{"id":1872,"date":"2018-08-13T15:10:54","date_gmt":"2018-08-13T13:10:54","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/?p=1872"},"modified":"2022-09-30T15:09:55","modified_gmt":"2022-09-30T13:09:55","slug":"7-3-referenzbeispiele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/7-3-referenzbeispiele\/","title":{"rendered":"7.3\u2002Referenzbeispiele"},"content":{"rendered":"<h2>7.3.1 W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung mit\u00a0Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung<\/h2>\n<h3>Erneuerungsf\u00f6rderung Stadt Luzern<\/h3>\n<p>(Bauherr: LUPK; Architekt: TRIPOL Architekten, Sanierung 2009)<\/p>\n<p>Beim 1946 erstellten Mehrfamilienhaus wurden bereits 1999 (neue Kunststoff-Fenster) und 2005 (neue Heizung) einzelne Erneuerungen getroffen. Im Kontext des Energieprogramms der Stadt Luzern \u00abJetzt Wohnbauten erneuern\u00bb galt es, das Ziel zu erreichen, den Neubauanforderungen an den Heizw\u00e4rmebedarf zu entsprechen, um damit F\u00f6rderbeitr\u00e4ge von CHF 40.\u2013 pro m<sup>2<\/sup> EBF zu erhalten. Bei einer EBF von 692 m<sup>2<\/sup> wurden die Sanierungskosten von CHF 230&#8217;000.\u2013 mit CHF 27&#8217;680.\u2013 gef\u00f6rdert und von der Stadt Luzern wurde das Coaching zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<h3>Getroffene Massnahmen<\/h3>\n<ul>\n<li>Die 1999 ersetzten Fenster blieben bestehen, es wurden die Fassaden mit einer verputzten Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung von 1,0 auf 0,2 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K verbessert und die Decke zum Estrich (von U = 1,8 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K auf U = 0,2 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K) und der Boden \u00fcber dem Untergeschoss (von U = 1,6 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K auf U = 0,4 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K) w\u00e4rmeged\u00e4mmt.<\/li>\n<li>Die bestehenden Balkone mit durchlaufenden Betondecken wurden entfernt und mit einer thermisch entkoppelten Tragstruktur neue Balkone realisiert.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Ert\u00fcchtigungserfolg<\/h3>\n<ul>\n<li>Mit den getroffenen Massnahmen konnte der Heizw\u00e4rmebedarf von 130 kWh\/m<sup>2<\/sup>\u00b7a auf 45 kWh\/m<sup>2<\/sup>\u00b7a reduziert werden; der Neubaugrenzwert betrug 49 kWh\/m<sup>2<\/sup>\u00b7a.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Konzepteignung auch f\u00fcr MINERGIE-P<\/h3>\n<ul>\n<li>Das gew\u00e4hlte Sanierungskonzept eignet sich auch zum Erreichen der h\u00f6chsten Anspr\u00fcche im Kontext von MINERGIE-P.<\/li>\n<li>Mit entsprechend ged\u00e4mmten Bauteilen:\n<ul>\n<li>Aussenwand mit U = 0,14 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K<\/li>\n<li>Boden \u00fcber Untergeschoss mit U = 0,20 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K<\/li>\n<li>Decke gegen Estrich mit U = 0,15 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K<\/li>\n<li>Fenster mit Uw etwa 0,9 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>kann ein Heizw\u00e4rmebedarf von noch 25 49 kWh\/m<sup>2<\/sup>\u00b7a, MINERGIE-P entsprechend, erreicht werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-3-1\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-1.png\" alt=\"MFH Voltastrasse 23 bis 27, Luzern, vor der Sanierung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.1:\u2002MFH Voltastrasse 23 bis 27, Luzern, vor der Sanierung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-2\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-2.png\" alt=\"MFH nach der Sanierung, mit neuen Balkonen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.2:\u2002MFH nach der Sanierung, mit neuen Balkonen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-3\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-3.png\" alt=\"Mit einer Sanierung nach MINERGIE-P kann der Heizw\u00e4rmebedarf um einen Faktor 5 reduziert und die Heizperiode von 10 auf 7 Monate reduziert werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.3:\u2002Mit einer Sanierung nach MINERGIE-P kann der Heizw\u00e4rmebedarf um einen Faktor 5 reduziert und die Heizperiode von 10 auf 7 Monate reduziert werden.<\/div>\n<h2>7.3.2 W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung mit\u00a0W\u00e4rmed\u00e4mmputz<\/h2>\n<h3>Erneuerungsf\u00f6rderung Stadt Luzern<\/h3>\n<p>(Architekten: Fredi Schenkel und Cla B\u00fcchi, Sanierung 2009)<\/p>\n<p>Das 1900 erstellte Mehrfamilienhaus musste unter Ber\u00fccksichtigung von denkmalpflegerischen Gesichtspunkten w\u00e4rmetechnisch ert\u00fcchtigt werden. Im Kontext des Energieprogramms der Stadt Luzern \u00abJetzt Wohnbauten erneuern\u00bb konnten trotz diesen Einschr\u00e4nkungen die Neubauanforderungen an den Heizw\u00e4rmebedarf erreicht werden, um damit F\u00f6rderbeitr\u00e4ge von CHF 26&#8217;336.\u2013 zu erhalten.<\/p>\n<h3>Getroffene Massnahmen<\/h3>\n<ul>\n<li>Mit den neuen Dachkonstruktionen konnte der W\u00e4rmeverlust gegen\u00fcber dem Istzustand wesentlich reduziert werden, es wurden U-Werte um 0,19 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K erreicht.<\/li>\n<li>Der Boden \u00fcber dem Untergeschoss wurde an der UG-Decke w\u00e4rmeged\u00e4mmt und so der U-Wert von = 1,11 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K auf U = 0,27 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K verbessert.<\/li>\n<li>Als Teil einer Blockrandbebauung weist das MFH nur zwei Aussenw\u00e4nde aus Backsteinmauerwerk, mit U-Wert um 1,14 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K, auf. Mit dem Denkmalpfleger wurde eine L\u00f6sung f\u00fcr deren w\u00e4rmetechnische Verbesserung gefunden: Die Fenstergew\u00e4nde liessen eine Putzsanierung mit 4 cm W\u00e4rmed\u00e4mmputz zu, womit ein U-Wert von 0,71 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K erreicht werden konnte. Mit den heute erh\u00e4ltlichen Aerogel-D\u00e4mmputzen h\u00e4tte sogar ein U-Wert um 0,45 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K erreicht werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Unter dem \u00abDiktat der Denkmalpflege\u00bb wurden Holzfenster mit 2-fach-IV eingesetzt und so ein U-Wert im Bereich von 1,4 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K erreicht.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Ert\u00fcchtigungserfolg<\/h3>\n<ul>\n<li>Mit den getroffenen Massnahmen konnte der Heizw\u00e4rmebedarf von 89 kWh\/m<sup>2<\/sup>\u00b7a auf 46 kWh\/m<sup>2<\/sup>\u00b7a reduziert werden; der Neubaugrenzwert betrug 47 kWh\/m<sup>2<\/sup>\u00b7a.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"bild-hle-7-3-4\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-4.png\" alt=\"Ostfassade des sanierten MFH Vonmattstrasse 46.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.4:\u2002Ostfassade des sanierten MFH Vonmattstrasse 46.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-5\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-5.png\" alt=\"Geb\u00e4udeschnitt.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.5:\u2002Geb\u00e4udeschnitt.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-6\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-6.png\" alt=\"Grundriss \u00abRegelgeschoss\u00bb.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.6:\u2002Grundriss \u00abRegelgeschoss\u00bb.<\/div>\n<h2>7.3.3 Neue Struktur in altem Gem\u00e4uer<\/h2>\n<h3>Sanierung und Erweiterung Mehrfamilienhaus<\/h3>\n<p>(Architekt: alp architektur lischer partner ag, 2012)<\/p>\n<p>Die sp\u00e4tklassizistische Villa von 1868 befindet sich an bester Lage, mit Sicht auf die Luzerner Seebucht, in der Ortsbildschutzzone B. Im Planungs- und Bewilligungsprozess waren sowohl die Denkmalpflege, die Stadtbaukommission und der Stadtarchitekt involviert.<\/p>\n<h3>Bauaufgabe<\/h3>\n<ul>\n<li>Instandstellen des Geb\u00e4udes mit hohen Anforderungen im Kontext von repr\u00e4sentativen Wohnungen.<\/li>\n<li>Das als erhaltenswert eingestufte Geb\u00e4ude durfte nicht r\u00fcckgebaut und neu erstellt werden, was \u00f6konomisch betrachtet wohl die effizientere L\u00f6sung gewesen w\u00e4re.<\/li>\n<li>Massnahmen an der Fassade waren aufgrund der Ortsbildschutzzone nur gezielt und mit Einschr\u00e4nkungen m\u00f6glich. S\u00e4mtliche am \u00c4usseren und im historischen Treppenhaus sichtbaren Strukturen, Materialien und Farben waren vor der Ausf\u00fchrung dem Stadtarchitekten in Mustern zur Genehmigung vorzulegen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Konzept<\/h3>\n<p>Die innere Struktur konnte aufgrund des Zustandes nicht so ert\u00fcchtigt werden, dass den hohen Anforderungen, z.B. an den Schallschutz, h\u00e4tte entsprochen werden k\u00f6nnen. Dies hatte dann die komplette Entkernung und Neuerstellung des Innenausbaus zur Folge. Dadurch konnten die Wohnungen den heutigen Anforderungen entsprechend realisiert werden (Grundrisskonzept, Schallschutz usw.). Das Geb\u00e4ude ist so umfassend saniert und umgebaut worden. Im Erdgeschoss ist zusammen mit der ehemaligen Gartenhalle eine grosse Maisonettewohnung entstanden, im Dachstock wurden die Mansardenzimmer zu einer Wohnung ausgebaut. Die Etagenwohnungen haben eine neue Struktur erhalten.<\/p>\n<h3>W\u00e4rmeschutz<\/h3>\n<p>Die neuen Bauteile wie Fenster und Dach konnten den geltenden Anforderungen entsprechend konzipiert werden. Bei den Aussenw\u00e4nden wurde der W\u00e4rmeschutz mit einem 6 cm dicken W\u00e4rmed\u00e4mmputz von etwa 1,7 auf 0,6 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K verbessert; mit heute erh\u00e4ltlichen Aerogel-D\u00e4mmputzen h\u00e4tte sogar ein U-Wert um 0,4 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K erreicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-3-7\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-7.png\" alt=\"MFH nach der Sanierung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.7:\u2002MFH nach der Sanierung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-8\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-8.png\" alt=\"Der Schnitt zeigt die Komplexit\u00e4t der Sanierung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.8:\u2002Der Schnitt zeigt die Komplexit\u00e4t der Sanierung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-9\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-9.png\" alt=\"Grundriss mit neuen Wohnungen hinter alten Mauern.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.9:\u2002Grundriss mit neuen Wohnungen hinter alten Mauern.<\/div>\n<h2>7.3.4 W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung mit\u00a0Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung<\/h2>\n<h3>Sanierung Schulh\u00e4user Ilgen<\/h3>\n<p>(Architet: Wolfgang Rossbauer, Architekt ETH\/SIA)<\/p>\n<p>Der Architekt Otto Wolff erstellte das n\u00f6rdliche Schulhaus Ilgen A und die Turnhalle 1877. Das zweite Schulgeb\u00e4ude Ilgen B stammt von Ernst Diener aus dem Jahre 1889. Die aufwendigen Naturstein- und Putzfassaden verleihen ihnen einen hochrepr\u00e4sentativen Charakter. Alle drei Bauten stehen unter Denkmalschutz und eine w\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung der Aussenw\u00e4nde mit einer Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung stand deshalb verst\u00e4ndlicherweise nie zur Diskussion. Bauherrschaft ist die Stadt Z\u00fcrich.<\/p>\n<h3>Bauaufgabe\/Konzept<\/h3>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\"><\/li>\n<li>Die Geb\u00e4udeh\u00fclle wurde letztmals in den 1960<sup>er<\/sup>-Jahren instand gesetzt. Seither sind die Bauten stark vernachl\u00e4ssigt worden.<\/li>\n<li>Die Fassaden waren sanierungsbed\u00fcrftig, die Brandschutzvorschriften konnten nicht mehr erf\u00fcllt werden und die Haustechnik war veraltet.<\/li>\n<li>Um das angestrebte MINERGIE-Label zu erreichen und die denkmalgesch\u00fctzte Fassade zu erhalten, mussten die Aussenw\u00e4nde innen w\u00e4rmeged\u00e4mmt werden.<\/li>\n<li>Architekt Wolfgang Rossbauer hat die denkmalgesch\u00fctzte Schulanlage Ilgen umfassend saniert.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>W\u00e4rmeschutz<\/h3>\n<p>Die bestehenden Aussenw\u00e4nde aus verputztem Backstein- und teilweise Naturstein-Mauerwerk haben mit einem U-Wert um 1,9 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K einen ungen\u00fcgenden W\u00e4rmeschutz geboten. Mit einer 10 cm dicken Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung aus Multipor (Minerald\u00e4mmplatte) konnte der U-Wert auf etwa 0,4 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K verbessert und so der Mindestw\u00e4rmeschutz gem\u00e4ss Norm SIA 180 (Behaglichkeit\/Bauschadenfreiheit) erreicht werden.<\/p>\n<p>Die vollfl\u00e4chig aufgeklebten Multiporplatten gew\u00e4hrleisten ohne Dampfbremse eine diffusionsoffene, bauphysikalisch funktionst\u00fcchtige Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung.<\/p>\n<p>Die Schulhh\u00e4user Ilgen sind am Fernw\u00e4rmenetz der Stadt Z\u00fcrich angeschlossen. Die R\u00e4ume werden \u00fcber Kippfenster gel\u00fcftet, die sich automatisch \u00f6ffnen und schliessen. So kann ein kontrollierter Luftwechsel gew\u00e4hrleistet und das MINERGIE-Label erreicht werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-3-10\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-10.png\" alt=\"Auch in der Fensterleibung wurde Multipor vollfl\u00e4chig aufgeklebt. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.10:\u2002Auch in der Fensterleibung wurde Multipor vollfl\u00e4chig aufgeklebt.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-11\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-11.png\" alt=\"Im Bereich der Holzbalkenk\u00f6pfe wurde die W\u00e4rmebr\u00fccke bewusst akzeptiert, damit dort die Temperatur nicht extrem reduziert wird.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.11:\u2002Im Bereich der Holzbalkenk\u00f6pfe wurde die W\u00e4rmebr\u00fccke bewusst akzeptiert, damit dort die Temperatur nicht extrem reduziert wird.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-12\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-12.png\" alt=\"Die mit einer Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung sanierten Klassenzimmer bieten behagliche Verh\u00e4ltnisse f\u00fcr einen zeitgem\u00e4ssen Unterricht\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.12:\u2002Die mit einer Innenw\u00e4rmed\u00e4mmung sanierten Klassenzimmer bieten behagliche Verh\u00e4ltnisse f\u00fcr einen zeitgem\u00e4ssen Unterricht (Foto: Hannes Henz).<\/div>\n<h2>7.3.5 Umnutzung<\/h2>\n<h3>Umbau einer Stallung in ein Wohnhaus<\/h3>\n<p>(Architekt: Daniele Marques, Baujahr 1995)<\/p>\n<p>Der Umbau einer Stallung in ein Ferienhaus mit zwei Wohnungen mitten im Dorfkern von Berg\u00fcn stellte grunds\u00e4tzliche Fragen in Sachen Umgang mit alter Bausubstanz. Obwohl sich der neue Einbau bewusst als \u00abFremdk\u00f6rper\u00bb verh\u00e4lt, passt er sich typologisch und von der Materialisierung her der \u00f6rtlichen Bauweise an.<\/p>\n<h3>Bauaufgabe<\/h3>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\"><\/li>\n<li>Umbau eines ungenutzten Stallgeb\u00e4udes in ein Wohnhaus, beinhaltend zwei Wohnungen.<\/li>\n<li>Erhalten der bestehenden Bausubstanz; insbesondere muss das Bruchsteinmauerwerk sowie das charakteristische Dachtragsystem mit den interessanten Auflagerbereichen in ihrer Struktur erhalten und sichtbar belassen bleiben.<\/li>\n<li>Neben einer m\u00f6glichst \u00f6kologischen Bauweise wurde ein sehr guter W\u00e4rmeschutz, mit U-Werten bei opaken Bauteilen von \u2264 0,20 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K, und eine luftdichte Geb\u00e4udeh\u00fclle angestrebt.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Konzept<\/h3>\n<p>Mit dem Einbau einer neuen \u00abHolzkiste\u00bb in die bestehende Steinstruktur konnten die gestellten Anforderungen optimal erf\u00fcllt werden. Das Haus-im-Haus-Konzept besteht aus der renovierten und reprofilierten, im Dachbereich gegen Windsog gesicherten alten Substanz und der neuen, zweigeschossigen, auf einem massiven Untergeschoss ruhenden Holzst\u00e4nderkonstruktion. Mit dem gew\u00e4hlten Konzept konnte ein dezidierter Kontrast zwischen bestehender und neuer Substanz geschaffen werden.<\/p>\n<h3>Nutzungserfahrung<\/h3>\n<p>Dank dem konsequenten Vermeiden von Durchdringungen mit einer eigenst\u00e4ndigen Geb\u00e4udekonstruktion konnte ein guter W\u00e4rmeschutz und eine hohe Luftdichtheit erreicht werden. Entsprechend vern\u00fcnftig ist der Aufwand f\u00fcr Heizung und Warmwasser (\u00abNahw\u00e4rmeversorgung Berg\u00fcn\u00bb, Holzschnitzelheizung, 39 kWh\/m<sup>2<\/sup>\u00b7a). Zwischen den Wohnungen konnte ein erh\u00f6hter Schallschutz erreicht werden, wobei der Trittschallschutz eher unbefriedigend ist.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-3-13\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-13.png\" alt=\"Bestehende, nicht mehr genutzte Scheune mit Stall.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.13:\u2002Bestehende, nicht mehr genutzte Scheune mit Stall.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-14\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-14.png\" alt=\"Ferienhaus nach \u00fcber 20 Jahren Nutzung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.14:\u2002Ferienhaus nach \u00fcber 20 Jahren Nutzung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-15\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-15.png\" alt=\"Grundriss Erdgeschoss mit 31\/2-Zimmerwohnung. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.15:\u2002Grundriss Erdgeschoss mit 3<sup>1<\/sup>\/<sub>2<\/sub>-Zimmerwohnung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-3-16\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-3-16.png\" alt=\"L\u00e4ngsschnitt mit Holzkonstruktion ab Untergeschoss.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.3.16:\u2002L\u00e4ngsschnitt mit Holzkonstruktion ab Untergeschoss.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7.3.1 W\u00e4rmetechnische Ert\u00fcchtigung mit\u00a0Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung Erneuerungsf\u00f6rderung Stadt Luzern (Bauherr: LUPK; Architekt: TRIPOL Architekten, Sanierung 2009) Beim 1946 erstellten Mehrfamilienhaus wurden bereits 1999 (neue Kunststoff-Fenster) und 2005 (neue Heizung) einzelne Erneuerungen getroffen. 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