 2-fach- zu 3-fach-Isoliergl\u00e4sern massiv erh\u00f6ht werden. Ab einer Glash\u00f6he von etwa 1,6 m kann den normativen Anforderungen\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.33:\u2002Der Komfort im Fensterbereich kann mit dem Wechsel von 2-fach- zu 3-fach-Isoliergl\u00e4sern massiv erh\u00f6ht werden. Ab einer Glash\u00f6he von etwa 1,6 m kann den normativen Anforderungen (Kaltluftabfall) nur noch mit 3-fach-Isoliergl\u00e4sern entsprochen werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Sonnenschutzgl\u00e4ser weisen jedoch zwangsl\u00e4ufig auch eine geringere Lichttransmission auf. Es gilt, einen guten Kompromiss zwischen der Vermeidung von \u00dcberhitzung im Sommer und einer hohen Lichttransmission (Selektivit\u00e4tskennzahl) zu finden.<\/p>\n<p>Wenn die L\u00e4rmbelastung hoch ist und\/oder ein erh\u00f6hter Schallschutz gefordert wird (z.B. bei Eigentumswohnungen), bedingt dies meist den Einsatz von Schallschutzgl\u00e4sern. Durch dickere Gl\u00e4ser, Verbundsicherheitsgl\u00e4ser mit Schalld\u00e4mmfolien und gr\u00f6sseren Scheibenabst\u00e4nden wird das Schalld\u00e4mmverm\u00f6gen der Isoliergl\u00e4ser verbessert. Diesbez\u00fcglich gilt es aber zu beachten, dass damit in der Regel auch die Sonneneinstrahlung (g-Wert) reduziert wird.<\/p>\n<h3>W\u00e4rmeschutzgl\u00e4ser bieten auch eine gute Behaglichkeit<\/h3>\n<p>Je besser der W\u00e4rmeschutz (U<sub>g<\/sub>-Wert) der Isoliergl\u00e4ser, desto h\u00f6her ist bei tiefen Aussenlufttemperaturen die raumseitige Oberfl\u00e4chentemperatur und desto behaglicher wird der Aufenthalt im fensternahen Bereich (vgl. Bild 3.6.33). Damit unbehaglicher Kaltluftabfall vermieden werden kann, gilt: Je h\u00f6her das Glas, desto h\u00f6her muss die Oberfl\u00e4chentemperatur sein bzw. desto besser ist der U<sub>g<\/sub>-Wert zu w\u00e4hlen. Bereits ab einer Glash\u00f6he von etwa 1,6 m k\u00f6nnen 2-fach-Isoliergl\u00e4ser den geforderten W\u00e4rmeschutz nicht mehr bieten. 3-fach-Isoliergl\u00e4ser haben deshalb die 2-fach-Isoliergl\u00e4ser vom Markt fast schon verdr\u00e4ngt und es gibt kaum schl\u00fcssige Gr\u00fcnde, nicht generell 3-fach-Isoliergl\u00e4ser einzusetzen.<\/p>\n<h3>\u00dcberhitzungsschutz bei Fenstern<\/h3>\n<p>Je gr\u00f6sser die Glasfl\u00e4che, bezogen auf die Fassadenfl\u00e4che oder die Raumfl\u00e4che, ist, desto gr\u00f6sser wird die Gefahr von \u00dcberhitzung im Sommerhalbjahr.<\/p>\n<p>Einen optimalen W\u00e4rmeschutz bieten aussen angebrachte, variabel einsetzbare Sonnenschutzsysteme (vgl. Kapitel 3.6.3 \u00abSonnen-, Wetter- und Blendschutz\u00bb).<\/p>\n<p>Je nach Anforderung an den zul\u00e4ssigen g-Wert gen\u00fcgen allenfalls auch in die Verglasung integrierte Sonnenschutzelemente (vgl. Bild 3.6.34).<\/p>\n<p>Mit Sonnenschutzgl\u00e4sern muss in der Regel ein (zu) grosser Kompromiss an den konstant tiefen g-Wert (Reduktion der passivsolaren Gewinne w\u00e4hrend der Heizperiode) und an die Lichttransmission (nat\u00fcrliche\u00a0Beleuchtung) gemacht werden. In Zukunft bieten evtl. Gl\u00e4ser mit variabel einstellbarem g-Wert die M\u00f6glichkeit, ohne \u00e4usseren Sonnenschutz, energieeffizient zu bauen und \u00dcberhitzung zu vermeiden?<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-34\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4544\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.34.png\" alt=\"\" width=\"891\" height=\"521\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.34-200x117.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.34-300x175.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.34-400x234.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.34-600x351.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.34-768x449.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.34-800x468.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.34.png 891w\" sizes=\"(max-width: 891px) 100vw, 891px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.34:\u2002Neben Sonnenschutzgl\u00e4sern, mit permanent tiefem g-Wert, kann mit in Isoliergl\u00e4sern integrierten Lamellen oder Raffgeweben ein variabler Sonnenschutz, bis hin zu g-Werten um 10 % (*Angaben \u00b1 3 %), erreicht werden.<\/div>\n<h3>Schall- bzw. L\u00e4rmschutz<\/h3>\n<p>In erster Priorit\u00e4t gilt es, L\u00e4rmbelastungen zu vermeiden oder mindestens einzuschr\u00e4nken. Oft gelingt dies aber nur unzureichend, wodurch die L\u00e4rmbelastung das Wohlbefinden und die Gesundheit gef\u00e4hrden. Abh\u00e4ngig von der Aussenl\u00e4rmbelastung (Beurteilungspegel L<sub>r<\/sub>) stellt die Norm SIA 181 Anforderungen an den Schallschutz der Fassade. Zum erforderlichen, resultierenden Schallschutz tragen meist mehrere Bauteile ihren Anteil bei, so z.B. die Aussenwand, der Fensterrahmen, die Verglasung und auch die Anschlussrandbedingungen. Die Optimierung hinsichtlich Erreichung der normativen Anforderungen an den Schallschutz l\u00e4uft in der Regel aber fast ausschliesslich \u00fcber das Schalld\u00e4mmverm\u00f6gen des Fensters, wobei es neben dem eigentlichen Schalld\u00e4mmmass (R<sub>w<\/sub> bzw. R&#8216;<sub>w<\/sub>) auch die Spektrumsanpassungswerte (C bzw. C<sub>tr<\/sub>) zu ber\u00fccksichtigen gilt. Insbesondere bei der Ausschreibung (und somit Bestellung) der Gl\u00e4ser bzw. Fenster ist es empfehlenswert, immer den Kennwert R&#8216;<sub>w<\/sub> + C (z.B. Innenl\u00e4rm) bzw. R&#8216;<sub>w<\/sub> + C<sub>tr<\/sub> (z.B. Strassenl\u00e4rm) zu definieren und vertraglich zu vereinbaren (vgl. Bild 3.6.35). Diese am Bau einzuhaltenden Werte k\u00f6nnen bei Bedarf messtechnisch ermittelt und so das Einhalten der Anforderung normkonform gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-35\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-35.png\" alt=\"F\u00fcr einen guten Schall- bzw. L\u00e4rmschutz ist nicht nur das Schalld\u00e4mmmass Rw relevant. Insbesondere bei Strassenl\u00e4rm gilt es, die Reduktion des Schallschutzes bei tiefen Frequenzen, beurteilt durch den Spektrumanpassungswert Ctr zu ber\u00fccksichtigen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.35:\u2002F\u00fcr einen guten Schall- bzw. L\u00e4rmschutz ist nicht nur das Schalld\u00e4mmmass R<sub>w<\/sub> relevant. Insbesondere bei Strassenl\u00e4rm gilt es, die Reduktion des Schallschutzes bei tiefen Frequenzen, beurteilt durch den Spektrumanpassungswert C<sub>tr<\/sub> zu ber\u00fccksichtigen.<\/div>\n<h3>3.6.2.4 Vakuumisoliergl\u00e4ser<\/h3>\n<p>Gut w\u00e4rmed\u00e4mmende 3-fach-Isoliergl\u00e4ser weisen grosse Elementdicken auf und sie sind schwer. Der W\u00e4rmetransport \u00fcber Strahlung wird durch Beschichtungen von kleiner Emissivit\u00e4t stark reduziert, es verbleibt jedoch die W\u00e4rmeleitung \u00fcber das F\u00fcllgas. Eine signifikante Verbesserung der D\u00e4mmwirkung einer Verglasung kann durch Evakuieren des Scheibenzwischenraumes erreicht werden, wobei der Gasdruck Werte unter 10<sup>\u20133<\/sup> mbar erreichen sollte. Da durch das Evakuieren der \u00e4ussere Atmosph\u00e4rendruck mit einer Belastung von 10 Tonnen pro m<sup>2<\/sup> auf die Glasscheiben wirkt, m\u00fcssen im Scheibenzwischenraum in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden kleine St\u00fctzen angebracht werden, um ein Zusammendr\u00fccken der Scheiben zu verhindern. Der prinzipielle Aufbau eines Vakuumisolierglases (VIG) ist in Bild 3.6.37 dargestellt.<\/p>\n<p>VIG sind bereits kommerziell erh\u00e4ltlich, erreichen bisher jedoch lediglich U<sub>g<\/sub>-Werte um 1,1 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K wegen produktionstechnisch einsetzbarer Beschichtungen von relativ hoher Emissivit\u00e4t (e etwa 0,2), was den Strahlungsw\u00e4rmetransport im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen 3-fach-Isoliergl\u00e4sern stark erh\u00f6ht. VIG mit U<sub>g<\/sub> = 1,1 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K kommen somit allenfalls f\u00fcr den Ersatz von Fenstern mit Einscheibenverglasung infrage (z.B. Denkmalpflege-Objekte), k\u00f6nnen aber keine Alternative zu den 3-fach-Isoliergl\u00e4sern sein.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Table_7.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.36:\u2002Differenzierung der Schallschutz-Kennwerte bei Verglasungen\/Fenstern mit Hinweis zur korrekten Kommunikation bei Ausschreibungen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-37\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-37.png\" alt=\"In Zukunft kann evtl. mit d\u00fcnnen Vakuumisoliergl\u00e4sern\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.37:\u2002In Zukunft kann evtl. mit d\u00fcnnen Vakuumisoliergl\u00e4sern (etwa 10 mm) ein \u00e4hnlicher W\u00e4rmeschutz erreicht werden, wie er heute nur mit schweren und dicken Glaselementen (etwa 36 mm) erreichbar ist.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Zuk\u00fcnftig sollte es m\u00f6glich sein, VIG mit anderem Randverbund und Beschichtungen mit kleiner Emissivit\u00e4t herzustellen und so mit einem nur etwa 9 mm dicken Glaspaket U<sub>g<\/sub>-Werte von 0,5 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K, bei hohen g-Werten (um 54 %) und guter Lichttransmission (um 73 %) zu erreichen. Solche Gl\u00e4ser k\u00f6nnten zuk\u00fcnftig eine interessante Alternative f\u00fcr die heute gebr\u00e4uchlichen 3-fach-Isoliergl\u00e4ser werden.<\/p>\n<h3 class=\"bildlegende-hle\">3.6.2.5 \u00abIntelligente Gl\u00e4ser\u00bb<\/h3>\n<p>Bei intelligenten oder dynamischen Gl\u00e4sern handelt es sich um dynamische Fl\u00fcssigkristallgl\u00e4ser (vgl. Bild 3.6.38) oder elektrochrome Gl\u00e4ser, welche den Sonnenschutz auf Knopfdruck erm\u00f6glichen. Tageslicht kann jederzeit an die individuellen Bed\u00fcrfnisse angepasst werden. Innerhalb von Sekunden l\u00e4sst sich das Sonnenschutzglas abdunkeln und bietet dann Schutz vor Sonneneinstrahlung und W\u00e4rme. Je nach Fl\u00fcssigkristall-Mischung sowie W\u00e4rmeschutz bzw. Sonnenregulierungsbeschichtung sind bei Fl\u00fcssigkristallgl\u00e4sern Energiedurchlassgrade (g-Wert) und Lichttransmissionen in grossen Bereichen regulierbar (Beispiel von \u00abEYRISE\u00bb):<\/p>\n<ul>\n<li>Energiedurchlassgrad (g-Wert):\n<ul>\n<li>von Hell 41 % zu Dunkel 31 %<\/li>\n<li>von Hell 25 % zu Dunkel 9 %<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Lichttransmission:\n<ul>\n<li>von Hell 60 % zu Dunkel 29 %<\/li>\n<li>von Hell 37 % zu Dunkel 2 %<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Elektrochrome Verglasungen bestehen aus mehreren hauchd\u00fcnnen Schichten. Wird an den transparenten Leitschichten, die mit der Gegenelektrode verbunden sind, positive Spannung angelegt, bewegen sich die Ionen \u00fcber den Ionenleiter in die elektrochrome Schicht, wodurch sich das Glas t\u00f6nt. Wird die Spannung unterbrochen, wird das Glas wieder transparent. Am Beispiel von \u00abSageglass\u00bb ist der Energiedurchlassgrad (g-Wert) und die Lichttransmission in folgenden Bereichen regulierbar:<\/p>\n<ul>\n<li>Energiedurchlassgrad (g-Wert):\n<ul>\n<li>von Hell 37 % zu Dunkel 3 %<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Lichttransmission:\n<ul>\n<li>von Hell 51 % zu Dunkel 1 %<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-3-6-37\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4852\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.38-1.png\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"518\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.38-1-200x234.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.38-1-257x300.png 257w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.38-1-400x468.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.38-1.png 443w\" sizes=\"(max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.38:\u2002Schematischer Aufbau eines dynamischen Fl\u00fcssigkristallglases, das auf Knopfdruck einen variablen Sonnenschutz erm\u00f6glicht.<\/div>\n<h3>3.6.2.6 Evaluation der optimalen Verglasung<\/h3>\n<p>Die beste Verglasung gibt es nicht, es gibt nur die f\u00fcr das Objekt optimalste Verglasung, wobei dies sogar von Fassade zu Fassade unterschiedlich sein kann. So bedingt z.B. die L\u00e4rmsituation den Einsatz von (unterschiedlichen) Schallschutzgl\u00e4sern, mit different zu erreichenden g-Werten. Oder es werden unterschiedliche Anforderungen an den Sonnenschutz gestellt. Bild 3.6.39 gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die heute am Markt verf\u00fcgbaren Isoliergl\u00e4ser und die in etwa zu erreichenden Glaskennwerte.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4550\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39.png\" alt=\"\" width=\"907\" height=\"901\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39-66x66.png 66w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39-150x150.png 150w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39-200x199.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39-300x298.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39-400x397.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39-600x596.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39-768x763.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39-800x795.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/3.6.39.png 907w\" sizes=\"(max-width: 907px) 100vw, 907px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.39:\u2002Zusammenstellung der wichtigste Kennwerte von gebr\u00e4uchlichen 2-fach- und 3-fach-Isoliergl\u00e4sern und alternativen Verglasungen. Je nach zu erreichenden Anforderungen gilt es, entsprechende Kompromisse an andere Kriterien einzugehen: Ein Schallschutzglas weist z.B. wegen dickeren Gl\u00e4sern zwangsl\u00e4ufig einen geringeren Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) auf.<\/div>\n<h2>3.6.3 Sonnen-, Wetter- und Blendschutz<\/h2>\n<p>Wie vorg\u00e4ngig dargelegt, ist das Fenster ein sehr komplexes Bauteil, das vielf\u00e4ltigen Anforderungen gen\u00fcgen muss. Die gestellten Anforderungen k\u00f6nnen teilweise vom Fenster nicht alleine erf\u00fcllt werden, zus\u00e4tzliche Bauelemente sind erforderlich, die z.B. gegen \u00fcberm\u00e4ssige Sonneneinstrahlung und vor Witterungseinfl\u00fcssen sch\u00fctzen. Durch solche Bauteile k\u00f6nnen Blendeffekte eliminiert werden, die nat\u00fcrliche Beleuchtung der R\u00e4ume wird reguliert oder der Raum verdunkelt, und es werden je nach System Beitr\u00e4ge zum W\u00e4rmeschutz geleistet (vgl. Bild 3.6.42). Bei der Bauteil-Evaluation sind die Komponenten Fenster und Sonnenschutz zusammen, als System, zu betrachten.<\/p>\n<h3>3.6.3.1 Arten von Sonnenschutzvorrichtungen<\/h3>\n<p>Sonnenschutzvorrichtungen k\u00f6nnen folgendermassen unterteilt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>starre Sonnenschutzvorrichtungen<\/li>\n<li>bewegliche Sonnenschutzvorrichtungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu den starren Sonnenschutzvorrichtungen geh\u00f6ren Vord\u00e4cher, Blenden und spezielle Sonnenschutzgl\u00e4ser. Das Vordach \u00fcber einem nach S\u00fcden orientierten Fenster beschattet dieses im Sommer bei hochstehender Sonne, w\u00e4hrenddem im Winter die tiefstehende Sonne unbehindert den Raum mitbeheizen hilft. Sonnenschutzgl\u00e4ser k\u00f6nnen keine Blendschutzfunktion erf\u00fcllen und sie reduzieren den Licht- und W\u00e4rmeanfall auch dann, wenn dies nicht erw\u00fcnscht ist.<\/p>\n<p>Bewegliche Sonnenschutzvorrichtungen wie Lamellenstoren, Rollladen und Fassaden-Markisen lassen sich dem jeweiligen Bedarf an Sonnen- und Lichteinfall anpassen.<\/p>\n<p>Die gebr\u00e4uchlichste und wirksamste Platzierung als Sonnenschutz ist auf der Fensteraussenseite. Neben dem Sonnenschutz bringen sie je nach System noch mehr oder weniger grosse D\u00e4mm- und Schutzleistungen (Wetter, Schall, W\u00e4rme und Einbruch).<\/p>\n<p>Innenstoren sind betreffend W\u00e4rmeschutz nur wenig wirksam, weil sie sich aufheizen und die W\u00e4rme an den Raum abgeben. Sie dienen in erster Linie als Blendschutz und werden im Normalfall nur mit zus\u00e4tzlichen Sonnenschutzmassnahmen, wie z.B. Sonnenschutzgl\u00e4sern (Reflexionsgl\u00e4ser o.\u00c4.) oder \u00e4usserem Sonnenschutz verwendet.<\/p>\n<p>Storen zwischen den Gl\u00e4sern werden nur in Spezialf\u00e4llen eingesetzt (vgl. Kapitel 3.6.2 \u00abVerglasung\u00bb).<\/p>\n<h3>3.6.3.2 Aussen liegende Schutzvorrichtungen<\/h3>\n<p>Im Folgenden beschr\u00e4nken wir uns auf \u00e4ussere Schutzvorrichtungen.<\/p>\n<h3>Raffstoren<\/h3>\n<p>Ganzmetallstoren, Metallverbund-Raffstoren, Verbund-raffstoren, Rafflamellen- und Flachlamellenstoren sind Systeme mit Lamellen, die seitlich mit Schienen oder Seilen gef\u00fchrt vertikal absenkbar und drehbar sind. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihre Lamellenform sowie ihre Aufzugs- und Wendemechanik (vgl. Bild 3.6.40). Neben Sonnen- und Wetterschutz lassen sich damit Lichteinfall und Luftzirkulation optimal regulieren.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_28.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.40:\u2002Raffstorenarten-Systeme.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-40\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_29.png\" alt=\"Anwendungssituationen von Raffstoren.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.41:\u2002Anwendungssituationen von Raffstoren.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Der Einbau erfolgt typisch in \u00e4usseren, etwa 13 cm tiefen Sturznischen, deren H\u00f6he von der lichten Fensterh\u00f6he abh\u00e4ngt (vgl. Bild 3.6.41). Alternativ ist auch ein Einbau mit Blende oder vor der Fassade m\u00f6glich. Ausser einzelnen Durchf\u00fchrungen f\u00fcr die Kurbel oder den Motoranschluss sind bei diesem Konzept keinerlei raumseitige Montage- und Service\u00f6ffnungen erforderlich, was das konstruktive Ausbilden einer luftdichten, w\u00e4rme- und schalltechnisch optimierten Geb\u00e4udeh\u00fclle erleichtert.<\/p>\n<p>Optimal ist bei schienengef\u00fchrten Systemen die selbsttragende Ausf\u00fchrung ohne Befestigung in der Sturznische. Die Befestigung der Sonnenschutzvorrichtung erfolgt dabei \u00fcber die F\u00fchrungsschienen. Diese Montage ist einfach und verhindert W\u00e4rmebr\u00fccken im Bereich der Sturznischen, z.B. infolge Durchdringung der W\u00e4rmed\u00e4mmung. Sie ist deshalb einer Montage mit Tragb\u00fcgeln auf die obere Fensterrahmen-Verbreiterung oder in die hintere Sturzblende vorzuziehen.<\/p>\n<h3>Rollladen<\/h3>\n<p>Es werden Rolll\u00e4den mit St\u00e4ben aus Leichtmetall, Kunststoff und Holz angeboten, die sich, seitlich gef\u00fchrt, vertikal absenken lassen. Sonnenschutz, Lichteinfall und Luftzirkulation lassen sich bei Rollladen nicht derart fein regulieren, wie dies bei Storen der Fall ist. Daf\u00fcr ist eine sehr gute Abdunkelung und je nach Ausf\u00fchrung auch eine Einbruchhemmung m\u00f6glich.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-41\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_30.png\" alt=\"Ausf\u00fchrungsart Rollladen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.42:\u2002Ausf\u00fchrungsart Rollladen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Bei herk\u00f6mmlichen Einbausystemen sind meist \u00fcber den Fenstern angeordnete Rollladenk\u00e4sten erforderlich, mit Abmessungen von etwa 18 x 18 cm bis 26 x 26 cm (je nach \u00d6ffnungsh\u00f6he) und teilweise inneren Montage- und Service\u00f6ffnungen (vgl. Bild 3.6.43). Solche Systeme bringen erhebliche baukonstruktive Probleme mit sich, so z.B. erh\u00f6hte Transmissions- und L\u00fcftungsw\u00e4rmeverluste \u00fcber die mehrheitlich ungen\u00fcgenden Montage\u00f6ffnungen (W\u00e4rmed\u00e4mmverm\u00f6gen, Luftdichtigkeit) und eine Reduktion des Schalld\u00e4mmverm\u00f6gens.<\/p>\n<p>Beim Einsatz von Rolll\u00e4den im Neubau und bei Fassadensanierungen ist darauf zu achten, dass die Montage vor der Fensterrahmenverbreiterung m\u00f6glich ist. Dadurch entfallen die oben genannten Nachteile einer raumseitigen Montage- und Service-\u00d6ffnung.<\/p>\n<p>Auch bei Rolll\u00e4den ist die selbsttragende Montage \u00fcber die F\u00fchrungsschienen der Montage in der Sturznische vorzuziehen.<\/p>\n<p>Eine spezielle Ausf\u00fchrung ist der Faltrollladen, dessen St\u00e4be nicht aufgerollt, sondern gestapelt werden. Der Einbau von Faltrollladen erfolgt wie bei den Storen in \u00e4usseren, etwa 13 cm tiefen Sturznischen \u2013 optimale Voraussetzungen auch hier f\u00fcr die konstruktive Ausbildung der Geb\u00e4udeh\u00fclle.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-42\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_31.png\" alt=\"Anwendungssituationen von Rollladen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.43:\u2002Anwendungssituationen von Rollladen.<\/div>\n<h3>Fassaden-Markisen<\/h3>\n<p>Es werden Senkrechtmarkisen, Ausstellmarkisen, Fall-armmarkisen und Gegenzugmarkisen angeboten. Sie k\u00f6nnen wie Raffstoren vor dem Fenster eingebaut werden, aber auch ganze Fassadenfl\u00e4chen beschatten. Vor allem die \u00abGlasarchitektur\u00bb \u2013 mit dem Wintergarten als gebr\u00e4uchlichstem Element \u2013 erfordert Markisen, die nicht nur vertikal, sondern auch schr\u00e4g und horizontal einsetzbar sind.<\/p>\n<p>Das Markisentuch wird am horizontalen Fallrohr befestigt, welches beidseitig \u00fcber Schienen oder Seile\/St\u00e4be gef\u00fchrt wird. Bei einer Neigung von mindestens 30\u00b0 von der Horizontalen f\u00e4hrt die Anlage mittels Schwerkraft nach unten. Bei einem niedrigeren Fallwinkel wird eine Gegenzugvorrichtung eingebaut.<\/p>\n<p>Ausstell- und Fallarmmarkisen bieten eine attraktive textile Optik bei gutem Sonnenschutz und indirektem Tageslicht. Die Sicht nach aussen bleibt auch bei direkter Sonnenbestrahlung weiterhin gut m\u00f6glich. Je nach Ausf\u00fchrung k\u00f6nnen die Markisen auch ganz geschlossen werden. Nachteilig ist die geringe Windstabilit\u00e4t (vgl. Bild 3.6.51).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-43\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_32.png\" alt=\"Anwendungssituationen von Faltrollladen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.44:\u2002Anwendungssituationen von Faltrollladen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-44\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Bild_3-6-44.png\" alt=\"Wintergarten-Markise.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.45:\u2002Wintergarten-Markise.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Senkrechtmarkisen leben von der Vielfalt der verf\u00fcgbaren Stoffe bez\u00fcglich Sonnenschutz, Blendschutz, Tageslichteinfall, Durchsicht und Aussehen. Bei den F\u00fchrungen wird zwischen herk\u00f6mmlichen Systemen mit Seil- und Schienenf\u00fchrung und Zip-Systemen unterschieden. Nachteilig bei Seil- und Schienenf\u00fchrungen ist die geringe Windstabilit\u00e4t. Bei Zip-Systemen f\u00fchrt der am Stoff angeschweisste Reissverschluss den Stoff in der gesamten H\u00f6he in den F\u00fchrungen. Dieses System erm\u00f6glicht grosse Fl\u00e4chen und h\u00e4lt hohen Windst\u00e4rken stand (vgl. Bilder 3.6.47 und 3.6.51).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-45\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_34.png\" alt=\"Varianten von Fassaden-Markisen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.46:\u2002Varianten von Fassaden-Markisen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-3-6-46\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_35.png\" alt=\"Zip-System.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.47:\u2002Zip-System.<\/div>\n<h3>Fensterl\u00e4den<\/h3>\n<p>Die Familie der Fensterl\u00e4den umfasst neben den herk\u00f6mmlichen Klappl\u00e4den auch moderne Schiebel\u00e4den und Faltl\u00e4den (vgl. Bild 3.6.48). Die Produkte sind im nicht gebrauchten Zustand seitlich neben dem Fenster platziert. Sie werden bei Bedarf vor das Fenster geklappt oder geschoben. Die L\u00e4den bestehen aus einem oder mehreren Elementen mit Rahmen und F\u00fcllung. Die Art der F\u00fcllungen ist sehr vielf\u00e4ltig: Neben Elementen mit fixen oder beweglichen Lamellen gibt es auch Elemente mit Stoffbespannung oder massiven F\u00fcllungen aus Streckmetall oder perforiertem Blech. Je nach F\u00fcllung ist auch die Wirkung als Sonnenschutz v\u00f6llig unterschiedlich.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-47\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_36.png\" alt=\"Unterschiedliche Systeme f\u00fcr Fensterl\u00e4den.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.48:\u2002Unterschiedliche Systeme f\u00fcr Fensterl\u00e4den.<\/div>\n<h3>3.6.3.3 Steuerungen<\/h3>\n<p>F\u00fcr einen wirksamen Sonnschutz ist nicht nur das richtige Produkt, sondern auch eine geeignete Steuerung mit einer Sonnenschutzautomatik notwendig. Diese \u00fcberwacht mit einem Sensor die Sonnenstrahlung und f\u00e4hrt die Sonnenschutzvorrichtung bei Bedarf automatisch aus. Die Steuerung sorgt mit einer Wind\u00fcberwachung auch daf\u00fcr, dass bei Erreichen der max. erlaubten Windgeschwindigkeit die Sonnenschutzvorrichtung automatisch einf\u00e4hrt. Je nach Modell gibt es erg\u00e4nzende Funktionen wie Zeitschaltuhr, D\u00e4mmerungsautomatik etc. F\u00fcr grosse Anlagen k\u00f6nnen die Sonnenschutzvorrichtungen in Zonen aufgeteilt und gesteuert werden.<\/p>\n<p>Angeboten werden heute Steuerungen mit Funk-, Draht- oder Busverbindung (vgl. Bild 3.6.49). Funksteuerungen eignen sich f\u00fcr Anlagen im Wohnbereich. Steuerungen mit Busverbindung sind f\u00fcr gr\u00f6ssere Nichtwohnbauten optimal.<\/p>\n<h3>3.6.3.4 Normen und Richtlinien<\/h3>\n<p>Sonnenschutzsysteme sowie deren Anwendung unterliegen vielf\u00e4ltigen Anforderungen. Zentral sind die beiden Produktnormen SN EN 13659 f\u00fcr Abschl\u00fcsse und SN EN 13561 f\u00fcr Markisen, welche zu praktisch allen technischen Eigenschaften der Sonnenschutzprodukte Anforderungen und Pr\u00fcfverfahren festlegen. Diese europ\u00e4ischen Normen wurden von der Schweiz ins SIA-Normenwerk \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Neben absoluten Anforderungen zur Sicherheit und zur Lebensdauer der Produkte fordern die Normen auch Angaben zu den Leistungen der Produkte bez\u00fcglich Gesamtenergiedurchlassgrad, Windstabilit\u00e4t und W\u00e4rmedurchlasswiderstand.<\/p>\n<p>In der Schweiz wurden bei der \u00dcberarbeitung der SIA 342 \u00abSonnen- und Wetterschutzanlagen\u00bb die europ\u00e4ischen Normen ber\u00fccksichtigt. Sie legt die typischen Werte bez\u00fcglich Windstabilit\u00e4t und Gesamtenergiedurchlassgrad f\u00fcr alle Produktarten fest. Zudem werden f\u00fcr die in der Schweiz festgelegten Windlastzonen, Gel\u00e4ndekategorien und Geb\u00e4udeh\u00f6hen Mindest-Windklassen empfohlen, welche die Verf\u00fcgbarkeit des Sonnenschutzes auch bei Wind noch gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Die kundenseitigen Anforderungen an den sommerlichen W\u00e4rmeschutz sind in der Norm SIA 180 \u00abW\u00e4rmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Geb\u00e4uden\u00bb festgelegt. Diese verweist bez\u00fcglich der Windstabilit\u00e4t des Sonnenschutzes auf die erw\u00e4hnten Empfehlungen in der SIA 342.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich Schallschutz (SIA 181) und Brandverhalten (VKF Richtlinie) von Sonnenschutzanlagen sind nach wie vor die Schweizer Normen und Richtlinien anzuwenden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-3-6-48\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Group_37.png\" alt=\"Steuerungssysteme.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.49:\u2002Steuerungssysteme.<\/div>\n<h3>3.6.3.5 Leistungsmerkmale der Sonnenschutzvorrichtungen<\/h3>\n<p>In den Bildern 3.6.50 bis 3.6.52 sind die wichtigsten Leistungsmerkmale der Sonnenschutzvorrichtungen aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<div class=\"img-hle-3-6-50\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Table_9.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.50:\u2002Gesamtenergiedurchlassgrad (g<sub>tot<\/sub>) und Leistungsklasse verschiedener Gl\u00e4ser und Sonnenschutzprodukte in Kombination mit einem Standard-W\u00e4rmeschutzglas Typ C gem\u00e4ss Norm SIA 342 Anhang A.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Table_10.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.51:\u2002Maximale Windgeschwindigkeit (km\/h) und Windwiderstandsklasse (WK) verschiedener Produkte gem\u00e4ss Norm SIA 342 Anhang B.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap03_3634-3_Bautechnik_Table_11.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 3.6.52:\u2002Zus\u00e4tzlicher W\u00e4rmedurchlasswiderstand (DR) verschiedener Produkte, geschlossen, inkl. Luftzwischenraum (\u00abruhende Luft\u00bb), gem\u00e4ss Norm SN EN 13659:2014.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3.6.1 Fenster Die Aussage, dass Fenster die Augen eines Geb\u00e4udes sind, hat auch heute noch ihre G\u00fcltigkeit. Die Anforderungen an die Fenster sind hoch und stellen die Fensterbauer oft vor praktisch unl\u00f6sbare Aufgabenstellungen. Fenster sollen K\u00e4lte, W\u00e4rme, Wind, Wasser, L\u00e4rm und unerw\u00fcnschte G\u00e4ste abhalten. Es m\u00fcssen kleine und ganz grosse Fenster auf Kundenmass gefertigt werden. 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