{"id":144,"date":"2016-02-01T11:58:36","date_gmt":"2016-02-01T10:58:36","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/?p=144"},"modified":"2016-12-07T10:45:41","modified_gmt":"2016-12-07T09:45:41","slug":"1-3-planungsvorgehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/1-3-planungsvorgehen\/","title":{"rendered":"1.3 Planungsvorgehen"},"content":{"rendered":"<h2>1.3.1 Serielle Planung<\/h2>\n<p>Die Planung eines Geb\u00e4udes l\u00e4uft bisher in der Regel nach den Phasen gem\u00e4ss Bild 1.18 ab. Auf diese Weise wird vielfach gute Architektur nach aussen und in der inneren Konzeption der Bauten gemacht, doch wird den Belangen der Geb\u00e4udetechnik, der Energie und der thermischen Behaglichkeit oft nicht die geb\u00fchrende Beachtung geschenkt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieses serielle Planungsvorgehen insbesondere bei grossen, komplexen oder stark verglasten Bauten zu Problemen f\u00fchrt, da architektonische Entscheide mit Einfluss auf die Geb\u00e4udetechnik ohne die entsprechenden Fachingenieure in der Vorstudienphase gef\u00e4llt werden. Diese Erkenntnis f\u00fchrt zum integralen Planungsvorgehen.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"\/images\/hle\/M_1_001_018.gif\" alt=\"Schematische Darstellung einer seriellen Planung\" \/><\/div>\n<p><span class=\"bildlegende-hle\">Bild 1.18 Schematische Darstellung einer seriellen Planung<\/span><\/p>\n<h2>1.3.2 Integrale Planung<\/h2>\n<p>Werden alle Kenntnisse \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge zwischen Geb\u00e4ude, Geb\u00e4udetechnik, Energieverbrauch und Komfort als Teamarbeit in die Planung eingebracht, so ist das <em>integrale<\/em> Planung. Das Team aus Bauherrschaftsvertreter, Architekt, Bauingenieur und Geb\u00e4udetechnikingenieuren muss von der Bauherrschaft bestimmt werden, bevor die Planung beginnt. Das Wesentliche ist die Diskussion im Team mit dem Ziel, gut, wirtschaftlich und umweltbewusst zu bauen. Durch Untersuchung von Varianten kann eine gesamthaft optimale L\u00f6sung gefunden werden. Nur durch Teamarbeit l\u00e4sst sich ein Konsens zwischen verschiedenen Partnern innert n\u00fctzlicher Frist erreichen. Sowohl fachliche als auch menschliche Qualit\u00e4ten sind gefordert! Beim integralen Vorgehen wird der ganze Lebenszyklus des Geb\u00e4udes betrachtet. In Bild 1.19 k\u00f6nnen sich einzelne Phasen oder Teile davon in zyklischen Prozessen wiederholen.<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"\/images\/hle\/M_1_001_019.gif\" alt=\"Schematische Darstellung der integralen Planung mit Phasengliederung\" \/><\/div>\n<p><span class=\"bildlegende-hle\">Bild 1.19 Schematische Darstellung der integralen Planung mit Phasengliederung nach <div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-overflow:visible;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last fusion-column-no-min-height\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\">[SIA 112]<\/span><\/p>\n<p>Nachstehend werden die wesentlichsten Punkte des Planungsablaufs nach [SIA 108] f\u00fcr die Geb\u00e4udetechnikplaner beschrieben.<\/p>\n<h3>Phase 1: Strategische Planung<\/h3>\n<p>Besteht aus der (besonders zu vereinbarenden) <em>Bed\u00fcrfnisformulierung<\/em> und der Entwicklung von <em>L\u00f6sungsstrategien<\/em>.<\/p>\n<h3>Phase 2: Vorstudien<\/h3>\n<p>Besteht aus der (besonders zu vereinbarenden) <em>Projektdefinition, Machbarkeitsstudie:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Grundlagenbeschaffung und Problemanalyse<\/li>\n<li>Vorgehen und Organisation festlegen<\/li>\n<li>bestehende Anlagen aufnehmen<\/li>\n<li>Energiekonzept, Energiebilanzen erarbeiten<\/li>\n<li>L\u00f6sungsans\u00e4tze darstellen und bewerten<\/li>\n<li>fachspezifisches Projektpflichtenheft erstellen<\/li>\n<li>Kosten und Wirtschaftlichkeit untersuchen<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auftraggeber:<\/em> Entscheiden \u00fcber Organisation und Vorgehen. Genehmigen Projektpflichtenheft und L\u00f6sungsansatz. Eintretensentscheid<\/p>\n<h3>Phase 3: Projektierung<\/h3>\n<p><em>Teilphase Vorprojekt:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Geb\u00e4udetechnikkonzepte einschliesslich Geb\u00e4udeautomation (GA)<\/li>\n<li>Messkonzept erarbeiten<\/li>\n<li>Energiebedarf absch\u00e4tzen<\/li>\n<li>beim Informationsaustausch mitwirken<\/li>\n<li>Prinzipschemas und Anlagebeschrieb<\/li>\n<li>Anlagekosten sch\u00e4tzen, i.d.R. \u00b115\u2009%<\/li>\n<li>Betriebs- und Unterhaltskosten sch\u00e4tzen<\/li>\n<li>Terminplan erstellen<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auftraggeber:<\/em> Genehmigen Vorprojekt<\/p>\n<p><em>Teilphase Bauprojekt:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Leistungs- und Energiebedarf berechnen<\/li>\n<li>GA-Funktionsbeschrieb und -Projekt<\/li>\n<li>Messkonzept bereinigen<\/li>\n<li>Platzbedarf und Dispositionspl\u00e4ne<\/li>\n<li>Prinzipschemas ausarbeiten<\/li>\n<li>Anlagebeschrieb erstellen<\/li>\n<li>Detaillierter Kostenvoranschlag, i.d.R. \u00b110\u2009%<\/li>\n<li>Terminplan \u00fcberarbeiten<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auftraggeber: <\/em>Genehmigen Bauprojekt<\/p>\n<p><em>Teilphase Bewilligungsverfahren\/Auflageprojekt:<\/em><\/p>\n<p><em>Auftraggeber:<\/em> Genehmigen Unterlagen Baueingabe<\/p>\n<h3>Phase 4: Ausschreibung<\/h3>\n<p><em>Ausschreibung, Offertvergleich, Vergabeantrag:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Ausschreibungspl\u00e4ne und -unterlagen<\/li>\n<li>Angebote \u00fcberpr\u00fcfen und vergleichen<\/li>\n<li>Vergabevorschl\u00e4ge ausarbeiten<\/li>\n<li>Terminplan erstellen<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auftraggeber:<\/em> Genehmigen Ausschreibungsunterlagen. Entscheid zur Ausf\u00fchrung. Vergabe<\/p>\n<h3>Phase 5: Realisierung<\/h3>\n<p><em>Teilphase Ausf\u00fchrungsprojekt:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>definitive Berechnungen durchf\u00fchren<\/li>\n<li>Ausf\u00fchrungsunterlagen erstellen<\/li>\n<li>Unternehmervertr\u00e4ge aufstellen<\/li>\n<li>Terminplan nachf\u00fchren<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auftraggeber:<\/em> Werkvertr\u00e4ge abschliessen. Genehmigen Ausf\u00fchrungsprojekt<\/p>\n<p><em>Teilphase Ausf\u00fchrung:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Kontrolle der Arbeiten auf der Baustelle<\/li>\n<li>Teilnahme an Koordinationssitzungen<\/li>\n<li>Kontrolle von Regie- und Ausmassarbeiten<\/li>\n<li>Teilabnahmen durchf\u00fchren<\/li>\n<li>amtliche Kontrollen veranlassen<\/li>\n<li>Projekt\u00e4nderungen \u00fcberwachen<\/li>\n<li>Kostenkontrolle f\u00fchren<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auftraggeber:<\/em> Genehmigen von Projekt-, Kosten- und Termin\u00e4nderungen<\/p>\n<p><em>Teilphase Inbetriebnahme, Abschluss:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Inbetriebnahme, Tests, Abnahmen organisieren<\/li>\n<li>bei \u00dcbergabe an Betreiber mitwirken<\/li>\n<li>Betriebsinstruktionen einholen<\/li>\n<li>Ausf\u00fchrungspl\u00e4ne nachf\u00fchren<\/li>\n<li>M\u00e4ngelbehebung \u00fcberwachen<\/li>\n<li>Schlussabrechnung<\/li>\n<li>Liste der M\u00e4ngel f\u00fchren, die bis zum Ablauf der 2-j\u00e4hrigen R\u00fcgefrist aufgetreten sind<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auftraggeber:<\/em> Abnahme. \u00dcbernehmen der Bauwerksakten. Genehmigen Schlussabrechnung<\/p>\n<h3>Phase 6: Bewirtschaftung<\/h3>\n<p>Besteht aus den (besonders zu vereinbarenden) Teilphasen <em>Betrieb<\/em> und <em>Erhaltung<\/em>. Nur mit der <em>Betriebsoptimierung<\/em> und Erfolgskontrolle lassen sich h\u00f6here energetische Ziele tats\u00e4chlich erreichen. In der Regel sind periodisch Betriebsdaten abzulesen, was eine entsprechende Instrumentierung voraussetzt. Nach der Auswertung werden die n\u00f6tigen Optimierungsschritte veranlasst. Eine Betriebsoptimierung dauert etwa zwei Jahre.<\/p>\n<h2>1.3.3 Energie- und Geb\u00e4udetechnikkonzept<\/h2>\n<p>Ein Energie- und Geb\u00e4udetechnikkonzept sollte im Rahmen einer integralen Planung w\u00e4hrend der Vorstudienphase erarbeitet und in der Vorprojektphase pr\u00e4zisiert werden. Dabei sind Bauherr und Architekt in den Entscheidungsprozess miteinzubeziehen. Bei der Ausarbeitung des Energiekonzeptes sollten folgende Ziele angestrebt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>m\u00f6glichst tiefer Energieverbrauch<\/li>\n<li>Nutzung passiver K\u00fchlm\u00f6glichkeiten<\/li>\n<li>m\u00f6glichst einfache, der Problemstellung angepasste Geb\u00e4udetechnikanlagen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der Erarbeitung des Geb\u00e4udetechnikkonzeptes werden alle wichtigen Randbedingungen (Geb\u00e4udeh\u00fclle, interne Lasten, Zonierung und Technisierungsgrad) im Team definiert. Zudem m\u00fcssen die Kenngr\u00f6ssen f\u00fcr die Wirtschaftlichkeits-Berechnung mit dem Bauherrn abgesprochen werden.<\/p>\n<p>Der Schlussbericht sollte eine Kurzzusammenfassung der wichtigsten Systementscheide enthalten und nachfolgende Punkte beinhalten:<\/p>\n<ul>\n<li>Absch\u00e4tzung Jahresenergiebedarf (W\u00e4rme, K\u00e4lte, Elektrizit\u00e4t)<\/li>\n<li>Probleme des sommerlichen W\u00e4rmeschutzes<\/li>\n<li>Notwendigkeit von K\u00fchlung<\/li>\n<li>W\u00e4rme- und K\u00e4lteleistungsbedarf (Sch\u00e4tzung, Gleichzeitigkeit verschiedener Verbraucher ber\u00fccksichtigen!)<\/li>\n<li>Art der Aussenluftversorgung<\/li>\n<li>Systemvarianten und Entscheidungsgrundlagen<\/li>\n<li>Wirtschaftlichkeit<\/li>\n<li>Umweltbelastung, Versorgungssicherheit<\/li>\n<li>Messkonzept<\/li>\n<li>Grobkonzept der Geb\u00e4udeautomation<\/li>\n<li>Pflichtenheft f\u00fcr die Fachplaner<\/li>\n<\/ul>\n<h2>1.3.4 Randbedingungen<\/h2>\n<p>F\u00fcr jeden Geb\u00e4udetechnikplaner muss es das Ziel sein, ein Geb\u00e4udetechniksystem auszuw\u00e4hlen, das auf das Geb\u00e4ude, die Nutzer, den Bauherrn und den Betreiber optimal abgestimmt ist (Bild 1.20). Die grosse Zahl von Randbedingungen beeinflusst und erschwert die Wahl eines geeigneten Geb\u00e4udetechniksystems. Die wichtigsten Randbedingungen, die einen Einfluss auf die Systemwahl haben, sind:<\/p>\n<div><img decoding=\"async\" src=\"\/images\/hle\/M_1_001_020.gif\" alt=\"Einflussfaktoren auf das Geb\u00e4udetechnikkonzept\" \/><\/div>\n<p><span class=\"bildlegende-hle\">Bild 1.20 Einflussfaktoren auf das Geb\u00e4udetechnikkonzept<\/span><\/p>\n<h3>Objektstandort:<\/h3>\n<ul>\n<li>Klima (Temperatur, Strahlung usw.)<\/li>\n<li>Geb\u00e4udelage, Umgebung<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Verf\u00fcgbarkeit Energietr\u00e4ger:<\/h3>\n<ul>\n<li>\u00d6l, Gas, Elektrizit\u00e4t, Holz, Fernw\u00e4rme<\/li>\n<li>Umweltw\u00e4rme (Luft, Wasser, Erdreich), Abw\u00e4rme, Sonnenenergie<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Randbedingungen des Architekten<\/h3>\n<ul>\n<li>Nutzung passiver Sonnenenergie<\/li>\n<li>Tageslichtnutzung<\/li>\n<li>\u00e4usserer Sonnenschutz<\/li>\n<li>Abdeckungen der B\u00f6den und Decken<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Randbedingungen der Beh\u00f6rden<\/h3>\n<ul>\n<li>lokale Bauvorschriften<\/li>\n<li>Gesetze und Vorschriften (Energiegesetze, W\u00e4rmed\u00e4mmvorschriften, Nachweis f\u00fcr Klimaanlagen)<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Randbedingungen der Bauherrschaft<\/h3>\n<ul>\n<li>Geb\u00e4udenutzung<\/li>\n<li>Komfort-Anforderungen<\/li>\n<li>interne Lasten<\/li>\n<li>Art der Bauherrschaft: Es erleichtert dem Planer die Arbeit, wenn er die Bauherrschaft zutreffend erfasst (Bild 1.21). Welches sind deren Pr\u00e4ferenzen?<\/li>\n<li>Art des Betreibers: Im Einfamilienhaus ist meistens der Bauherr selbst Betreiber. Im Verlauf der Projektierungsarbeiten entwickelt sich seine Einstellung der Anlage gegen\u00fcber. Bei gr\u00f6sseren Bauten ist es oft ein neben- oder vollamtlicher Hauswart. Seine F\u00e4higkeiten und Motivation sind ausschlaggebend daf\u00fcr, wie sich die Anlage im Betrieb bew\u00e4hrt. Immer \u00f6fter wird ein professioneller Betreiber (Dienststelle) beauftragt, welcher auch sehr komplexe Anlagen betreuen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"merkText-hle\">\n<strong>Energieeffizienz bei Vollkomfort, kostenbewusst<\/strong><br \/>\nNormale Technik, automatisiert, kleiner Bedienungsaufwand, wirtschaftlich, geringe Investitionskosten; Energiesparen, weil man es sollte.<\/p>\n<p><strong>Energieeffizienz als Hobby (\u00abTechnofreak\u00bb)<\/strong><br \/>\nNeueste Techniken, Steuerung und Regelung mit Optimierung (Computer), Bedienungsaufwand z.T. erw\u00fcnscht, Wirtschaftlichkeit sekund\u00e4r; Energiesparen als Freizeitbesch\u00e4ftigung.<\/p>\n<p><strong>Energieeffizienz als \u00d6ffentlichkeitsarbeit (PR)<\/strong><br \/>\nAufwendige Technik, die nach aussen gezeigt wird, automatisiert, kleiner Bedienungsaufwand, Wirtschaftlichkeit z.T. sekund\u00e4r; Energiesparen dient als PR.<\/p>\n<p><strong>Energieeffizienz f\u00fcr die Versorgungssicherheit<\/strong><br \/>\nW\u00e4rmeerzeugung doppelt oder dreifach gen\u00e4ht, Teil- und Notbetrieb gew\u00e4hrleistet, Wirtschaftlichkeit sekund\u00e4r; Energiesparen zur Verbesserung der Versorgungssicherheit.<\/p>\n<p><strong>Energiebewusst leben (\u00abGr\u00fcne\u00bb)<\/strong><br \/>\nEinfache Technik, Vorg\u00e4nge nachvollziehbar, Naturkr\u00e4fte ben\u00fctzen (Feuer, Sonne, Wind), Bekleidung als prim\u00e4re Schutzh\u00fclle, Komfortbed\u00fcrfnisse hinterfragen; Energiesparen als Teil der Lebenseinstellung.<\/p>\n<p><strong>Keine \u00f6kologische Ambition vorhanden<\/strong><br \/>\nDie Vorschriften sind streng genug, wozu mehr machen?<\/div>\n<p><span class=\"bildlegende-hle\">Bild 1.21 Grundvorstellungen der Bauherrschaft<\/span><\/p>\n<h2>1.3.5 Entscheidungsfindung<\/h2>\n<p>Die konzeptionelle Arbeit und die Systemwahl werden oft rein intuitiv vorgenommen. Wenn zwischen mehreren komplexen Alternativen ausgew\u00e4hlt werden muss, ist die Entscheidungsfindung allerdings oft nicht einfach. Es sind sowohl messbare, objektive als auch nicht messbare, subjektive, gef\u00fchlsbetonte <em>Kriterien<\/em> zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Voraussetzung ist, dass verschiedene brauchbare L\u00f6sungsvarianten f\u00fcr die gleiche Aufgabe vorliegen (echte Varianten). Um diese zu erarbeiten, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Brainstorming: Das ist eine unbeschwerte Kreativit\u00e4tstechnik zur Ideenfindung im Team <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Projektmanagement e.V., Methodenprofile von Norbert Hillebrand, download www.gpm-infocenter.de, insbesondere: Brainstorming, Entscheidungsbaum, Kosten-Nutzen-Analyse, Nutzwertanalyse\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[Gpm]<\/span><\/span>.<\/li>\n<li>Grobauswahl: Im Team werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme diskutiert und beurteilt. Es bleiben wenige aussichtsreiche Varianten \u00fcbrig.<\/li>\n<li>Variantenbearbeitung: Die Varianten werden soweit bearbeitet, bis die Erreichung der Ziele (Kriterien) eingesch\u00e4tzt werden kann. Dies umfasst eine grobe Dimensionierung, Optimierung und Sch\u00e4tzung der Investitionskosten sowie der Betriebskosten (Energie, Wartung, Unterhalt).<\/li>\n<\/ul>\n<p>In schwierigen F\u00e4llen ist ein systematisches Vorgehen nach den Methoden des <em>Projektmanagements<\/em> n\u00f6tig. Nachstehend die hier am ehesten infrage kommenden PM-Methoden <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Projektmanagement e.V., Methodenprofile von Norbert Hillebrand, download www.gpm-infocenter.de, insbesondere: Brainstorming, Entscheidungsbaum, Kosten-Nutzen-Analyse, Nutzwertanalyse\"><span class=\"tooltip-custom-hle\">[Gpm]<\/span><\/span>:<\/p>\n<ul>\n<li>Entscheidungsbaum-Methode<\/li>\n<li>Nutzwertanalyse<\/li>\n<li>Kosten-Nutzen-Analyse<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Resultat der Anwendung von PM-Methoden kann \u2013 auch wenn seri\u00f6s durchgef\u00fchrt \u2013 nicht die Entscheidung sein. Immerhin ist es eine gute Hilfestellung dazu. Der im Team erarbeitete Vorschlag wird nun dem Entscheidungstr\u00e4ger unterbreitet. Da bei integraler Planung die Bauherrschaft im Team vertreten ist, steht normalerweise nicht zu erwarten, dass ihr Entschluss vom Antrag abweicht. Die entscheidende Instanz Bauherrschaft weist allerdings eine andere Gruppendynamik auf als das Planungsteam. Die Entscheidung ist ein freier Willensakt der Bauherrschaft. Es sind denn auch deren Werthaltungen, die bei der Entscheidungsvorbereitung einfliessen m\u00fcssen.<div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen einer Vorstudie oder des Vorprojektes ist eine Absch\u00e4tzung des Heizleistungsbedarfes erforderlich, da eine detaillierte Berechnung nach [EN 12831] erst sp\u00e4ter durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-144","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-non-classifiee"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=144"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":265,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/144\/revisions\/265"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=144"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=144"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=144"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}