{"id":1874,"date":"2018-08-13T16:08:09","date_gmt":"2018-08-13T14:08:09","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/?p=1874"},"modified":"2022-09-30T15:11:10","modified_gmt":"2022-09-30T13:11:10","slug":"7-4-ausbau-von-untergeschossraeumen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/7-4-ausbau-von-untergeschossraeumen\/","title":{"rendered":"7.4\u2002Ausbau von Untergeschossr\u00e4umen"},"content":{"rendered":"<p>Als Keller- und Abstellr\u00e4ume benutzte Untergeschossr\u00e4ume bieten durch nachtr\u00e4glichen Ausbau die M\u00f6glichkeit, h\u00f6herwertigen Nutzraum zu erzeugen. Im Vergleich zum Estrichraum, wo prim\u00e4r das Steildach anzupassen ist und auch die nat\u00fcrliche Beleuchtung meist problemlos gew\u00e4hrleistet werden kann, sind bei Untergeschossr\u00e4umen vielf\u00e4ltigere Probleme anzugehen.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem Ausbau von Untergeschossr\u00e4umen stellt sich neben den g\u00e4ngigen Fragen betreffend nat\u00fcrliche Beleuchtung, W\u00e4rme- und Feuchteschutz zwangsl\u00e4ufig auch die Frage der Mauerwerksanierung bzw. der Trockenlegung bestehender Aussen- und Innenw\u00e4nde.<\/p>\n<p>Eine wichtige Komponente stellt bei ausgebauten Untergeschossen auch die Haustechnik, insbesondere Heizung und L\u00fcftung dar. Untergeschossr\u00e4ume werden mit Vorteil \u00fcber separate Heizgruppen oder Heizsysteme beheizt (evtl. l\u00e4ngere Heizperiode gegen\u00fcber Obergeschossr\u00e4umen), und die Raumluft muss eventuell entfeuchtet werden.<\/p>\n<p>Die komplexe Problemstellung erfordert ein konsequent richtiges Vorgehen, von der Objektaufnahme bis zur Nutzung und zum Unterhalt.<\/p>\n<h2>7.4.1 Zwei verschiedene Untergeschosstypologien<\/h2>\n<p>Im Folgenden sollen zwei verschiedene Untergeschosstypen n\u00e4her betrachtet werden.<\/p>\n<h3>Fallbeispiel 1:<\/h3>\n<p>Untergeschosse von alten, \u00abhistorisch wertvollen\u00bb Geb\u00e4uden, z.B. mit Deckengew\u00f6lben und Bruchsteinmauerwerken, oft ohne Fenster (keine nat\u00fcrliche Beleuchtung), mit eingeschr\u00e4nkten Sanierungsm\u00f6glichkeiten. Solche R\u00e4ume eignen sich nach dem Ausbau z.B. als Ausstellungs- und Aufenthaltsr\u00e4ume, Probelokale u.\u00c4.<\/p>\n<h3>Fallbeispiel 2:<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich beleuchtete Untergeschosse bei kaum eingeschr\u00e4nkter Sanierungsm\u00f6glichkeit und somit auch wenig eingeschr\u00e4nkter zuk\u00fcnftiger Nutzung. Solche R\u00e4ume eignen sich z.B. als B\u00fcro, Wohn- oder Schlafr\u00e4ume u.\u00c4.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-4-1\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-4-1.png\" alt=\"Ablaufschema f\u00fcr Ausbau von Untergeschossr\u00e4umen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.4.1:\u2002Ablaufschema f\u00fcr Ausbau von Untergeschossr\u00e4umen.<\/div>\n<h2>7.4.2 Untersuchung des Istzustandes<\/h2>\n<p>Durch Untersuchungen am Bauwerk sind die vorhandenen Bauteile in ihren konstruktiven Auspr\u00e4gungen zu erfassen (Konstruktionsaufbauten, Materialien, Feuchteschutz- und Entw\u00e4sserungssysteme), und es k\u00f6nnen offensichtliche mechanische Sch\u00e4den (Putzabplatzungen, Salzausbl\u00fchungen) sowie biologische Sch\u00e4den (Vermoosung, Schimmelpilze) erkannt werden. Neben rein bautechnischen Abkl\u00e4rungen, die eventuell konkrete M\u00e4ngel aufzeigen (z.B. Ursachen von Feuchtigkeitsproblemen), m\u00fcssen zus\u00e4tzliche Voruntersuchungen durchgef\u00fchrt werden, bevor konkrete Sanierungsmassnahmen zum Schutz gegen Mauerfeuchtigkeit definiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als wichtigste Einzeldaten sind die Feuchtigkeit sowie die maximale Wasseraufnahme des Baustoffes zu ermitteln. Aus diesen beiden Werten ergibt sich der S\u00e4ttigungs- bzw. Durchfeuchtungsgrad des Baustoffes. Weiterhin ist es wichtig, den Anteil an hygroskopischer Feuchtigkeit zu bestimmen und den Anteil an Kondenswasser zu ermitteln. Die vorgenannten Daten sind deshalb wichtig, weil sich aufsteigende Feuchtigkeit nicht ohne Weiteres am Bauwerk direkt messen l\u00e4sst. Hat man jedoch die einzelnen Daten ermittelt, ergibt sich daraus die M\u00f6glichkeit, den Anteil an aufsteigender Feuchtigkeit zu ermitteln bzw. abzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Neben der Feuchtigkeitsbilanz sind die wasserl\u00f6slichen Salze nach Art und Verteilung, insbesondere Sulfate, Chloride und Nitrate, zu ermitteln.<\/p>\n<h2>7.4.3 Einzelmassnahmen bei Trockenlegung<\/h2>\n<p>Die bei einer Trockenlegung bzw. einem Ausbau von Untergeschossr\u00e4umen zur Diskussion stehenden Einzelmassnahmen lassen sich in zwei Hauptgruppen unterteilen (Zuordnung der Ziffer vgl. Bilder 7.4.5 und 7.4.6).<\/p>\n<h3>Massnahmen zur Trockenlegung<\/h3>\n<p>Bei diesen handelt es sich auf der einen Seite um Massnahmen, die ein weiteres Durchfeuchten, insbesondere der W\u00e4nde, z.B. infolge kapillar aufsteigender Feuchtigkeit verhindern. Auf der anderen Seite sind es Massnahmen, welche einen gewissen Feuchtigkeitstransport erlauben, ohne dass dies kurzfristig zu weiteren Sch\u00e4den f\u00fchrt. Die im Folgenden angesprochenen Einzelmassnahmen werden, in Abh\u00e4ngigkeit der Analyse und Beurteilung der M\u00e4ngel und Sch\u00e4den sowie der Anforderungen aus der zuk\u00fcnftigen Nutzung, definiert und oft als Kombination von mehreren Einzelmassnahmen angewendet.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-4-2\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-4-2.png\" alt=\"Horizontalsperre durch Bohrlochinjektionen.\" width=\"478\" height=\"213\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.4.2:\u2002Horizontalsperre durch Bohrlochinjektionen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-4-3\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-4-3.png\" alt=\"Altersheim Pfrundhaus, Z\u00fcrich, Mauerwerksch\u00e4den im Gew\u00f6lberaum.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.4.3:\u2002Altersheim Pfrundhaus, Z\u00fcrich, Mauerwerksch\u00e4den im Gew\u00f6lberaum.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-7-4-4\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-4-4.png\" alt=\"Aufenthaltsraum f\u00fcr Personal im sanierten Gew\u00f6lberaum des Altersheims Pfrundhaus\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.4.4:\u2002Aufenthaltsraum f\u00fcr Personal im sanierten Gew\u00f6lberaum des Altersheims Pfrundhaus (Fotos: Renesco AG).<\/div>\n<h4>(1) Vorbehandlung des Mauerwerks<\/h4>\n<p>Je nach Zustandsbeurteilung wird als Vorarbeit sowohl bei Aussen- als auch bei Innenw\u00e4nden der alte Putz bis auf das rohe Mauerwerk abgeschlagen und Fugen werden etwa 3\u00a0cm tief ausgekratzt. Mauerwerke werden gereinigt und je nach Analyse der bausch\u00e4dlichen Salze wird eine dementsprechende Umwandlung der Salze vorgenommen. Zu den Vorarbeiten k\u00f6nnen auch der Haftspritzbewurf und der Ausgleichsputz, zum Ausgleichen der ausgekratzten Mauerwerksfugen und von starken Unebenheiten, gez\u00e4hlt werden.<\/p>\n<h4>(2) \u00c4ussere Entw\u00e4sserung<\/h4>\n<p>Mit Dr\u00e4nagesystemen, wie z.B. Sickerplatten und Sickerleitungen, wird Oberfl\u00e4chen- und Sickerwasser vom Mauerwerk ferngehalten bzw. abgef\u00fchrt. Durch den Einbau von Kontroll- und Reinigungssch\u00e4chten ist die Funktionst\u00fcchtigkeit auf Dauer zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h4>(3) Sperrputz<\/h4>\n<p>Auf der Innenseite angebrachte Sperrputze, die relativ hohe Dampfdiffusionswiderst\u00e4nde aufweisen, reduzieren den Feuchtigkeitstransport aus dem Mauerwerk an die Oberfl\u00e4che. Es besteht dadurch aber auch das Risiko, dass Feuchtigkeit im Mauerwerk h\u00f6her aufsteigt und durch Abdunstung im Sockelbereich zu Folgesch\u00e4den f\u00fchrt.<\/p>\n<h4>(4) Feuchtigkeitsschutzbeschichtung<\/h4>\n<p>In Kombination mit der \u00e4usseren Entw\u00e4sserung (2) verhindert die Feuchtigkeitsschutzbeschichtung das Eindringen von Wasser in das Mauerwerk.<\/p>\n<h4>(5) Feuchtigkeitsisolation<\/h4>\n<p>Das Einsatzgebiet von Feuchtigkeitsisolationen ist vergleichbar mit demjenigen der Sperrputze. Auf der Aussenseite ist durch geeignete Anschlussausbildung zu gew\u00e4hrleisten, dass die Abdichtung nicht hinterwandert wird. Innen werden solche Abdichtungen vor allem in (15) als Massnahme gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit eingesetzt und entlang der W\u00e4nde mehr oder weniger hoch aufgezogen bzw. mit den horizontalen Sperrriegeln verbunden.<\/p>\n<h4>(6) Horizontalsperre (chemische Verfahren)<\/h4>\n<p>\u00dcber Bohrl\u00f6cher werden chemische Pr\u00e4parate mittels Druck oder drucklos in das Mauerwerk (Aussen- und Innenw\u00e4nde) eingebracht. Durch Verschliessung bzw. Verdichtung vorhandener Hohlr\u00e4ume wird das weitere Aufsteigen von Feuchtigkeit behindert. Gr\u00f6ssere Hohlr\u00e4ume sind vorg\u00e4ngig mit sulfatbest\u00e4ndigem M\u00f6rtel zu verpressen.<\/p>\n<h4>(7) Horizontalsperre (mechanische Verfahren)<\/h4>\n<p>Unter mechanischen Verfahren versteht man die Mauertrennung durch das Einschieben von Blechen und Folien. Zur Anwendung kommt dieses Verfahren bei Backsteinmauerwerken o.\u00c4., wo eine konkrete Ebene (z.B. in Form einer Lagerfuge) zum Einschieben von Blechen vorhanden ist. Durch solche Horizontalsperren wird das weitere Aufsteigen von Feuchtigkeit in Aussen- oder Innenw\u00e4nden verhindert.<\/p>\n<h4>(8) Elektrophysikalische Verfahren<\/h4>\n<p>Durch einen Stromfluss von der positiven zur negativen Elektrode wird der Wassertransport unterbunden und das Wasser im unteren Mauerwerksbereich festgehalten. Das Wasser soll gegen diesen Stromkreis nicht wieder aufsteigen k\u00f6nnen. Neben der Korrosionsfestigkeit des Elektrodenmaterials ist f\u00fcr die Funktionst\u00fcchtigkeit solcher Systeme auch die F\u00e4higkeit relevant, \u00fcber den gesamten Mauerwerksbereich einen gen\u00fcgenden Stromfluss zu erzeugen.<\/p>\n<h4>(9) Sanierputz<\/h4>\n<p>Sanierputze k\u00f6nnen notwendige Abdichtungsmassnahmen an einem Mauerwerk nicht ersetzen. Gelingt es, durch Vertikal- und Horizontalabdichtung, den Salz- und Feuchtigkeitstransport in das Mauerwerk zu unterbinden, stellt der Sanierputz sowohl als Aussenputz angewendet (Fassade) als auch im Geb\u00e4udeinnern (Aussen- und Innenw\u00e4nde) eine m\u00f6gliche, flankierende Massnahme dar.<\/p>\n<p>Durch die Kombination von stark reduzierter, kapillarer Leitf\u00e4higkeit und hoher Wasserdampfdurchl\u00e4ssigkeit wird die Verdunstungszone des Wassers von der Oberfl\u00e4che in tiefere Schichten verlagert. Dadurch findet auch die Kristallisation der im Mauerwerk befindlichen Restsalze in diesen Schichten statt. Sanierputze besitzen gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Putzen eine g\u00fcnstigere Porengeometrie. Dadurch erh\u00f6ht sich die Haltbarkeitsdauer der Sanierputze gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Putzen um ein Mehrfaches. Erst nach nahezu vollst\u00e4ndiger F\u00fcllung des Porenraums k\u00f6nnen die Salze den Putz zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Sanierputze gew\u00e4hrleisten eine trockene, salzfreie Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<h4>(10) Oberputze\/Anstriche<\/h4>\n<p>Zur Strukturausgleichung kann es notwendig sein, dass auf dem Sanierputz ein Oberputz aufgebracht werden muss. Oberputze und Anstriche haben sich an den bauphysikalischen Kenndaten des Sanierputzes zu orientieren. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Wasserdampfdurchl\u00e4ssigkeit.<\/p>\n<h4>(11) Sockelausbildung<\/h4>\n<p>Je nach Massnahmen zur Verhinderung des Feuchtetransportes in den Untergeschossraum (Vertikalabdichtung) kann Feuchtigkeit eventuell h\u00f6her aufsteigen als vor der Sanierung und im Sockelbereich durch Verdunstung zur Beeintr\u00e4chtigung des Fassadenputzes f\u00fchren. (9) und (10) stellen auch im Sockelbereich wirksame flankierende Massnahmen dar.<\/p>\n<h3>Ausbaumassnahmen zur Gew\u00e4hrleistung der\u00a0vorgesehenen Nutzung<\/h3>\n<p>Bei diesen handelt es sich um Massnahmen f\u00fcr einen gen\u00fcgenden W\u00e4rme- und Feuchteschutz, abgestimmt auf die vorgesehene Nutzung.<\/p>\n<h4>(12) W\u00e4rmeschutz mit Perimeterd\u00e4mmung<\/h4>\n<p>Im Zusammenhang mit (2) l\u00e4sst sich die W\u00e4rmed\u00e4mmschicht auf der Aussenseite, mit einer feuchtigkeitsunempfindlichen W\u00e4rmed\u00e4mmschicht (Polystyrolhartschaum extrudiert, Schaumglas) realisieren. Mit dem System der Perimeterd\u00e4mmung kann eine Aussend\u00e4mmung \u00fcber Terrain (verputzt oder mit hinterl\u00fcfteter Fassadenbekleidung) l\u00fcckenlos weitergef\u00fchrt werden.<\/p>\n<h4>(13) W\u00e4rmeschutz mit Innend\u00e4mmung<\/h4>\n<p>Auch f\u00fcr die Innend\u00e4mmung werden mit Vorteil feuchtigkeitsunempfindliche W\u00e4rmed\u00e4mmstoffe verwendet und es ist eventuell eine Dampfbremse\/-sperre einzubauen. Die so w\u00e4rmeged\u00e4mmten Aussenw\u00e4nde werden bekleidet oder mit einer Vormauerung versehen. Insbesondere im Deckenbereich sind die Auswirkungen der\u00a0kaum vermeidlichen W\u00e4rmebr\u00fccken auf ein unsch\u00e4dliches Mass zu begrenzen (Detailoptimierung).<\/p>\n<h4>(14) Zus\u00e4tzliche Wand auf der Innenseite<\/h4>\n<p>Bei den hier angesprochenen W\u00e4nden kann es sich um einzelne Wandelemente handeln, die z.B. in einer Galerie das schadenfreie Aufh\u00e4ngen von Bildern erm\u00f6glichen. Oder es wird bei grossen R\u00e4umen generell eine zus\u00e4tzliche Wand vorgemauert (w\u00e4rmed\u00e4mmend oder\u00a0w\u00e4rmeged\u00e4mmt), wobei zwischen derselben und der bestehenden Aussenwand mit Vorteil ein bel\u00fcfteter und\u00a0eventuell sogar kontrollierbarer Hohlraum bzw. Kontrollgang entsteht.<\/p>\n<h4>(15) Bodenkonstruktion<\/h4>\n<p>Die Bodenkonstruktion wird meist von Grund auf neu konzipiert und kann so den im Kapitel <a href=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/3-4%e2%80%82bodenkonstruktion\/\">3.4.7 \u00abKonstruktionsaufbauten \u00fcber Erdreich\u00bb<\/a> f\u00fcr Neubauten definierten Konstruktionsaufbauten entsprechen. Wichtige Schicht ist die Isolation gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit, die z.B. im Bereich der horizontalen Sperrriegel bei Aussen- und Innenw\u00e4nden \u00abdicht\u00bb angeschlossen werden muss.<\/p>\n<h4>(16) Deckenkonstruktion<\/h4>\n<p>Bei Gew\u00f6lben ist die Decke im Randbereich, je nach Feuchtigkeitsbelastung, mehr oder weniger analog der Aussenwand zu sanieren (Vorbehandlung, Sanierputz, Oberputze und Anstriche). Bei horizontalen Decken sind neben \u00fcblichen Sanierungsarbeiten auch Massnahmen zur schalltechnischen und raumakustischen Verbesserung denkbar.<\/p>\n<h2>7.4.4 Fallbeispiel 1<\/h2>\n<p>Zum Fallbeispiel 1, Untergeschoss eines alten Geb\u00e4udes mit Deckengew\u00f6lbe und Bruchsteinmauerwerk, gibt das Bild 7.4.5 \u00fcber die zur Diskussion stehenden Einzelmassnahmen Aufschluss.<\/p>\n<p>In tabellarischer Form sind denkbare Massnahmenpakete zusammengestellt und kurz beurteilt. Bei konkreten Ausbauvorhaben von Untergeschossr\u00e4umen sind verschiedene, aufeinander abgestimmte Massnahmenpakete ebenfalls miteinander zu vergleichen und zu beurteilen (Ausf\u00fchrung, Kosten, Schadentr\u00e4chtigkeit, Unterhalt, Energieaufwand f\u00fcr den Betrieb, Gew\u00e4hrleistung der neuen Nutzung).<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-4-5\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-4-5.png\" alt=\"Zur Diskussion stehende Einzelmassnahmen bei Fallbeispiel 1 \u00abUntergeschoss mit Deckengew\u00f6lbe\u00bb.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.4.5:\u2002Zur Diskussion stehende Einzelmassnahmen bei Fallbeispiel 1 \u00abUntergeschoss mit Deckengew\u00f6lbe\u00bb.<\/div>\n<h2>7.4.5 Fallbeispiel 2<\/h2>\n<p>Zum Fallbeispiel 2, Untergeschoss eines alten Geb\u00e4udes mit horizontaler Decke, Bruchsteinmauerwerk und nat\u00fcrlicher Beleuchtungsm\u00f6glichkeit, gibt das Bild 7.4.6 \u00fcber die zur Diskussion stehenden Einzelmassnahmen Aufschluss. In tabellarischer Form sind denkbare Massnahmenpakete zusammengestellt und kurz beurteilt, was bei konkreten Ausbauvorhaben objektspezifisch geschehen muss.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-7-4-6\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap07_3634-3_Bautechnik_Bild_7-4-6.png\" alt=\"Zur Diskussion stehende Einzelmassnahmen bei Fallbeispiel 2 \u00abUntergeschoss eines alten Geb\u00e4udes mit horizontaler Decke und Bruchsteinmauerwerk\u00bb.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 7.4.6:\u2002Zur Diskussion stehende Einzelmassnahmen bei Fallbeispiel 2 \u00abUntergeschoss eines alten Geb\u00e4udes mit horizontaler Decke und Bruchsteinmauerwerk\u00bb.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Keller- und Abstellr\u00e4ume benutzte Untergeschossr\u00e4ume bieten durch nachtr\u00e4glichen Ausbau die M\u00f6glichkeit, h\u00f6herwertigen Nutzraum zu erzeugen. Im Vergleich zum Estrichraum, wo prim\u00e4r das Steildach anzupassen ist und auch die nat\u00fcrliche Beleuchtung meist problemlos gew\u00e4hrleistet werden kann, sind bei Untergeschossr\u00e4umen vielf\u00e4ltigere Probleme anzugehen. 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