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1.2 Innenklima und Komfort

2018-10-11T09:50:07+02:00

Der moderne Komfortbegriff ist sehr vielschichtig und enthält sowohl physiologische Grössen, Umweltparameter sowie Empfindungen, die von Individuum zu Individuum variieren können. An den Komfortbegriff sind heute eine Vielzahl von Erwartungen über körperliches wie materielles Wohlbefinden geknüpft. Die Toleranzschwellen betreffend Kälte, Gerüche, Sauberkeit, Lärm usw. verändern sich, z. T. als Folge unserer Wohlstands- und Luxusgesellschaft, laufend. Aufgrund [...]

2.2 Wärmespeicherung

2019-08-13T12:01:22+02:00

Bei vorhandenem Strahlungsgewinn-Überschuss ist zu beachten, dass u. U. infolge Temperaturerhöhung im Rauminnern ein Teil des Gewinns nicht als heizwirksam angesehen werden kann (vgl. Abschnitt 6.2.1, Nutzbare Wärmegewinne Qug). Das Fenster ist bei der Energiebilanzierung deshalb immer zusammen mit dem ganzen Raum zu betrachten. Folgende Faktoren beeinflussen die Ausnutzung der Strahlungswärme positiv: Speichermasse im Raum zur [...]

6.4 Speicherverhalten

2019-08-13T13:37:42+02:00

6.4.1 Speicherverhalten des Gebäudes ⓘ Aufwärmverhalten Die Aufwärmung eines Gebäudes oder Raumes durch interne Wärmequellen wie Personen, Beleuchtung, Geräte und durch Sonneneinstrahlungsgewinne der Fenster ist vom Speichervermögen der Raumumschliessungsflächen abhängig. Als Beurteilungsgrösse für das Speichervermögen kann die speicherwirksame Masse Mj der Bauteile (vgl. Kap. 2.2) herangezogen werden. Die Raumspeichermasse m' kann wie folgt ermittelt werden: [...]

7.4 Schallausbreitung im Gebäude

2019-08-13T13:22:33+02:00

Abbildung 7.29: Lärmquellen – Massnahmen – Kennwerte Wirkungsvoller Schallschutz bedeutet, im Freien erzeugte Geräusche gegenüber dem Gebäudeinnern abzuschirmen (Schallausbreitung im Freien), in grossen Räumen/Sälen ein geeignetes « akustisches » Klima aufzubauen (Raumakustik) und in Räumen entstehende Geräusche mit stark verminderter Lautstärke in Nebenräume eindringen zu lassen sowie Lärmemissionen von innen (z. B. Industrielärm, Diskotheken) nach aussen zu verhindern (Bauakustik). Um eine bestehende, [...]

8 Brand

2019-08-13T13:19:26+02:00

Bauwerke sind bereits im Projektierungsstadium derart zu konzipieren, dass sie im Rahmen wirksamer und wirtschaftlich tragbarer Brandschutzkonzepte Personen und Sachwerten im Brandfalle eine optimale Sicherheit gewährleisten. Der bauliche Brandschutz hat sich an folgenden Grundsätzen zu orientieren [8.2]: Gebäude und andere Anlagen sind einschliesslich der Betriebseinrichtungen so zu erstellen, zu betreiben und zu unterhalten, dass die [...]

8.1 Brandgefahr

2019-08-13T13:17:56+02:00

Die Brandgefahren für ein Gebäude lassen sich vor allem unter Beachtung folgender Gefahrenschwerpunkte abschätzen: Brennbarkeit der Materialien (Entzündbarkeit/Abbrandgeschwindigkeit) Brandwärmeinhalt des Gebäudes (Brandbelastung) Bauweise (Wand- und Deckenkonstruktionen; Zonenbildung; Kanäle und Schächte) Entwicklung von Rauch (Qualmbildung) und toxischen Brandgasen Korrosionsgefahr Brandabschnitte bzw. Geschossfläche Geschosszahl bzw. Gebäudehöhe. Die Brandgefährdung B ist definiert als das Produkt sämtlicher potenzieller Gefahren (P) [...]

8.6 Brandabschnitte

2019-08-13T13:08:18+02:00

Ein Ziel des baulichen Brandschutzes – grösstmögliche Personensicherheit – in Gebäuden mit starker Belegung (Hotels, Warenhäuser, Wohnbauten) wird erreicht, indem man durch geeignete Massnahmen versucht, einen möglichen Brand örtlich zu begrenzen und gleichzeitig sichere Flucht- und Löschangriffswege auszuscheiden. Durch Brandabschnittsbildung werden Räume, Raumgruppen oder Gebäudeteile ausgeschieden, die durch Wände sowie Decken mit einer Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 [...]

8.7 Bewertung des Brandrisikos

2018-09-24T16:26:13+02:00

Nach der Methode von Gretener [8.5] lässt sich aufgrund eines Vergleiches von potenzieller Brandgefahr mit getroffenen Schutzmassnahmen, unter Einbezug der Entstehungswahrscheinlichkeit, ein sog. Brandrisiko R bestimmen: (8.10) Das Grundkonzept des Verfahrens besteht darin, aus Gefahrenfaktoren und Faktoren für die Schutzmassnahmen die Brandgefährdung zu bestimmen und anschliessend mit Hilfe der Aktivierungsgefahr das Brandrisiko abzuschätzen: Die potentzielle Gefahr P [...]

1. Randbedingungen (Klima)

2019-08-16T15:38:54+02:00

1.2 Innenklima und Komfort 1.2.2 Thermo-hygrische Behaglichkeit Die Anforderungen an ein behagliches Raumklima sind in den Normen EN ISO 7730:2005 [1.1], EN 15251:2007 [1.2] bzw. EN 16798-1:2015 [1.3] und SIA 180:2014 [1.4] festgelegt. Für die Anwendung werden folgende vier in Tabelle A1.1 aufgeführte Innenklima-Kategorien verwendet. Die Anwendbarkeit der Norm SIA 180:2014 [1.4] ist in erster [...]

3. Feuchte

2019-08-16T15:41:49+02:00

3.4 Oberflächenkondensat und Schimmelpilzgefährdung 3.4.1 Allgemeines Ein Gebäude ist im Detail so zu projektieren und auszuführen, dass im benutzen Raum an keiner Stelle Oberflächenkondensat auftritt, welches zu Schäden führen kann, und keine Gefahr von Schimmelpilzbefall besteht. Die Normen EN ISO 13788:2011 [3.1] und SIA 180:2014 [3.2] legen die Anforderungen und die rechnerischen Nachweisverfahren fest. Wenn [...]