{"id":346,"date":"2016-02-01T11:29:47","date_gmt":"2016-02-01T10:29:47","guid":{"rendered":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/?p=346"},"modified":"2020-08-28T09:44:22","modified_gmt":"2020-08-28T07:44:22","slug":"7-4-planung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enbau-online.ch\/heizung-lueftung-elektrizitaet\/7-4-planung\/","title":{"rendered":"7.4 Planung"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"Title-1_sub\"><span class=\"Title_Number\">7.4.1<\/span> Vorgehen<\/h2>\n<p class=\"Title-2_sub\"><span class=\"Title_Number\">Grobauslegung in der Vorprojektphase<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"Item\">Bauherrschaft und Planer legen die Geb\u00e4udenutzung und den gew\u00fcnschten Benutzerkomfort fest.<\/li>\n<li class=\"Item\">Der Nutzwarmwasserbedarf wird auf der Basis der Standardnutzung und der Richtwerte von Bild 7.2 bestimmt.<\/li>\n<li class=\"Item\">Das Volumen, die Anzahl und die Platzierung der Speicher werden grob bestimmt.<\/li>\n<li class=\"Item\">Die Lage der Entnahmestellen im Geb\u00e4ude wird bestimmt. Daraus ergeben sich die notwendigen Steigzonen f\u00fcr die warm gehaltenen Leitungen und die Platzierung der Verteiler. Aus den L\u00e4ngen der Aus\u00adstossleitungen lassen sich nun die Ausstosszeiten berechnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Feinplanung in der Bauprojektphase<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"Item\">Die Grobplanung wird revidiert.<\/li>\n<li class=\"Item\">Die Anschlussleistung des W\u00e4rmeerzeugers und das Speichervolumen werden ermittelt (7.4.3, 7.4.4).<\/li>\n<li class=\"Item\">Die erforderliche Energie zur Deckung des Nutzwarmwasserbedarfs und der Verluste wird berechnet. Der Jahresnutzungsgrad von Speicher und Verteilnetz l\u00e4sst sich nun ermitteln und mit den Anforderungen vergleichen (7.4.2).<\/li>\n<\/ul>\n<h2 class=\"Title-1 _idGenParaOverride-1\"><span class=\"Title_Number\">7.4.2<\/span> W\u00e4rmeenergie<\/h2>\n<p class=\"Bodytext\">Die von der Warmwasserversorgungsanlage t\u00e4glich ben\u00f6tigte Energie setzt sich zusammen aus:<\/p>\n<p class=\"Bodytext\">a) der Energie f\u00fcr das Aufheizen der Nutzwarmwasser-Menge und<br \/>\nb) der Verlustenergie des Speichers und des Warmwasserverteilsystems.<\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Die Energie f\u00fcr die Erw\u00e4rmung des Nutzwarmwassers (a) l\u00e4sst sich aus den Werten von Bild 7.2 berechnen. Die Ausstossverluste geh\u00f6ren zu (b), entstehen aber ebenfalls aus einem erw\u00e4rmten Wasservolumen. Die Norm [SIA 385\/2] beschreibt die Berechnung der Verlustenergie sowie des Jahresnutzungsgrads. F\u00fcr gute Anlagen in Wohnbauten (mit Zirkulation) betr\u00e4gt der Jahresnutzungsgrad um 70\u00a0%. In \u00fcberdimensionierten, weit verzweigten, \u00e4lteren Anlagen liegt dieser Nutzungsgrad oft deutlich unter 50 %.<\/p>\n<h2 class=\"Title-1\"><span class=\"Title_Number\">7.4.3<\/span> W\u00e4rmeleistungsbedarf f\u00fcr die Wassererw\u00e4rmung<\/h2>\n<p class=\"Bodytext\">Der W\u00e4rmeleistungsbedarf eines <span class=\"Italic\">Durchflusswasser\u00aderw\u00e4rmers<\/span> ist extrem hoch und wird f\u00fcr das momentane Aufheizen des Spitzenvolumenstroms ben\u00f6tigt. Dies ist auch der Grund, weshalb in der Schweiz elektrische Durchflusswassererw\u00e4rmer von den Elektrizit\u00e4tswerken nur bis 3000 W (13 A) zugelassen sind. Duschen ist damit nicht m\u00f6glich. Bei sogenannten <span class=\"Italic\">Frischwassermodulen<\/span> wird das Warmwasser zwar momentan in einem grossfl\u00e4chigen W\u00e4rme\u00fcbertrager erw\u00e4rmt, die Leistungsspitze wird jedoch durch ein Heizwasser-Speichervolumen abgedeckt. Die effektiv ben\u00f6tigte W\u00e4rmeleistung berechnet sich dann analog zu Speicherwassererw\u00e4rmern.<\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Bei einem <span class=\"Italic\">Speicherwassererw\u00e4rmer<\/span> ist der W\u00e4rmeleistungsbedarf relativ gering. Die ben\u00f6tigte Leistung des W\u00e4rmeerzeugers ergibt sich aus der t\u00e4glich ben\u00f6tigten Energie (7.4.2) und der verf\u00fcgbaren Aufheizzeit. Letztere betr\u00e4gt in der Regel 24 h\/d, bei W\u00e4rmepumpen mit Sperrzeiten entsprechend weniger.<\/p>\n<p class=\"Bodytext\">In gr\u00f6sseren Geb\u00e4uden werden oft Speicher eingesetzt mit einem Volumen von etwa einem Drittel des Tagesbedarfs. Da der WW-Bedarf in der Spitzenstunde kaum mehr als 10\u00a0% des Tagesbedarfs betr\u00e4gt, sind deswegen keine gr\u00f6sseren Leistungen n\u00f6tig. Es gibt folgende Richtwerte (bezogen auf die Energiebezugsfl\u00e4che): MFH 3 W\/m<span class=\"Superscript _idGenCharOverride-1\">2<\/span>, EFH 2 W\/m<span class=\"Superscript _idGenCharOverride-1\">2<\/span>, Verwaltung 1 W\/m<span class=\"Superscript _idGenCharOverride-1\">2<\/span>.<\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Der W\u00e4rme\u00fcbertrager sollte so grossz\u00fcgig bemessen werden, dass die minimale W\u00e4rmeerzeuger-Leistung im <span class=\"Italic\">Dauerbetrieb<\/span> \u00fcbertragen werden kann. Bei einstufigen Heizungs-W\u00e4rmepumpen ist das im Sommer eine harte Forderung. Bei Ger\u00e4ten mit Drehzahlregelung muss diese zweckm\u00e4ssig konfiguriert werden. Auch bei Sonnenkollektoranlagen sind grosse W\u00e4rme\u00fcbertrager wichtig, um gute Kollektorwirkungsgrade zu erhalten.<\/p>\n<h2 class=\"Title-1\"><span class=\"Title_Number\">7.4.4<\/span> Bemessung des Speichervolumens<\/h2>\n<p class=\"Bodytext\">F\u00fcr die Festlegung des Speichervolumens und der Leistung f\u00fcr die Speicherladung sind folgende Grundlagen wichtig:<\/p>\n<p class=\"Title-2_sub\"><span class=\"Title_Number\">W\u00e4rmeerzeugung<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"Item\">Verf\u00fcgbarkeit (Sperrzeiten? Gleichzeitiger Bedarf f\u00fcr Raumheizung?)<\/li>\n<li class=\"Item\">Mindestlaufzeit und Mindestleistung bei reinem Speicherladebetrieb<\/li>\n<li class=\"Item\">Maximal m\u00f6gliche Vorlauftemperatur (W\u00e4rmepumpen)<\/li>\n<li class=\"Item\">Maximal zul\u00e4ssige R\u00fccklauftemperatur (Fernw\u00e4rme)<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Warmwasserversorgung<\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"Item\">Gr\u00f6sster Stundenwert des Warmwasserverbrauchs, Tagesverlauf<\/li>\n<li class=\"Item\">Abmessungen des Speichers und der Einbringungs\u00f6ffnungen<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"Title-2\"><span class=\"Title_Number\">Tagesverlauf<\/span><\/p>\n<p class=\"Bodytext\">Auf diesen Grundlagen kann mit einem <a id=\"_idIndexMarker015\"><\/a>S\u00e4ulen- und Summenh\u00e4ufigkeitsdiagramm des Warmwasserbedarfs (inkl. Ausstossvolumen) das Speichervolumen und die ben\u00f6tigte W\u00e4rmeerzeugerleistung ermittelt werden (Bild 7.5 und [SIA 385\/2]). Die S\u00e4ulen zeigen die Stundenwerte des Warmwasserbedarfs, w\u00e4hrend die gestrichelte Linie die Summe dieser Stundenwerte ab 0 Uhr darstellt. Der Ladekurve ist Zeitpunkt und Menge des W\u00e4rmebezugs vom W\u00e4rmeerzeuger (1 Normliter entspricht 0,058 kWh) zu entnehmen. Die Annahme ist, der Speicher sei um 0 Uhr halb voll. Der Einschaltbefehl f\u00fcr die Speicherladung erfolge durch den oberen Speicherthermostaten, wenn der W\u00e4rmeinhalt auf 400 Normliter abgesunken ist. Der Ausschaltbefehl erfolge, wenn der Speicher voll ist durch den Thermostaten ganz unten. Der senkrechte Abstand zwischen Ladekurve und Summenh\u00e4ufigkeitskurve stellt den aktuellen W\u00e4rmeinhalt des Speichers dar. Die vom W\u00e4rmeerzeuger bezogene Leistung entspricht der Steigung der Ladekurve.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-1 alignnone\" src=\"\/images\/HLE-Web-2020\/chap_07_NEU-web-resources\/image\/M_1_007_006.png\" \/><\/p>\n<p class=\"Figure_Caption ParaOverride-3\" lang=\"fr-FR\">Bild 7.5 Beispiel eines S\u00e4ulen- und <a id=\"_idIndexMarker016\"><\/a>Summenh\u00e4ufigkeitsdiagramms f\u00fcr ein Geb\u00e4ude mit einem Warmwasserbedarf (inkl. Aus\u00adstossvolumen) von 3000 Normliter pro Tag und einem Speicherinhalt von 1000 Liter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7.4.1 Vorgehen Grobauslegung in der Vorprojektphase Bauherrschaft und Planer legen die Geb\u00e4udenutzung und den gew\u00fcnschten Benutzerkomfort fest. Der Nutzwarmwasserbedarf wird auf der Basis der Standardnutzung und der Richtwerte von Bild 7.2 bestimmt. Das Volumen, die Anzahl und die Platzierung der Speicher werden grob bestimmt. 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