{"id":2998,"date":"2020-12-30T11:52:26","date_gmt":"2020-12-30T10:52:26","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/?p=2998"},"modified":"2021-06-14T15:12:17","modified_gmt":"2021-06-14T13:12:17","slug":"8-2-energiekonzepte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/8-2-energiekonzepte\/","title":{"rendered":"8.2 Energiekonzepte"},"content":{"rendered":"<p>Unter einem Energiekonzept wird eine Untersuchung verstanden, wie ein Geb\u00e4ude so energieeffizient wie m\u00f6glich geplant und erstellt werden kann. Gleichzeitig soll der Komfort sowohl im Winter wie auch im Sommer hoch sein. Dazu sind drei Teilkonzepte erforderlich.<\/p>\n<p>Zum Ersten ist das Geb\u00e4ude so zu planen und zu bauen, dass der Komfort im Geb\u00e4ude mit m\u00f6glichst wenig Energieverbrauch erreicht werden kann. Dies ist Aufgabe des Architekten zusammen mit dem Bauphysiker. Die Form und Ausrichtung des Geb\u00e4udes, die Fensteranordnung, Gr\u00f6sse und Beschattung, die Dachgestaltung (f\u00fcr m\u00f6glichst viel Fotovoltaik) sowie die W\u00e4rmed\u00e4mmung und Baumasse sind zu optimieren. Dies kann als <span class=\"em CharOverride-11\">nachhaltiges Entwurfs- und Baukonzept<\/span> bezeichnet werden.<\/p>\n<p>Zum Zweiten ist zu untersuchen, wie das Geb\u00e4ude am sinnvollsten mit der noch erforderlichen Energie (W\u00e4rme f\u00fcr Heizung und Warmwasser, K\u00e4lte f\u00fcr K\u00fchlung, Strom f\u00fcr Beleuchtung und Betriebseinrichtungen, Ladestationen f\u00fcr Elektrofahrzeuge etc.) versorgt werden kann. Anzustreben ist eine zu 100 % fossilfreie und regenerative Energieversorgung. Es soll gekl\u00e4rt werden, wie m\u00f6glichst viel Strom vor Ort erzeugt und ob resp. wie Umgebungsw\u00e4rme oder Nah- oder Fernw\u00e4rme genutzt werden kann. Zu pr\u00fcfen ist auch eine Eigenverbrauchsgemeinschaft resp. ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) mit Nachbarn, um einen m\u00f6glichst hohen Eigenverbrauch an PV-Strom zu erm\u00f6glichen. Hier kann von einem <span class=\"em CharOverride-11\">Energieversorgungskonzept<\/span> gesprochen werden.<\/p>\n<p>Zum Dritten muss gekl\u00e4rt werden, wie die ggf. erforderliche Umwandlung, Speicherung und Verteilung der Energie innerhalb des Geb\u00e4udes vor sich gehen soll. Es ist festzulegen, mit welchen Systemen der Geb\u00e4udetechnik das Geb\u00e4ude ausger\u00fcstet werden soll. Dabei sind die Gewerke der Geb\u00e4udetechnik (Heizung, K\u00fchlung, L\u00fcftung, Sanit\u00e4r, Elektro und Geb\u00e4udeautomation) integral zu betrachten. Gleichzeitig sollten die Vorgaben an das Messkonzept definiert werden. Hier kann von einem <span class=\"em CharOverride-11\">Geb\u00e4udetechnikkonzept<\/span> gesprochen werden.<\/p>\n<p>Diese drei Subkonzepte werden oft unter dem Begriff <span class=\"em CharOverride-11\">Energiekonzept<\/span> zusammengefasst. Sie sind aufeinander abzustimmen und m\u00fcssen in einer fr\u00fchen Konzeptphase bearbeitet werden. Es ist immer der Winter- und der Sommerfall zu optimieren: Wie kann das Geb\u00e4ude im Winter angenehm warm und im Sommer angenehm k\u00fchl behalten werden, wie kann es kontrolliert bel\u00fcftet werden, mit einem Minimum an Energie- und Technikbedarf.<\/p>\n<h3>8.2.1 Zielsetzung<\/h3>\n<p>Wie erw\u00e4hnt, muss als Erstes eine klare, m\u00f6glichst ambitionierte Zielsetzung erfolgen. Nur damit wird ein zielgerichtetes Vorgehen m\u00f6glich, die gestellten Anforderungen sind bekannt und es k\u00f6nnen anspruchsvolle Ziele erreicht werden.<\/p>\n<p>Die Ziele m\u00fcssen von der Bauherrschaft vorgegeben werden. Je nach Erfahrungen und Kenntnissen der Bauherrschaft kann eine Beratung durch einen Energiefachmann sinnvoll oder n\u00f6tig sein. Gegebenenfalls kann auch mit einem an Energiefragen interessierten Architekten oder einem Bauphysiker zusammengearbeitet werden. Die einzelnen Ziele k\u00f6nnen auch gewichtet werden, um so m\u00f6gliche Varianten besser vergleichen zu k\u00f6nnen. Es empfiehlt sich, der Zielsetzung einen gen\u00fcgend hohen Stellenwert einzur\u00e4umen. Nur so k\u00f6nnen die Ziele anschliessend effizient erreicht und Entt\u00e4uschungen oder unn\u00f6tige Arbeit und \u00abEhrenrunden\u00bb vermieden werden. Aus der Erfahrung l\u00e4sst sich sagen, dass je anspruchsvoller die Ziele gesetzt werden, desto besser wird die L\u00f6sung. F\u00fcr ein Energiekonzept k\u00f6nnen beispielsweise folgende Ziele im Vordergrund stehen:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Fossilfreie Energieversorgung<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Kein Verbrauch an nicht regenerierbarer Prim\u00e4renergie<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Maximale Produktion und Nutzung von regenerierbarer Energie<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Minimierung auch der grauen CO<span class=\"CharOverride-7\">2<\/span>-Emissionen<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Minimale Emissionen an Schadstoffen (z. B. in urbaner Umgebung)<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Erreichung eines vorgegebenen Komfortniveaus im Sommer und Winter<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Einfache Geb\u00e4udetechnik (eher Lean-Tech statt High-Tech-L\u00f6sung)<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Minimale Unterhaltskosten der Geb\u00e4udetechnik resp. des Geb\u00e4udes<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Bew\u00e4hrte Systeme<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Innovative Systeme und Technik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Flexible Systeme und Raumnutzung<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Erreichung bestimmter Zielwerte oder Labels (z. B. nach MuKEn, Minergie<sup>\u00ae<\/sup>, DGNB-Swiss, SNBS, 2000-Watt-Gesellschaft, 2000-Watt-Areal)<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Minimaler Platzbedarf der Geb\u00e4udetechnik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Vorgaben an die Versorgungssicherheit resp. Redundanz der Systeme<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Erm\u00f6glichen von Energiespeicherung und Demand-side-Management<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Smarte Ladestationen f\u00fcr Elektrofahrzeuge<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Langfristiger Werterhalt des Geb\u00e4udes<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Ziele k\u00f6nnen in einem Lastenheft f\u00fcr das Energiekonzept vorgegeben werden. In diesem Lastenheft kann der Bauherr auch diejenigen L\u00f6sungen und Randbedingungen definieren, welche er schon kennt resp. sicher erf\u00fcllt haben will. Im Lastenheft muss des Weiteren vorgegeben werden, wie die Umsetzung des Energiekonzeptes sichergestellt wird und wer daf\u00fcr verantwortlich ist. Der Energiekonzeptplaner erstellt daraus das konkrete Energiekonzept als Pflichtenheft f\u00fcr das Geb\u00e4ude. Dieses zeigt die umzusetzenden L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten auf und stellt die verbindliche Vorgabe f\u00fcr die weitere Planung dar. Es muss sichergestellt werden, dass die im Lastenheft vorgegeben Ziele und das darauf basierend erarbeitete Energiekonzept \u00fcber den ganzen Planungs- und Bauprozess hinweg beachtet und umgesetzt wird. In der Praxis ist oft zu beobachten, dass ein zu Beginn erstelltes Energiekonzept in den weiteren Planungs- und Realisierungsschritten laufend verw\u00e4ssert wird und am Ende nicht viel davon \u00fcbrigbleibt. Die Ziele der Bauherrschaft k\u00f6nnen dann selbstredend nicht erreicht werden.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr bestehende Bauten kann ein Energiekonzept erstellt werden. Darin werden die langfristige Planung und ein sinnvolles Vorgehen definiert, wie ein heute noch mit M\u00e4ngeln und Schwachstellen behafteter Altbau mittelfristig saniert werden kann. Dabei werden die ohnehin erforderlichen Erneuerungen, Sanierungen und Umbauten so ins Konzept integriert, dass am Ende des Planungshorizontes ein ambitioniertes Ziel erreicht werden kann und das Geb\u00e4ude ganzheitlich und zielgerichtet optimiert wird. Es sollen nicht einfach die gerade n\u00f6tigen Ver\u00e4nderungen konzeptlos vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Leider wird auch heute nur f\u00fcr die wenigsten bestehenden Bauten ein Energiekonzept erstellt. Noch am ehesten wird bei gr\u00f6sseren Umbauten oder Umnutzungen ein Energiekonzept erstellt. Kleinere Umbauten sowie der Ersatz von Anlagen erfolgen meist aufgrund des momentanen Bedarfs, ohne dass dahinter ein l\u00e4ngerfristiges Konzept oder eine strategische Zielsetzung steht. Bestehende Schwachstellen eines Geb\u00e4udes k\u00f6nnen so oft nicht behoben werden. Im Endeffekt k\u00f6nnen weder die Nachhaltigkeit des Geb\u00e4udes noch die Bewirtschaftungskosten optimiert werden.<\/p>\n<h3>8.2.2 Vorgehen<\/h3>\n<p>Das Energiekonzept steht bei einem Neubau am Beginn der Planung, im Idealfall zusammen mit dem Beginn der architektonischen Entw\u00fcrfe f\u00fcr das Geb\u00e4ude. Ein erstes Energiekonzept sollte auch bereits Teil des Wettbewerbsverfahrens zur Auswahl des Planerteams sein. Lediglich die strategische Planung kommt noch vorher: Was soll wann wo gebaut werden, wie k\u00f6nnte der Raumbedarf anders gedeckt werden, ist ein eigenes Geb\u00e4ude oder Mietobjekt sinnvoll, f\u00fcr wie lange soll resp. kann das Geb\u00e4ude wie geplant genutzt werden etc.<\/p>\n<p>Das Energiekonzept behandelt sowohl das Geb\u00e4ude an sich als auch die Energieversorgung und die ganze Geb\u00e4udetechnik, das heisst die drei zu Beginn des Kapitels 8.2 beschrieben Teilkonzepte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Es muss deshalb in einem interdisziplin\u00e4ren Team unter Leitung eines Energie- resp. Geb\u00e4udetechnikspezialisten (z.B. eines Energieingenieurs oder eines Spezialisten in nachhaltigem Bauen) erarbeitet werden. Diese Person muss im Gebiet der Energie- und Geb\u00e4udetechnik ein Generalist sein, d.h. er oder sie muss alle f\u00fcr das Energiekonzept wichtigen Spezialgebiete sowie deren theoretische Grundlagen kennen. Zudem sollte diese Person so viel von der Praxis wissen, dass keine nicht ausf\u00fchrbaren oder an kleinen praktischen Details scheiternden L\u00f6sungen vorgeschlagen werden. Zum Team geh\u00f6rt auch der Architekt, der Bauingenieur (Statiker), meistens der Bauphysiker oder einzelne Geb\u00e4udetechnikplaner und idealerweise ein Bauherrenvertreter.<\/p>\n<p><span class=\"CharOverride-9\">Die folgenden Sachgebiete spielen f\u00fcr das Erarbeiten eines Energiekonzeptes eine Rolle.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"CharOverride-9\">F\u00fcr das nachhaltige Entwurfs- und Baukonzept:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Architektur<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Bauphysik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Fassaden- und Fenstertechnik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Bautechnik (Statik)<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Fensterbeschattung<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Aktive und passive Solarenergie<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Tageslichtnutzung<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Materialwahl<\/li>\n<\/ul>\n<p><span class=\"CharOverride-9\">F\u00fcr das Energieversorgungskonzept:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Gesetzliche Grundlagen<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Quartier- und Stadtplanung aus Sicht Energie<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">regenerierbare Energie, Fotovoltaik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Fern- und Nahw\u00e4rme (Hoch- und Niedertemperatur)<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Geologie, Nutzung des Untergrunds, Grundwasser<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Nutzung von Umgebungsw\u00e4rme (Aussenluft, Oberfl\u00e4chenwasser)<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Nutzung von Biomasse<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Abw\u00e4rmenutzung<\/li>\n<\/ul>\n<p><span class=\"CharOverride-9\">F\u00fcr das Geb\u00e4udetechnikkonzept:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Heizungstechnik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">L\u00fcftungs- und Klimatechnik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">K\u00e4ltetechnik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Sanit\u00e4rtechnik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Elektrotechnik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Beleuchtung<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Geb\u00e4udeautomation<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Messtechnik<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Komfortkriterien, Ergonomie, Gesundheitsschutz<\/li>\n<\/ul>\n<p><span class=\"CharOverride-9\">\u00dcbergeordnet resp. f\u00fcr alle Teilkonzepte:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Kosten- und Wirtschaftlichkeitsrechnung, LCC-Rechnungen<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Nutzung von Simulationstools und Energie-Berechnungsmethoden<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">\u00d6kologie, LCA-Betrachtungen<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">weitere Nachhaltigkeitsaspekte<\/li>\n<li class=\"liste_bullet_orange\">Kenntnisse betreffend Standards und Labels<\/li>\n<\/ul>\n<h4 class=\"Titel_4 fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"--fontsize: 28; line-height: 1.39;\" data-fontsize=\"28\" data-lineheight=\"38.9167px\">Kommunikation und soziale Aspekte<\/h4>\n<p>Um ein Energiekonzept innerhalb eines interdisziplin\u00e4ren Planungsteams einbringen und umsetzen zu k\u00f6nnen, muss die verantwortliche Person f\u00fcr das Energiekonzept zudem ein ausgesprochener \u00abTeamplayer\u00bb sein und gleichzeitig so viel Kompetenz und F\u00fchrungskraft ausstrahlen, dass sie anerkannt wird und ihre Ideen und Anspr\u00fcche durchsetzen kann.<\/p>\n<p>In der Praxis gibt es kaum jemanden, der oder die in allen genannten Sachgebieten eines Energiekonzepts vertiefte Kenntnisse hat. Die fehlenden Kenntnisse m\u00fcssen deshalb bei Spezialisten des betreffenden Sachgebiets eingeholt werden.<\/p>\n<p>Die wichtigste, aber manchmal schwierige Schnittstelle besteht zwischen der Architektur und der Energietechnik. Es ist klar: Das architektonische Konzept muss viele unterschiedliche Anforderungen erf\u00fcllen wie Funktionalit\u00e4t und Nutzbarkeit des Geb\u00e4udes, \u00e4sthetische Qualit\u00e4t, Kosten, Statik, Sicherheit, baurechtliche Randbedingungen. Ein Bau muss vom Architekten, aber auch nach energetischen und geb\u00e4udetechnischen Aspekten geplant werden. Nur so k\u00f6nnen die Ziele des Energiekonzepts mit minimalem Aufwand erreicht werden. Ohne Ber\u00fccksichtigung der energetischen Aspekte beim architektonischen Geb\u00e4udeentwurf kann auch mit einem noch so intelligenten Energieversorgungs- und Geb\u00e4udetechnikkonzept eine anspruchsvolle Zielsetzung kaum oder gar nicht erreicht werden. Nur wenn alle drei Teilkonzepte hohen Anforderungen gen\u00fcgen, kann ein zukunftsf\u00e4higes Geb\u00e4ude geplant und errichtet werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Konzeptbearbeitung sollte die Energiefachperson (oft zusammen mit dem Bauphysiker) den Architekten darin beraten und dazu anhalten, den Geb\u00e4udeentwurf, die Fassadengestaltung und den Innenausbau so zu planen, dass ein tiefer Energieverbrauch, eine einfache Geb\u00e4udetechnik und eine hoher Komforts m\u00f6glich werden. Er muss gleichzeitig die \u00fcbrigen Anforderungen an die Architektur anerkennen und den Architekten darin unterst\u00fctzen, seine gestalterischen Vorstellungen und W\u00fcnsche m\u00f6glichst umzusetzen. Eine hochwertige architektonische Gestaltung eines Geb\u00e4udes und gleichzeitig die Erf\u00fcllung ambitionierter Ziele beim Energiekonzept sollte nicht als Gegensatz verstanden werden, sondern als Ansporn zu gemeinsamen H\u00f6chstleistungen. Dass auf diese Weise Geb\u00e4ude verwirklicht werden k\u00f6nnen, die in architektonischer wie auch energetischer Sicht vorbildlich sind, zeigen heute viele Beispiele.<\/p>\n<h3>8.2.3 Vorgehen bei bestehenden Bauten<\/h3>\n<p>Bei bestehenden Bauten muss das Vorgehen insofern angepasst werden, als hier wesentlich mehr Randbedingungen fest vorgegeben sind. Das Energiekonzept soll, ausgehend vom Ist-Zustand des Geb\u00e4udes und des Energiebedarfs, die weiteren Schritte und vor allem ein Endziel aufzeigen. Vom Endziel abh\u00e4ngig, k\u00f6nnen dann zielgerichtet alle n\u00f6tigen Sanierungen und anfallenden Ersatzinvestitionen in die Geb\u00e4udetechnik und -h\u00fclle vorgenommen werden. Dazu erforderlich ist eine Zustandsanalyse und eine Mehrjahresplanung der in den n\u00e4chsten 5 bis 10 Jahren anstehenden Ersatzmassnahmen.<\/p>\n<p>Die anfallenden Ersatzmassnahmen und Sanierungsschritte haben vielfach einen gegenseitigen Einfluss. So beeinflusst der Ersatz einer alten Klimaanlage den W\u00e4rme- und K\u00e4lteleistungsbedarf. Eine Erneuerung der Beleuchtung beeinflusst den Strombedarf, den K\u00fchlbedarf im Sommer und auch den Heizbedarf im Winter. Zudem k\u00f6nnte sich z.B. die M\u00f6glichkeit ergeben, mit der Beleuchtung auch die Doppeldecke zu sanieren resp. ganz wegzulassen. Damit erh\u00f6ht sich die Speicherf\u00e4higkeit der R\u00e4ume und die K\u00fchllast sinkt.<\/p>\n<p>Der Ersatz der Fenster hat Einfl\u00fcsse auf den Heizbedarf (besserer U-Wert), den L\u00fcftungsbedarf (neu \u00f6ffenbar, im Winter dicht), den K\u00fchlbedarf (neu \u00e4usserer Sonnenschutz). Damit soll aufgezeigt werden, dass nur ein konzeptionell und gesamtheitlich geplantes Vorgehen zu einem optimalen Endresultat f\u00fchrt. Ansonsten entsteht ein Flickwerk und viele Chancen zu Verbesserungen und Kosteneinsparungen werden verpasst.<\/p>\n<p>Bei falschem Vorgehen werden Sachzw\u00e4nge erzeugt, welche die M\u00f6glichkeiten bei nachfolgenden Umbauten einschr\u00e4nken, oder es werden unn\u00f6tige Investitionen get\u00e4tigt. Muss beispielsweise ein Heizkessel notfallm\u00e4ssig ersetzt werden, reicht die Zeit, um die Umstellung auf eine W\u00e4rmepumpe zu planen, oft nicht. Werden wenige Jahre nachher die Fenster erneuert, ist nachher die neue W\u00e4rmeerzeugung zu gross dimensioniert. Nur ein auf ein mittel- und langfristiges Ziel ausgerichtetes Energiekonzept verhindert solche nicht optimale L\u00f6sungen und kann helfen, die Investitionen zu optimieren. Anspruchsvolle Ziele werden nur so erreichbar.<\/p>\n<p>Beispiel:<br \/>\n<em>Ein B\u00fcrogeb\u00e4ude aus den 1980er-Jahren verf\u00fcgt \u00fcber eine schlecht w\u00e4rmeged\u00e4mmte Fassade (U-Wert 0,7 W\/m<sup>2<\/sup>K und einigen W\u00e4rme<\/em><em>br\u00fccken), nicht \u00f6ffenbare Fenster mit 2-fach-Verglasung (U-Wert 2,8 W\/m<sup>2<\/sup>K mit dazwischen liegenden Lamellenstoren), eine Klimaanlage mit 6-fachem Luftwechsel (6 h<sup>-1<\/sup>) und zwei \u00d6lheizkessel. Der Innenausbau mit Spannteppich und abgeh\u00e4ngter Decke sowie leichten B\u00fcrotrennw\u00e4nden ist ebenfalls veraltet. <\/em><em>Die alten FL-Einbau-Rasterleuchten haben ca. 15 W\/m<sup>2<\/sup> Anschlussleistung.<br \/>\nZiel k\u00f6nnte es sein, am Ende ein Geb\u00e4ude mit gut speichernden Gruppenb\u00fcros zu haben, \u00f6ffenbare Fenster mit \u00e4usserem Sonnenschutz, eine effiziente LED-Beleuchtung, keine mechanische K\u00e4lteerzeugung mehr, nur noch eine L\u00fcftung mit dem hygienisch erforderlichen Luftwechsel (mit effizienter WRG). Die W\u00e4rmeerzeugung wird dann noch einen Bruchteil der heutigen Leistung ben\u00f6tigen, sodass eine kleine W\u00e4rmepumpe reicht.<br \/>\nMit einem Energiekonzept wird eine n\u00f6tige Sanierung der W\u00e4rmeerzeugung vorerst so ausgef\u00fchrt, dass nur ein Kessel durch eine kleinere W\u00e4rmepumpe ersetzt wird. Falls Grundwasser nutzbar ist oder Erdw\u00e4rmesonden gebohrt werden k\u00f6nnen, kann eine entsprechende W\u00e4rmepumpe eingebaut werden. Ansonsten muss auf eine Luft\/Wasser-W\u00e4rmepumpe zur\u00fcckgegriffen werden, die \u00fcber einen Luftw\u00e4rmetauscher aussen verf\u00fcgt. Der andere wird vorerst als Spitzenkessel mit nur wenigen Betriebsstunden belassen. An der K\u00e4lte- und Klimaanlage wird nur das N\u00f6tigste gemacht, bis die Fenster (neu mit 0,8 W\/m<sup>2<\/sup>K und aussen liegenden Lamellenstoren) und gleichzeitig die Fassade (neu mit 0,15 W\/m<sup>2<\/sup>K ohne wesentliche W\u00e4rmebr\u00fccken) erneuert sind. Anschliessend werden der Innenausbau und die Decken mit der Beleuchtung saniert. Die Decken werden teilweise offen gestaltet, teilweise mit Heiz- und K\u00fchlelementen ausgestattet, welche gleichzeitig die Raumakustik verbessern. Die neue LED-Beleuchtung mit 5 W\/m<sup>2<\/sup>K bietet einen h\u00f6heren Sehkomfort und hat sehr tiefe Instandhaltungskosten. Dann kann eine neue L\u00fcftung (unter Nutzung der bestehenden Kan\u00e4le) installiert werden, die nur noch auf den hygienisch notwendigen Aussenluftwechsel dimensioniert wird (ca. 1,2 Luftwechsel pro Stunde). Der alte Heizkessel kann nun stillgelegt werden, der \u00d6ltankraum kann umgebaut und anderweitig verwendet werden. Falls Grundwasser oder Erdw\u00e4rmesonden genutzt werden, kann im Sommer damit \u00fcber die K\u00fchldecken direkt gek\u00fchlt werden. Ansonsten wird nachts der W\u00e4rmetauscher der Luft-WP zur freien K\u00fchlung genutzt. Wenn noch eine PV-Anlage auf dem Dach sowie eventuell auch als Fassadenverkleidung installiert wurde, dann entsteht aus der alten Energieschleuder ein modernes, sehr komfortables Null-Energiegeb\u00e4ude mit tiefen Betriebskosten, das im Betrieb keine CO<span class=\"CharOverride-7\">2<\/span>-Emissionen mehr erzeugt.<br \/>\n\u00dcberlegen Sie sich, wie das Resultat w\u00e4re, wenn ungeplant oder konzeptlos vorgegangen w\u00fcrde.<\/em><\/p>\n<p>Ein solches Energiekonzept f\u00fcr bestehende Geb\u00e4ude darf nicht mit der energetischen Betriebsoptimierung der bestehenden Anlagen und Geb\u00e4ude verwechselt oder gleichgesetzt werden. Die Anstrengungen (und Erfolge) der Betriebsoptimierung m\u00fcssen im Energiekonzept ber\u00fccksichtigt werden. Das Energiekonzept umfasst aber im Gegensatz zur \u00abt\u00e4glichen\u00bb Arbeit der Betriebsoptimierung die grossen Sanierungs-, Umbau- und Erneuerungsvorhaben sowie die Koordination und holistische, l\u00e4ngerfristige Planung dieser Projekte.<\/p>\n<p>Hemmnisse zur Erstellung eines solchen Energiekonzepts sind neben der Unkenntnis \u00fcber den Nutzen vor allem, dass die Nutzung eines Geb\u00e4udes oft nicht l\u00e4ngerfristig bekannt ist. Zudem sind die f\u00fcr den Geb\u00e4udebetrieb verantwortlichen Personen vielfach in die t\u00e4gliche Arbeit verstrickte und mit dringenden Problemen zugedeckte Praktiker. Deswegen sind sie oft nicht in der Lage, l\u00e4ngerfristige Konzepte zu erarbeiten. Der unvorhergesehene Ausfall einer Anlage zur falschen Zeit, der einen sofortigen Ersatz n\u00f6tig macht, kann das Konzept zudem infrage stellen oder das geplante Vorgehen erschweren.<\/p>\n<h3>8.2.4 Werkzeuge f\u00fcr Energiekonzepte<\/h3>\n<h4 class=\"Titel_4 fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"--fontsize: 28; line-height: 1.39;\" data-fontsize=\"28\" data-lineheight=\"38.9167px\">Organisatorische Voraussetzungen<\/h4>\n<p>Innerhalb der Bauherrschaft muss der Wille bestehen, ein energetisch musterg\u00fcltiges Geb\u00e4ude zu besitzen resp. zu erstellen. Dieses Ziel muss auch den externen Planern kommuniziert werden. Entweder ist seitens Bauherrschaft der Projektleiter f\u00fcr das Energiekonzept (Beauftragung, Genehmigung, Kontrolle der Umsetzung) oder der interne Energiebeauftragte verantwortlich oder es wird ein externer Berater bestimmt. In jedem Fall muss diese verantwortliche Person \u00fcber gute Fachkenntnisse verf\u00fcgen, aber auch \u00fcber die n\u00f6tigen sozialen Kompetenzen. Sie sollte auch \u00fcber das ganze Projektvorhaben hinweg mit dieser Aufgabe betraut bleiben.<\/p>\n<p>Integrale Planung:<br \/>\nEntsprechend der obigen Aufz\u00e4hlung der Sachgebiete, welche ein Energiekonzept beeinflussen, wird klar, dass ein Energiekonzept innerhalb eines Teams erarbeitet werden muss. Die Organisation im Planungsteam spielt eine wesentliche Rolle bei der Frage, welche Ziele erreicht werden k\u00f6nnen. Der Bauherr kann dies steuern, indem er den Planungsauftrag entsprechend vergibt. Die integrale Planung ist nicht nur f\u00fcr das Vorgehen wichtig, sondern kann auch als das wichtigste Werkzeug f\u00fcr ein energetisch optimiertes Bauvorhaben bezeichnet werden. Oft werden zus\u00e4tzliche Leistungen zu den \u00fcblichen Honorarleistungen erforderlich sein, welche abgegolten werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Im Einzelfall kann die Organisation im Planungsteam (das Projektorganigramm) unterschiedlich aussehen. Auch hier sind eine klare und einfache Struktur sowie klare Kompetenz- resp. Aufgabenzuordnungen wichtig. Fast noch wichtiger ist jedoch, wie die \u00abChemie\u00bb innerhalb des Teams spielt. Gute Kommunikation und Zusammenarbeit ist matchentscheidend. Dies gelingt nur bei gegenseitiger Achtung und Akzeptanz, sowie wenn alle am gleichen Strick ziehen.<\/p>\n<h4 class=\"Titel_4 fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"--fontsize: 28; line-height: 1.39;\" data-fontsize=\"28\" data-lineheight=\"38.9167px\">Energiekonzept als Pflichtenheft<\/h4>\n<p>Das Pflichtenheft basiert auf dem Lastenheft des Bauherrn, in welchem dieser seine Anforderungen und Zielsetzungen vorgibt. Das Lastenheft enth\u00e4lt alle relevanten Projektziele, Randbedingungen und Anforderungen an das Bauvorhaben. Die Vorgaben und Zielformulierungen vom Bauherrn sollen Nutzung, Finanzierung, Betrieb, architektonische Vorstellungen, Energieversorgung und Anforderungen an die Geb\u00e4udetechnik, \u00d6kologie, ggf. zu erreichende Labels etc. umfassen. Insbesondere wichtig ist die klare Vorgabe der Erfordernisse f\u00fcr einen kosteng\u00fcnstigen und effizienten Betrieb des Geb\u00e4udes. Ebenfalls wichtig ist es, den Grad an Flexibilit\u00e4t der Geb\u00e4udenutzung vorzugeben, damit auf sp\u00e4tere Nutzungs\u00e4nderungen und neue Anspr\u00fcche reagiert werden kann.<\/p>\n<p>Das Pflichtenheft ist ein Arbeitsinstrument, in welchem jeder relevante Themenkreis eines Geb\u00e4udes behandelt wird. Im Pflichtenheft werden die Vorgaben, Zielwerte und L\u00f6sungswege definiert. Es dient der klaren Kommunikation von einer \u00fcbergeordneten Stelle im Projekt zur n\u00e4chst unteren resp. zur zeitlich folgenden, z. B. vom Konzeptplaner zu den Sachbearbeitern. In diesem Sinne stellt das Pflichtenheft dann das konkrete Energiekonzept dar.<\/p>\n<p>Die klar strukturierte, umfassende und pr\u00e4zise Information im Pflichtenheft dient als Informationsbasis und zur Erfolgskontrolle der Planung und Ausf\u00fchrung. In diesem Sinne ist das Pflichtenheft ein wesentlicher Bestandteil der Qualit\u00e4tssicherung in einem Projekt.<\/p>\n<p>Ein Pflichtenheft erf\u00fcllt seine Aufgabe nur dann, wenn es laufend dem Projektfortschritt angepasst wird. Gleichzeitig muss die Einhaltung der \u00fcbergeordneten Ziele und fixen Vorgaben laufend kontrolliert werden, um Abweichungen m\u00f6glichst fr\u00fch erkennen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Da das Pflichtenheft den Bau gewerke\u00fcbergreifend beschreibt, sollte es im Team und ggf. unter Beizug von Spezialisten der Fachgebiete geschrieben werden. Nach dem Verfassen und im Laufe des Projekts bei wesentlichen Ver\u00e4nderungen muss das Pflichtenheft dem Bauherrn zur Genehmigung vorgelegt werden.<\/p>\n<h4 class=\"Titel_4 fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"--fontsize: 28; line-height: 1.39;\" data-fontsize=\"28\" data-lineheight=\"38.9167px\">Fachkenntnisse<\/h4>\n<p>Wie oben beschrieben, sind Kenntnisse vieler Fachgebiete der Bauwirtschaft f\u00fcr ein Energiekonzept relevant. Es muss sichergestellt sein, dass alle Gebiete im Energieplanungsteam abgedeckt sind oder dass die drei einzelnen Teilkonzepte je von einer Fachperson bearbeitet werden. Diese drei Personen m\u00fcssen dann aber eng zusammenarbeiten. Bei kleinen und wenig komplexen Bauvorhaben kann u. U. eine Person alle Fachkenntnisse auf sich vereinigen.<\/p>\n<h4 class=\"Titel_4 fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"--fontsize: 28; line-height: 1.39;\" data-fontsize=\"28\" data-lineheight=\"38.9167px\">Nutzung, Instandhaltung und \u00adGeb\u00e4udebetrieb<\/h4>\n<p>Kenntnisse der Nutzung oder der Nutzungsarten sind f\u00fcr ein Energiekonzept ebenfalls wichtig. Ein Energiekonzept sollte auch den Betrieb und die Instandhaltung der technischen Anlagen und die Geb\u00e4udenutzung erleichtern und vereinfachen. Deswegen sind diesbez\u00fcgliche Kenntnisse wichtig und es muss mit Fachleuten aus dem Geb\u00e4udebetrieb und dem Facility Management zusammengearbeitet werden.<\/p>\n<h4 class=\"Titel_4 fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"--fontsize: 28; line-height: 1.39;\" data-fontsize=\"28\" data-lineheight=\"38.9167px\">Simulationen<\/h4>\n<p>Unter einer Simulation wird eine typischerweise in Zeitschritten vorgenommene Berechnung verstanden, welche einen mit physikalischen Gesetzen formulierbaren Sachverhalt abbildet. In der Geb\u00e4udetechnik wird mit Simulation eine dynamische Berechnung eines Raumes, eines Geb\u00e4udes oder einer Anlage bezeichnet. Diese umfasst im Unterschied zu einer statischen Berechnung, welche einen Momentanwert abbildet, eine schrittweise Berechnung \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum. Typischerweise werden diese Berechnungen in Stundenschritten durchgef\u00fchrt. Dabei werden auch sogenannt dynamische Effekte wie die W\u00e4rmespeicherung in W\u00e4nden und Decken sowie die zeitlich variable Nutzung mitber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Simulationen sind recht anspruchsvolle Aufgaben, da nicht nur die technischen und physikalischen Grundlagen beherrscht werden m\u00fcssen, sondern auch die erforderlichen Computerprogramme. Es gibt in der Schweiz Spezialisten in einigen Planungsb\u00fcros sowie an der ZHAW in W\u00e4denswil sowie an der Hochschule f\u00fcr Technik und Architektur in Horw, Luzern. Diese Institution betreibt auch Forschung auf diesem Gebiet und bietet Berechnungen als Dienstleistung an.<\/p>\n<p>Jede Simulation basiert auf Eingabedaten. Das Resultat kann nur so gut sein wie diese Eingaben. Es gilt der bekannte Spruch: \u00abgarbage in = garbage out\u00bb.<\/p>\n<p>Die Resultate von Simulationsrechnungen sehen oft beeindruckend aus. Grafische Darstellungen von Temperaturverl\u00e4ufen und Leistungsdaten erwecken den Eindruck hoher fachlicher Kompetenz. Wie die Architekten heute ihre Projekte mit dreidimensionalen Visualisierungen darstellen, kann ein Geb\u00e4udetechnikplaner seine Konzepte mit Simulationsresultaten untermauern. Dies ist aber nicht immer eine Garantie f\u00fcr hervorragende Arbeit, sodass man sich von solchen Darstellungen nicht blenden lassen darf. Das Konzept muss in sich stimmig sein, die Simulationen m\u00fcssen korrekt sein und relevante Sachverhalte abbilden.<\/p>\n<p>Fachgerechte Simulationsrechnungen k\u00f6nnen im Sinne von Sensitivit\u00e4tsuntersuchungen Auskunft \u00fcber die Auswirkung von verschiedenen Varianten geben. Unterschiedliche Varianten k\u00f6nnen so verglichen werden. Es kann eine Optimierung stattfinden und die Entscheidungsfindung f\u00fcr die beste Variante wird unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Mit den entsprechenden Kenntnissen und F\u00e4higkeiten ist es auch m\u00f6glich, den Energiehaushalt und die zu erwartenden Raumtemperaturen im Voraus zu berechnen und so insbesondere ein neues oder ungew\u00f6hnliches Konzept auf seine Machbarkeit zu testen. Um solche Ergebnisse auf ihre Richtigkeit zu pr\u00fcfen, sollte jede Simulation validiert werden, das heisst entweder mit Messwerten oder mit statischen Berechnungen verglichen werden.<\/p>\n<p>In vielen Kantonen ist heute f\u00fcr gr\u00f6ssere Klimaanlagen resp. f\u00fcr die mechanische K\u00fchlung von R\u00e4umen ab einer bestimmten Leistung ein Bedarfsnachweis erforderlich. Auch dazu werden Simulationsrechnungen eingesetzt, um rechnerisch nachzuweisen, dass ohne eine solche Klimaanlage zu hohe Raumtemperaturen zu erwarten w\u00e4ren. Darauf basiert dann die Bewilligung, falls weitere Vorgaben wie eine gute Beschattung der Fenster eingehalten werden.<\/p>\n<p>Nebst Simulationsprogrammen f\u00fcr Energiehaushalt, HLK-Anlagen und Raumtemperaturen gibt es auch Simulationsprogramme f\u00fcr die k\u00fcnstliche und nat\u00fcrliche Beleuchtung und f\u00fcr viele weitere Gebiete. Insbesondere k\u00f6nnen auch der Ertrag von Solaranlagen simuliert werden, die langfristen Bodentemperaturen bei Feldern von Erdw\u00e4rmesonden oder die Fremdbeschattung von Geb\u00e4uden und Fassaden.<\/p>\n<h4 class=\"Titel_4 fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"--fontsize: 28; line-height: 1.39;\" data-fontsize=\"28\" data-lineheight=\"38.9167px\">Normen, Richtlinien, Empfehlungen<\/h4>\n<p>Normen, Richtlinien und Empfehlungen k\u00f6nnen weitere Werkzeuge f\u00fcr Energiekonzepte sein. Diese reflektieren den Stand der Technik und k\u00f6nnen auch als Nachweis f\u00fcr die Einhaltung von Gesetzen und Sicherheitsanforderungen dienen. Ebenso f\u00f6rdern sie die klare Kommunikation mit allen Beteiligten und k\u00f6nnen in Vertr\u00e4gen genutzt werden, um klare Anforderungen zu definieren.<\/p>\n<p>In der Schweiz haben die Normen des SIA (Schweiz. Ingenieur- und Architektenverein), aber auch Richtlinien und Empfehlungen anerkannter Fachvereine, insbesondere von SWKI (Die Planer, fr\u00fcher Schweiz. Verein der W\u00e4rme- und Klimaingenieure), Suissetec (Verband der HLKS-Installateure) und weiteren insofern einen rechtlich verbindlichen Charakter, als im Schadensfalle dem Planer ein Verschulden angelastet wird, wenn er gegen Normen und Richtlinien verstossen hat. Diese Normen und Richtlinien gelten bei Gerichtsf\u00e4llen als Stand der Technik.<\/p>\n<p>Umgekehrt kann das zu strikte Festhalten an bestehenden Normen und Richtlinien hemmend auf den Fortschritt und auf neue, innovative L\u00f6sungen wirken. Hier ist zwischen dem m\u00f6glichen Nutzen und dem Risiko abzuw\u00e4gen. Der Planer muss sich sicher sein, dass auch bei einer Abweichung des Standes der Technik kein Schaden eintritt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich darf ein Energiekonzept in keinen Punkten von zwingenden gesetzlichen Vorschriften abweichen. Insofern sind auch Kenntnisse der relevanten Vorschriften erforderlich.<\/p>\n<h3>8.2.5 Darstellung des Energiekonzeptes<\/h3>\n<p>Das Ergebnis eines Energiekonzeptes kann ein Bericht sein, der als Beilage auch einfache Schemata und Pl\u00e4ne enthalten kann. Der Bericht sollte knapp formuliert sein und klare Aussagen in einer auch f\u00fcr Laien verst\u00e4ndlichen Sprache enthalten. Aus den gemachten Untersuchungen und Variantenstudien sollten klare und konkrete Empfehlungen abgeleitet sein.<\/p>\n<p>Auch sollten f\u00fcr die weiteren Planungsschritte die n\u00f6tigen und \u00fcberpr\u00fcfbaren Vorgaben enthalten sein.Auch ein <a id=\"_idIndexMarker089\"><\/a>Pflichtenheft wird in Form eines schriftlichen Berichtes verfasst und kann analog aussehen.<\/p>\n<p>Ein typischer Aufbau eines Energiekonzeptberichts k\u00f6nnte wie folgt aussehen:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li class=\"liste_nummern\">Zusammenfassung<\/li>\n<li class=\"liste_nummern\">Grundlagen, Ausgangslage<\/li>\n<li class=\"liste_nummern\">Vorgaben aus Lastenheft Bauherr<\/li>\n<li class=\"liste_nummern\">Untersuchte L\u00f6sungsvarianten<\/li>\n<li class=\"liste_nummern\">Darstellung und Beschreibung der empfohlenen L\u00f6sungsvariante<\/li>\n<li class=\"liste_nummern\">Beschreibung der Anforderungen und des Vorgehens zur Umsetzung<\/li>\n<li class=\"liste_nummern\">Schlussfolgerungen und Empfehlungen<\/li>\n<li class=\"liste_nummern\">Anhang mit Berechnungsresultaten, Details zu den L\u00f6sungsvarianten, Daten etc.<\/li>\n<li class=\"liste_nummern\">Beilagen: ev. Pl\u00e4ne, Schemata<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zur Verdeutlichung der Aussagen und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge sind grafische Darstellungen hilfreich (Beispiele siehe Abb. 32, Abb. 33 und Abb. 34). Gut bew\u00e4hrt hat sich auch die Darstellung von Raummodulen in Schnitt und eventuell Grundriss, um die Funktionalit\u00e4t und Ausr\u00fcstung typischer resp. repr\u00e4sentativer R\u00e4ume zu verdeutlichen.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2693 alignnone\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield.png\" alt=\"\" width=\"1695\" height=\"1515\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield-200x179.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield-300x268.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield-400x358.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield-600x536.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield-768x686.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield-800x715.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield-1200x1073.png 1200w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield-1536x1373.png 1536w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_10_energiekonzept_dock_midfield.png 1695w\" sizes=\"(max-width: 1695px) 100vw, 1695px\" \/><\/div>\n<p><span class=\"bildlegende-em\"><br \/>\nAbb. 32: Beispiel Schemaschnitt Dock E (Midfield), Z\u00fcrich Flughafen<\/span><br \/>\n<span class=\"quelle-em\">nach: Energiekonzept Dock Midfield Z\u00fcrich Flughafen, ARGE Zayetta, 1998<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2697 alignnone\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer.png\" alt=\"\" width=\"2061\" height=\"1154\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer-200x112.png 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer-300x168.png 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer-400x224.png 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer-600x336.png 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer-768x430.png 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer-800x448.png 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer-1200x672.png 1200w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer-1536x860.png 1536w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/abb_11_klassenzimmer.png 2061w\" sizes=\"(max-width: 2061px) 100vw, 2061px\" \/><\/div>\n<p><span class=\"bildlegende-em\"><br \/>\nAbb. 33: Raummodul Klassenzimmer<\/span><br \/>\n<span class=\"quelle-em\">aus: Amt f\u00fcr Hochbauten Stadt Z\u00fcrich, 2008, Raummodul Klassenzimmer, Standard<\/span><\/p>\n<div><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2803 alignnone\" src=\"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen.jpg\" alt=\"\" width=\"1695\" height=\"1007\" srcset=\"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen-200x119.jpg 200w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen-300x178.jpg 300w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen-400x238.jpg 400w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen-600x356.jpg 600w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen-768x456.jpg 768w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen-800x475.jpg 800w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen-1200x713.jpg 1200w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen-1536x913.jpg 1536w, https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/12\/Bild-Swisscom-Ittingen.jpg 1695w\" sizes=\"(max-width: 1695px) 100vw, 1695px\" \/><\/div>\n<p><span class=\"bildlegende-em\">Abb. 34: Lu\u0308ftungskonzept Swisscom Businesspark, Ittigen bei Bern<\/span><br \/>\n<span class=\"quelle-em\">(Konzept: Ernst Basler + Partner AG, Architekt, Bild: Atelier 5 Architekten und Planer AG \/ Aus https:\/\/atelier5.ch\/arbeiten\/2014-swisscom-businesspark-ittigen?cat=&amp;cHash=dc615d3b2c124e2f965b873cedca831e)<\/span><\/p>\n<h3>8.2.6 Kosten<\/h3>\n<p>Ein Energiekonzept verursacht auch Kosten in Form von Honoraren und der eigenen Arbeit der Bauherrschaft. Der Nutzen lohnt diese Kosten aber immer. Erfahrungsgem\u00e4ss kann f\u00fcr kleine Bauten mit einem Honorar von etwa 1 % der Investitionskosten f\u00fcr die Geb\u00e4udetechnik (resp. ca. \u00bc % der Gesamtinvestition) gerechnet werden. Bei sehr grossen Bauten k\u00f6nnen auch schon Resultate mit der H\u00e4lfte dieser Prozents\u00e4tze erreicht werden. Es ergeben sich Betr\u00e4ge von CHF 5000.\u2013 bis ca. CHF 250\u2019000.\u2013. F\u00fcr Bauten unter einer Bausumme von CHF 2 Mio. lohnen sich spezielle Energiekonzepte nur in Ausnahmef\u00e4llen oder bei besonderen Anforderungen. Hier sollten gute Standardl\u00f6sungen vorgezogen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter einem Energiekonzept wird eine Untersuchung verstanden, wie ein Geb\u00e4ude so energieeffizient wie m\u00f6glich geplant und erstellt werden kann. Gleichzeitig soll der Komfort sowohl im Winter wie auch im Sommer hoch sein. Dazu sind drei Teilkonzepte erforderlich. Zum Ersten ist das Geb\u00e4ude so zu planen und zu bauen, dass der Komfort im Geb\u00e4ude mit m\u00f6glichst [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-2998","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-konzepte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2998","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2998"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2998\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3246,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2998\/revisions\/3246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2998"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2998"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/energiemanagement\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2998"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}