{"id":1870,"date":"2018-08-13T16:06:44","date_gmt":"2018-08-13T14:06:44","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/?p=1870"},"modified":"2022-09-30T15:09:02","modified_gmt":"2022-09-30T13:09:02","slug":"7-2-energetische-gebaeudeerneuerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/7-2-energetische-gebaeudeerneuerung\/","title":{"rendered":"7.2\u2002Energetische Geb\u00e4udeerneuerung"},"content":{"rendered":"<h2>7.2.1 Randbedingungen und konzeptionelle \u00dcberlegungen<\/h2>\n<h3>Zustand des Bauwerks<\/h3>\n<p>Im Verlauf der letzten Jahre sind die Anforderungen an den W\u00e4rmeschutz enorm gestiegen. Heute werden bei Bauteilen gegen Aussenklima hochwertige W\u00e4rmed\u00e4mmschichten ab etwa 18 cm Dicke eingebaut und der Vermeidung w\u00e4rmetechnischer Schwachstellen wird grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Viele bestehende Bauten gen\u00fcgen den heutigen W\u00e4rmeschutzanforderungen nicht mehr. Insbesondere \u00e4ltere Bauten sind betreffend w\u00e4rmetechnisch-energetische Verbesserungen eine wichtige Zielgruppe.<\/p>\n<h4>Grobanalyse<\/h4>\n<p>Die Grobanalyse umfasst eine generelle Beurteilung des Energieverbrauchs und des Geb\u00e4udezustandes. Ihr Ziel ist es, eine \u00dcbersicht der M\u00f6glichkeiten f\u00fcr das weitere Vorgehen zu geben. Sie soll also die Frage beantworten, ob weitere Abkl\u00e4rungen sinnvoll sind und, wenn ja, in welcher Weise dabei vorzugehen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Es sind z.B. die folgenden Fragen zu beantworten:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie viel Energie braucht das Geb\u00e4ude absolut und im Vergleich zu andern gleichartigen Geb\u00e4uden. Oft kann damit bereits grob beurteilt werden, ob eine w\u00e4rmetechnische Sanierung sinnvoll ist.<\/li>\n<li>K\u00f6nnen jetzt schon Sofortsparmassnahmen empfohlen werden?<\/li>\n<li>Soll eine zus\u00e4tzliche Verbrauchserfassung initiiert werden?<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Feinanalyse<\/h4>\n<p>Entscheidet sich ein Bauherr aufgrund der Resultate der Grobanalyse f\u00fcr weitergehende Untersuchungen, wird als n\u00e4chstes mithilfe einer Feinanalyse der Energiehaushalt des Geb\u00e4udes detailliert untersucht. Eine Energiebilanz bzw. die Berechnung des Heizw\u00e4rmebedarfs nach Norm SIA 380\/1 liefert die optimalen Entscheidungskriterien f\u00fcr die Planung der w\u00e4rmetechnisch-energietechnischen Erneuerung:<\/p>\n<ul>\n<li>Wo geht am meisten Energie verloren?<\/li>\n<li>Mit welchen Massnahmen k\u00f6nnen die gr\u00f6ssten Einsparungen erzielt werden und welche Priorit\u00e4ten ergeben sich f\u00fcr die Erneuerung?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Grob- und vor allem die Feinanalyse dienen als Basis f\u00fcr die Ausarbeitung eines Erneuerungskonzepts, evtl. mit Festlegung von Etappen (vgl. Bild 7.2.1).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-1\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-1.png\" alt=\"Erneuerungsdiagramm mit verschiedenen Erneuerungspfaden zur Zielerreichung des SIA-Effizienzpfades Energie\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.1:\u2002Erneuerungsdiagramm mit verschiedenen Erneuerungspfaden zur Zielerreichung des SIA-Effizienzpfades Energie <span class=\"quelle-em\">(Quelle: Merkblatt SIA 2047:2015)<\/span>.<\/div>\n<h3>Intentionen der Bauherrschaft<\/h3>\n<p>Zu einer energetischen Erneuerung des Geb\u00e4udes kann der Besitzer (leider) nicht gezwungen werden. Der Geb\u00e4udebestand bleibt deshalb w\u00e4rmetechnisch-energetisch weitgehend unbefriedigend und der Erneuerungstakt ist trotz diversen F\u00f6rderprogrammen eher klein.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddem einzelne Liegenschaften bis zur Verslumung genutzt werden, sorgen verantwortungsvolle Bauherrschaften mittels Unterhaltsplan daf\u00fcr, dass die Gebrauchstauglichkeit bei m\u00f6glichst geringem Betriebs-energieaufwand optimal erhalten bleibt. Voraussetzung f\u00fcr sinnvolle Erneuerungsentscheide ist die Kenntnis des Zustandes und darauf basierend ein Erneuerungskonzept, das aus kurz-, mittel- und l\u00e4ngerfristigen Massnahmen oder einer Erneuerung in einer Etappe bestehen kann. Bei Erneuerung in mehreren Etappen ist zu beachten, dass die einzelnen Massnahmen\/Etappen optimal aufeinander abgestimmt werden.<\/p>\n<p>Neben bautechnischen Aspekten beeinflussen auch die Finanzierungsm\u00f6glichkeit und steuerliche Aspekte den Entscheid, ob eine Erneuerung in einer oder in mehreren Etappen ausgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<h3>Rechtliche Randbedingungen\/Baubewilligung<\/h3>\n<p>F\u00fcr reine Unterhaltsmassnahmen an der Geb\u00e4udeh\u00fclle (\u00abPinselsanierung\u00bb) reichen in der Regel sogenannte Bauanzeigen. F\u00fcr w\u00e4rmetechnische Massnahmen ben\u00f6tigt man jedoch eine Baubewilligung und es muss auch der gen\u00fcgende W\u00e4rmeschutz nachgewiesen werden, dies in der Regel mit einem Einzelbauteilnachweis. Es gilt auch zu kl\u00e4ren, ob die energetischen Massnahmen \u00fcber F\u00f6rderbeitr\u00e4ge (z.B. Geb\u00e4udeprogramm) unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Wenn im Zusammenhang mit einer energetischen Erneuerung auch der nutzbare Raum erweitert werden soll, z.B. durch einen Ausbau des Dachgeschosses oder Teile des Untergeschosses (<a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/7-4%e2%80%82ausbau-von-untergeschossraeumen\/\">vgl. Kapitel 7.4 \u00abAusbau von Untergeschossr\u00e4umen\u00bb<\/a>), sind vorg\u00e4ngig die rechtlichen Aspekte wie z.B. Ausnutzungsziffer zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<h3>Architektonische \u00dcberlegungen und Denkmalpflegestatus<\/h3>\n<p>Bei vielen Geb\u00e4uden ist auch ohne Intervention der Denkmalpflege klar, dass aus architektonisch-baukonstruktiven \u00dcberlegungen die w\u00e4rmetechnischen Massnahmen auf Fenster, Dach und Boden beschr\u00e4nkt bleiben m\u00fcssen (vgl. Bild 7.2.2 unten), oder die Aussenw\u00e4nde nur mit einer Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung so weit als m\u00f6glich ert\u00fcchtigt werden k\u00f6nnen; dies evtl. mit Kompromissen an den einzuhaltenden Mindestw\u00e4rmeschutz.<\/p>\n<p>Je nach \u00abSchutzstatus\u00bb des Geb\u00e4udes gilt es, z.B. mit der Denkmalpflege, zu kl\u00e4ren, welche Massnahmen mit den denkmalpflegerischen \u00dcberlegungen konform sind. Aus baukonstruktiver und energetischer Sicht ist leider teilweise nicht nachzuvollziehen, weshalb die denkmalpflegerischen Kriterien eine wesentlich h\u00f6here Priorit\u00e4t haben als die w\u00e4rmetechnisch-energetischen Gesichtspunkte.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-2\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-2a.png\" alt=\"Gleicher Fotostandort\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-2b.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.2:\u2002Gleicher Fotostandort (in Hamburg), zwei differente Objekte: Beim oberen Geb\u00e4ude denkt man wohl gleich an umfassende w\u00e4rmetechnische Massnahmen von aussen her; beim unteren Objekt steht an der Fassade neben einem Fensterersatz kaum je eine w\u00e4rmetechnische Massnahme zur Diskussion.<\/div>\n<h2>7.2.2 Innen- oder Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung<\/h2>\n<h3>Grundsatz<\/h3>\n<p>Die Frage, ob man innen oder aussen d\u00e4mmen soll, ist aus bauphysikalischer Sicht einfach zu beantworten: Wann immer man kann, soll die W\u00e4rmed\u00e4mmung von aussen her angebracht werden.<\/p>\n<h3>Vorteile einer Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung<\/h3>\n<p>Folgende bauphysikalischen Argumente sprechen f\u00fcr eine Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung:<\/p>\n<ul>\n<li>Der W\u00e4rmeverlust kann in der Regel bestm\u00f6glich reduziert werden; der W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust bleibt im Vergleich zum W\u00e4rmeverlust der verbesserten Bauteile eher klein (vgl. Bilder 7.2.4 bis 7.2.8).<\/li>\n<li>Die bestehenden Tragstrukturen kommen nach der energetischen Erneuerung warmseitig zu liegen und dienen als w\u00e4rmespeichernde Massen.<\/li>\n<li>Auch wenn die Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung L\u00fccken aufweisen sollte, z.B. beim Fensteranschluss, besteht kaum die Gefahr von Feuchteproblemen durch zu tiefe raumseitige Oberfl\u00e4chentemperaturen (vgl. Bild 7.2.9).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Je nach Objekt werden unterschiedliche Aussend\u00e4mmungen in Erw\u00e4gung gezogen:<\/p>\n<ul>\n<li>Verputzte Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmungen oder solche mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung, womit der W\u00e4rmeschutz kompromisslos an die heutigen Anforderungen angepasst werden kann. Diese Systeme kommen insbesondere dann infrage, wenn keine speziellen architektonischen oder denkmalpflegerischen Kriterien zu beachten sind (<a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/7-3%e2%80%82referenzbeispiele\/\">vgl. Referenzbeispiel in Kapitel 7.3.1<\/a>).<\/li>\n<li>Mit W\u00e4rmed\u00e4mmputzen lassen sich evtl. auch Kompromissl\u00f6sungen f\u00fcr die Minimierung der Energieverluste unter hohen architektonisch-denkmalpflegerischen Anspr\u00fcchen finden. Die Referenzbeispiele in den <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/7-3%e2%80%82referenzbeispiele\/\">Kapiteln 7.3.2<\/a> und <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/7-3%e2%80%82referenzbeispiele\/\">7.3.3<\/a> dokumentieren zwei solche Erneuerungskonzepte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit \u00fcblichen W\u00e4rmed\u00e4mmputzen k\u00f6nnen z.B. die W\u00e4rmeverluste bei bestehenden Aussenw\u00e4nden in etwa halbiert, die geltenden W\u00e4rmeschutzanforderungen aber kaum eingehalten werden. W\u00e4rmed\u00e4mmputze mit Aerogelzus\u00e4tzen sind zwar noch eher teuer, bieten aber bei W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeiten um 0,03 W\/m\u00b7K eher die M\u00f6glichkeit, den W\u00e4rmeschutz den geltenden Anforderungen anzupassen.<\/p>\n<h3>Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung f\u00fcr besondere F\u00e4lle<\/h3>\n<p>Es gibt Objekte, bei denen eine Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung nicht zur Diskussion steht:<\/p>\n<ul>\n<li>Aus bauphysikalisch-bautechnischer Sicht dann, wenn z.B. bereits eine innen w\u00e4rmeged\u00e4mmte Konstruktion vorhanden ist.<\/li>\n<li>Bei \u00abDenkmalpflegeobjekten\u00bb und insbesondere dann, wenn die bestehende Fassade derart charakteristisch ist, dass eine Ver\u00e4nderung undenkbar ist, dies z.B. bei Sichtbacksteinmauerwerken (vgl. Bild 7.2.3) oder teilweise auch bei Sichtbetonbauten.<\/li>\n<li>Eine Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung ist bauphysikalisch im Detail zu beurteilen. Oft werden W\u00e4rmed\u00e4mmplatten aus Gasbeton- oder Perlitbaustoffen eingesetzt und Kompromisse an die W\u00e4rmeschutzanforderungen gemacht (vgl. Referenzbeispiel in Kapitel 7.3.4).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Alternative M\u00f6glichkeiten<\/h3>\n<p>Unter Umst\u00e4nden ist es besser, auf eine w\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung der Aussenw\u00e4nde zu verzichten und daf\u00fcr z.B. deren W\u00e4rmespeicherverm\u00f6gen beizubehalten. Insbesondere bei Bauten wie in Bild 7.2.3, mit eher hohem Fensteranteil, d\u00fcrfte auch eine Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung kaum sinnvoll sein.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-3\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-3.png\" alt=\"Geb\u00e4ude mit hohem Fensteranteil, bei dem eine Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung ausgeschlossen ist und auch eine Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung kaum sinnvoll w\u00e4re.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.3:\u2002Geb\u00e4ude mit hohem Fensteranteil, bei dem eine Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung ausgeschlossen ist und auch eine Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung kaum sinnvoll w\u00e4re.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-4\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4579\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.4.png\" alt=\"\" width=\"908\" height=\"1112\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.4-200x245.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.4-245x300.png 245w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.4-400x490.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.4-600x735.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.4-768x941.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.4-800x980.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.4-836x1024.png 836w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.4.png 908w\" sizes=\"(max-width: 908px) 100vw, 908px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.4:\u2002Geb\u00e4udeschnitt im Fensterbereich eines typischen Geb\u00e4udes aus den 1960<sup>er<\/sup>-Jahren, mit Verbandmauerwerk und innen d\u00fcnn ged\u00e4mmter Br\u00fcstung, bei bereits erfolgtem Fensterersatz: Der untersuchte Schnitt f\u00fchrt zu einem W\u00e4rmeverlust von 200 W\/m bei einer Temperaturdifferenz von 30 Kelvin.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-5\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4583\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.5.png\" alt=\"\" width=\"910\" height=\"1118\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.5-200x246.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.5-244x300.png 244w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.5-400x491.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.5-600x737.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.5-768x944.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.5-800x983.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.5-833x1024.png 833w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.5.png 910w\" sizes=\"(max-width: 910px) 100vw, 910px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.5:\u2002Selbst mit einer suboptimal konzipierten Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung (z.B. W\u00e4rmebr\u00fccke \u00fcber Fensterbank bei Br\u00fcstung) und ohne zus\u00e4tzliche Massnahmen an der Decke zum Untergeschoss l\u00e4sst sich der W\u00e4rmeverlust von 200 auf 124 W\/m reduzieren (Dq = 30 K) und es k\u00f6nnen wesentlich h\u00f6here raumseitige Oberfl\u00e4chentemperaturen erreicht werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-6\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4586\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.6.png\" alt=\"\" width=\"907\" height=\"1124\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.6-200x248.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.6-242x300.png 242w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.6-400x496.png 400w, 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resultieren teilweise noch tiefere raumseitige Oberfl\u00e4chentemperaturen als vor der Sanierung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-7\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4589\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.7.png\" alt=\"\" width=\"909\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.7-200x68.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.7-300x101.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.7-400x135.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.7-600x203.png 600w, 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w\u00e4rmebr\u00fcckenfrei.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">\n<ul>\n<li>Bei der Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung entspricht der W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust \u03a8 von 0,646 W\/m\u00b7K einem Verlust wie durch eine 3,4 m hohe Wandscheibe mit U = 0,19 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div id=\"bild-hle-7-2-8\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4592\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.8.png\" alt=\"\" width=\"908\" height=\"685\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.8-200x151.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.8-300x226.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.8-400x302.png 400w, 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src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.9.png\" alt=\"\" width=\"910\" height=\"853\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.9-200x187.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.9-300x281.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.9-400x375.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.9-600x562.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.9-768x720.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.9-800x750.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/7.2.9.png 910w\" sizes=\"(max-width: 910px) 100vw, 910px\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.9:\u2002Das Beispiel mit Fensteranschlag und Innenwandanschluss zeigt die thermisch-hygrische Problematik von Innenw\u00e4rmed\u00e4mmungen:<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">\n<ul>\n<li>Beim Istzustand f\u00fchren Oberfl\u00e4chentemperaturen um 9,1 \u00b0C (Leibung) oder 12,0 \u00b0C (Eckbereich Innen-\/Aussenwand) je nach Nutzerverhalten bereits zu Feuchtesch\u00e4den, z.B. in Form von Schimmelpilzbildung.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">\n<ul>\n<li>Bei der Variante mit Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung lassen sich die raumseitigen Oberfl\u00e4chentemperaturen wesentlich erh\u00f6hen. Selbst ohne \u00dcberd\u00e4mmung der Leibung (was suboptimal ist) wird mit 12,9 \u00b0C eine gen\u00fcgend hohe Oberfl\u00e4chentemperatur erreicht, um unter \u00abnormkonformer\u00bb Nutzung Feuchtesch\u00e4den zu vermeiden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">\n<ul>\n<li>Bei der Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung werden, ohne Anschluss derselben an das Fenster (W\u00e4rmebr\u00fccke \u00fcber die innere Leibung), die Oberfl\u00e4chentemperaturen noch tiefer als beim Istzustand. Insbesondere im Leibungsbereich sind damit Feuchtesch\u00e4den unvermeidbar.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h2>7.2.3 Massnahmen bei einzelnen Bauteilen<\/h2>\n<p>Im Idealfall kann ein Einzelbauteil bzw. die Geb\u00e4udeh\u00fclle durch nachtr\u00e4gliche Massnahmen den f\u00fcr Neubauten geltenden Anforderungen (z.B. betreffend W\u00e4rme-, Feuchte- und Schallschutz) angepasst werden. Grunds\u00e4tzlich gelten die Hinweise betreffend Konstruktion, Schichtaufbau und Anforderungen, wie sie im Kapitel 3 f\u00fcr die Geb\u00e4udeh\u00fclle beim Neubau definiert sind. Als erschwerend f\u00fcr die Planung und Ausf\u00fchrung gilt der nicht immer in allen Belangen vorg\u00e4ngig feststellbare Istzustand, der jedoch in jeder Phase der Planung und Ausf\u00fchrung zu ber\u00fccksichtigen ist. Daraus resultieren oft Mehraufwendungen bei der Planung, Ausf\u00fchrung und Bau\u00fcberwachung.<\/p>\n<p>Obwohl im Folgenden auf w\u00e4rmetechnische Massnahmen an Einzelbauteilen eingegangen wird, sollen solche Massnahmen immer integral, im Rahmen von z.B. baustatischer-bauphysikalischer Wechselwirkungen und im Zusammenhang mit der ganzen Geb\u00e4udeh\u00fclle, betrachtet werden. Auch wenn vorerst nur einzelne Bauteile verbessert werden, ist immer von einem Konzept auszugehen, das durch kurz-, mittel- und l\u00e4ngerfristige Massnahmen die w\u00e4rmetechnische Verbesserung der ganzen Geb\u00e4udeh\u00fclle sowie entsprechende Anpassungen an der Haustechnik (z.B. Heizung und der L\u00fcftung) erlaubt.<\/p>\n<p>Eine Beurteilung von Einzelmassnahmen hinsichtlich der Auswirkungen auf andere Bauteile bzw. das Bauwerk als solches ist zu pr\u00fcfen. So kann z.B. das Einbauen von neuen Fenstern die raumklimatischen Bedingungen derart ver\u00e4ndern (h\u00f6here relative Raumluftfeuchtigkeit), dass daraus Folgesch\u00e4den an anderen, w\u00e4rmetechnisch nicht verbesserten Bauteilen oder Bauteil\u00fcberg\u00e4ngen entstehen (z.B. Feuchtigkeitssch\u00e4den in zwei- und dreidimensionalen Eckbereichen).<\/p>\n<h3>Geneigte D\u00e4cher<\/h3>\n<p>Mit der Erneuerung wird eine Verbesserung des Bauzustandes, bis hin zum Erreichen des Sollzustandes (z.B. betreffend W\u00e4rme- und Schallschutz, Luftdichtheit oder Dichtheit der Deckung) angestrebt. Beim geneigten Dach wird z.B. mit einer Erneuerung auch eine Nutzungs\u00e4nderung, vom Estrich zum ausgebauten, beheizten Dachgeschoss, erm\u00f6glicht.<\/p>\n<h4>Konzeptionelle \u00dcberlegungen<\/h4>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Erneuerung des Daches sind drei Faktoren:<\/p>\n<ul>\n<li>1. Der Konstruktionsaufbau des bestehenden Daches und der Zustand der relevanten Schichten:\n<ul>\n<li>Tragkonstruktion (Statik).<\/li>\n<li>Deckenbekleidung.<\/li>\n<li>Luftdichtheitsschicht.<\/li>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmschicht.<\/li>\n<li>Unterdach und Deckung.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>2. Die zu erreichenden Zielvorgaben, abh\u00e4ngig von der vorgesehenen Nutzung:\n<ul>\n<li>Luftdichtheit.<\/li>\n<li>W\u00e4rme- und Schallschutz, evtl. Raumakustik.<\/li>\n<li>Unterdach und Deckung.<\/li>\n<li>Evtl. Sonnenkollektoren und PV-Elemente.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>3. Die zu ber\u00fccksichtigenden Anforderungen und baurechtlichen Aspekte:\n<ul>\n<li>W\u00e4rmeschutz und Schall- bzw. L\u00e4rmschutz.<\/li>\n<li>Brandschutz.<\/li>\n<li>Geb\u00e4udeh\u00f6he (Firsth\u00f6he) und evtl. Raumh\u00f6hen.<\/li>\n<li>Denkmalpflege\/Ortsbildschutz (Lukarnen, Dachfenster, Sonnenkollektoren und PV-Elemente).<\/li>\n<li>Anschl\u00fcsse an angrenzende Bauten, z.B. bei Reihenh\u00e4usern.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus der Beurteilung der drei vorgenannten Faktoren resultieren Erkenntnisse bez\u00fcglich des geeignetsten Erneuerungskonzeptes, wobei wiederum drei verschiedene Grundvarianten zur Diskussion stehen:<\/p>\n<ul>\n<li>1. Renovation von innen her:\n<ul>\n<li>Deckung und Unterdach sind intakt, f\u00fcr die neue Nutzung geeignet und l\u00e4ngerfristig funktionst\u00fcchtig.<\/li>\n<li>Der W\u00e4rmeschutz wird zwischen und unter der Trag-struktur den heutigen Anforderungen angepasst.<\/li>\n<li>Die Luftdichtheit wird von innen her gew\u00e4hrleistet.<\/li>\n<li>Es wird eine neue Deckenbekleidung realisiert, die Raumh\u00f6he wird in der Regel reduziert.<\/li>\n<li>Die Geb\u00e4udeh\u00f6he bleibt wie sie ist und s\u00e4mtliche An- und Abschl\u00fcsse im Bereich der Deckung (z.B. Speng-lerarbeiten) k\u00f6nnen erhalten bleiben, wenn sie noch funktionst\u00fcchtig sind.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>2. Renovation von aussen her:\n<ul>\n<li>Die Deckenbekleidung ist intakt und soll erhalten bleiben; auch die Raumh\u00f6he bleibt gleich.<\/li>\n<li>Die Luftdichtheit ist gew\u00e4hrleistet oder sie kann von aussen her gew\u00e4hrleistet werden.<\/li>\n<li>Die Deckung soll erneuert werden und das Unterdach ist mangelhaft oder es ist kein Unterdach vorhanden.<\/li>\n<li>Der W\u00e4rmeschutz wird zwischen und \u00fcber der Trag-struktur den heutigen Anforderungen angepasst.<\/li>\n<li>Es wird ein neues Unterdach eingebaut, die Deckung wird neu oder es l\u00e4sst sich evtl. auch das bestehende Deckungsmaterial wiederverwenden.<\/li>\n<li>Das Geb\u00e4ude wird h\u00f6her und die An- und Abschl\u00fcsse im Bereich der Deckung (z.B. Spenglerarbeiten) m\u00fcssen in der Regel erneuert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>3. Renovation von innen und von aussen her:\n<ul>\n<li>Es k\u00f6nnen, abgesehen von der Tragstruktur, keine Schichten weiterverwendet werden oder entsprechende Schichten wie Unterdach, W\u00e4rmed\u00e4mmung, Luftdichtheitsschicht und Deckenbekleidung fehlen.<\/li>\n<li>Je nach Randbedingung wird die W\u00e4rmed\u00e4mmung angeordnet:\n<ul>\n<li>\u00fcber der Tragstruktur,<\/li>\n<li>zwischen der Tragstruktur und<\/li>\n<li>zwischen und unter\/\u00fcber der Tragstruktur<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Die Luftdichtheit wird je nach Konzept von innen her gew\u00e4hrleistet oder, bei W\u00e4rmed\u00e4mmung nur \u00fcber der Tragstruktur, von aussen her.<\/li>\n<li>\u00dcber der W\u00e4rmed\u00e4mmung wird das Unterdach eingebaut und das Dach neu eingedeckt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Erneuerungskonzepte<\/h4>\n<p>So vielf\u00e4ltig die Randbedingungen, so different sind die infrage kommenden Erneuerungskonzepte. Ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit werden im Folgenden Beispiele gezeigt (vgl. Bilder 7.2.10 bis 7.2.21), wie, basierend auf differenten Istzust\u00e4nden, Erneuerungen aussehen k\u00f6nnen, mit denen der W\u00e4rmeschutz den geltenden Anforderungen angepasst werden kann.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sind f\u00fcr die einzelnen Elemente des erneuerten geneigten Daches dieselben Kriterien zu ber\u00fccksichtigen wie sie auch f\u00fcr neue D\u00e4cher gelten (<a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/3-1%e2%80%82geneigte-daecher\/\">vgl.\u00a0Kapitel 3.1 \u00abGeneigte D\u00e4cher\u00bb<\/a>).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-10\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-10.png\" alt=\"Vier Varianten f\u00fcr die Erneuerung eines bestehenden, unged\u00e4mmten Daches, ohne oder mit untauglichem Unterdach, im\u00a0Rahmen einer Umnutzung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.10:\u2002Vier Varianten f\u00fcr die Erneuerung eines bestehenden, unged\u00e4mmten Daches, ohne oder mit untauglichem Unterdach, im\u00a0Rahmen einer Umnutzung.<\/div>\n<h4>Beispielhafte Dachsanierung bei denkmalgesch\u00fctztem Objekt<\/h4>\n<p>Selbst bei einem denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude war es m\u00f6glich, den W\u00e4rmeschutz und die Luftdichtheit im Konzept der Variante 1\/2 in Bild 7.2.10 optimal zu gew\u00e4hrleisten, indem die bestehenden Sparren ausserhalb der Fusspfette abgeschnitten und das Vordach neu mit Stichern realisiert wurde (vgl. Bilder 7.2.11 bis 7.2.15).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-11\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-11.png\" alt=\"Altes, denkmalgesch\u00fctztes B\u00fcndnerhaus, bei dem der Estrich ausgebaut und das bisher unged\u00e4mmte Dach w\u00e4rmeged\u00e4mmt wurde.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.11:\u2002Altes, denkmalgesch\u00fctztes B\u00fcndnerhaus, bei dem der Estrich ausgebaut und das bisher unged\u00e4mmte Dach w\u00e4rmeged\u00e4mmt wurde.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-12\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-12.png\" alt=\"\u00dcber den bestehenden Sparren ged\u00e4mmtes Dach mit Doppelfalz-Metalldeckung aus Titanzink.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.12:\u2002\u00dcber den bestehenden Sparren ged\u00e4mmtes Dach mit Doppelfalz-Metalldeckung aus Titanzink.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-13\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-13.png\" alt=\"Dank dem Konzept mit W\u00e4rmed\u00e4mmung \u00fcber den bestehenden Sparren bleibt die bestehende Tragstruktur mit Pfetten und Sparren sichtbar.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.13:\u2002Dank dem Konzept mit W\u00e4rmed\u00e4mmung \u00fcber den bestehenden Sparren bleibt die bestehende Tragstruktur mit Pfetten und Sparren sichtbar.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-14\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Group_66.png\" alt=\"Neue Sparren bzw. Sticher \u00fcber aufgedoppelter Pfette. Trotz dicker W\u00e4rmed\u00e4mmung bleibt die Dachsilhouette schlank wie beim unged\u00e4mmten Dach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.14:\u2002Neue Sparren bzw. Sticher \u00fcber aufgedoppelter Pfette. Trotz dicker W\u00e4rmed\u00e4mmung bleibt die Dachsilhouette schlank wie beim unged\u00e4mmten Dach.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-15\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-15.png\" alt=\"Konstruktionsaufbau f\u00fcr w\u00e4rmetechnisch saniertes Dach: Mit der total 26 cm dicken W\u00e4rmed\u00e4mmung konnte ein U-Wert um 0,14\u00a0W\/m2\u00b7K erreicht werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.15:\u2002Konstruktionsaufbau f\u00fcr w\u00e4rmetechnisch saniertes Dach: Mit der total 26 cm dicken W\u00e4rmed\u00e4mmung konnte ein U-Wert um 0,14\u00a0W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K erreicht werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-16\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-16.png\" alt=\"Zwei Varianten f\u00fcr die Renovation eines bestehenden geneigten Daches ohne W\u00e4rmed\u00e4mmung, jedoch mit funktionst\u00fcchtigem Unterdach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.16:\u2002Zwei Varianten f\u00fcr die Renovation eines bestehenden geneigten Daches ohne W\u00e4rmed\u00e4mmung, jedoch mit funktionst\u00fcchtigem Unterdach.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-17\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-17.png\" alt=\"Renovation eines geneigten Daches mit bestehender W\u00e4rmed\u00e4mmung und gew\u00e4hrleisteter Luftdichtheit von oben her. Die\u00a0bestehende W\u00e4rmed\u00e4mmung kann evtl. weitergenutzt werden. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.17:\u2002Renovation eines geneigten Daches mit bestehender W\u00e4rmed\u00e4mmung und gew\u00e4hrleisteter Luftdichtheit von oben her. Die\u00a0bestehende W\u00e4rmed\u00e4mmung kann evtl. weitergenutzt werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-18\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-18.png\" alt=\"Renovation eines geneigten Daches mit bestehender W\u00e4rmed\u00e4mmung und mangelhafter Luftdichtheit. Es ist der Einbau einer Luftdichtheitsschicht erforderlich.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.18:\u2002Renovation eines geneigten Daches mit bestehender W\u00e4rmed\u00e4mmung und mangelhafter Luftdichtheit. Es ist der Einbau einer Luftdichtheitsschicht erforderlich.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-19\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-19.png\" alt=\"Renovation eines geneigten Daches mit bestehender W\u00e4rmed\u00e4mmung und funktionst\u00fcchtiger Durchl\u00fcftung zwischen W\u00e4rmed\u00e4mmung und Unterdach. Das Unterdach und die Deckung sollen beibehalten werden. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.19:\u2002Renovation eines geneigten Daches mit bestehender W\u00e4rmed\u00e4mmung und funktionst\u00fcchtiger Durchl\u00fcftung zwischen W\u00e4rmed\u00e4mmung und Unterdach. Das Unterdach und die Deckung sollen beibehalten werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-20\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-20.png\" alt=\"Renovation eines geneigten Daches mit bestehender W\u00e4rmed\u00e4mmung und nicht funktionst\u00fcchtiger Durchl\u00fcftung zwischen W\u00e4rmed\u00e4mmung und Unterdach bzw. dem Bed\u00fcrfnis, auch diesen Bereich f\u00fcr die Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes zu nutzen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.20:\u2002Renovation eines geneigten Daches mit bestehender W\u00e4rmed\u00e4mmung und nicht funktionst\u00fcchtiger Durchl\u00fcftung zwischen W\u00e4rmed\u00e4mmung und Unterdach bzw. dem Bed\u00fcrfnis, auch diesen Bereich f\u00fcr die Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes zu nutzen.<\/div>\n<h4>An- und Abschl\u00fcsse<\/h4>\n<p>Bei Renovationen entscheidet oft die qualitative Ausbildung der An- und Abschl\u00fcsse, ob das geneigte Dach l\u00e4ngerfristig funktionst\u00fcchtig sein wird. Grunds\u00e4tzlich gelten diesbez\u00fcglich dieselben Anforderungen und Regeln der Baukunde, wie sie im Kapitel 3.1 f\u00fcr neue D\u00e4cher aufgef\u00fchrt sind.<\/p>\n<p>Speziell zu beachten ist beim geneigten Dach die Gew\u00e4hrleistung der Luftdichtheit auch in Anschlussbereichen. Hierf\u00fcr entscheidend ist die Wahl der Ebene, in der die Luftdichtung angeordnet wird; Bild 7.2.16 zeigt vier Varianten, mit unterschiedlichen Voraussetzungen f\u00fcr den luftdichten Anschluss im Trauf- und Ortbereich.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-21\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-21.png\" alt=\"Vier Varianten f\u00fcr die Erneuerung eines bestehenden, unged\u00e4mmten Daches, mit Anordnung der Dampfbremse\/Luftdichtung, die zu unterschiedlichen Randbedingungen bei den An- und Abschl\u00fcssen, insbesondere im Traufbereich, f\u00fchren. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.21:\u2002Vier Varianten f\u00fcr die Erneuerung eines bestehenden, unged\u00e4mmten Daches, mit Anordnung der Dampfbremse\/Luftdichtung, die zu unterschiedlichen Randbedingungen bei den An- und Abschl\u00fcssen, insbesondere im Traufbereich, f\u00fchren.<\/div>\n<h3>Flachd\u00e4cher<\/h3>\n<p>Unter Erneuerung von Flachd\u00e4chern versteht man die partielle Erneuerung oder Verst\u00e4rkung einer bestehenden Flachbedachung. Es ist darunter das Auswechseln und \/oder Erg\u00e4nzen einzelner Schichten \u00fcber Teilfl\u00e4chen oder \u00fcber die gesamte Dachfl\u00e4che zu verstehen. Die im <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/3-2%e2%80%82flachdaecher\/\">Kapitel 3.2<\/a> f\u00fcr neue Flachd\u00e4cher gemachten Angaben gelten sinngem\u00e4ss auch f\u00fcr die Erneuerung.<\/p>\n<h4>Konzeptionelle \u00dcberlegungen<\/h4>\n<p>Erforderliche Erneuerungen k\u00f6nnen bei regelm\u00e4ssigem Unterhalt rechtzeitig erkannt werden. Bestehende, noch intakte Bauteilschichten k\u00f6nnen dann weiterverwendet werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die w\u00e4rmetechnische Verbesserung von Flachd\u00e4chern stehen diverse M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung, deren Tauglichkeit neben dem Zustand der bestehenden Flachbedachung und der Wiederverwendbarkeit einzelner Schichten auch vom zuk\u00fcnftig erwarteten Nutzen abh\u00e4ngt. Neben rein w\u00e4rmetechnisch motivierten Erneuerungen sind es vor allem das Erreichen der Nutzungsdauer, vorzeitige Sch\u00e4digung oder das Bed\u00fcrfnis nach Umnutzung (z.B. Begr\u00fcnung), welche nach einer Erneuerung oder Sanierung rufen.<\/p>\n<p>In den meisten F\u00e4llen wird bei einer Flachdachsanierung kein spezieller Planer beigezogen (z.B. Architekt oder Bauingenieur). In solchen F\u00e4llen plant der ausf\u00fchrende Unternehmer die Erneuerung und muss dann neben der Ausf\u00fchrung auch die Planung verantworten. Der Unternehmer muss bei der Planung insbesondere die Bauphysik, die Statik, den Schall- und Brandschutz sowie allgemein die Einhaltung von Normen und Richtlinien beachten. Bei komplexen Sachverhalten lohnt sich allenfalls der Beizug von Spezialisten (Bauphysiker, Bauingenieur).<\/p>\n<h4>Erneuerungskonzepte<\/h4>\n<p>Eine Erneuerung wird entweder erforderlich, um ein mangelhaftes Flachdach zu verbessern (z.B. Abdichtung, Dichtigkeit) oder um den W\u00e4rmeschutz an die ver\u00e4nderten Randbedingungen anzupassen.<\/p>\n<p>Vor der Planung muss, als Basis f\u00fcr den Erneuerungsentscheid, der Zustand des bestehenden Flachdaches abgekl\u00e4rt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Feuchtigkeit der bestehenden W\u00e4rmed\u00e4mmschicht (max. 5 Vol.-% bzw. max. 2000 g\/m<sup>2<\/sup>).<\/li>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmverm\u00f6gen (U-Wert) des vorhandenen Flachdaches und Vergleich mit den geltenden Anforderungen.<\/li>\n<li>Zustand und noch zu erwartende Nutzungszeit der Abdichtung sowie der An- und Abschl\u00fcsse.<\/li>\n<li>Anschlussh\u00f6hen bei Dachr\u00e4ndern, T\u00fcrschwellen und Dachdurchdringungen.<\/li>\n<li>Gef\u00e4lleverh\u00e4ltnisse und Entw\u00e4sserungssystem.<\/li>\n<li>Zustand, Qualit\u00e4t und An- und Abschl\u00fcsse der Dampfbremse\/Luftdichtung. Entspricht die Dampfbremse den zuk\u00fcnftigen Anforderungen, z.B. bei einer nachtr\u00e4glichen Begr\u00fcnung?<\/li>\n<li>Ist die Unterkonstruktion f\u00fcr k\u00fcnftige Anforderungen geeignet (Tragf\u00e4higkeit)?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn die Flachbedachung f\u00fcr eine Weiterverwendung weitgehend unbrauchbar ist, gilt es, diese bis auf die Verlegeunterlage zur\u00fcckzubauen und einen Neuaufbau zu realisieren. Es empfiehlt sich dann, die Dampfbremse als\u00a0Not- und Bauzeitabdichtung beizubehalten oder eine solche neu auszuf\u00fchren.<\/p>\n<h4>Plusdach<\/h4>\n<p>Dachsystem zur w\u00e4rmetechnischen Verbesserung einer noch funktionst\u00fcchtigen Flachbedachung mit einer zus\u00e4tzlichen, im Umkehrdachsystem aufgebrachten W\u00e4rmed\u00e4mmschicht \u00fcber der bestehenden Abdichtung (vgl. Bild 7.2.22).<\/p>\n<p>In der Regel ist es sinnvoll, im Rahmen einer solchen Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes auch die bestehende Abdichtung mit einer zus\u00e4tzlichen Abdichtungslage zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<h4>Doppeldach<\/h4>\n<p>Dachsystem zur Erneuerung der Abdichtung und Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes. \u00dcber der bestehenden, noch funktionst\u00fcchtigen Flachbedachung wird eine zus\u00e4tzliche W\u00e4rmed\u00e4mmschicht und eine neue Abdichtung (Warmdachsystem) aufgebracht (vgl. Bild 7.2.23).<\/p>\n<h4>Unterl\u00fcftetes Dach \u00fcber bestehendem Warmdach<\/h4>\n<p>Durch ein zus\u00e4tzliches Tragsystem in Leichtbauweise (z.B. Holz- oder Stahlbau) kann eine neue, durch einen durchl\u00fcfteten Hohlraum von der bestehenden Flachbedachung getrennte Verlegeunterlage geschaffen werden. \u00dcber dieser l\u00e4sst sich mittels Abdichtungs- und entsprechenden Schutz- und Nutzschichten eine neue Flachbedachung realisieren, evtl. mit weiter gehendem Nutzen (z.B. begehbar oder begr\u00fcnt).. Das W\u00e4rmed\u00e4mmverm\u00f6gen wird durch zus\u00e4tzliche D\u00e4mmschichten \u00fcber der bestehenden Abdichtung oder \u00fcber der bestehenden Dampfbremse verbessert (vgl. Bild 7.2.24).<\/p>\n<p>Bei dieser Konzeption ist es sehr einfach, das Flachdach auskragen zu lassen, um die Fassade mit einem Vordach vor Witterung zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-22\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-22.png\" alt=\"Plusdach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.22:\u2002Plusdach.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-23\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-23.png\" alt=\"Doppeldach.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.23:\u2002Doppeldach.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-24\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-24.png\" alt=\"Unterl\u00fcftetes Flachdach, evtl. mit der M\u00f6glichkeit, ein Vordach zu realisieren.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.24:\u2002Unterl\u00fcftetes Flachdach, evtl. mit der M\u00f6glichkeit, ein Vordach zu realisieren.<\/div>\n<h3>Deckenkonstruktion<\/h3>\n<p>Betreffend w\u00e4rmetechnische Verbesserung von Decken zeigen die Beispiele den Standardfall zwischen beheiztem Raum und kaltem Estrich, bei bestehender Betondecke oder Holzbalkendecke.<\/p>\n<h4>Massive Deckenkonstruktion<\/h4>\n<p>Durch das Anbringen von zus\u00e4tzlichen W\u00e4rmed\u00e4mmschichten auf der Warmseite (Deckenuntersicht) w\u00fcrden zwangsl\u00e4ufig W\u00e4rmebr\u00fccken \u00fcber durchdringende Innen- und Aussenw\u00e4nde entstehen. Auf diese Variante wird deshalb in der Regel verzichtet.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche W\u00e4rmeschutzmassnahmen erfolgen meist durch das Auflegen von Einzelschichten oder Verbundelementen \u00fcber der Betondecke (vgl. Bild 7.2.25). Diese Massnahmen sind als einfach und kosteng\u00fcnstig zu bezeichnen. Weil die Betondecke trocken und luftdicht ist, muss keine Dampfbremse\/Luftdichtung eingebaut werden.<\/p>\n<h4>Leichtbaukonstruktion mit Gipsdecke<\/h4>\n<p>Schilfrohrarmierte Gipsdecken o.\u00c4. weisen evtl. erhaltenswerte Stukaturen auf, von der Raumseite her sind w\u00e4rmetechnische Massnahmen deshalb oft nicht m\u00f6glich. Weil Gipsdecken in der Regel gen\u00fcgend luftdicht sind, ist eine Verbesserung des W\u00e4rmed\u00e4mmverm\u00f6gens von oben her, z.B. durch W\u00e4rmed\u00e4mmschichten zwischen oder \u00fcber der Holzbalkendecke, kosteng\u00fcnstig realisierbar, dies meist ohne zus\u00e4tzliche Dampfbremse\/Luftdichtung (vgl. Bild 7.2.26).<\/p>\n<h4>Leichbaukonstruktion mit Holzdecke<\/h4>\n<p>Holzschalungen mit Nut- und Kammverbindung o.\u00c4. sind nicht luftdicht. Solche Deckenkonstruktionen weisen neben ungen\u00fcgendem W\u00e4rmed\u00e4mmverm\u00f6gen (Transmissionsw\u00e4rmeverluste) auch einen grossen L\u00fcftungsw\u00e4rmeverlust auf und f\u00fchren evtl. zu Zugluft und Konvektionskondensat. Bei einer w\u00e4rmetechnischen Ert\u00fcchtigung ist deshalb auch die warmseitige Luftdichtheit zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>W\u00e4rmed\u00e4mmschichten k\u00f6nnen zwischen und\/oder \u00fcber der Holzbalkendecke verlegt werden (vgl. Bild 7.2.27). Die Luftdichtung ist an durchdringende und angrenzende Bauteile, wie Innen- und Aussenw\u00e4nde, luftdicht anzuschliessen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-25\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-25.png\" alt=\"Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Betondecke.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.25:\u2002Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Betondecke.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-26\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-26.png\" alt=\"Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Holzbalkendecke mit Gipsdecke\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.26:\u2002Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Holzbalkendecke mit Gipsdecke (in der Regel gen\u00fcgend luftdicht).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-27\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-27.png\" alt=\"Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Holzbalkendecke mit Holzdecke\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.27:\u2002Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Holzbalkendecke mit Holzdecke (luftundicht).<\/div>\n<h3>Bodenkonstruktion<\/h3>\n<h4>Bodenkonstruktion \u00fcber Aussenklima oder \u00fcber unbeheizten R\u00e4umen<\/h4>\n<p>Bei Bodenkonstruktionen in Massivbauweise werden zus\u00e4tzliche W\u00e4rmed\u00e4mmschichten von unten her angebracht. Bei B\u00f6den \u00fcber Aussenklima kann so zusammen mit einer w\u00e4rmetechnischen Verbesserung der Aussenw\u00e4nde ein w\u00e4rmebr\u00fcckenfreies Konzept realisiert werden, wenn man von einzelnen Durchdringungen durch eventuell vorhandene St\u00fctzen oder Wandscheiben absieht. Zur w\u00e4rmetechnischen Verbesserung von Bodenkonstruktionen von unten her gibt es unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten in Form von Mehrschicht-W\u00e4rmed\u00e4mmelementen oder W\u00e4rmed\u00e4mmschichten, die verputzt oder mit einer Deckenbekleidung erg\u00e4nzt werden (vgl. Bild 7.2.28). Je nach Anforderung an das Erscheinungsbild (Untersicht als Teil der Fassade) und dem erforderlichen mechanischen Widerstand (Eingangshallen, Abstellr\u00e4ume im Untergeschoss) ist ein geeignetes System zu w\u00e4hlen. Insbesondere dann, wenn keine grossen Anforderungen an eine Deckenuntersicht gestellt werden, ist diese w\u00e4rmetechnische Massnahme als kosteng\u00fcnstig und wirtschaftlich zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Bei Holzbalkendecken wird die zus\u00e4tzliche W\u00e4rmed\u00e4mmung in der Regel zwischen und evtl. unter der Balkenlage angebracht oder bestehende Hohlr\u00e4ume werden mit Zellulose-W\u00e4rmed\u00e4mmung ausgeblasen (vgl. Bild 7.2.29). Evtl. ist auch der Einbau einer Luftdichtung erforderlich, wenn diese Funktion von der Boden\u00fcberkonstruktion nicht \u00fcbernommen wird.<\/p>\n<h4>Bodenkonstruktion \u00fcber Erdreich<\/h4>\n<p>Obwohl Bodenkonstruktionen \u00fcber Erdreich w\u00e4rmetechnisch oft mangelhaft sind, ist eine w\u00e4rmetechnische Verbesserung nur dann wirtschaftlich realisierbar, wenn sie zusammen mit der Behebung anderer M\u00e4ngel und Sch\u00e4den, z.B. den Feuchtigkeitsschutz betreffend (kapillar aufsteigende Feuchtigkeit), erfolgen kann. Zudem ist insbesondere bei gr\u00f6sseren Bodenfl\u00e4chen und grossz\u00fcgiger Erd\u00fcberdeckung der W\u00e4rmeschutz auch ohne W\u00e4rmed\u00e4mmschichten nicht extrem schlecht; die w\u00e4rmed\u00e4mmende Wirkung des Erdreichs wirkt sich hier\u00a0positiv aus (vgl. auch Bild 3.4.1).<\/p>\n<p>Eine Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bedingt den R\u00fcckbau der Boden\u00fcberkonstruktionen bis auf die Bodenplatte und hat unter Ber\u00fccksichtigung der Hinweise zu erfolgen, wie sie im <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/3-4%e2%80%82bodenkonstruktion\/\">Kapitel 3.4<\/a> f\u00fcr den Neubau aufgef\u00fchrt sind. Weil die noch resultierende Raumh\u00f6he oft ein wesentliches Kriterium ist, kommen f\u00fcr die w\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung oft Hochleistungsw\u00e4rmed\u00e4mmungen zur Anwendung (z.B. VIP, Aergel-Platten, PIR-Alu-Platten o.\u00c4.).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-28\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-28.png\" alt=\"Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Betondecke.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.28:\u2002Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Betondecke.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-29\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-29.png\" alt=\"Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Holzbalkendecke.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.29:\u2002Verbesserung des W\u00e4rmeschutzes bei Holzbalkendecke.<\/div>\n<h3>Aussenw\u00e4nde<\/h3>\n<p>Eine w\u00e4rmetechnische Verbesserung der Aussenw\u00e4nde bedingt das Miteinbeziehen sehr vieler Schnittstellen und ist wohl Hauptveranlassung, eine Geb\u00e4udeh\u00fclle betreffend w\u00e4rmetechnische Optimierung ganzheitlich zu betrachten:<\/p>\n<ul>\n<li>Anschluss an Dachkonstruktion (Flachdach oder geneigtes Dach) oder an Decke gegen unbeheizten Dachraum (Estrich).<\/li>\n<li>Sockelausbildung im \u00dcbergangsbereich zur Aussenwand im Erdreich bzw. der Schnittstelle zwischen beheiztem Erdgeschoss- zu nicht beheiztem Untergeschoss.<\/li>\n<li>Anschluss an Fenster (bestehende oder neue) im Br\u00fcstungs-, Leibungs- und Sturzbereich, hier in Verbindung mit der Problemstellung \u00abSturznische f\u00fcr Sonnen- und Wetterschutzsystem\u00bb.<\/li>\n<li>Anschluss an horizontal auskragende Bauteile wie Balkonplatten o.\u00c4.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die w\u00e4rmetechnische Verbesserung der Aussenwand beeinflusst zudem das Erscheinungsbild eines Geb\u00e4udes in der Regel wesentlich, sei es durch eine andere Materialisierung (Putz\/Fassadenbekleidung), durch tiefere Fensternischen oder durch konzeptionell andere L\u00f6sungen bei Balkonen (Wechsel auf separates Tragsystem, Wintergartenkonzept oder Balkon als Wohnraumerweiterung innerhalb der thermischen Geb\u00e4udeh\u00fclle).<\/p>\n<h4>Konzeptionelle \u00dcberlegungen<\/h4>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Erneuerung der Aussenwand sind folgende vier Faktoren:<\/p>\n<ul>\n<li>1. Der bestehende Konstruktionsaufbau und der Zustand der einzelnen Bauteilschichten:\n<ul>\n<li>Tragkonstruktion\/Verankerungsgrund (Statik).<\/li>\n<li>Luftdichtheit.<\/li>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmschicht bzw. vorhandener W\u00e4rmeschutz.<\/li>\n<li>Fassadenoberfl\u00e4che (Putzschicht, bestehende Bekleidung o.\u00c4.).<\/li>\n<li>Ist die bereits vorhandene Hinterl\u00fcftung funktionst\u00fcchtig?<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>2. Die zu erreichenden Zielvorgaben:\n<ul>\n<li>W\u00e4rmeschutz.<\/li>\n<li>Luftdichtheit.<\/li>\n<li>Schall- bzw. L\u00e4rmschutz.<\/li>\n<li>Art der zuk\u00fcnftigen Fassade bzw. des Erscheinungsbildes des Objektes (Architektur).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>3. Die zu ber\u00fccksichtigenden Anschlussrandbedingungen:\n<ul>\n<li>Dach\/Decke\/Geschossdecken\/Boden (Sockel).<\/li>\n<li>Fenster, Sturz (Sonnen- und Wetterschutz).<\/li>\n<li>Erneuerung in einer oder mehreren Etappen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>4. Die zu ber\u00fccksichtigenden Anforderungen und baurechtlichen Aspekte:\n<ul>\n<li>W\u00e4rme- und Schall- bzw. L\u00e4rmschutz.<\/li>\n<li>Brandschutz.<\/li>\n<li>Denkmalpflege\/Ortsbildschutz.<\/li>\n<li>Raumplanungs- und Baugesetze (Grenz- und Geb\u00e4udeabst\u00e4nde).<\/li>\n<li>Anschl\u00fcsse an angrenzende Bauten, z.\u2009B. bei Reihenh\u00e4usern, Blockrandbebauungen u.\u00c4.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Aufnahme Istzustand<\/h4>\n<p>Damit bei der Sanierung einer Aussenwand keine bauphysikalischen oder baukonstruktiven Fehler passieren, ist die Untersuchung der bestehenden Aussenwand und der Anschlussrandbedingungen wichtig:<\/p>\n<ul>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmung oder W\u00e4rmeschutz:\n<ul>\n<li>Vorhandener W\u00e4rmeschutz.<\/li>\n<li>Bestehende W\u00e4rmed\u00e4mmungen (Material, W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit, Dicke, Zugstand).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Luftdichtheit\/Feuchteschutz\n<ul>\n<li>Luftdichte Schicht\/Ebene.<\/li>\n<li>Risse, Fugen.<\/li>\n<li>Tragkonstruktion\/Verankerungsgrund:<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Tragkonstruktion\/Verankerungsgrund:\n<ul>\n<li>Material, Dicke, Festigkeit, Feuchtegehalt.<\/li>\n<li>Befestigungsm\u00f6glichkeit Unterkonstruktion.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Anschlussrandbedingungen:\n<ul>\n<li>Bestehende Bauteile, an welche anzuschliessen ist.<\/li>\n<li>Zustand der Bauteile und An- und Abschl\u00fcsse (z.B. Spenglerarbeit).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Erneuerungskonzepte<\/h4>\n<p>So vielf\u00e4ltig die Randbedingungen, so different sind die infrage kommenden Erneuerungskonzepte. Auf die Fragestellung Innen- oder Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung geht Kapitel 7.2.2 detailliert ein und im <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/7-3%e2%80%82referenzbeispiele\/\">Kapitel 7.3<\/a> zeigen die f\u00fcnf Referenzbeispiele unterschiedliche Erneuerungs\u00fcberlegungen.<\/p>\n<p>Ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit werden im Folgenden Beispiele gezeigt, wie Aussenw\u00e4nde w\u00e4rmetechnisch ert\u00fcchtigt werden k\u00f6nnen, dies bei differenten Voraussetzungen.<\/p>\n<h4>Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung bei monolytischem Mauerwerk, innen w\u00e4rmeged\u00e4mmter Wand, Zweischalenmauerwerk o.\u2009\u00c4.<\/h4>\n<ul>\n<li>In der Regel steht ein tragf\u00e4higer und luftdichter Verankerungsgrund zur Verf\u00fcgung und es ist davon auszugehen, dass der W\u00e4rmeschutz ungen\u00fcgend ist.<\/li>\n<li>Bei diesen Aussenw\u00e4nden ist von Betondecken mit entsprechenden W\u00e4rmebr\u00fccken bei den Deckenauflagern auszugehen, die mit einer Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung eliminiert werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Als Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung kommen verschiedene Systeme zur Anwendung:\n<ul>\n<li>Verputzte W\u00e4rmed\u00e4mmungen, z.B. aus Schaumkunststoff- oder Mineralfaserplatten.<\/li>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmung mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung.<\/li>\n<li>Vorfabrizierte, hochged\u00e4mmte Holzbauelemente.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\"><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-2-30\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-30.png\" alt=\"Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung bei monolytischem Mauerwerk, innen w\u00e4rmeged\u00e4mmter Wand, Zweischalenmauerwerk o.\u2009\u00c4.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.30:\u2002Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung bei monolytischem Mauerwerk, innen w\u00e4rmeged\u00e4mmter Wand, Zweischalenmauerwerk o.\u2009\u00c4.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<ul>\n<li>Eine Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung w\u00fcrde h\u00f6chstens dann Sinn machen, wenn der W\u00e4rmeschutz bei bereits innen w\u00e4rmeged\u00e4mmten W\u00e4nden verbessert werden kann oder wenn eine Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung nicht infrage kommt.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung einer Aussenwand mit verputzter Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung (VAWD)<\/h4>\n<ul>\n<li>Wenn die bestehende VAWD entfernt werden muss, gelten f\u00fcr die Ausf\u00fchrung in etwa dieselben Randbedingungen und Abh\u00e4ngigkeiten wie bei Neubauten. Es steht dann in der Regel ein tragf\u00e4higer Untergrund zur Verf\u00fcgung, welcher dieselben W\u00e4rmed\u00e4mm-Massnahmen erm\u00f6glicht, wie sie in Bild 7.2.30 beschrieben sind.<\/li>\n<li>Wenn die bestehenden Schichten belassen werden k\u00f6nnen oder wenn nur der Putz abgesch\u00e4lt werden muss, sind zwei verschiedene Erneuerungskonzepte zu diskutieren:\n<ul>\n<li>Zus\u00e4tzliche W\u00e4rmed\u00e4mmung, z.B. aus Schaumkunststoff- oder Mineralfaserplatten, die wiederum verputzt wird.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>Zus\u00e4tzliche W\u00e4rmed\u00e4mmung mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung, wobei zu kl\u00e4ren gilt, ob die Unterkonstruktion durch die bestehende W\u00e4rmed\u00e4mmung hindurch in den Verankerungsgrund erfolgen kann oder ob hierf\u00fcr die VAWD lokal entfernt werden muss (vgl. Bild 7.2.31).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-2-31\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-31.png\" alt=\"Zus\u00e4tzliche \u00dcberd\u00e4mmung einer verputzten Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.31:\u2002Zus\u00e4tzliche \u00dcberd\u00e4mmung einer verputzten Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung.<\/div>\n<h4>W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung einer Aussenwand mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung<\/h4>\n<ul>\n<li>Der W\u00e4rmeschutz kann am einfachsten mit einer zus\u00e4tzlichen W\u00e4rmed\u00e4mmschicht (\u00dcberd\u00e4mmung der bestehenden W\u00e4rmed\u00e4mmung) oder mit einer neuen, dickeren W\u00e4rmed\u00e4mmschicht realisiert werden. In der Regel ist das nur dann m\u00f6glich, wenn die bestehende Unterkonstruktion verl\u00e4ngert oder wenn ein zus\u00e4tzlicher Lattenrost aufgebracht werden kann.<\/li>\n<li>Falls das die bestehende Unterkonstruktion nicht zul\u00e4sst, muss diese in der Regel ersetzt werden, was wohl zu einem gesamten R\u00fcckbau (inklusive W\u00e4rmed\u00e4mmung) bis auf den Verankerungsgrund f\u00fchrt. F\u00fcr die Ausf\u00fchrung der neuen Fassade gelten dann in etwa dieselben Hinweise wie bei Neubauten bzw. es sind die in Bild 7.2.30 aufgef\u00fchrten L\u00f6sungen m\u00f6glich.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-2-32\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-32.png\" alt=\"Zus\u00e4tzliche W\u00e4rmed\u00e4mmung bei einer Aussenwand mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.32:\u2002Zus\u00e4tzliche W\u00e4rmed\u00e4mmung bei einer Aussenwand mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung.<\/div>\n<h4>W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung einer Aussenwand in Holzbauweise oder bei Riegelbau<\/h4>\n<ul>\n<li>Die Vielfalt der anzutreffenden Randbedingungen ist gross und dementsprechend sind auch die Erneuerungskonzepte vielf\u00e4ltig (Bild 7.2.33 zeigt ein m\u00f6gliches Beispiel):\n<ul>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmung zwischen der Tragstruktur.<\/li>\n<li>Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung verputzt oder mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung.<\/li>\n<li>Evtl. Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung (eher problematisch!).<\/li>\n<li>Kombinationen, z.B. W\u00e4rmed\u00e4mmung zwischen und ausserhalb der Tragstruktur.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-2-33\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-33.png\" alt=\"W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung bei bestehendem Holzbau.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.33:\u2002W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung bei bestehendem Holzbau.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<ul>\n<li>Wesentlich f\u00fcr das Erneuerungskonzept ist auch die Luftdichtheit:\n<ul>\n<li>Bestehende Wand bereits luftdicht.<\/li>\n<li>Bestehende Wand nicht luftdicht.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h4>W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung einer Aussenwand aus Bruchsteinmauerwerk o.\u00c4.<\/h4>\n<ul>\n<li>Bauphysikalisch ideal w\u00e4re eine Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung:\n<ul>\n<li>Verputzt oder mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung.<\/li>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmputz.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Aus architektonisch-denkmalpflegerischer Sicht sind bei solchen Bauten evtl. nur Innenw\u00e4rmed\u00e4mmungen m\u00f6glich (oder es ist auf eine w\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung zu verzichten):\n<ul>\n<li>Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung verputzt,<\/li>\n<li>Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung mit Bekleidung oder<\/li>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmputz.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Die bauphysikalischen Randbedingungen sind im<br \/>\nDetail zu kl\u00e4ren, z.B. bei Deckenauflagern (Holzbalkendecken). Es sind evtl. Kompromisse an den W\u00e4rmeschutz zu machen (mit Unterst\u00fctzung der Denkmalpflege ist das meist m\u00f6glich); dem Feuchteschutz ist bei solchen Bauten gegen\u00fcber den energetischen Erfordernissen Priorit\u00e4t beizumessen.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-2-34\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Group_52.png\" alt=\"W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung mit Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung, bei einer Aussenwand aus Bruchsteinmauerwerk o.\u00c4.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.34:\u2002W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung mit Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung, bei einer Aussenwand aus Bruchsteinmauerwerk o.\u00c4.<\/div>\n<h3>Fenster<\/h3>\n<p>Die Aussagen zum Fenster im <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/3-6%e2%80%82fenster-verglasung-sonnen-wetter-und-blendschutz\/\">Kapitel 3.6.1<\/a> gelten auch f\u00fcr den Fensterersatz sinngem\u00e4ss.<\/p>\n<p>Bestehende Holzfenster mit Doppelverglasungen oder alten 2-fach-Isoliergl\u00e4sern, wie sie heute bei Erneuerungen oft anzutreffen sind, weisen meist U<sub>w<\/sub>-Werte von<br \/>\n\u2265 2,5 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K auf und sind, ohne nachtr\u00e4glich eingebaute Falzdichtungen, eher luftundicht.<\/p>\n<p>Das Verbesserungspotenzial bei einem Fensterersatz ist gross: Neue Fenster erreichen mit 3-fach-Isoliergl\u00e4sern U<sub>w<\/sub>-Werte von &lt; 1,0 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K. Zudem wird durch neue, dichtere Fenster der L\u00fcftungsw\u00e4rmeverlust reduziert und es kann ein der L\u00e4rmbelastung entsprechender Schallschutz realisiert werden.<\/p>\n<h4>Erneuerungskonzepte<\/h4>\n<p>Folgende Konzepte gilt es bei den Fenstern zu unterscheiden, wobei je nach Bauaufgabe kaum alle infrage kommen werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Sanierung des bestehenden Fensters mit Ersatz der Verglasung:\n<ul>\n<li>Fensterstatik muss hierf\u00fcr geeignet sein.<\/li>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmung des Rahmens ist gen\u00fcgend?<\/li>\n<li>Beschl\u00e4ge und Bauanschl\u00fcsse sind in Takt?<\/li>\n<li>Gen\u00fcgt die Glasfalzbreite und -tiefe f\u00fcr ein besseres Isolierglas?<\/li>\n<li>Ist ein Glasersatz gegen\u00fcber einem Gesamtersatz wirtschaftlich sinnvoll?<\/li>\n<li>Garantiefragen kl\u00e4ren!<\/li>\n<li>Sinnvoll insbesondere bei Denkmalschutzobjekt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Renovationsfenster (vgl. Bild 7.2.35):\n<ul>\n<li>Alter Rahmen darf nicht faul sein und er muss im Mauerwerk ausreichend befestigt sein.<\/li>\n<li>Einsatz nur mit Wechselrahmen-\/Renovationsfenster, das einen m\u00f6glichst geringen Lichtverlust aufweist und mit dem eine ausgezeichnete Dichtheit und Statik erzielt wird. Vornehmlich werden Holz-Aluminium- oder Kunststoffrahmen angeboten.<\/li>\n<li>Professionelle Montage, da im bewohnten Bereich gearbeitet wird.<\/li>\n<li>In der Regel m\u00fcssen keine zus\u00e4tzlichen Handwerker (Maler, Gipser, \u2026) involviert werden.<\/li>\n<li>Vorteilhafter Fensterersatz, wenn der Aufwand f\u00fcr das Entfernen von angrenzender Bauteile sehr aufwendig ist (z.B. Innenausbau, Heizungselemente, Beschattung usw. bei Neubaufenstern).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-2-35\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Group_53.png\" alt=\"Fensterersatz mit Renovations-\/Wechselrahmenfenster \u00fcber bestehendem, intaktem Holzrahmen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.35:\u2002Fensterersatz mit Renovations-\/Wechselrahmenfenster \u00fcber bestehendem, intaktem Holzrahmen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-2-36\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Group_3.png\" alt=\"Fensterersatz mit neuem Holz-Metall-Fenster.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.36:\u2002Fensterersatz mit neuem Holz-Metall-Fenster.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<ul>\n<li>Insbesondere geeignet, wenn in bewohnten R\u00e4umen nur die Fenster ersetzt werden (keine Massnahmen an Aussenw\u00e4nden, Sonnenschutz u.\u00c4.).<\/li>\n<li>Neubaufenster (vgl. Bild 7.2.36):\n<ul>\n<li>Neben dem Fensterbauer sind diverse andere Handwerker (z.B. Maler, Gipser, \u2026) involviert und sowohl innen als auch aussen sind oft aufwendige Anpassarbeiten (funktionst\u00fcchtige Bauanschl\u00fcsse) erforderlich.<\/li>\n<li>Einsatz vorteilhaft bei nicht bewohnten R\u00e4umen und im Rahmen einer Gesamterneuerung.<\/li>\n<li>Wahl eines Fensters, das zum Erscheinungsbild des Objektes passt (Materialisierung, Farbe).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzliches Fenster:\n<ul>\n<li>Wird z.B. bei bestehenden Fenstern in Erw\u00e4gung gezogen, die aus denkmalpflegerischen \u00dcberlegungen beibehalten werden m\u00fcssen.<\/li>\n<li>F\u00fcr ein zus\u00e4tzliches Fenster muss gen\u00fcgend Platz vorhanden sein (\u00d6ffnen\/Schliessen\/Reinigung beider Fenster.<\/li>\n<li>Das neue Fenster kann entweder aussen angeordnet werden (und sch\u00fctzt so das alte Fenster) oder auf der Innenseite.<\/li>\n<li>Die bauphysikalische Funktionst\u00fcchtigkeit des so entstehenden Kastenfensters ist detailliert zu pr\u00fcfen bzw. nachzuweisen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Fensterersatz im Kontext einer Gesamterneuerung (vgl. Bild 7.2.37):\n<ul>\n<li>Das Fenster wird im Kontext einer Gesamtsanierung ersetzt. Es wird z.B. die Aussenwand aussen w\u00e4rmeged\u00e4mmt (W\u00e4rmed\u00e4mmung verputzt oder mit hinterl\u00fcfteter Bekleidung oder mit grossformatig vorfabrizierten Holzelementen [vgl. Bild 7.2.30]) und dabei auch ein neues System f\u00fcr den Sonnen- und Wetterschutz eingebaut.<\/li>\n<li>Dieses Konzept setzt eine umfassende Planung und Bauleitung voraus.<\/li>\n<li>In der Regel werden neue Fenster eingebaut.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-2-37\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-37.png\" alt=\"Nur wenn der Fensterersatz zusammen mit der w\u00e4rmetechnischen Ert\u00fcchtigung der Aussenwand erfolgt, besteht die M\u00f6glichkeit, die Einbauebene f\u00fcr das neue Fenster zu diskutieren. Die beiden gezeigten Varianten weisen entsprechende Vor- und Nachteile auf.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.37:\u2002Nur wenn der Fensterersatz zusammen mit der w\u00e4rmetechnischen Ert\u00fcchtigung der Aussenwand erfolgt, besteht die M\u00f6glichkeit, die Einbauebene f\u00fcr das neue Fenster zu diskutieren. Die beiden gezeigten Varianten weisen entsprechende Vor- und Nachteile auf.<\/div>\n<h4>Einbauebene<\/h4>\n<p>In der Regel wird das Fenster in derselben Ebene eingebaut, wo bereits das bestehende Fenster angeschlagen war. Neben diversen Vorteilen (z.B. raumseitig kaum Massnahmen erforderlich, Beibehaltung des bestehenden Sonnen- und Wetterschutzsystems) f\u00fchrt dies im Zusammenhang mit einer Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung zu eher tiefen Leibungen mit entsprechender Verschattung.<\/p>\n<p>Wenn das Fenster zusammen mit der w\u00e4rmetechnischen Ert\u00fcchtigung der Aussenwand ersetzt wird, ist auch ein nach aussen hin verschobener Fensteranschlag zu pr\u00fcfen (vgl. Bild 7.2.37). Es besteht dann die M\u00f6glichkeit, das Fenster gr\u00f6sser zu bauen (mehr Licht und Sonnenenergie), das Fenster kann jedoch dann nur noch bis zu 90\u00b0 ge\u00f6ffnet werden.<\/p>\n<h4>Hygrische Probleme nach Fensterersatz<\/h4>\n<p>Durch neue, luftdichtere Fenster wird der \u00abunkontrollierte Dauerluftwechsel\u00bb vermindert und die Luftwechselrate wird somit, ohne bewusste Fensterl\u00fcftung (Nutzereinfluss!), nur noch reduziert anfallen. Bei gleichbleibender Nutzung (Feuchtigkeitsproduktion\/Fensterl\u00fcftung) stellt sich eine erh\u00f6hte relative Raumluftfeuchte ein. Das Feuchteschadenrisiko steigt durch den Fensterersatz an, ohne entsprechendes Nutzerverhalten oder erg\u00e4nzende bautechnische Massnahmen tritt vermert Schimmelpilzbildung auf (vgl. Bild 7.2.38).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-2-38\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-2-38.png\" alt=\"Schimmelpilzbildung in der ersten Winterperiode nach dem Fensterersatz.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.2.38:\u2002Schimmelpilzbildung in der ersten Winterperiode nach dem Fensterersatz.<\/div>\n<h4>Erg\u00e4nzende Massnahmen<\/h4>\n<p>Es ist Aufgabe der Planer, bei einem Fensterersatz den gen\u00fcgenden Luftwechsel zu organisieren. Dies kann durch \u00dcberbinden der Funktion an den Nutzer erfolgen. Die Fensterl\u00fcftung durch die Nutzer (t\u00e4glich mehrmaliges, kurzzeitiges Querl\u00fcften) ist aber erfahrungsgem\u00e4ss mit Unsicherheiten verbunden. Viel aufwendiger, aber zielf\u00fchrender ist eine mechanische L\u00fcftung, es stehen hierf\u00fcr verschiedene M\u00f6glichkeiten zur Diskussion (<a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/5-2%e2%80%82lueftungsanlagen\/\">vgl. Kapitel 5.2 \u00abL\u00fcftungsanlagen\u00bb<\/a>).<\/p>\n<p>Einer erh\u00f6hten raumklimatischen Belastung nach dem Fensterersatz kann auch durch Erh\u00f6hung der Oberfl\u00e4chentemperaturen begegnet werden. Auch bei leicht<br \/>\nerh\u00f6hter relativer Raumluftfeuchte k\u00f6nnen sich bei gen\u00fcgend hohen Oberfl\u00e4chentemperaturen kaum Schimmelpilze bilden. Indem zusammen mit den Fenstern auch die Aussenw\u00e4nde w\u00e4rmetechnisch verbessert werden, lassen sich auch die Bauteil\u00fcberg\u00e4nge aufeinander abstimmen und optimieren:<\/p>\n<ul>\n<li>Anschluss der Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung an das Fenster durch reduzierte W\u00e4rmed\u00e4mmschicht im Leibungs- und Fensterbankbereich (z.B. 3 bis 4 cm).<\/li>\n<li>Ersatz von Rollladen bzw. energetisch unbefriedigenden Rollladenk\u00e4sten, mit innenliegenden Montage- und Service\u00f6ffnungen, durch aussenliegende Nischen f\u00fcr Sonnen- und Wetterschutzanlagen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7.2.1 Randbedingungen und konzeptionelle \u00dcberlegungen Zustand des Bauwerks Im Verlauf der letzten Jahre sind die Anforderungen an den W\u00e4rmeschutz enorm gestiegen. Heute werden bei Bauteilen gegen Aussenklima hochwertige W\u00e4rmed\u00e4mmschichten ab etwa 18 cm Dicke eingebaut und der Vermeidung w\u00e4rmetechnischer Schwachstellen wird grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Viele bestehende Bauten gen\u00fcgen den heutigen W\u00e4rmeschutzanforderungen nicht mehr. Insbesondere \u00e4ltere [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-1870","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-instandhaltung-renovation-umnutzung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1870","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1870"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1870\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4598,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1870\/revisions\/4598"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1870"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1870"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1870"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}