{"id":2922,"date":"2020-12-30T10:23:40","date_gmt":"2020-12-30T09:23:40","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/?p=2922"},"modified":"2021-06-14T12:14:48","modified_gmt":"2021-06-14T10:14:48","slug":"2-5-einsatz-von-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/2-5-einsatz-von-wasserstoff\/","title":{"rendered":"2.5 Einsatz von Wasserstoff"},"content":{"rendered":"<p>Der Energietr\u00e4ger Wasserstoff gilt als ein Schl\u00fcssel f\u00fcr eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in der Zukunft. Der Einsatz von Wasserstoff im W\u00e4rmemarkt f\u00fcr Geb\u00e4ude und die M\u00f6glichkeit, die Mobilit\u00e4t abzudecken (LKW) ohne das Klima zu belasten, sind verheissungsvolle Perspektiven. Die Grundvoraussetzung wiederum ist die Erzeugung von \u00abgr\u00fcnem\u00bb Wasserstoff. W\u00e4hrend bisher Wasserstoff fast ausschliesslich aus fossilem Erdgas gewonnen wird, ist es f\u00fcr die gew\u00fcnschte nachhaltige Energiewirtschaft der Zukunft unabdingbar, dass der Wasserstoff unter Einsatz von regenerativer Energie (in der Regel elektrischer Strom) erzeugt wird. Dieser Strom kann von Windparks oder aus Fotovoltaikanlagen kommen.<\/p>\n<p>Der entscheidende Vorteil von Wasserstoff ist, dass dieser als Energiespeicher dienen kann. Vor allem im Hochsommer wird \u00fcbersch\u00fcssiger Strom aus Solaranlagen zur Wasserstoffproduktion verwendet. Auf diese Art und Weise wird Energie im Wasserstoff, der ja ein Energietr\u00e4ger ist, gespeichert. Bei Bedarf kann nun der Wasserstoff mithilfe einer Brennstoffzelle r\u00fcckverstromt werden. Der Strom kann dann vielf\u00e4ltig verwendet werden.<\/p>\n<p>Eine andere M\u00f6glichkeit, die Wasserstoff bietet, ist die Weiterverarbeitung zu synthetischem Methan oder zu Methanol. Methan ist der Hauptbestandteil des fossilen Erdgases. Beispielsweise enth\u00e4lt das russische Erdgas ca. 98 % Methan. Aus Wasserstoff erzeugtes synthetisches Methan kann problemlos f\u00fcr den W\u00e4rmemarkt mit seiner bestehenden, erdgasbasierten Infrastruktur genutzt werden. Heizzentralen mit grossen Gaskesseln bleiben bestehen und werden mit dem synthetischen Methan statt mit Erdgas versorgt. Die technischen Anlagen, die diese Umwandlung bew\u00e4ltigen, werden als Power-to-X-Anlagen bezeichnet. Das \u00abX\u00bb steht dabei f\u00fcr das jeweilige Edukt.<\/p>\n<p>In der Umsetzungsphase solcher eigenen Energieversorgungen kommen neben den eigentlichen Power-to-X-Anlagen noch die Zusatzkomponenten wie diverse Speicher hinzu. Aus Sicht des Energiemanagements bietet der Einsatz von Wasserstoff enorme M\u00f6glichkeiten, den Kohlendioxidausstoss bei der Bereitstellung der ben\u00f6tigten Energie zu minimieren. Im laufenden Betrieb, wenn die Anfangsinvestitionen get\u00e4tigt wurden, ist es vorteilhaft, wenn die Kosten f\u00fcr die Energieerzeugung transparent sind. Diese Situation gibt Unternehmen einen langfristigen Planungshorizont hinsichtlich der zu erwartenden Energiekosten. Zus\u00e4tzlich bringt die Unabh\u00e4ngigkeit von den Lieferanten der fossilen Energietr\u00e4ger einerseits Freiheitsgrade und andererseits Verantwortungen mit sich, die im Energiemanagement entsprechend ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen und \u00fcber das normale Mass hinausgehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Energietr\u00e4ger Wasserstoff gilt als ein Schl\u00fcssel f\u00fcr eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in der Zukunft. Der Einsatz von Wasserstoff im W\u00e4rmemarkt f\u00fcr Geb\u00e4ude und die M\u00f6glichkeit, die Mobilit\u00e4t abzudecken (LKW) ohne das Klima zu belasten, sind verheissungsvolle Perspektiven. 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