{"id":312,"date":"2016-02-01T11:46:30","date_gmt":"2016-02-01T10:46:30","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/?p=312"},"modified":"2020-08-28T08:50:02","modified_gmt":"2020-08-28T06:50:02","slug":"3-2-hydraulische-schaltungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/3-2-hydraulische-schaltungen\/","title":{"rendered":"3.2 Hydraulische Schaltungen"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"Title-1_sub\"><span class=\"Title_Number\">3.2.1<\/span> Funktionsweise von Grundschaltungen<\/h2>\n<p class=\"Bodytext\">Die wasserseitige Verkn\u00fcpfung von W\u00e4r\u00admeer\u00adzeu\u00adgung, W\u00e4rmeabgabe und Stellorganen<a id=\"_idIndexMarker028\"><\/a> nennt man hydraulische Schaltung<a id=\"_idIndexMarker029\"><\/a>. Die unterschiedlichen Ei\u00adgen\u00adschaf\u00adten der Schaltungen lassen sie f\u00fcr be\u00adstimm\u00adte Anwendungen geeignet oder ungeeignet erscheinen. Dabei ist meist das Verhalten bei Teillast mas\u00ads\u00adge\u00adbend.<\/p>\n<p class=\"Title-2_sub\"><span class=\"Title_Number\">Kriterien zur Beurteilung<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">von hydraulischen Schaltungen k\u00f6nnen sein:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"Item\">Konstanz des Durchflusses im W\u00e4rmeerzeuger und Verbraucher (beeinflusst die W\u00e4rme\u00fcbertragung in W\u00e4rme\u00fcbertragern)<\/li>\n<li class=\"Item\">H\u00f6he der R\u00fccklauftemperatur zum W\u00e4r\u00admeer\u00adzeu\u00adger bei Teillast (beeinflusst Korrosion, Wir\u00adkungs\u00adgrad, Leistungszahl, Eignung f\u00fcr Fern\u00adw\u00e4r\u00adme-Anschluss)<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Typische Schaltungen<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">und m\u00f6gliche verbraucherseitige Anwendungen zei\u00adgen die Bilder 3.9 und 3.10. In diesen Schaltungen, ausgenommen bei der Direktschaltung<a id=\"_idIndexMarker030\"><\/a>, kann die WE-Temperatur grunds\u00e4tzlich konstant gehalten werden. Die dick ausgezogenen Linien stellen die sogenannte mengenvariable Strecke<a id=\"_idIndexMarker031\"><\/a> des Re\u00adgel\u00adpfads dar. Darin \u00e4ndert sich der Volumenstrom gleich\u00adsin\u00adnig mit der Last. Der Regelpfad<a id=\"_idIndexMarker032\"><\/a> ist meistens beim 3-Weg-Ventil der Geradeaus-Pfad, sowohl auf den Sche\u00admas wie in Wirklichkeit. \u00abOffen\u00bb bedeutet hier \u00abRegelpfad offen\u00bb. Bei 3-Weg-Ventilen sind die Fliess\u00adrich\u00adtun\u00adgen angegeben, wobei beliebige Zwi\u00adschen\u00adstel\u00adlun\u00adgen m\u00f6g\u00adlich sind. Die Umlenkschaltung und die Einspritzschaltung mit 3-Weg-Stellorgan werden f\u00fcr neue Anlagen kaum noch verwendet, da sie bei Teillast viel heisses Vorlaufwasser direkt in den R\u00fccklauf umleiten. Die Schaltungen sind mit Mischventilen gezeichnet. Verteilventile k\u00f6nnen die\u00adsel\u00adbe Funktion erf\u00fcllen, werden aber nicht am selben Ort eingebaut. Beispielsweise stellt Bild 3.12a eine normale Beimischschaltung<a id=\"_idIndexMarker033\"><\/a> dar, Bild 3.12b eine Beimischschaltung mit Verteilventil. Hinsichtlich Funktion besteht kein Unterschied, jedoch eignen sich nicht alle 3-Weg-Ventile als Verteilventil.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_009.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.9 Schaltungen mit druckdifferenzlosen Anschl\u00fcssen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_010.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption ParaOverride-5\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.10 Schaltungen mit druckdifferenzbehafteten Anschl\u00fcssen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_011.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.11 Verteiler ohne Hauptpumpe<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_012-neu.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.12 Druckdifferenzloser Verteiler mit Hauptpumpe<\/p>\n<h2 class=\"Title-1 ParaOverride-7\"><span class=\"Title_Number\">3.2.2<\/span> Verteilerarten<\/h2>\n<p class=\"Bodytext\">Die Verteiler<a id=\"_idIndexMarker034\"><\/a> sind in den Bildern als dicke Balken dargestellt. \u00dcber dem Verteiler sind die Heiz- oder L\u00fcftungsgruppen aufgebaut. Die Gruppen k\u00f6nnen aus Pumpe, Ventil, Messeinrichtungen, Drossel- und Absperrorganen bestehen.<\/p>\n<p class=\"Title-2_sub\"><span class=\"Title_Number\">Druckdifferenzloser Verteiler ohne Hauptpumpe <\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Druckdifferenzlos heisst praktisch eine Druckdifferenz unter 3000 Pa. Unter dieser Bedingung und unter Beachtung gewisser Regeln f\u00fcr die Stellorgane ar\u00adbei\u00adten Beimischschaltungen st\u00f6rungsfrei. Bild 3.11 zeigt die\u00adse gebr\u00e4uchliche Anordnung f\u00fcr kleinere Anlagen. Die Gruppenpumpen m\u00fcssen den Druck\u00adver\u00adlust des Stel\u00adl\u00ador\u00adgans und des WE-Kreises \u00fcberwinden. Wenn die WE-Vorlauftemperatur wesentlich \u00fcber der vom Ver\u00adbrau\u00adcher maximal geforderten Temperatur liegt, so sollte eine feste Vormischung eingebaut werden. An\u00addern\u00adfalls kann sich das Regelventil \u00fcberhaupt nie ganz \u00f6ffnen!<\/p>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Druckdifferenzloser Verteiler mit Hauptpumpe<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Die Hauptpumpe zirkuliert das Prim\u00e4rwasser im WE-Kreis: vom W\u00e4rmeerzeuger zum Verteiler und \u00fcber den Verteilerbeipass zum W\u00e4rmeerzeuger zu\u00adr\u00fcck. Ab Verteiler ziehen die Verbraucher mit ihren eigenen Pumpen den ben\u00f6tigten Volumenstrom ab (Bild 3.12). Der Druckverlust des Stellorgans wird von der Grup\u00adpen\u00adpum\u00adpe \u00fcberwunden. Am drucklosen Verteiler ist kein hydraulischer Abgleich<a id=\"_idIndexMarker035\"><\/a> erforderlich. Dieser Ver\u00adtei\u00adler kann ein Hochmischen der WE-R\u00fcck\u00adlauftem\u00adpe\u00adra\u00adtur bewirken. Bei W\u00e4rmepumpenanlagen \u00fcbernimmt oft ein Pufferspeicher die Funktion des Beipasses. Befindet sich der Beipass, wie gezeichnet, am Anfang des Verteilers, so sind alle Verbraucher hinsichtlich W\u00e4rmebezug gleichberechtigt. Wird der Beipass zwischen den Gruppen a und b angebracht, so erh\u00e4lt Gruppe a Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Verteiler mit Druckdifferenz<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Die Hauptpumpe \u00fcberwindet den Druckverlust des Stellorgans (Bild 3.13). Die Drosseln (D) erlauben einen hydraulischen Abgleich. Eine Druckdifferenzregelung h\u00e4lt trotz variablem Volumenstrom die Druckdifferenz konstant. Es braucht nicht unbedingt jeder Verbraucher eine Gruppenpumpe. Dank den Einspritzschaltungen mit Durchgangsventilen ergibt sich die tiefstm\u00f6gliche R\u00fccklauftemperatur zum W\u00e4rmeerzeuger. Vor allem bei Fernw\u00e4rmesystemen und W\u00e4rmepumpen ist dies wichtig. \u00c4ltere Verteiler mit 3-Weg-Einspritzschaltungen gem\u00e4ss Bild 3.10d werden deshalb oft umgebaut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_013-neu.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption ParaOverride-8\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.13 Verteiler mit Druckdifferenz<\/p>\n<h2 class=\"Title-1 ParaOverride-9\"><span class=\"Title_Number\">3.2.3<\/span> Stellorgane<\/h2>\n<p class=\"Bodytext\">Das Stellorgan enth\u00e4lt einen beweglichen Teil, der den Volumenstrom beeinflusst. Wegen ihrer Eignung f\u00fcr Regelaufgaben und ihrer relativ guten Dichtheit kommen vor allem Ventile in Betracht. Ihr beweglicher Teil bewegt sich rein translatorisch (Bild 3.14). Ver\u00adteil\u00adven\u00adti\u00adle sind aufwendig und werden deshalb selten ein\u00adge\u00adsetzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_014.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption ParaOverride-4\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.14 Ventilbauarten<\/p>\n<p class=\"Title-2_sub\"><span class=\"Title_Number\">Grundkennlinien<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Wenn in der Anordnung von Bild 3.1 ein Stellorgan ohne Rohre eingebaut wird, l\u00e4sst sich dessen Durch\u00adflus\u00ads\u00adkenn\u00adwert <span class=\"Italic\">k<\/span><span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">v<\/span> messen. Der k<span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">v<\/span>-Wert ist der Was\u00adser\u00addurch\u00adfluss bei einem Druckverlust von 1 bar. Bei of\u00adfe\u00adnem Ventil (d.h. maximalem Hub <span class=\"Italic\">H<\/span><span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">100<\/span>) erh\u00e4lt man den gr\u00f6ssten k<span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">v<\/span>-Wert, den k<span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">vs<\/span>-Wert (Bild 3.15). Bei Hub null gibt es einen Mengensprung von meist 1 bis 5 % von <span class=\"Italic\">k<\/span><span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">vs<\/span>. Ventile sollten knapp ausgelegt wer\u00adden, da\u00admit man nicht in diesem Bereich regulieren muss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_015.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.15 Lineare (a) und gleichprozentige (b) Grundkenn\u00adlinien von Stellorganen<\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Bei der<span class=\"Italic\"> linearen Kennlinie <\/span>ergeben sich zu gleichen \u00c4nderungen <span class=\"Italic\">\u0394H<\/span> des Hubs gleiche \u00c4nderungen des k<span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">v<\/span>-Werts. Bei der<span class=\"Italic\"> gleichprozentigen Kennlinie<\/span> ge\u00adh\u00f6ren zu gleichen \u00c4nderungen <span class=\"Italic\"><em>\u0394<\/em>H<\/span> gleiche prozentuale \u00c4nderungen des jeweiligen k<span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">v<\/span>-Werts.<\/p>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Deformierte Kennlinien<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Im realen Netz ist die Druckdifferenz \u00fcber dem Stellorgan nicht konstant. Man betrachte eine Dros\u00adsel\u00adschal\u00adtung und eine Pumpe mit Konstantdruck-Regelung (Bild 3.10b). Ist das Stellorgan offen, so liegt an diesem ein bestimmter Teil des Pum\u00adpen\u00addrucks an. Wird nun der Hub vermindert, so erh\u00f6ht sich die Druck\u00addif\u00adfe\u00adrenz \u00fcber dem Stellglied. Der Vo\u00adlu\u00admen\u00adstrom nimmt weniger stark ab, als dies gem\u00e4ss Grundkennlinie zu erwarten w\u00e4re. Ein gleich\u00adpro\u00adzen\u00adti\u00adges Ven\u00adtil wird eine Be\u00adtriebs\u00adkenn\u00adli\u00adnie <span class=\"Italic\">q<\/span><span class=\"Subscript CharOverride-2\">v<\/span>\/<span class=\"Italic\">q<\/span><span class=\"Subscript CharOverride-2\">v,100<\/span> auf\u00adwei\u00adsen, die sich der Linie a n\u00e4hert (Bild 3.15). Die Kennlinien-De\u00adfor\u00adma\u00adti\u00adon ist umso aus\u00adge\u00adpr\u00e4g\u00adter, je geringer der An\u00adteil des Ventildruckverlusts am Pum\u00adpen\u00addruck ist. Die\u00adses Verh\u00e4ltnis dr\u00fcckt aus, welche Autorit\u00e4t <span class=\"Italic\">P<\/span><span class=\"Subscript CharOverride-2\">v<\/span> das Ventil gegen\u00fcber der Anlage besitzt.<\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Die Leistungsabgabe des Verbrauchers (Heizk\u00f6rper, Luft\u00ader\u00adhit\u00adzer) ist nicht proportional zum Vo\u00adlu\u00admen\u00adstrom. Dies ergibt eine weitere Deformation in glei\u00adcher Richtung. Massgebend da\u00adf\u00fcr ist der W\u00e4r\u00adme\u00ad\u00fcbertrager\u00adkenn\u00adwert a (vgl. 4.1). Auf diese Wei\u00adse kann mit einer gleich\u00adpro\u00adzen\u00adti\u00adgen Grund\u00adkenn\u00adli\u00adnie ein zum Hub etwa pro\u00adpor\u00adtio\u00adna\u00adler W\u00e4r\u00adme\u00adstrom erreicht wer\u00adden.<\/p>\n<p class=\"Title-2\"><a id=\"_idIndexMarker036\"><\/a><span class=\"Title_Number\">Ventilautorit\u00e4t<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Bei Schaltungen mit Durchgangsventilen wird somit die Autorit\u00e4t:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/eq_3-14.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Structure_Infotext\"><em>\u0394<\/em>p<span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">v,100<\/span> Druckdifferenz \u00fcber dem offenen Ventil<br \/>\n<em>\u0394<\/em>p<span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">v,0<\/span> Druckdifferenz \u00fcber dem geschlossenen Ventil<\/p>\n<p class=\"Structure_Infotext\">Bei Schaltungen mit Dreiwegventilen wird f\u00fcr die Ventilautorit\u00e4t gesetzt:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/eq_3-15.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Structure_Infotext\"><em>\u0394<\/em>p<span class=\"Subscript _idGenCharOverride-1\">L,100<\/span> Druckverlust der mengenvariablen Strecke bei offenem Ventil (in den Bildern 3.9 und 3.10 dick ausgezogen)<\/p>\n<p class=\"Title-3\" lang=\"de-CH\">Folgerung<\/p>\n<p class=\"Bodytext\">F\u00fcr gutes Regelverhalten soll die Ven\u00adti\u00adl\u00adau\u00adto\u00adri\u00adt\u00e4t <span class=\"Italic\">P<\/span><span class=\"Subscript CharOverride-2\">v<\/span> mindestens 0,5 betragen, d.h., der Druckverlust \u00fcber dem offenen Stell\u00adg\u00adlied soll mindestens so gross sein wie der Druck\u00adver\u00adlust der mengenvariablen Strecke. Der Druckverlust des offenen Stellorgans soll min\u00adde\u00adstens 3000 Pa betragen. Nach diesen Regeln wird der Ventilnenndurchmesser meistens <span class=\"Italic\">kleiner <\/span>als der Rohrnenndurchmes\u00adser.<\/p>\n<p class=\"Bodytext\"><span class=\"Italic\">Hinweis:<\/span> W\u00e4rmez\u00e4hler einer Heizgruppe werden nor\u00adma\u00adler\u00adwei\u00adse in die mengenvariable Strecke eingebaut und be\u00adein\u00adtr\u00e4ch\u00adti\u00adgen somit die Ventilautorit\u00e4t. Dasselbe gilt f\u00fcr die Abgleichdrosseln in Schaltungen mit Durch\u00adgangs\u00adven\u00adtil (Bild 3.13).<\/p>\n<h2 class=\"Title-1\"><span class=\"Title_Number\">3.2.4<\/span> Hydraulische Probleme und L\u00f6sungen<\/h2>\n<p class=\"Bodytext\">Es gibt viele Fehlfunktionen in hydraulischen Schal\u00adtun\u00adgen. Sie umfassen Planungsfehler, In\u00adstal\u00adla\u00adti\u00adons\u00adfeh\u00adler sowie fehlerhaften hydraulischen Ab\u00adgleich. F\u00fcr jeden dieser Fehler werden Beispiele aufgef\u00fchrt. Je komplexer eine An\u00adla\u00adge, desto gr\u00f6sser ist die Gefahr von Fehlzirkulationen.<\/p>\n<p class=\"Title-2_sub\"><span class=\"Title_Number\">Dimensionierungsfehler<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Bei den Beimischschaltungen (Bild 3.16) wurde fest\u00adge\u00adstellt, dass bei Volllast in Gruppe b und Teillast in Gruppe a das Mischventil a auf und zu pendelt. Die Abkl\u00e4rung ergibt, dass Ventil a grossz\u00fcgig, b hin\u00adge\u00adgen knapp dimensioniert ist. Gruppe b erzeugt einen betr\u00e4chtlichen Differenzdruck zwischen beiden Ver\u00adtei\u00adler\u00adbal\u00adken, sodass ein kleiner R\u00fcckstrom \u00fcber Grup\u00adpe a entsteht. Damit saugt Gruppe b teilweise R\u00fcck\u00adlauf\u00adwasser an. Gruppe a bekommt ebenfalls kein heisses Wasser, das Mischventil \u00f6ffnet sich deshalb kurz\u00adfri\u00adstig weit. Der \u00abdrucklose\u00bb Verteiler ist nicht drucklos ge\u00adnug. Abhilfe:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"Item\">Ventilautorit\u00e4t verbessern (kleineres Ventil a, Druck\u00adverlust WE-Kreis reduzieren) oder<\/li>\n<li class=\"Item\">Hauptpumpe und Verteilerbeipass einbauen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_016.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.16 Beimischschaltungen ohne Hauptpumpe mit Fehlzirkulation<\/p>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Fehlende hydraulische Entkopplung<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Zwei Kreisl\u00e4ufe sind hydraulisch entkoppelt, wenn der Volumenstrom in jedem Kreislauf nur von der Pumpe im betreffenden Kreislauf abh\u00e4ngt. Das Beispiel (Bild 3.17) zeigt die Folgen mangelnder Entkopplung:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_017.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption ParaOverride-5\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.17 Speicherheizanlage mit schlecht (oben) und gut (unten) entkoppelten Kreisen<\/p>\n<p class=\"List\">1) Fehlzirkulation \u00fcber Boiler in beiden Richtungen bei Speicherladung\/-entladung<br \/>\n2) Anschluss der Beimischschaltung nicht druckdifferenzlos<br \/>\n3) Bei Boilerladung ab Heizspeicher zerst\u00f6rt der warme R\u00fccklauf die Speicherschichtung<br \/>\n4) Bei grosser Boilerladepumpe und grossem Mischventil entsteht Fehlzirkulation<\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Der untere Teil im Bild 3.17 zeigt eine Anlage, deren Krei\u00adse durch den Speicher entkoppelt sind, indem alle An\u00adschl\u00fcs\u00adse separat in den Speicher gef\u00fchrt werden. Da sich die Krei\u00adse gegenseitig nicht mehr beeinflussen, sind die M\u00e4ngel behoben. Etwas gr\u00f6ssere Lei\u00adtungs\u00adl\u00e4n\u00adgen sind dabei unter Umst\u00e4nden in Kauf zu neh\u00admen.<\/p>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Installationsfehler<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Bei der Einspritzschaltung<a id=\"_idIndexMarker037\"><\/a> Bild 3.18 wird der Verbraucherkreis auch bei geschlossenem Ventil warm. Grund: In der einen Rohrh\u00e4lfte str\u00f6mt infolge freier Konvektion war\u00admes Wasser nach oben, in der andern k\u00e4lteres nach unten. Diese Gegenstromzirkulation in der mengenvariablen Strecke ist auch bei Beimischschaltungen zu be\u00adob\u00adach\u00adten. Abhilfe: Faustregel <span class=\"Italic\">H<\/span> = mindestens 10 <span class=\"Italic\">d<\/span> und mindestens 40 cm. Wenn die Faustregel nicht gen\u00fcgt: R\u00fcck\u00adschlag\u00adklap\u00adpe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_03_NEU-web-resources\/image\/M_1_003_018.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption\" lang=\"fr-FR\">Bild 3.18 Gegenstromzirkulation an Einspritzschaltung<\/p>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Fehlerhafter hydraulischer Abgleich<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Die Fussbodenheizung (Bild 3.11b) wurde \u00fcberhaupt nicht warm.<br \/>\nGrund: offene Vormisch-Drossel<br \/>\nAbhilfe: Einstellen (Anweisung des Planers!)<\/p>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Zusammenfassung hydraulische Grunds\u00e4tze<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Wenn drei einfache Regeln beachtet werden, lassen sich die meisten hydraulischen Probleme vermeiden:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"Item\">Beimischschaltung: Druckdifferenz an Anschlusspunkten h\u00f6chstens 3000 Pa<\/li>\n<li class=\"Item\">Offenes Stellorgan aller Schaltungen: Druckabfall bei Volllast mindestens 3000 Pa<\/li>\n<li class=\"Item\">Hydraulische Entkopplung<a id=\"_idIndexMarker038\"><\/a>: Der Volumenstrom wird \u00fcberall nur von <span class=\"Italic\">einer<\/span> Pumpe beeinflusst.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3.2.1 Funktionsweise von Grundschaltungen Die wasserseitige Verkn\u00fcpfung von W\u00e4r\u00admeer\u00adzeu\u00adgung, W\u00e4rmeabgabe und Stellorganen nennt man hydraulische Schaltung. Die unterschiedlichen Ei\u00adgen\u00adschaf\u00adten der Schaltungen lassen sie f\u00fcr be\u00adstimm\u00adte Anwendungen geeignet oder ungeeignet erscheinen. Dabei ist meist das Verhalten bei Teillast mas\u00ads\u00adge\u00adbend. Kriterien zur Beurteilung von hydraulischen Schaltungen k\u00f6nnen sein: Konstanz des Durchflusses im W\u00e4rmeerzeuger und Verbraucher (beeinflusst die  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-312","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-waermeverteilung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=312"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/312\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1118,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/312\/revisions\/1118"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}