{"id":1852,"date":"2018-08-13T15:12:17","date_gmt":"2018-08-13T13:12:17","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/?p=1852"},"modified":"2022-09-30T14:58:53","modified_gmt":"2022-09-30T12:58:53","slug":"4-1-vom-einzelbauteil-zur-gebaeudehuelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/4-1-vom-einzelbauteil-zur-gebaeudehuelle\/","title":{"rendered":"4.1\u2002Vom Einzelbauteil zur Geb\u00e4udeh\u00fclle"},"content":{"rendered":"<h2>4.1.1 Konstruktive Auseinandersetzung mit der Geb\u00e4udeh\u00fclle<\/h2>\n<p>Die konstruktive Durchbildung der Geb\u00e4udeh\u00fclle (Sockel, Aussenwand, Fenster, Dach usw.), muss vielf\u00e4ltigen Anforderungen gerecht werden, z.B. betreffend den\u00a0W\u00e4rme-, Feuchte- und Schallschutz.<\/p>\n<p>Das heute \u00fcbliche Verhalten der Architekten beim Planen von konstruktiven Dispositionen ist grunds\u00e4tzlich gepr\u00e4gt durch die Verwendung von L\u00f6sungstypen. Diese baukonstruktiven L\u00f6sungstypen sind nat\u00fcrliche Resultate von jahrzehntelangem Umgang mit mehr oder weniger denselben Baustoffen, Komponenten und Subsystemen, im Rahmen eines bestimmten Standes der Technik, unter etwa gleichbleibenden Produktionsbedingungen (Land, Arbeitskraft, Kapital) und f\u00fcr mehr oder weniger gleichbleibende Bauaufgaben. Sie unterliegen zwar einer stetigen Modifikation. Die scheinbar geringf\u00fcgigen Ver\u00e4nderungen und Anpassungen der einzelnen \u00abKatalogl\u00f6sungen\u00bb, im Zeitraum der letzten Jahrzehnte beobachtet, zeigen bei n\u00e4herer Betrachtung, wie eng und kurzfristig der G\u00fcltigkeitsbereich von solchen L\u00f6sungsangeboten letztlich ist. Allgemein gesteigerte Anforderungen an die Geb\u00e4udeh\u00fclle, aus Gr\u00fcnden erh\u00f6hter Komfort- und Umweltanspr\u00fcche, erforderten ein stetiges Nachf\u00fchren und Optimieren.<\/p>\n<p>Pr\u00e4parierte Details aus Produktekatalogen und \u00abKonstruktionslehrb\u00fcchern\u00bb erhalten dadurch eine nur sehr beschr\u00e4nkte Anwendbarkeit und verm\u00f6gen insbesondere weitergehenden Forderungen und Weiterentwicklungen nur selten standzuhalten. Es ist das Ziel, eine Methodik des konstruktiven Entwerfens f\u00fcr die Entwurfsarbeit aktueller Bauaufgaben zu entwickeln.<\/p>\n<h2>4.1.2 Konstruieren von Bauteil, \u00dcbergang und Ganzem<\/h2>\n<p>Das Zusammenwirken der an der Probleml\u00f6sung von Konstruktionen beteiligten Faktoren muss an den einzelnen Knotenpunkten untersucht und im Zusammenhang \u00fcber den ganzen Fassadenschnitt betrachtet werden. Ein systematisches, stufenweises Vorgehen und \u00dcberpr\u00fcfen beim Entwickeln und Konstruieren von Bauteil, \u00dcbergang und Ganzem ist unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Daneben entwickelte die Bauindustrie die einzelnen Bauteile, weitgehend unabh\u00e4ngig voneinander, zu hochwertigen Subsystemen. Die Detailausbildungen in den Bauteil\u00fcberg\u00e4ngen sind weitgehend in der Kompetenz der Planer geblieben und nicht immer auf dem entsprechenden Stand der Bautechnik, was zu M\u00e4ngeln und Bausch\u00e4den f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Neben den rein konstruktiven sind nat\u00fcrlich auch gestalterische Kriterien zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<h2>4.1.3 Anforderungen an Bauteil\u00fcberg\u00e4nge<\/h2>\n<p>Die einzelnen Schichten der Bauteile m\u00fcssen bei den \u00dcberg\u00e4ngen bzw. den Details so zusammengef\u00fchrt werden, dass die jeweiligen Bauteilanforderungen auch beim \u00dcbergang nicht infrage gestellt sind, und sich so eine kontinuierliche Gesamtleistung der Baukonstruktion ergibt (z.B. W\u00e4rmeschutz, Luftdichtigkeit, Schall- und Feuchtigkeitsschutz \u2026).<\/p>\n<h3>W\u00e4rmeschutz<\/h3>\n<p>Bereits aus der Geometrie des Bauteil\u00fcberganges (Ecken) entsteht meist ein unvermeidbarer, erh\u00f6hter W\u00e4rmestrom, der als Zuschlag zu den U-Werten der Einzelbauteile zu ber\u00fccksichtigen ist. Durch l\u00fcckenloses Verlegen der W\u00e4rmed\u00e4mmschichten und das Vermeiden von Durchdringungen mit besser w\u00e4rmeleitenden Materialien sind weitere, konstruktions- und materialtechnisch bedingte W\u00e4rmebr\u00fccken zu vermeiden. Im Idealfall kann durch eine Zusatzd\u00e4mmung die geometrisch bedingte W\u00e4rmebr\u00fccke reduziert werden.<\/p>\n<h3>Luftdichheit<\/h3>\n<p>Die beim Bauteil\u00fcbergang zusammentreffenden Einzelbauteile sind entweder in ihrer Art luftdicht (Massivbau) oder ihre Luftdichtheit wird mit dem Einbau von Dampfbremsen\/Luftdichtheitsschichten (Leichtbaukonstruktionen) erreicht. Luftdichtheitsschichten sind beim Bauteil\u00fcbergang warmseitig luftdicht miteinander zu verbinden (zwei Leichtbaukonstruktionen) oder warmseitig luftdicht an das luftdichte Massivbauteil anzuschliessen. Durchdringungen der Luftdichtheitsschicht sind auf ein Minimum zu begrenzen und luftdicht auszubilden.<\/p>\n<h3>Feuchtigkeitsschutz und Wasserdichtigkeit<\/h3>\n<p>Einzelbauteile werden ihrer Beanspruchung entsprechend konstruiert und ausgef\u00fchrt. Die Anforderungen gehen z.B. aus verschiedenen Bauteilnormen hervor. Ein \u00abSicherheitsvakuum\u00bb entsteht oft im \u00dcbergangsbereich von unterschiedlich beanspruchten Bauteilen (z.B. Dach, Wand). Auch Arbeits- und Bewegungsfugen k\u00f6nnen mitunter Undichtigkeitsfaktoren sein. Durch entsprechendes \u00dcbergreifen der bez\u00fcglich Feuchtigkeitsschutz und Wasserdichtigkeit relevanten Schichten (Dichtungsbahnen, Sperrschichten, Abdeckungen) ist sicherzustellen, dass auch beim Bauteil\u00fcbergang kein erh\u00f6htes Sicherheitsrisiko besteht.<\/p>\n<h3>Schallschutz<\/h3>\n<p>Viele Bauteile erreichen ihr Schalld\u00e4mmverm\u00f6gen dank dem Masse-Feder-Masse-Prinzip ihres mehrschaligen Konstruktionsaufbaus. Durch geeignete Detailausbildung gilt es, die beiden Massen nicht \u00abschallhart\u00bb miteinander zu verbinden und auch im \u00dcbergangsbereich durch entsprechende Masse und Luft- bzw. Schalldichtigkeit (z.B. Anschluss Fenster an die Aussenwand) ein den Bauteilen ad\u00e4quates Schalld\u00e4mmverm\u00f6gen sicherzustellen.<\/p>\n<h3>Brandschutz<\/h3>\n<p>Die Schutzziele sind durch bauliche Brandschutzmassnahmen zu gew\u00e4hrleisten (<a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/2-7%e2%80%82brandschutz\/\">vgl. Kapitel 2.7 \u00abBrandschutz\u00bb<\/a>).<\/p>\n<h2>4.1.4 Konstruktionsdetail: Folge von Problemtyp und Bauteilvariante<\/h2>\n<p>Das zu bew\u00e4ltigende Konstruktionsdetail resultiert im Wesentlichen aus dem Problemtyp, der als geometrische Aufgabenstellung aus dem Entwurf bzw. dem Projekt hervorgeht (vgl. Bild 4.1.1), und aus den materialisierten Einzelbauteilen, die den jeweiligen Bauteilanforderungen Rechnung zu tragen haben.<\/p>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung der unter 4.1.3 \u00abAnforderungen an Bauteil\u00fcberg\u00e4nge\u00bb erw\u00e4hnten Gesichtspunkte gilt es nun, den Bauteil\u00fcbergang so zu l\u00f6sen, dass er nicht nur anforderungs-, sondern auch ausf\u00fchrungstechnisch einwandfrei funktioniert. Je nach Wahl der Einzelbauteile ist das Konstruktionsdetail einfacher oder schwieriger zu l\u00f6sen oder es resultiert allenfalls ein mangelhafter Bauteil\u00fcbergang. In letzterem Fall m\u00fcssten Bauteile gew\u00e4hlt werden, die ein funktionst\u00fcchtiges Zusammenschliessen gew\u00e4hrleisten (z.B. andere Materialisierung, angepasster Schichtaufbau).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-4-1-1\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap04_3634-3_Bautechnik_Bild_4-1-1.png\" alt=\"Aus dem Entwurf resultieren die zu bew\u00e4ltigenden Bauteil\u00fcberg\u00e4nge.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 4.1.1:\u2002Aus dem Entwurf resultieren die zu bew\u00e4ltigenden Bauteil\u00fcberg\u00e4nge.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Das Beispiel in Bild 4.1.2 vermittelt eine Idee des Konstruierens von Bauteil\u00fcberg\u00e4ngen, wobei die einzelnen Schichten nach statischen, baukonstruktiven und bauphysikalischen Prinzipien zusammenzuf\u00fcgen sind. Es\u00a0werden folgende Bauteile miteinbezogen:<\/p>\n<h3>Aussenwand \u00fcber Terrain<\/h3>\n<table class=\"Lauftext Einzug7\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 35px; vertical-align: top;\">A1<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Einsteinmauerwerk, das \u00aballe\u00bb Funktionen \u00fcbernimmt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">A2<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung verputzt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\"><\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">(W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystem)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">A3<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Zweischalenmauerwerk verputzt<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">A4<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Zweischalen-Sichtmauerwerk<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">A5<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung mit hinterl\u00fcfteter<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\"><\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Bekleidung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">A6<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Sichtbeton mit Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">A7<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Holzrahmenbau mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">A8<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Holzrahmenbau mit verputzter Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung (W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystem)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">A9<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Massivholzwand mit Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung und hinterl\u00fcfteter Bekleidung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">A10<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Leichtbaukonstruktion in Stahlbauweise<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Aussenwand im Erdreich<\/h3>\n<table class=\"Lauftext Einzug7\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 35px; vertical-align: top;\">E1<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Aussen- bzw. Perimeterd\u00e4mmung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">E2<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Zweischalenmauerwerk<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">E3<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung mit Vormauerung, verputzt oder mit Bekleidung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">E4<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Stahlbetonwand ohne W\u00e4rmed\u00e4mmschicht<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Decken bzw. Bodenkonstruktion<\/h3>\n<table class=\"Lauftext Einzug7\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 35px; vertical-align: top;\">B1<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Stahlbetondecke mit oben, in der Boden\u00fcberkonstruktion aufgebrachter W\u00e4rmed\u00e4mmschicht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">B2<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Stahlbetondecke mit oben (Boden\u00fcberkonstruktion) und unten (Deckenuntersicht) aufgebrachter W\u00e4rmed\u00e4mmschicht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">B3<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Stahlbetondecke mit trittschallged\u00e4mmter Boden\u00fcberkonstruktion und unten (Deckenuntersicht) aufgebrachter W\u00e4rmed\u00e4mmschicht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">B4<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Massivholzdecke (z.B. Brettstapeldecke o.\u00c4.) mit oben, in der Boden\u00fcberkonstruktion aufgebrachter W\u00e4rmed\u00e4mmschicht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">B5<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Massivholzdecke mit oben (Boden\u00fcberkonstruktion) und unten (Deckenuntersicht) aufgebrachter W\u00e4rmed\u00e4mmschicht<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top;\">B6<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top;\">Holzbalkendecke mit W\u00e4rmed\u00e4mmschicht zwischen der Balkenlage und in der Boden\u00fcberkonstruktion<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3>Kriterien f\u00fcr die Detailausbildung<\/h3>\n<p>Prim\u00e4r sind folgende Kriterien bei der Konstruktion des Bauteil\u00fcbergangs beim Sockel (vgl. Bild 4.1.2) zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<h4>Entw\u00e4sserung\/Feuchteschutz<\/h4>\n<ul>\n<li>Spritzwasser, Wasserableitung<\/li>\n<li>Sockelausbildung (Materialien)<\/li>\n<li>Feuchtigkeitsschutz bzw. Wasserdichtigkeit (nicht dr\u00fcckendes\/dr\u00fcckendes Wasser)<\/li>\n<\/ul>\n<h4>W\u00e4rmeschutz<\/h4>\n<ul>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmkonzept Aussenw\u00e4nde\/Decke (Wechsel der W\u00e4rmed\u00e4mmebene)<\/li>\n<li>Durchdringung der W\u00e4rmed\u00e4mmschicht mit besser w\u00e4rmeleitenden Bauteilschichten<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Schallschutz<\/h4>\n<ul>\n<li>Schalll\u00e4ngsleitung (d\u00fcnne Vormauerungen)<\/li>\n<li>K\u00f6rperschall\u00fcbertragung (Randanschlussfuge)<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Statik<\/h4>\n<ul>\n<li>\u00dcbertragung der Lasten auf die Aussenwand im Erdreich<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit der Darstellung des Bauteil\u00fcbergangs beim Sockel (vgl. Bild 4.1.2) wird der Iterationsprozess des Konstruierens der Geb\u00e4udeh\u00fclle ersichtlich. Letztlich stellt die Wahl von Bauteilen und Bauteil\u00fcberg\u00e4ngen eine Kompromissl\u00f6sung dar, welche den verschiedenen Abh\u00e4ngigkeiten wie Architektur, Materialisierung, bautechnische\/bauphysikalische Anforderungen an Einzelbauteile und \u00dcbergang, M\u00f6glichkeiten der Detaill\u00f6sung, Dauerhaftigkeit und nicht zuletzt auch den Baukosten m\u00f6glichst optimal Rechnung tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Neben dem dargestellten \u00dcbergang beim Sockel lassen sich \u00e4hnliche \u00dcberlegungen auch auf weitere Konstruktions-Zusammenschl\u00fcsse \u00fcbertragen wie:<\/p>\n<ul>\n<li>Geneigtes Dach\/Aussenwand<\/li>\n<li>Geneigtes Dach\/Dachfl\u00e4chenfenster und andere Durchdringungen<\/li>\n<li>Flachdach\/Aussenwand<\/li>\n<li>Flachdach\/Oberlichter und andere Durchdringungen<\/li>\n<li>Aussenwand\/Geschossdecke (Deckenauflager)<\/li>\n<li>Aussenwand\/Fenster (seitlicher (Leibung), oberer (Sturz, Sonnen- und Wetterschutzsysteme) und unterer Anschlag (Br\u00fcstung)<\/li>\n<li>Aussenwand\/auskragende Bauteile (Balkone, Vord\u00e4cher bzw. Blendschutzvorrichtungen)<\/li>\n<li>Aussenwand im Erdreich\/Bodenplatte bzw. Fundation<\/li>\n<li>Aussenwand\/Boden im Grundwasser (Wannenkonstruktion)<\/li>\n<li>usw.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-4-1-2\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap04_3634-3_Bautechnik_Bild_4-1-2.png\" alt=\"Sockelausbildung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 4.1.2:\u2002Sockelausbildung.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4.1.1 Konstruktive Auseinandersetzung mit der Geb\u00e4udeh\u00fclle Die konstruktive Durchbildung der Geb\u00e4udeh\u00fclle (Sockel, Aussenwand, Fenster, Dach usw.), muss vielf\u00e4ltigen Anforderungen gerecht werden, z.B. betreffend den\u00a0W\u00e4rme-, Feuchte- und Schallschutz. Das heute \u00fcbliche Verhalten der Architekten beim Planen von konstruktiven Dispositionen ist grunds\u00e4tzlich gepr\u00e4gt durch die Verwendung von L\u00f6sungstypen. 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