{"id":1878,"date":"2018-08-13T16:05:49","date_gmt":"2018-08-13T14:05:49","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/?p=1878"},"modified":"2022-09-30T15:13:52","modified_gmt":"2022-09-30T13:13:52","slug":"8-1-mfh-lindenhausstrasse-luzern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/8-1-mfh-lindenhausstrasse-luzern\/","title":{"rendered":"8.1\u2002MFH Lindenhausstrasse, Luzern"},"content":{"rendered":"<h2>8.1.1 Randbedingungen<\/h2>\n<p>Es stellte sich die Frage, ob ein bestehendes Geb\u00e4ude saniert werden soll und so am Rande der Luzerner Neustadt zwei bis drei Wohneinheiten zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnen oder ob mit einem Ersatzneubau f\u00fcnf Stadtwohnungen realisiert werden sollen, die bez\u00fcglich Bau- und Haustechnik den heutigen Anforderungen entprechen, ohne Kompromisse an den Schallschutz und die thermische Geb\u00e4udeh\u00fclle machen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-1\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-1a.png\" alt=\"Bestehendes, zur\u00fcckgebautes Geb\u00e4ude, dessen Baustruktur an der Fassade des Nachbarhauses sichtbar bleibt.\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-1b.png\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-1c.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.1:\u2002Bestehendes, zur\u00fcckgebautes Geb\u00e4ude, dessen Baustruktur an der Fassade des Nachbarhauses sichtbar bleibt.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Die Entscheidung wurde zugunsten eines Ersatzneubaus gef\u00e4llt, und so konnten f\u00fcnf Eigent\u00fcmer mit verschiedenen Anspr\u00fcchen zusammen ein Stadthaus bauen. Die Gr\u00f6sse des Baubereichs l\u00e4sst neben der Erschliessung eine grossz\u00fcgige Wohnung pro Geschoss zu. Dieser Grundtypus wird aber nicht einfach \u00fcbereinander gestapelt, sondern aufgrund der individuellen Anspr\u00fcche der Eigent\u00fcmer modifiziert. So erweitert sich eine der drei ger\u00e4umigeren Wohnungen als Maisonette vom Hochparterre zum Garten. Die beiden obersten Einheiten teilen sich drei Geschosse, wodurch die eine Wohnung einen doppelgeschossigen Raum erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die Auszeichnung \u00abGute Bauten im Kanton Luzern 1999 \u2013 2004\u00bb zeigt, dass die getroffenen Entscheide richtig waren. Auch die bereits langen Nutzungserfahrungen sind durchwegs positiv.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-2\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-2.png\" alt=\"Ersatzneubau mit f\u00fcnf Eigentumswohnungen, von\u00a0S\u00fcden her fotografiert.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.2:\u2002Ersatzneubau mit f\u00fcnf Eigentumswohnungen,<br \/>\nvon\u00a0S\u00fcden her fotografiert.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-3\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-3.png\" alt=\"Der Geb\u00e4udeschnitt zeigt die Anordnung der f\u00fcnf Wohnungen: Maisonettewohnung im Gartengeschoss und Hochparterre, zwei Etagenwohnungen und zwei Wohnungen, die sich die obersten drei Geschosse teilen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.3:\u2002Der Geb\u00e4udeschnitt zeigt die Anordnung der f\u00fcnf Wohnungen: Maisonettewohnung im Gartengeschoss und Hochparterre, zwei Etagenwohnungen und zwei Wohnungen, die sich die obersten drei Geschosse teilen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-4a.png\" \/><\/p>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-4\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-4b.png\" alt=\"Gartengeschoss, in dem neben dem unteren Geschoss der Maisonettewohnung der Schutzraum bzw. die Wohnungskeller angeordnet sind. Im Technikraum sorgen f\u00fcnf einzelne L\u00fcftungsger\u00e4te f\u00fcr frische Luft in den Wohnungen. Die Zuluft wird vom Garten \u00fcber einen Erdluftkollektor zugef\u00fchrt.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.4: Gartengeschoss, in dem neben dem unteren Geschoss der Maisonettewohnung der Schutzraum bzw. die Wohnungskeller angeordnet sind. Im Technikraum sorgen f\u00fcnf einzelne L\u00fcftungsger\u00e4te f\u00fcr frische Luft in den Wohnungen. Die Zuluft wird vom Garten \u00fcber einen Erdluftkollektor zugef\u00fchrt.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-5\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-5.png\" alt=\"2. Obergeschoss mit Etagenwohnung, wie sie auch im 1. Obergeschoss vorhanden ist. Die Wohn- und Schlafr\u00e4ume werden von der Decke her mit Zuluft versorgt; im Abstellraum und in der Dusche\/WC wird die Luft abgesogen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.5: 2. Obergeschoss mit Etagenwohnung, wie sie auch im 1. Obergeschoss vorhanden ist. Die Wohn- und Schlafr\u00e4ume werden von der Decke her mit Zuluft versorgt; im Abstellraum und in der Dusche\/WC wird die Luft abgesogen.<\/div>\n<h2>8.1.2 Baukonstruktion, Bauausf\u00fchrung und Qualit\u00e4tskontrolle<\/h2>\n<h3>Vorbereitungsarbeiten\/Bodenplatte<\/h3>\n<p>Das bestehende Geb\u00e4ude wurde zur\u00fcckgebaut und nach dem Aushub f\u00fcr das neue Geb\u00e4ude wurden 35 Kleinbohrpf\u00e4hle von etwa 10 m L\u00e4nge erstellt, auf denen die Betonbodenplatte aufliegt. Eine 14 cm dicke Schicht aus Schaumglasschotter, direkt \u00fcber der Rohplanie aufgebracht, bildet f\u00fcr die ganze Bodenplatte einen Mindestw\u00e4rmeschutz. Im Bereich der beheizten Wohnungsr\u00e4ume bietet die w\u00e4rme- und trittschallged\u00e4mmte Boden\u00fcberkonstruktion einen zus\u00e4tzlichen W\u00e4rmeschutz.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-6\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_9.png\" alt=\"Boden \u00fcber Erdreich im Bereich der Wohnung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.6:\u2002Boden \u00fcber Erdreich im Bereich der Wohnung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-7\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-7.png\" alt=\"Einbringen des Armierungskorbes in das Bohrrohr.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.7:\u2002Einbringen des Armierungskorbes in das Bohrrohr.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-8\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-8.png\" alt=\"Der eine von 35 Betonpf\u00e4hlen, auf denen das Geb\u00e4ude steht.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.8:\u2002Der eine von 35 Betonpf\u00e4hlen, auf denen das Geb\u00e4ude steht.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-9\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-9.png\" alt=\"Einbringen der Schaumglasschotter-Sch\u00fcttung mittels \u00abBig-Bag\u00bb \u00fcber der Rohplanie bzw. einem Vlies.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.9:\u2002Einbringen der Schaumglasschotter-Sch\u00fcttung mittels \u00abBig-Bag\u00bb \u00fcber der Rohplanie bzw. einem Vlies.<\/div>\n<h3>W\u00e4nde gegen Erdreich und gegen Aussenklima<\/h3>\n<p>Sowohl im Bereich der unbeheizten UG-R\u00e4ume wie auch bei der Wohnung im Gartengeschoss, wird der W\u00e4rmeabfluss durch eine 14 cm dicke XPS-Perimeterd\u00e4mmung reduziert. Mit diesem Konzept befindet sich das ganze Geb\u00e4ude innerhalb der thermischen Geb\u00e4udeh\u00fclle.<\/p>\n<p>Die Aussenw\u00e4nde \u00fcber Terrain sind im W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystem ausgef\u00fchrt. Je nach statischen Anforderungen besteht die tragende Aussenwand aus 15 cm dicken Kalksandstein- oder aus 20 cm dicken Betonw\u00e4nden. Als Aussenw\u00e4rmed\u00e4mmung wurden 18 cm dicke EPS-Platten mit einer W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit von 0,031 W\/m\u00b7K verwendet.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-10\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_10.png\" alt=\"Aussenwand gegen Erdreich.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.10:\u2002Aussenwand gegen Erdreich.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-11\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-11.png\" alt=\"Filterplatten und die mit einem Vlies abgedeckte Sickerpackung \u00fcber dem Sickerrohr gew\u00e4hrleisten die \u00e4ussere Entw\u00e4sserung vor den XPS-Platten.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.11:\u2002Filterplatten und die mit einem Vlies abgedeckte Sickerpackung \u00fcber dem Sickerrohr gew\u00e4hrleisten die \u00e4ussere Entw\u00e4sserung vor den XPS-Platten.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-12\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_14.png\" alt=\"Aussenwand gegen Aussenklima.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.12:\u2002Aussenwand gegen Aussenklima.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-13\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-13.png\" alt=\"In die 18 cm dicke W\u00e4rmed\u00e4mmung aus EPS liessen sich auch Dachwasserrohre integrieren.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.13:\u2002In die 18 cm dicke W\u00e4rmed\u00e4mmung aus EPS liessen sich auch Dachwasserrohre integrieren.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-14\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-14.png\" alt=\"Wegen der vorgesehenen, dunklen Fassadenfarbe wurde der Einbettm\u00f6rtel mit einer doppelten Gewebearmierung versehen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.14:\u2002Wegen der vorgesehenen, dunklen Fassadenfarbe wurde der Einbettm\u00f6rtel mit einer doppelten Gewebearmierung versehen.<\/div>\n<h3>Einbau der Fenster<\/h3>\n<p>Die Fenster sollen aussen fl\u00e4chenb\u00fcndig in die Fassade eingesetzt werden. Die Erstellung des Fensteranschlages mit Kalksandsteingew\u00e4nden und Sturzbrettern durch den Baumeister hat sich hierf\u00fcr nur beschr\u00e4nkt bew\u00e4hrt. Die Toleranzen bzw. Abweichungen zu einem Sollwert waren eher gross, was das korrekte Anschlagen der Fenster erschwert hat.<\/p>\n<p>Bei den Fenstern handelt es sich um Holz-Metall-Fenster mit 3-fach-Isolierverglasung.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-15\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-15.png\" alt=\"Die Ausbildung der Anschl\u00e4ge f\u00fcr die Fenster mit Kalksandsteinmauerwerk und Sturzbrettern erwies sich als zu wenig pr\u00e4zis, was zu entsprechendem Mehraufwand beim Fenstereinbau und einer Beeintr\u00e4chtigung des Schallschutzes f\u00fchrte\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.15:\u2002Die Ausbildung der Anschl\u00e4ge f\u00fcr die Fenster mit Kalksandsteinmauerwerk und Sturzbrettern erwies sich als zu wenig pr\u00e4zis, was zu entsprechendem Mehraufwand beim Fenstereinbau und einer Beeintr\u00e4chtigung des Schallschutzes f\u00fchrte (Aussenl\u00e4rm).<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-16\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-16.png\" alt=\"Fenster mit Festverglasung und L\u00fcftungsfl\u00fcgel bei dem Schlafzimmer und kleines, einfl\u00fcgliges Fenster im Bereich des Badezimmers. Gegen Norden und Osten wurde auf einen Sonnenschutz verzichtet.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.16:\u2002Fenster mit Festverglasung und L\u00fcftungsfl\u00fcgel bei dem Schlafzimmer und kleines, einfl\u00fcgliges Fenster im Bereich des Badezimmers. Gegen Norden und Osten wurde auf einen Sonnenschutz verzichtet.<\/div>\n<h3>Boden beim Erker, \u00fcber Aussenklima<\/h3>\n<p>Die Boden\u00fcberkonstruktion mit Bodenheizung ist analog wie bei den Geschossdecken ausgef\u00fchrt. Zusammen mit der 18 cm dicken W\u00e4rmed\u00e4mmung unter der Betondecke konnte ein guter U-Wert von 0,15 W\/m<sup>2<\/sup>\u00b7K erreicht werden.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_18.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.17:\u2002Boden \u00fcber Aussenklima.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-18\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-18.png\" alt=\"Bei der Decke \u00fcber Aussenklima leistet die im W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystem ausgef\u00fchrte 18 cm dicke EPS-D\u00e4mmung einen wesentlichen Anteil am W\u00e4rmedurchlasswiderstand der Konstruktion.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.18:\u2002Bei der Decke \u00fcber Aussenklima leistet die im W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystem ausgef\u00fchrte 18 cm dicke EPS-D\u00e4mmung einen wesentlichen Anteil am W\u00e4rmedurchlasswiderstand der Konstruktion.<\/div>\n<h3>Geschossdecken<\/h3>\n<p>Die Geschossdecken m\u00fcssen erh\u00f6hten Anforderungen an den Luft- und Trittschallschutz gen\u00fcgen (vgl. Bilder 8.1.24 und 8.1.25). \u00dcber die Geschossdecken werden die R\u00e4ume sowohl mit frischer Luft versorgt (Polyethylenrohre in der Betondecke, Zuluft\u00f6ffnungen an der Decke) als auch mit W\u00e4rme \u00fcber die Bodenheizung.<\/p>\n<p>Zur Minimierung der Schall\u00fcbertragung \u00fcber die W\u00e4nde wurden die Kalksandsteinmauern \u00fcber einem Schalld\u00e4mmlager aufgemauert.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-19\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_19.png\" alt=\"Geschossdecke.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.19:\u2002Geschossdecke.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-20\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-20.png\" alt=\"\u00dcber der unteren Armierung werden Installationen wie die L\u00fcftungsrohre, Sanit\u00e4rleitungen und Elektroleerrohre verlegt.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.20:\u2002\u00dcber der unteren Armierung werden Installationen wie die L\u00fcftungsrohre, Sanit\u00e4rleitungen und Elektroleerrohre verlegt.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-21\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_22.png\" alt=\"S\u00e4mtliche gemauerten W\u00e4nde aus Kalksandsteinen werden \u00fcber einem Schalld\u00e4mmlager aufgemauert. Dadurch k\u00f6nnen erh\u00f6hte Schall\u00fcbertragungen von Geschoss zu Geschoss, \u00fcber diese flankierenden W\u00e4nde, vermieden werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.21:\u2002S\u00e4mtliche gemauerten W\u00e4nde aus Kalksandsteinen werden \u00fcber einem Schalld\u00e4mmlager aufgemauert. Dadurch k\u00f6nnen erh\u00f6hte Schall\u00fcbertragungen von Geschoss zu Geschoss, \u00fcber diese flankierenden W\u00e4nde, vermieden werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-22\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-22.png\" alt=\"F\u00fcr einen guten Trittschallschutz sind l\u00fcckenlos verlegte Randstellstreifen elemtar, auch bei den T\u00fcrzargen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.22:\u2002F\u00fcr einen guten Trittschallschutz sind l\u00fcckenlos verlegte Randstellstreifen elemtar, auch bei den T\u00fcrzargen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-23\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-23.png\" alt=\"Vertikalerschliessung der Wohnungen, parallel zum Liftschacht. Verlegung der Bodenheizung vor dem Aufbringen des Unterlagsbodens.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.23:\u2002Vertikalerschliessung der Wohnungen, parallel zum Liftschacht. Verlegung der Bodenheizung vor dem Aufbringen des Unterlagsbodens.<\/div>\n<h3>Schallschutz zwischen Treppenhaus und Wohnungen<\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-24\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-24.png\" alt=\"Mit einer bewerteten Standard-Schallpegeldifferenz D'nT,w von 60 dB bzw. 61 dB gew\u00e4hrleistet die Geschossdecke problemlos den erh\u00f6hten Luftschallschutz zwischen den Wohnungen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.24:\u2002Mit einer bewerteten Standard-Schallpegeldifferenz D&#8216;<sub>nT,w<\/sub> von 60 dB bzw. 61 dB gew\u00e4hrleistet die Geschossdecke problemlos den erh\u00f6hten Luftschallschutz zwischen den Wohnungen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<p>Beim MFH an der Lindenhausstrasse sind folgende Schall\u00fcbertragungen relevant:<\/p>\n<ul>\n<li>Trittschall\u00fcbertragung durch Anregung der Treppenl\u00e4ufe und Podeste.<\/li>\n<li>Luftschall\u00fcbertragung \u00fcber Wohnungsabschlusst\u00fcren.<\/li>\n<li>Luftschall\u00fcbertragung \u00fcber W\u00e4nde ohne T\u00fcreinfluss.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sowohl die Treppenl\u00e4ufe wie auch die Podeste wurden mit eingef\u00e4rbtem Beton vorfabriziert und schalltechnisch entkoppelt in den angrenzenden W\u00e4nden verankert. Solche Verankerungen und Auflagerelemente bieten eine\u00a0Trittschallverbesserung um 25 bis 30 dB, womit die\u00a0erh\u00f6hten Anforderungen an den Trittschallschutz gew\u00e4hrleistet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Trennwand aus Kalksandsteinmauerwerk verf\u00fcgt treppenhausseitig \u00fcber eine durchgehende, biegeweiche Vorsatzschale. Mit diesem Konzept wurde ein erh\u00f6hter Luftschallschutz erreicht.<\/p>\n<p>Wohnungsabschlusst\u00fcren bei \u00aboffenem Wohnungsgrundriss\u00bb m\u00fcssen gem\u00e4ss Norm SIA 181 einen Schallschutz von R&#8216;<sub>w<\/sub> + C \u2265 37 dB bieten. Mit schalld\u00e4mmendem T\u00fcrblatt und umlaufender Dichtung\/Schwelle konnte diese Anforderung problemlos erf\u00fcllt werden.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-25\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-25.png\" alt=\"Bewertete Standard-Trittschallpegel L'nT,w von 38 dB bzw. 31 dB bieten einen Trittschallschutz, der wesentlich besser ist, als es die Norm SIA 181 f\u00fcr den erh\u00f6hten Schallschutz fordert.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.25:\u2002Bewertete Standard-Trittschallpegel L&#8216;<sub>nT,w<\/sub> von 38 dB bzw. 31 dB bieten einen Trittschallschutz, der wesentlich besser ist, als es die Norm SIA 181 f\u00fcr den erh\u00f6hten Schallschutz fordert.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-26\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-26.png\" alt=\"Das Treppenhaus grenzt an ein Schlafzimmer und den offenen Wohnraum an. Gefragt waren L\u00f6sungen f\u00fcr einen erh\u00f6hten Luft- und Trittschallschutz.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.26:\u2002Das Treppenhaus grenzt an ein Schlafzimmer und den offenen Wohnraum an. Gefragt waren L\u00f6sungen f\u00fcr einen erh\u00f6hten Luft- und Trittschallschutz.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_27.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.27:\u2002Wand zwischen Treppenhaus und Schlafzimmer.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-28\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-28.png\" alt=\"Mit einer bewerteten Standard-Schallpegeldifferenz D'nT,w von 62 dB gew\u00e4hrleistet die Wand zwischen Treppenhaus und Schlafzimmer den erh\u00f6hten Luftschallschutz.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.28:\u2002Mit einer bewerteten Standard-Schallpegeldifferenz D&#8216;<sub>nT,w<\/sub> von 62 dB gew\u00e4hrleistet die Wand zwischen Treppenhaus und Schlafzimmer den erh\u00f6hten Luftschallschutz.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-29\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-29.png\" alt=\"Die Podeste und Treppenl\u00e4ufe werden mit k\u00f6rperschalld\u00e4mmenden Elementen in die angrenzenden Treppenhausw\u00e4nde befestigt. Bei korrekter Ausf\u00fchrung, ohne schallharten Kontakt zwischen Treppenlauf\/Podest und angrenzender Baukonstruktion, k\u00f6nnen die erh\u00f6hten Anforderungen erreicht werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.29:\u2002Die Podeste und Treppenl\u00e4ufe werden mit k\u00f6rperschalld\u00e4mmenden Elementen in die angrenzenden Treppenhausw\u00e4nde befestigt. Bei korrekter Ausf\u00fchrung, ohne schallharten Kontakt zwischen Treppenlauf\/Podest und angrenzender Baukonstruktion, k\u00f6nnen die erh\u00f6hten Anforderungen erreicht werden.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-30\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-30.png\" alt=\"Mit einem normierten Hammerwerk wird der Treppanlauf angeregt, um den Trittschallschutz messtechnisch zu bestimmen.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.30:\u2002Mit einem normierten Hammerwerk wird der Treppanlauf angeregt, um den Trittschallschutz messtechnisch zu bestimmen.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-31\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-31.png\" alt=\"Mit dem normierten Hammerwerk auf der Treppe vom 1. OG ins 2. OG\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.31:\u2002Mit dem normierten Hammerwerk auf der Treppe vom 1. OG ins 2. OG (L&#8216;<sub>&#8217;nT,w<\/sub> = 45 dB) und auf der Treppe vom 2. OG ins 3. OG (L&#8216;<sub>&#8217;nT,w<\/sub> = 49 dB) wurde der \u00abSt\u00f6rschallpegel\u00bb im angrenzenden 2. OG-Schlafzimmer gemessen. Beide Standard-Trittschallpegel L<sub>nT,w<\/sub> bieten einen Trittschallschutz, der besser ist, als es die Norm SIA 181 f\u00fcr den erh\u00f6hten Schallschutz fordert.<\/div>\n<h3>Begehbares Flachdach<\/h3>\n<p>Neben einem sehr guten W\u00e4rmeschutz muss das begehbare Flachdach \u00fcber der obersten Wohnung einen erh\u00f6hten Trittschallschutz erreichen.<\/p>\n<div class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_32.png\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.32:\u2002Flachdach begehbar \u00fcber Attikawohnung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-33\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-33.png\" alt=\"Mit einem Standard-Trittschallpegel L'nT,w von 38 dB wird ein guter Trittschallschutz erreicht. \" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.33:\u2002Mit einem Standard-Trittschallpegel L&#8216;<sub>nT,w<\/sub> von 38 dB wird ein guter Trittschallschutz erreicht.<\/div>\n<h3>Trittschallschutz bei Balkonen<\/h3>\n<p>Alleine mit einer w\u00e4rmetechnischen Entkoppelung der Balkonplatte (Kragplattenanschluss) kann der erforderliche Trittschallschutz nicht erreicht werden. In der Regel kommt es aber kaum je zu Reklamationen bei dieser Schall\u00fcbertragung.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-34\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_35.png\" alt=\"Trittschall\u00fcbertragung vom Balkon, der \u00fcber einen Kragplattenanschluss mit der Geschossdecke verbunden ist, in die darunter liegende Wohnung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.34:\u2002Trittschall\u00fcbertragung vom Balkon, der \u00fcber einen Kragplattenanschluss mit der Geschossdecke verbunden ist, in die darunter liegende Wohnung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-35\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-35.png\" alt=\"Dank dem von der Betondecke entkoppelten Holzrost wird der erforderliche Trittschallschutz erreicht.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.35:\u2002Dank dem von der Betondecke entkoppelten Holzrost wird der erforderliche Trittschallschutz erreicht.<\/div>\n<h3>Trittschallschutz im Untergeschoss<\/h3>\n<p>Die gew\u00e4hlte Konstruktion in den Nebenr\u00e4umen des Untergeschosses, ohne trittschalld\u00e4mmende Boden\u00fcberkonstruktion, ist eine \u00fcbliche. Damit lassen sich aber die geltenden Anforderungen an den Trittschallschutz nicht immer einhalten, was jedoch in der Regel kaum je zu Reklamationen f\u00fchrt. Es empfiehlt sich, diese Abweichung zum normativ erforderlichen Schallschutz \u00abvertraglich zu legitimieren\u00bb.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-36\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-36.png\" alt=\"Horizontale Trittschall\u00fcbertragung vom Hartbeton im\u00a0Gang- und Kellerbereich in die angrenzende Wohnung.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.36:\u2002Horizontale Trittschall\u00fcbertragung vom Hartbeton im\u00a0Gang- und Kellerbereich in die angrenzende Wohnung.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-37\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-37.png\" alt=\"Mit einem Standard-Trittschallpegel L'nT,w von 60 dB kann selbst die Mindestanforderung an den Trittschallschutz nicht eingehalten werden.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.37:\u2002Mit einem Standard-Trittschallpegel L&#8216;<sub>nT,w<\/sub> von 60 dB kann selbst die Mindestanforderung an den Trittschallschutz nicht eingehalten werden.<\/div>\n<h3>Vermeidung von relevanten W\u00e4rmebr\u00fccken<\/h3>\n<p>Durch das Konzept einer thermischen Geb\u00e4udeh\u00fclle, die das ganze Geb\u00e4ude umschliesst, beschr\u00e4nken sich die W\u00e4rmebr\u00fccken im Wesentlichen auf den Einbau der Fenster, die Dachr\u00e4nder und die Kragplattenanschl\u00fcsse bei den Balkonen. Die relevanten Details wurden gest\u00fctzt auf W\u00e4rmebr\u00fcckenberechnungen optimiert.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-38\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Group_37.png\" alt=\"W\u00e4rmebilder zeigen die Qualit\u00e4t der Geb\u00e4udeh\u00fclle im Vergleich: Beim Neubau geht weniger Energie verloren als beim \u00e4lteren Nachbarhaus.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.38:\u2002W\u00e4rmebilder zeigen die Qualit\u00e4t der Geb\u00e4udeh\u00fclle im Vergleich: Beim Neubau geht weniger Energie verloren als beim \u00e4lteren Nachbarhaus.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-39\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" class=\"\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/httpdocs\/wp-content\/uploads\/Web_Bild_8-1-39.png\" alt=\"Wenn bei einer hochged\u00e4mmten Geb\u00e4udeh\u00fclle der Dachrand, wie bei der Variante 1, ohne spezielle Massnahmen ausgef\u00fchrt wird, resultiert eine grosse W\u00e4rmebr\u00fccke von 0,25 W\/m\u00b7K, was dem Verlust durch eine geschosshohe Wand von 1,0 m \u00b7 2,5 m entspricht. Durch das \u00dcberd\u00e4mmen der Br\u00fcstung kann der W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust bereits erheblich reduziert werden\"\/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.39:\u2002Wenn bei einer hochged\u00e4mmten Geb\u00e4udeh\u00fclle der Dachrand, wie bei der Variante 1, ohne spezielle Massnahmen ausgef\u00fchrt wird, resultiert eine grosse W\u00e4rmebr\u00fccke von 0,25 W\/m\u00b7K, was dem Verlust durch eine geschosshohe Wand von 1,0 m \u00b7 2,5 m entspricht. Durch das \u00dcberd\u00e4mmen der Br\u00fcstung kann der W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust bereits erheblich reduziert werden (Variante 2). Ein optimales Ergebnis liefert aber erst die thermische Entkoppelung der Attikabr\u00fcstung, bei diesem Objekt mit einem Schaumglasstein und einem vertikalen Armierungseisen, das die Wand alle 1,6 m stabilisiert. Gegen\u00fcber der Variante 1 verursacht die Variante 3 einen gut 6 mal geringeren W\u00e4rmebr\u00fcckenverlust.<\/div>\n<h2>8.1.3 Energieverbrauch \u00fcber 12 Betriebsjahre<\/h2>\n<p>Der Energieverbrauch f\u00fcr die Heizung sowie der Warm- und Kaltwasserverbrauch werden seit Nutzungsbeginn je Wohnung und Monat ermittelt und die Kosten verbrauchsabh\u00e4ngig gem\u00e4ss VHKA abgerechnet. Die Unterschiede zwischen den Wohnungen sind beim Heizw\u00e4rmeverbrauch sehr gross (vgl. Bild 8.1.40). Das h\u00e4ngt im Wesentlichen von unterschiedlichen Anspr\u00fcchen an die Raumtemperatur und vom differenten L\u00fcftungsverhalten (Fensterl\u00fcftung kontra Komfortl\u00fcftung) ab. Aber auch die Lage der Wohnung ist entscheidend, dies vor allem hinsichtlich die grossen Unterschiede bei den passivsolaren Energiegewinnen. Die Wohnung im 2. Obergeschoss konnte im Betriebsjahr 2014 ohne aktive Zufuhr von W\u00e4rmeenergie \u00fcber die Bodenheizung betrieben werden, ohne dass die Raumtemperaturen wesentlich unter die Auslegungstemperatur von 20 \u00b0C fielen (vgl. Bild 8.1.41).<\/p>\n<h3>Anmerkung zur Energieverteilung nach VHKA:<\/h3>\n<p>Gem\u00e4ss VHKA soll die w\u00e4rmetechnisch ung\u00fcnstigere Lage einer Wohnung innerhalb eines Geb\u00e4udes ausgeglichen werden (z.B. mehr Aussenfl\u00e4chenanteil). H\u00f6herer Wohnkomfort, wie grossz\u00fcgige Verglasung von Attikawohnungen, soll hingegen nicht ausgeglichen werden. Reduktionen ergeben sich z.B. durch:<\/p>\n<ul>\n<li>Erdgeschoss nicht unterkellert 15 %<\/li>\n<li>Erdgeschoss \u00fcber unbeheiztem Keller 10 %<\/li>\n<li>Obergeschoss direkt unter der Dachfl\u00e4che 20 %<\/li>\n<li>Eckr\u00e4ume 10 %<\/li>\n<li>Nordseite 5 %<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle diese Reduktionen sind nur verlustorientiert definiert. Die heute hohen Anteile an passivsolaren Gewinnen werden nicht ber\u00fccksichtigt. Diese VHKA-Art des Lageausgleichs widerspiegelt beim vorliegenden Mehrfamilienhaus die w\u00e4rmetechnische Lage der Wohnungen nicht! So werden die obersten Wohnungen unter den D\u00e4chern mit Lagekorrekturen von 0,72 bzw. 0,78<br \/>\n\u00abbelohnt\u00bb, obwohl sie einen erheblich kleineren Heizw\u00e4rmebedarf haben als die EG-Wohnung mit einer Lagekorrektur von 0,86.<\/p>\n<h2>8.1.4 Weitere Angaben zum Objekt<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Bautechnik_S387_8-1-4.png\" \/><\/p>\n<h4>Anmerkung:<\/h4>\n<p>Die Differenz zwischen (1) + (2) und (3) von 3,6 kWh\/m<sup>2<\/sup> oder +18 % ist insbesondere mit Speicher- und Verteilverlusten (Warmwasser) zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<div id=\"bild-hle-8-1-40\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-40.png\" alt=\"Energieverbrauch f\u00fcr die Heizung w\u00e4hrend den Betriebsjahren 2003 bis 2014. Die grossen Unterschiede zwischen den Wohnungen sind zu erkl\u00e4ren mit unterschiedlichen Anspr\u00fcchen an die Raumtemperatur, differentem L\u00fcftungsverhalten und Lage der Wohnung, insbesondere hinsichtlich der passivsolaren Energiegewinne.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.40:\u2002Energieverbrauch f\u00fcr die Heizung w\u00e4hrend den Betriebsjahren 2003 bis 2014. Die grossen Unterschiede zwischen den Wohnungen sind zu erkl\u00e4ren mit unterschiedlichen Anspr\u00fcchen an die Raumtemperatur, differentem L\u00fcftungsverhalten und Lage der Wohnung, insbesondere hinsichtlich der passivsolaren Energiegewinne.<\/div>\n<h3><\/h3>\n<div id=\"bild-hle-8-1-41\" class=\"img-hle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/08\/Kap08_3634-3_Bautechnik_Bild_8-1-41.png\" alt=\"Die Wohnung im 2. Obergeschoss konnte im Betriebsjahr 2014 ohne aktive Zufuhr von W\u00e4rmeenergie \u00fcber die Bodenheizung betrieben werden. Die Raumtemperaturen fielen erst Ende Dezember, in der unbewohnten Wohnung, unter die Auslegungstemperatur von 20 \u00b0C.\" \/><\/div>\n<div class=\"bildlegende-hle\">Bild 8.1.41:\u2002Die Wohnung im 2. Obergeschoss konnte im Betriebsjahr 2014 ohne aktive Zufuhr von W\u00e4rmeenergie \u00fcber die Bodenheizung betrieben werden. Die Raumtemperaturen fielen erst Ende Dezember, in der unbewohnten Wohnung, unter die Auslegungstemperatur von 20 \u00b0C.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8.1.1 Randbedingungen Es stellte sich die Frage, ob ein bestehendes Geb\u00e4ude saniert werden soll und so am Rande der Luzerner Neustadt zwei bis drei Wohneinheiten zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnen oder ob mit einem Ersatzneubau f\u00fcnf Stadtwohnungen realisiert werden sollen, die bez\u00fcglich Bau- und Haustechnik den heutigen Anforderungen entprechen, ohne Kompromisse an den Schallschutz und die [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-1878","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-objektbeispiele"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1878","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1878"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1878\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4227,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1878\/revisions\/4227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1878"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/bautechnik-der-gebaeudehuelle\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}